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Wovon denn bitte? - Christian Steinbacher

Wovon denn bitte?

Gedichte und Risse
Buch | Hardcover
148 Seiten
2019
Czernin (Verlag)
978-3-7076-0658-4 (ISBN)
CHF 24,90 inkl. MwSt
Christian Steinbacher spricht wie kaum ein anderer Dichter all unsere Sprach-Sinne an. Für seine Arbeit mit Elementen der Metrik ist er ebenso bekannt wie für seinen augenzwinkernden Umgang mit poetischen Traditionen. Auch die Gedichte in »Wovon denn bitte?« führen vor, wie tradierte Formen frische Impulse geben können.Echter poetischer Geist kann der Situation oder dem jähen Einfall geschuldete Verse entstehen lassen. So wird der Videoclip mit einem bekannten italienischen Musiker in Klopstock-Strophen gepresst und musikalische Phrasen werden in Sprache überführt.Fremde Sprache wird umgemünzt, indem die ersten Seiten von Prosabüchern zu sapphischen Strophen kontrahiert werden. Das japanische Tanka und Chamissos Südseelieder motivieren ein Spiel mit Vokalen. Und im anagrammatischen Umschichten ganzer Gedichte aus anderer Feder wird mit dem schnellen Pinselstrich der Vorlage ein wahres Mosaik gelegt.

Christian Steinbacher, geboren 1960 in Ried im Innkreis, lebt seit 1984 als Autor, Kurator und Herausgeber in Linz. Buchpublikationen seit 1988. Er begann im Umfeld visueller und konzeptioneller Poesie und schreibt heute Gedichte, poetische Prosa, Hörtexte und Essays. Einige Gemeinschaftsarbeiten mit anderen Kunstschaffenden (etwa dem Komponisten Christoph Herndler). Mehrere Auszeichnungen, u. a. Literaturpreis Wartholz 2010 und Heimrad-Bäcker-Preis 2013.

»Christian Steinbacher trägt dazu bei, die Sprache als eigengesetzliche Instanz zu rehabilitieren.« Felix Philipp Ingold

»Christian Steinbacher trägt dazu bei, die Sprache als eigengesetzliche Instanz zu rehabilitieren.«
Felix Philipp Ingold

In der Warteschleife Pieps, pieps. Alles zählt. Alles schillert, alles schellt. Nichts, das schält seinen Kern vor der Zeit, schon verfällt hin zum Trimm-dich dieses Schlummern eines Knopflochs, das das Bimmeln abdrängt, raus in ein Zeitloch für den Hund, der da bellt, dass das quillt nicht nach vor, Schleiß und Schimmer, Geld und Glimmer, nur noch schlimmer. Pieps, pieps. Nichts, das zählt.

Erscheinungsdatum
Verlagsort Wien
Sprache deutsch
Maße 125 x 190 mm
Themenwelt Literatur Lyrik / Dramatik Lyrik / Gedichte
Schlagworte Dichtung • Gedichte • Klopstock • Lyrik • Metrik • Poesie • Sprachexperimente • Sprachspiel
ISBN-10 3-7076-0658-9 / 3707606589
ISBN-13 978-3-7076-0658-4 / 9783707606584
Zustand Neuware
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