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Narziss und Psyche Blu-ray - Gábor Bódy, György Cserhalmi

Narziss und Psyche Blu-ray

Blu-ray Video
2019
Absolut Medien (Hersteller)
978-3-8488-8508-4 (ISBN)
CHF 26,35 inkl. MwSt
NARZISS UND PSYCHE (Nárcisz és Psyché)
Ein Film von Gábor Bódy
Mit Udo Kier, Patricia Adriani, György Cserhalmi
Die Geschichte einer Dreiecksbeziehung zwischen einer Dichterin, einem schreibenden Pfarrerssohn
und einem preußischen Adligen. Über einen Zeitraum von 120 Jahren umkreisen sie sich
schicksalhaft, altern dabei aber nur unmerklich.
Blu-ray, 261 Min., Farbe
Das Magnum Opus des legendären ungarischen Regisseurs Gábor Bódy (1946-85): Auf einer fiktiven Gedichtsammlung des Poeten Sándor Weöres (1913-89) basierend, entwarf Bódy ein an der Schwelle zur Moderne spielendes, immens komplexes Kaleidoskope aus Leidenschaft, Machtpolitik, Wissenschaft und Bildalchimie. Konsequent entzieht sich das Werk allen Zuordnungen, sprengt durch sein episches Ausmaß und den formalen Wagemut jede Vereinnahmung. In Hauptrollen brillieren als Gegenspieler die Stars Udo Kier ("Narziss") und György Cserhalmi (Freiherr von Zedlitz) sowie als "Psyche" die spanische Darstellerin Patricia Adriani. Für das ungarische Staatsfernsehen gedreht, war der Film in Deutschland oft nur in gekürzten Fassungen zu sehen. Nach einer aufwändigen Rekonstruktion durch Kameramann István Hildebrandt erscheint jetzt "Narziss und Psyche" in nie gesehener Qualität erstmals mit deutschen Untertiteln!

Eine synchronisierte Fassung des Filmes gibt es nicht. Dies wäre zum einen kaum machbar, da der Film die Stimmen der handelnden Personen bisweilen auf quasi-musikalische Weise einsetzt, elektronisch bearbeitet und verzerrt; zum anderen ist der Film auch im Original mehrsprachig (ungarisch, deutsch, englisch, slowakisch, polnisch und ungarisches Romani).

Teil 1:

Jahre in Hegyalja

Besuch in Bányácska

Zwei Nächte

Narziss im Rhédey-Schloß

Krankheiten

Narziss in Eger

Österreich / Freiherr von Zedlitz

Liebe und Krieg

Pest-Buda

Das Bild der Wahrheit

Psyche wird operiert

Teil II:

Pest Buda / Pferderennbahn

Pressburg

Kasino

Ständetag

Heißluftballon / Theater

Niedergang der Opposition

Gasthof an der Grenze

Psyche als Schneiderin

Spiegel

Der große Ball

Teil III:

Kramow

Bergmännerkolonie

Brief von Narziss

Wien

Sternenhimmel / Theatervertrag

Kramow, Südamerika, Wien

Budapest

Tod von Narziss

Zedlitz-Schloss

Ball und Körpertheater

Morgendämmerung

Das Grab von Psyche

"NARZISS UND PSYCHE ist, wegen der Fülle seiner Andeutungen und der zwischen Kitsch und Erstaunen machenden optischen Erfindungen bedenkenlos freizügig changierenden Phantasmen und visionären Exaltationen vor allem eine sinnlich fesselnde, ungebärdige essayistische Explosion." Frankfurter Rundschau

"1977 trat Bódy in die Leitung der Béla-Balázs-Studios ein, wenig später wurde er Chef der Experimental-Abteilung der Mafilm, der staatlichen Filmgesellschaft. Nun verfügt er über fast unbegrenzte Mittel, und er nutzt sie: Narziss und Psyche ist ein in Aufwand und Ausmaß grandioses, ursprünglich siebenstündiges Epos, das unter dem doppelten Vorwand, eine unglückliche Liebesgeschichte zu erzählen und einen Eilmarsch durch die ungarische Geschichte von 1795 bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts hinein zu absolvieren, die Fülle der visionären Möglichkeiten des Kinos vor uns ausbreitet. Jede neue Szene funktioniert wie eine Wundertüte, aus der uns noch unerhörtere, noch verrücktere Einfälle entgegenpurzeln; zweieinviertel Stunden lang taucht Bódy unsere Sinne in ein Wechselbad rasender Fahrten und exquisiter Tableaus, Tänze in Slow Motion und Wolken, die im Zeitraffer über den Himmel sausen, abgetönter Pastell- und greller Kunstfarben." Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Freilich ist die Handlung weder bloßer Anlass für filmsprachliche Experimente, noch dienen diese lediglich einer effektvollen und sicherlich fragwürdigen Überhöhung einer 'Liebesgeschichte'. Vielmehr machen die perfekten, erfindungsreichen und oft visionären Bilder in ihrer unauslotbaren visuellen Vielschichtigkeit die Geschichte, in deren Verlauf von 120 Jahren die Figuren nicht altern, zum Drama unserer 'versengten Vergangenheit', der Aufklärung und des technisch-rationalen Zeitalters. Sie erzählen von erlittenem Größenwahn, dem poetisch verklärten Streben der Wissenschaft nach einem 'Himmel, der nur sich selbst liebt'; sie erzählen von einer stürmischen, kreativen Sinnlichkeit, die daran zerbricht und vereinnahmt wird von der bürgerlichen Technokratie des Machbaren, in der sie langsam zugrunde geht; sie erzählen vom Heißlaufen des Größenwahns bis zum Faschismus in der Verzweiflung über diese 'Ehe'. Als Psyche in einer ausgehöhlten Zeit nach dem ersten Weltkrieg stirbt, ist sie eigentlich schon längst tot. Nur der Epilog des Films lässt offen, ob sie je wirklich gestorben ist, und das heißt wohl - ob wir noch eine Chance haben." die tageszeitung

"NARZISS UND PSYCHE ist, wegen der Fülle seiner Andeutungen und der zwischen Kitsch und Erstaunen machenden optischen Erfindungen bedenkenlos freizügig changierenden Phantasmen und visionären Exaltationen vor allem eine sinnlich fesselnde, ungebärdige essayistische Explosion.“ Frankfurter Rundschau

„1977 trat Bódy in die Leitung der Béla-Balázs-Studios ein, wenig später wurde er Chef der Experimental-Abteilung der Mafilm, der staatlichen Filmgesellschaft. Nun verfügt er über fast unbegrenzte Mittel, und er nutzt sie: Narziss und Psyche ist ein in Aufwand und Ausmaß grandioses, ursprünglich siebenstündiges Epos, das unter dem doppelten Vorwand, eine unglückliche Liebesgeschichte zu erzählen und einen Eilmarsch durch die ungarische Geschichte von 1795 bis in die dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts hinein zu absolvieren, die Fülle der visionären Möglichkeiten des Kinos vor uns ausbreitet. Jede neue Szene funktioniert wie eine Wundertüte, aus der uns noch unerhörtere, noch verrücktere Einfälle entgegenpurzeln; zweieinviertel Stunden lang taucht Bódy unsere Sinne in ein Wechselbad rasender Fahrten und exquisiter Tableaus, Tänze in Slow Motion und Wolken, die im Zeitraffer über den Himmel sausen, abgetönter Pastell- und greller Kunstfarben.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Freilich ist die Handlung weder bloßer Anlass für filmsprachliche Experimente, noch dienen diese lediglich einer effektvollen und sicherlich fragwürdigen Überhöhung einer ‚Liebesgeschichte‘. Vielmehr machen die perfekten, erfindungsreichen und oft visionären Bilder in ihrer unauslotbaren visuellen Vielschichtigkeit die Geschichte, in deren Verlauf von 120 Jahren die Figuren nicht altern, zum Drama unserer ‚versengten Vergangenheit‘, der Aufklärung und des technisch-rationalen Zeitalters. Sie erzählen von erlittenem Größenwahn, dem poetisch verklärten Streben der Wissenschaft nach einem ‚Himmel, der nur sich selbst liebt‘; sie erzählen von einer stürmischen, kreativen Sinnlichkeit, die daran zerbricht und vereinnahmt wird von der bürgerlichen Technokratie des Machbaren, in der sie langsam zugrunde geht; sie erzählen vom Heißlaufen des Größenwahns bis zum Faschismus in der Verzweiflung über diese ‚Ehe‘. Als Psyche in einer ausgehöhlten Zeit nach dem ersten Weltkrieg stirbt, ist sie eigentlich schon längst tot. Nur der Epilog des Films lässt offen, ob sie je wirklich gestorben ist, und das heißt wohl – ob wir noch eine Chance haben.“ die tageszeitung

Erscheint lt. Verlag 18.1.2019
Darsteller Udo Kier, Patricia Adriani
Verlagsort Fridolfing
Sprache Hungarian
Maße 135 x 170 mm
Gewicht 85 g
Themenwelt Literatur Klassiker / Moderne Klassiker
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Budapest • Habsburgermonarchie • Sándor Weöres
ISBN-10 3-8488-8508-5 / 3848885085
ISBN-13 978-3-8488-8508-4 / 9783848885084
Zustand Neuware
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
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