Wer hat meinen Vater umgebracht (eBook)
39 Seiten
Fischer E-Books (Verlag)
978-3-10-491031-4 (ISBN)
»Literatur muss kämpfen - für all jene, die selbst nicht kämpfen können.« Édouard Louis
»An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung« lautet der erste Satz in Édouard Louis' Roman »Das Ende von Eddy«. In seinem neuen Buch »Wer hat meinen Vater umgebracht« sieht Louis das anders, mittlerweile versteht er die Gewaltausbrüche seines Vaters, der unter der sozialen Ungerechtigkeit einer Gesellschaft leidet, die für Menschen wie ihn keinen Platz hat. Louis erinnert sich an einen liebevollen und fürsorglichen Vater, der seinem Sohn wünscht, aus den einfachen Verhältnissen auszubrechen. Édouard Louis hat es geschafft. Eine überwältigende Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.
Édouard Louis wurde 1991 geboren. Sein autobiographischer Debütroman »Das Ende von Eddy«, in dem er von seiner Kindheit und Flucht aus prekärsten Verhältnissen in einem nordfranzösischen Dorf erzählt, sorgte 2015 für großes Aufsehen. Das Buch wurde zu einem internationalen Bestseller und machte Louis zum literarischen Shootingstar. Seine Bücher erscheinen in 30 Ländern und werden vielfach fürs Theater adaptiert und verfilmt. Über seine literarischen Positionen gab er u.a. Auskunft als Samuel Fischer-Gastprofessor an der Freien Universität Berlin (2018), bei der Mosse Lecture an der Humboldt-Universität Berlin (2019) oder 2023 bei den Tübinger Poetikvorlesungen. Zuletzt erschienen »Wer hat meinen Vater umgebracht«, »Die Freiheit einer Frau« sowie »Monique bricht aus«, der Gesprächsband mit Ken Loach »Gespräch über Kunst und Politik« sowie »Anleitung ein anderer zu werden«. Édouard Louis lebt in Paris. Hinrich Schmidt-Henkel, geboren 1959, übersetzt Belletristik und Theaterstücke aus dem Französischen, Italienischen und Norwegischen, darunter Werke von Jon Fosse, Henrik Ibsen, Jean Echenoz, Louis-Ferdinand Céline, Yasmina Reza, Stefano Benni und Massimo Carlotto. Er ist u.a. Träger des Jane-Scatcherd-Preises der Ledig-Rowohlt-Stiftung, des Paul-Celan-Preises und des Deutschen Jugendliteraturpreises.
Man liest Édouard Louis' Anklage so atemlos, wie er sie geschrieben hat.
Im Zuge der Gilet-jaunes-Bewegung könnte sein neues Buch nicht aktueller sein
Der Zorn tut gut, und er funktioniert, weil er auf dem zärtlichen Blick auf den Vater beruht.
Das Buch ist am Ende gleichzeitig eine Trauerrede, ein Versöhnungstext und ein romantischer Aufruf zur Revolution. Sehr eindringlich und unbedingt lesenswert.
Édouard Louis' neuestes Buch ist eine Kampfschrift – mutig und hellsichtig.
zugleich eine zärtliche Liebeserklärung, eine heftige Abrechnung und eine Art offener Brief
Ein schmales Büchlein, aber mit der Schlagkraft eines Zola'schen ›J'accuse‹ oder der aufrührerischen Schrift ›Empört Euch!‹ von Stéphane Hessel.
Nur 76 Seiten, über die man noch lang nachdenkt
Es tut gut, eine so dezidiert linke, kritische, neue und lautstarke Stimme in der Literatur zu haben. Eine lange vermisste Stimme.
| Erscheint lt. Verlag | 23.1.2019 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Édouard Louis |
| Übersetzer | Hinrich Schmidt-Henkel |
| Verlagsort | Frankfurt am Main |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | Anspruchsvolle Literatur • Arbeitsunfall • Armut • Auseinandersetzung • Bestseller • Celine Dion • Edouard Louis • Familie • Frankreich • gilets jaunes • Hommage • Leben • Liebe • Macron • Nähe • Politik • Provinz • Sohn • Sozialleistungen • Sozialpolitik • Sozialstaat • Straßenfeger • Titanic • Tod • Träume • Vater |
| ISBN-10 | 3-10-491031-6 / 3104910316 |
| ISBN-13 | 978-3-10-491031-4 / 9783104910314 |
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