Du bist mein Star! (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-3904-1 (ISBN)
Der reiche Unternehmer Darian Wildman muss nicht lange überlegen: Die bildhübsche Lara Black soll der neue Star für die Werbekampagne seiner Firma werden! Er fühlt sich so stark zu der kühlen Schönheit hingezogen, dass er entschlossen ist, sie zu erobern. Seine heißen Gefühle werden offensichtlich erwidert, denn schon bei ihrer ersten Verabredung wird sie in seinem luxuriösen Penthouse seine Geliebte. Eine leidenschaftliche Romanze beginnt, die jedoch schon bald zu enden droht: Lara scheint den Kontakt zu ihm ganz gezielt gesucht zu haben! Als sie ihm ihr Geheimnis anvertraut, fühlt sich Darian von ihr hintergangen ...
Fast ihr ganzes Leben lang hat sich Sharon Kendrick Geschichten ausgedacht. Ihr erstes Buch, das von eineiigen Zwillingen handelte, die böse Mächte in ihrem Internat bekämpften, schrieb sie mit elf Jahren! Allerdings wurde der Roman nie veröffentlicht, und das Manuskript existiert leider nicht mehr. Sharon träumte davon, Journalistin zu werden, doch leider kam immer irgendetwas dazwischen, und sie musste sich mit verschiedenen Jobs über Wasser halten. Sie arbeitete als Kellnerin, Köchin, Tänzerin und Fotografin - und hat sogar in Bars gesungen. Schließlich wurde sie Krankenschwester und war mit dem Rettungswagen in der australischen Wüste im Einsatz. Ihr eigenes Happy End fand sie, als sie einen attraktiven Arzt heiratete. Noch immer verspürte sie den Wunsch zu schreiben - nicht einfach für eine Mutter mit einem lebhaften Kleinkind und einem sechs Monate alten Baby. Aber sie zog es durch, und schon bald wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Bis heute folgten viele weitere Liebesromane, die inzwischen weltweit Fans gefunden haben. Sharon ist eine begeisterte Romance-Autorin und sehr glücklich darüber, den, wie sie sagt, "besten Job der Welt" zu haben.
2. KAPITEL
Das Taxi hielt vor einem großen Gebäude, das wie ein altes Lagerhaus aussah – und das war es früher auch gewesen. Inzwischen verbarg sich hinter der düsteren, monströsen Fassade eines der modernsten Fotostudios Englands.
„Wollen wir reingehen, Darian?“, fragte Scott Stratton.
Darian blickte seinen Begleiter aus golden schimmernden Augen an. Scott Stratton war Chef einer Werbeagentur, die für ihre preisgekrönten Spots berühmt war und als eine der besten in der Branche galt – insbesondere weil es ihr stets gelang, die Produkte ihrer Klienten den Kundenwünschen entsprechend zu präsentieren. Jedenfalls war es bislang so gewesen, doch nun drohte die Fahndung nach einem neuen Gesicht für Wildman Phones kläglich zu scheitern. Vielleicht war Darian zu wählerisch – ein Vorwurf, der ihm in der Vergangenheit schon oft gemacht worden war –, zumindest war er jedoch unnachgiebig und würde erst zufrieden sein, wenn er genau das gefunden hatte, was er suchte. Allerdings war er selbst nicht sicher, was es eigentlich war.
Oder vielmehr wer.
„Natürlich, Scott“, erwiderte er. „Ich bin so weit.“
Scott blickte ihn an. „Brauchen Sie etwas? Für Notizen, vielleicht?“
„Nein, danke. Das ist nicht nötig. Ich werde es wissen, sobald ich sie sehe.“
Gemeinsam betraten sie das Haus und blieben im chromblitzenden Empfangsbereich stehen.
„Sind alle oben?“ Darian deutete mit dem Kopf auf die Wendeltreppe, die hinauf ins Studio führte.
Obwohl er leise sprach, hielten die beiden Frauen sofort inne, die am anderen Ende des Raums geschäftig die Sed-Cards sortierten, und schauten zu ihm hinüber, als würden sie auf Anweisungen warten. Doch das taten die Leute immer, wenn sie ihm begegneten. Darian war daran gewöhnt. Sie schienen sich seinem Willen zu beugen, wenn er ihn äußerte – und auch dann, wenn er schwieg.
„Ja“, bestätigte Scott. „Sie warten schon.“
„Lassen wir die Parade beginnen“, meinte Darian spöttisch und setzte den Fuß auf die unterste Stufe. Der ausgeblichene Jeansstoff spannte sich über seinen muskulösen Schenkeln.
„Keine Parade, Darian“, korrigierte ihn Scott. „Die Formulierung, die Mädchen würden ‚paradieren‘ lässt sie ein bisschen einfältig wirken. Fast so, als würden sie an einem zweitklassigen Schönheitswettbewerb teilnehmen, und in diesem Punkt sind Models äußerst empfindlich. Heutzutage wird schließlich jedes Wort auf die Goldwaage gelegt.“
Lachend wandte Darian sich ab und hörte eine der Sekretärinnen sehnsüchtig seufzen. Auch das kannte er bereits. Er vermutete, dass es an seinen außergewöhnlichen Augen lag, die das schwächere Geschlecht regelmäßig faszinierten. In jüngeren Jahren hatte er diese Reaktion ein wenig verwirrend gefunden, später hatte er sie genossen, und inzwischen war er so daran gewöhnt, dass er lediglich Erheiterung verspürte. Ein anderer Mann hätte die Wirkung dieser Augen schamlos ausgenutzt, aber Darian nicht. Er hatte es nicht nötig.
„Ich bin weit davon entfernt, Ihnen zu widersprechen, Scott.“ Er wählte seine Worte sorgfältig. „Aber ungeachtet der Goldwaage unterscheidet sich ein Auswahlverfahren kaum von einem Schönheitswettbewerb, oder? Zugegeben, nicht gerade zweitklassig, da die Gewinnerin Wildman repräsentieren soll. Zwanzig Frauen, die nach ihrem Äußeren und Sex-Appeal beurteilt werden – wie würden Sie es sonst bezeichnen?“
„Es kommt nicht nur auf das Äußere und den Sex-Appeal an, oder?“, erinnerte Scott ihn ernst. „Sonst hätte sicher eine der Frauen, die wir Ihnen gezeigt haben, den Anforderungen genügt.“ Er zuckte die Schultern. „Sie haben in dieser Woche Dutzende der schönsten Models begutachtet.“
„Finden Sie, dass ich zu wählerisch bin?“
Scott schüttelte den Kopf. „Ich bewundere Ihr Streben nach Perfektion. Ihre Suche nach dem undefinierbaren gewissen Etwas, nach einer Person, die all das verkörpert, was Sie über ihre Firma ausdrücken wollen. Ich schätze, darin liegt das Geheimnis Ihres Erfolges. Habe ich Recht?“
„Es ist zumindest ein Teil davon.“
Aber nur ein Teil. Darian schrieb seinen Erfolg eher seinem rastlosen, unermüdlichen Tatendrang zu. Er beschäftigte sich nie so lange mit einer Sache, bis er sich langweilte, denn wenn man sich langweilte, erloschen die Freude und Begeisterung daran. Das Gleiche galt für Beziehungen. Seiner Erfahrung nach brachte Vertrautheit eine geradezu gefährliche Trägheit mit sich.
Er blickte auf die Uhr. „Lassen Sie uns gehen.“
Sie gingen die Wendeltreppe hinauf ins Studio.
Keiner seiner Mitarbeiter ahnte, dass diese Anzeigenkampagne Adrians Abgesang sein würde. Zuerst würde er die perfekte Frau finden und sich mit ihrem Gesicht im Land die größtmögliche Publicity für seine Handys sichern. Dann wollte er aussteigen. Er beabsichtigte, das Unternehmen zu veräußern und hinter sich zu lassen. Das Geld zu nehmen, es dem Vermögen hinzuzufügen, das er durch den Verkauf anderer erfolgreicher Firmen angehäuft hatte, und sich eine neue Herausforderung suchen.
Und danach? fragte eine innere Stimme. Wirst du dadurch glücklicher? Darian lächelte spöttisch und verscheuchte den Gedanken wie eine lästige Fliege. Männer, die dem Glück nachjagten, waren dem Untergang geweiht. Frauen übrigens auch. Erfolg und Anerkennung waren greifbarere Ziele als Glück – jedenfalls nach Darians Meinung.
Sie hatten fast das obere Stockwerk erreicht, als hinter ihm Scotts Stimme ertönte. „Wir sollten Sie ankündigen, Darian.“
„Das könnten wir durchaus.“ Nach kurzem Überlegen schüttelte Darian jedoch den Kopf. „Besser nicht. Wir wollen sie überraschen.“
„Sind Sie sicher?“
Er lächelte. „O ja, völlig sicher“, erklärte er. „Frauen sind viel interessanter, wenn man sie unbemerkt beobachtet, finden Sie nicht auch? Man sieht sie dann, wie sie wirklich sind, und nicht so, wie sie einem weismachen wollen.“
„Ein ziemlich krasses Urteil“, meinte Scott. „Ich wusste gar nicht, dass Sie ein Zyniker sind.“
„Es ist weder krass noch zynisch“, entgegnete Darian. „Lediglich eine präzise Bewertung. Und nun kommen Sie.“ Und als sein dunkler Haarschopf in dem hell erleuchteten Studio auftauchte, herrschte schlagartig Schweigen.
Lara war außer Atem, ihr widerspenstiges Haar wirkte heute noch zerzauster als sonst. Die Jeansjacke war viel zu warm, doch Lara nahm sich nicht die Zeit, sie auszuziehen. Sie wartete, bis der Bus die Pfütze hinter ihr passiert hatte und stürmte dann nach einem flüchtigen Blick auf die Uhr zur Studiotür. Verdammt, verdammt, verdammt!
Ihr Agent hatte zunächst gezögert, sie überhaupt zu dem Vorstellungstermin anzumelden, erst auf ihr hartnäckiges Drängen hin hatte er sich dazu bequemt und den letzten freien Platz für sie ergattert.
„Warum, zum Teufel, hast du mich nicht gleich dort vormerken lassen?“, hatte sie sich beschwert.
„Als ich dich das letzte Mal sah, war dein Haar kurz und dunkel“, hatte er sich verteidigt.
„Damals bin ich in einem russischen Stück aufgetreten. Jetzt ist es wieder normal.“
„Wie normal ist normal?“, hatte sich der Agent geduldig erkundigt. „Du bist eine Brünette, Liebes – und sie suchen das Urbild einer englischen Rose.“
„Urbild, nicht Abziehbild“, hatte sie eingewandt. „Es existiert kein Grundsatzurteil, das besagt, eine englische Rose dürfe kein dunkles Haar haben.“
„Mag sein“, hatte der Agent zweifelnd eingeräumt.
Lara stieß die Studiotür auf. Englische Rose, dachte sie selbstironisch. Ihr war noch nie jemand begegnet, der in Jeans und einem engen schwarzen T-Shirt weniger zu der Beschreibung passte als sie. Andererseits war sie eigentlich auch nicht hier, um den Job zu bekommen. Sie war hier, um den Mann persönlich zu sehen, mehr nicht – und welche Gelegenheit war besser geeignet, ihn unter die Lupe zu nehmen?
Die beiden Frauen im Foyer betrachteten sie von Kopf bis Fuß.
„Wo geht’s zum Casting?“, fragte Lara atemlos.
Die eine blickte verunsichert drein, und die andere deutete lächelnd mit dem Daumen zur Wendeltreppe. „Dort rauf. Sie sind spät dran“, fügte sie hinzu.
„Ich weiß.“ Lara hetzte die Stufen hinauf.
Die Luft im Raum war zum Schneiden, die unterschiedlichsten schweren Parfüms konkurrierten ebenso miteinander wie ihre Trägerinnen. Jede dieser schönen Frauen hatte das englische-Rose-Thema verinnerlicht und in großem Stil umgesetzt. Trotz ihrer Nervosität musste Lara lächeln.
Manche trugen rüschenverzierte Blusen, andere glänzten in hochgeschlossenen Blümchenkleidern. Eine hatte sich sogar in ein bodenlanges Musselingewand gehüllt und erweckte darin den Eindruck, als würde sie sich mit einem Gurkensandwich auf dem sprichwörtlichen englischen Rasen wohler fühlen als in diesem überfüllten Studio inmitten unzähliger Konkurrentinnen.
Und allen Frauen war eines gemeinsam. Sie waren alle blond!
„Entschuldigung“, bat Lara, als sich sämtliche „goldenen“ Köpfe in ihre Richtung drehten.
Genauso schnell wandten die Frauen sich wieder ab, und es dauerte einen Moment, bis Lara merkte, dass alle nun auf eine Person schauten. Oder, besser gesagt, auf einen Mann.
Lara hatte ihn zuvor gar nicht bemerkt, denn er hatte in einer dunklen Ecke gestanden, doch nachdem sie ihn entdeckt hatte, fragte sie sich, wie er, um alles in der Welt, ihrer...
| Erscheint lt. Verlag | 1.12.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Julia | Julia |
| Übersetzer | Sabine Buchheim |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7337-3904-3 / 3733739043 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-3904-1 / 9783733739041 |
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