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Raumschiff RUBIKON 4 Vergessene Welten -  Marc Tannous

Raumschiff RUBIKON 4 Vergessene Welten (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
240 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-2430-5 (ISBN)
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2,99 inkl. MwSt
(CHF 2,90)
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Am Morgen einer neuen Zeit. Der Krieg zwischen den organischen und anorganischen raumfahrenden Völkern konnte im letzten Moment abgewendet werden. Die Menschen jedoch sind nach wie vor fremdbestimmt und als die Erinjij gefürchtet, die sich in ihren Expansionsbestrebungen von nichts und niemandem aufhalten lassen. Abseits aller schwelenden Konflikte kommt es im Zentrum der Milchstraße zu einer von niemand vorhergesehenen, folgenschweren Begegnung. Eine unbekannte Macht hat sich dort etabliert. Schnell zeichnet sich ab, dass es sich um keinen 'normalen' Gegner handelt. Die Bedrohung richtet sich nicht nur gegen die heimatliche Galaxie, sondern könnte das Ende allen Lebens bedeuten. Die Geschichte des Kosmos, so scheint es, muss neu geschrieben werden ...

Prolog




Die Simulation war täuschend echt.

Die Abenddämmerung brach über den kleinen Wald herein. Die Sonne war bereits versunken; eine in diesem Bereich rot und düster glühende Sonne, genau abgestimmt auf die hiesige Vegetation. Auch die Bäume, die sich in unregelmäßigen Abständen aneinander reihten und die kleine Lichtung säumten, hatten die Erde nie gesehen; ihre Art war dort nicht einmal heimisch, sondern entstammte einem seltsamen kleinen Planeten, bei dem die RUBIKON auf ihrem Weg ins Milchstraßenzentrum kurzen Halt eingelegt und sich versichert hatte, dass niemand – kein anderes Schiff, sei es nun Erinjij-, Jay’nac- oder welcher Herkunft auch immer – ihr folgte.

Es waren unsichere Zeiten, der Friede so zerbrechlich, dass es keinen an Bord gab, der ihm nicht auch misstraute. So sehr er ihn genoss.

Bist du fertig?“, fragte Jelto. Er hatte eine Schürze umgebunden, so gar nicht zur bläulich schimmernden Kleidung, einem Overall aus Seshas Fundus, passen wollte. Den Overall hatten einmal Foronen getragen oder tragen sollen, die Schürze war neu, war ganz und gar auf dem Mist des Florenhüters gewachsen, inspiriert von Erzählungen Scobees. Die GenTec, wie Jelto eine in-vitro-Geborene, hatte mit dem Klon mit der Kirlianaura ein wenig über die Welt geplaudert, in der sie aufgewachsen war. Dabei war es weniger um die besonderen Umstände gegangen, die mit dem Programm zusammen hingen, das die NCIA in enger Zusammenarbeit mit Dr. Xander Hays initiiert hatte, als vielmehr darum, ihm die Lebensumstände normaler Menschen zu beschreiben. Menschen mit Berufen wie beispielsweise … Gärtner.

Jelto hatte jedes Wort darüber aufgesogen wie ein trockener Schwamm. Und irgendwo waren dabei Schürzen als typisches Merkmal eines Gärtners von damals zur Sprache gekommen. Seither trug auch er eine, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, manchmal auch bei höchst unpassenden.

Momentan passte es, fand er. Und so gern er es gesehen hätte, Aylea hatte sich vom neuesten Modetrend im hydroponischen Garten der RUBIKON noch nicht anstecken lassen wollen.

Gleich“, sagte die Zehnjährige. Sie kniete auf der Lichtung, hatte sich vorgebeugt und drückte mit den kleinen Fäusten Erde gegen den Ballen des Zöglings, den Jelto ihr gegeben hatte, um ihn einzupflanzen.

Sie ist mager geworden, dachte er beiläufig. Die Dinge waren nicht spurlos an ihr vorbeigegangen, hatten außen wie innen Narben und Spuren hinterlassen.

Wenigstens schien sie psychisch wieder stabiler zu sein. Woran auch die „Beschäftigungstherapie“ schuld sein mochte, die sich ihr Freund für sie ausgedacht hatte.

Ja, sinnierte der Mann, dessen Haut schwach leuchtete, als befänden sich überall in seinem Körper Lampen, die mal stärker, mal schwächer leuchteten, je nachdem, was er gerade tat. Ich bin ihr Freund. Ich mochte sie gleich vom ersten Tag. Sie ist die Tochter, die ich nie haben werde.

Ein Florenhüter konnte keine eigenen Kinder zeugen – eines von vielen pervertierten Gesetzen der Keelon-Master.

Früher hatte sich Jelto selten damit auseinander gesetzt. Aber seit Verlassen der Waldparzelle, die er auf der Erde gehegt und gepflegt hatte, kam es immer häufiger zu Momenten, in denen er unter dieser Beschneidung seiner Persönlichkeit litt. Umso weniger verstand er, wie Ayleas Eltern es einfach hatten zulassen können, dass ihre Tochter ins Getto deportiert worden war.

Er wartete geduldig, bis das Mädchen seine Arbeit gewissenhaft beendet und sich erhoben hatte.

Du musst ihn noch angießen“, sagte er.

Ich weiß.“ Sie hatte bereits die etwas abseits stehende, noch halb volle Gießkanne ins Auge gefasst, ging jetzt darauf zu.

Einer ist noch übrig“, sagte Jelto, als sie die Erde an den Wurzelballen des künftigen Busches geschlämmt hatte, der einmal prächtige Farbtupfer auf die Lichtung zaubern würde. „Soll ich …?“

Sie schüttelte so entschieden den Kopf, dass ihr langes Lockenhaar hin und her peitschte. „Nein! Das übernehme ich! Bitte . Es macht solchen Spaß!“

Das sah er ihr an. Er nickte. „Aber achte auf Abstand. Mindestens fünf Schritte zum nächsten Gewächs.“

Er hatte ihr erklärt, wie wichtig Freiräume für Pflanzen waren, wollte man ihr optimales Gedeihen erreichen.

Es war wie bei Menschen.

Was hältst du von dem zweiten?“, fragte Aylea, während sie den letzten Strauch dicht über dem Ballen packte und zu der Stelle trug, die sie für ihn ausgewählt hatte.

Strauch?“, fragte Jelto.

Gloriden“, sagte Aylea.

Der Florenhüter musste schmunzeln. „Wie kommst du gerade jetzt darauf?“

Immerhin hat er uns Jiim zurückgebracht.“

Natürlich, das ist erfreulich.“

Mehr nicht?“

Was meinst du?“

Ich meine: Traust du ihm? Traust du ihnen ?“

Den Gloriden?“

Sie nickte ungeduldig, während sie begann, mit ihren bloßen Händen die erforderliche Grube auszuheben. „Ja, beim Packa!“

Diese Frage solltest du vielleicht besser John stellen. Ob ich ihnen traue, hat wenig Relevanz.“

Ich finde, es geht uns alle an.“

Wie uns alles alle etwas angeht“, lächelte er. „Wir leben nun mal auf diesem Schiff. Es ist unsere Heimat geworden. Und wenn die RUBIKON bedroht wird, in Gefahr gerät, sind wir davon unmittelbar betroffen. Aber das wussten wir von Anfang an. Dies ist ein Raumschiff. Es fliegt durch den Raum. Und damit ist es immer gefährdet. Gäbe es keinen, der die Entscheidungen trifft, wäre das Maß möglicher Gefährdungen eher noch größer, meinst du nicht auch?“

Sie zog einen Flunsch, fühlte sich missverstanden. „Ich stelle Johns Position nicht in Frage. Ich kenne ihn seit dem Getto. Ich weiß, dass ich nicht mehr am Leben wäre, hätte er sich meiner nicht angenommen. Aber Fontarayn hat bewiesen, wie mächtig er ist. Und ein zweiter Gloride an Bord, dessen Ankunft unter noch ominöseren Umständen erfolgte, weckt meine Instinkte.“

Jelto stellte sich neben Aylea, die ein etwas knietiefes Loch ausschaufelte. Der Boden war locker und duftete wie Waldboden duften musste, durchwoben von Milliarden Mikroorganismen und Würmern. „Was du ominöse Umstände nennst“, sagte er, „war Jiims Rückkehr – genau genommen seine Rettung. Ovayran brachte ihn von Saskana zurück –“

„– ...

Erscheint lt. Verlag 4.9.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Science Fiction
ISBN-10 3-7389-2430-2 / 3738924302
ISBN-13 978-3-7389-2430-5 / 9783738924305
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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