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Das Geheimnis der schönen Lady (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
264 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-3414-5 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Geheimnis der schönen Lady - Nicola Cornick
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'Wir werfen ihn von den Klippen.' Eiskalt überläuft es Lucas bei den rauen Worten der Whiskyschmuggler, denen er in den Highlands in die Hände gefallen ist. Aber eine geheimnisvolle Lady taucht auf und lässt ihn frei. Im Dunkel der Nacht raubt Lucas seiner Retterin einen leidenschaftlichen Kuss, wie berauscht von ihrem süßen Duft nach Glockenblumen. Denn er sofort erkennt, als er am nächsten Tag Lady Christina, Tochter des Duke of Forres, auf Kilmory Castle begegnet! Ist diese sinnliche Schönheit etwa die Anführerin der Schmugglerbande? Das wäre perfekt für seinen geheimen Plan, der ihn auf das schottische Schloss geführt hat ...



<p>Nicola Cornick liebt viele Dinge: Ihr Cottage und ihren Garten, ihre zwei kleinen Katzen, ihren Ehemann und das Schreiben. Schon während ihres Studiums hat Geschichte sie interessiert, weshalb sie sich auch in ihren Romanen historischen Themen widmet. Wenn Nicola gerade nicht an einer neuen Buchidee arbeitet, genießt sie es, durch die englische Landschaft zu spazieren. Sie freut sich über Leserzuschriften auf ihrer Webseite www.nicolacornick.co.uk.</p>

PROLOG

Edinburgh, April 1817

Ich weiß wirklich nicht, warum ich dir unter die Arme greife“, sagte Jack Rutherford.

Lucas Black lachte. „Vielleicht, weil du in meinem Club den besten Brandy von ganz Edinburgh bekommst?“ Er goss seinem Freund nach.

„Da magst du recht haben“, gab Jack zu. „Aber das ist es nicht allein.“

„Dann vielleicht, weil du Schulden bei mir hast?“

Die Karten lagen vergessen auf dem Kirschholztisch zwischen ihnen. Sie befanden sich allein in einem der Privaträume des Clubs. Hinter der Tür befand sich der größte Salon der privaten Spielhölle, in der sich heute die reichsten Männer der Stadt versammelt hatten. Lucas Black waren die Vorfahren dieser Männer herzlich egal, ihn interessierte nur, ob seine Gäste ihre Schulden bezahlen konnten oder nicht. Er befand sich inzwischen in der Position, sich seine Gäste aussuchen zu können. Kaum etwas war in der schottischen Gesellschaft so begehrt wie eine Einladung ins The Chequers.

Jack zog seine Brieftasche hervor. „Das macht fünfundzwanzig Guineen, nicht wahr?“

Lucas machte eine ablehnende Handbewegung. „Mir wäre deine Hilfe lieber.“

Sein Freund schwenkte leicht sein Glas und blickte schweigend auf den sich wirbelnden Brandy.

„Fürchtest du einen Loyalitätskonflikt?“, fragte Lucas. Er und Jack waren seit langem Geschäftspartner. Sie hatten einander häufiger aus der Klemme geholfen, als Lucas sich erinnern konnte, und gerade deshalb verwunderte ihn Jacks Zögern.

„Wohl kaum.“ Jack sah auf. „Ich habe für meinen Schwiegervater wenig übrig“, sagte er. „Er wollte sowohl meine Frau als auch meine Schwägerin zu Ehen zwingen, die ihnen irreparable Schäden zugefügt hätten. Die Leute halten ihn für exzentrisch, aber diese Einschätzung ist allzu freundlich.“ Er rutschte auf seinem Stuhl hin und her. „Nein. Ich sorge mich eher um die betrügerische Note in dieser Angelegenheit. Bisher hielt ich dich für einen Mann, der geradewegs in ein Haus geht und seine Angelegenheit vorträgt, statt sich als Diener zu verkleiden und die Leute auszuspionieren.“

„Du hast recht. Normalerweise suche ich die direkte Konfrontation“, stimmte ihm Lucas zu, „aber kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn ich auf Kilmory Castle auftauche und behaupte, einer seiner Bewohner habe meinen Bruder umgebracht und ich sei nun dort, um den Schuldigen zu finden, um ihn der Justiz zu überantworten? Sie würden mich vor die Tür setzen oder in Bedlam einsperren lassen.“

Er schwieg. Sein trockener Tonfall hatte seine Gefühle verbergen sollen, doch Jack ließ sich davon nicht täuschen. Lucas sah seinen mitleidigen Blick.

„Das mit Peter tut mir leid“, sagte Jack mitfühlend. „Ich verstehe, dass du wissen willst, was passiert ist …“

Lucas unterbrach ihn mit einer heftigen Handbewegung. „Ich will nichts weiter als Gerechtigkeit“, stieß er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. „Es war kein Unfall.“

Er sah, wie Jack nach der passenden Antwort suchte.

Nicht, dachte Lucas ärgerlich. Sag jetzt bitte nicht, dass du weißt, wie ich mich fühle! Erzähl mir nicht, dass Peters Tod untersucht wurde und dass ich wenige Chancen habe, den Schuldigen zu finden, wenn es schon andere nicht geschafft haben!

Wut und Hilflosigkeit wallten in ihm auf. Er ballte die Fäuste. Er war seinem Halbbruder als Erwachsener nach Jahren der Entfremdung nur ein einziges Mal begegnet. Damals hatten sie gemeinsam die Grundlage für eine Beziehung gelegt, von der sie gehofft hatten, sie werde sich zu einer starken Bindung entwickeln. Und dann war Peter gestorben. Damit war ihnen die Möglichkeit für jede gemeinsame Zukunft geraubt worden. Damals war er gerade neunzehn Jahre alt, kaum mehr als ein Halbwüchsiger.

Als ihm sein Halbbruder geschrieben hatte, dass er nach Schottland komme, um ihn zu treffen, hatte Lucas den Brief ignoriert. Mit dem Tod seiner Mutter war der Kontakt zu seiner Familie abgebrochen, Lucas hatte es auch nicht anders gewollt. Die Erinnerungen an seine Kindheit in Russland waren alles andere als glücklich.

Du bist ein Bastard und deine Mutter ist eine Hure, hatten ihm die anderen Kinder zugeflüstert. Diese hässlichen Worte passten nicht zur opulenten Pracht des Palasts seines Vaters.

Bastard, Bastard …

Der Spott klang noch heute in seinen Ohren nach. Er schob den Gedanken daran beiseite und sperrte die damit verbundenen Gefühle fort, wie er es immer getan hatte, seit er wusste, was diese Worte bedeuteten. Seine Abstammung interessierte ihn nicht. Unterm Strich war er sogar dankbar für die Sticheleien, weil sie ihm den Anstoß gegeben hatten, sich zu beweisen. Er hatte unermüdlich gearbeitet, um ein Imperium aufzubauen, das ihm mehr Reichtum und Einfluss verlieh, als seine Familie je besessen hatte. Der Hass auf seine Verwandten hatte ihn beflügelt.

Und dann stand Peter plötzlich vor ihm und alles war anders. Er sah seinen Halbbruder noch immer in der Türschwelle seines Hauses am Charlotte Square stehen, ein großer, schlaksiger Jüngling, der seine Haut noch nicht ganz ausfüllte, dessen Haltung aber bereits den Mann erahnen ließ, der er eines Tages werden würde. Peter kauerte sich zusammen, weil der Wind, der von Edinburgh Castle herabblies, eisig war.

„Lieber Gott, in diesem Land ist es wirklich kalt!“ Peter war ohne Einladung geradewegs hereinspaziert. Er sprach russisch und umarmte Lucas, der einfach nur verblüfft und sprachlos dastand. Es gab nicht viel, was Lucas überraschen konnte. Peter jedoch hatte es innerhalb von nur fünf Sekunden geschafft.

„Ich habe dir geschrieben!“, sagte Peter damals freudestrahlend.

„Ich weiß“, erwiderte Lucas. „Ich habe nicht geantwortet.“

Peter zu widerstehen, erwies sich als aussichtslos. Hinter seinem unbezähmbaren Geist verbarg sich stahlharte Entschlossenheit. Lucas kannte diese Entschlossenheit, sie war ihm selbst zu eigen, und er konnte sich gegen Peters Zuneigung nicht wehren. Sie verbrachten zwei zügellose Wochen in Edinburgh. Peter war oft unglaublich betrunken und Lucas musste ihn aus dem Gefängnis retten, wo sie ihn zur Ausnüchterung eingesperrt hatten. Peter stürzte sich kopfüber ins Nachtleben, wanderte von Partys zu Bällen und Abendessen und wurde überall als russischer Prinz gefeiert. Peters Aufpasser, ein leidgeprüfter Bursche, der den Jungen und drei seiner Kameraden durch Europa begleitete, bestand darauf, dass die jungen Leute auch Ausstellungen besuchen sowie an wissenschaftlichen Diskursen an der Akademie in Edinburgh teilnehmen sollten, doch Peter verschwand spätestens nach der Hälfte jedes Vortrages, um sich in einem Bordell zu vergnügen. Lucas holte ihn dort immer wieder heraus.

Nach zwei Wochen machten sich Peter und seine Kameraden auf in die Highlands.

„Ich will unbedingt Fingals Höhle sehen!“, rief Peter. „Sie soll so wild und romantisch sein!“ Nach einer Bootstour zur Insel Staffa verfasste er gefühlvolle Verse über ihre Schönheit und schrieb Lucas, dass sie auf ihrer Reise zurück einen Abstecher nach Ardnamurchan machen würden. Er wollte unbedingt den westlichsten Punkt der britischen Hauptinsel sehen.

Und dann erreichte Lucas die Nachricht von Peters Tod. Seine Leiche war in Kilmory, einem Dorf am Ende der Halbinsel von Ardnamurchan, neben einem Küstenpfad gefunden worden. In der Nacht vor seinem Tod hatten er und seine Kameraden mit dem Duke of Forres und seiner Familie auf Kilmory Castle gespeist. Danach war Peter offenbar zum Kilmory Inn zurückgekehrt, um kurz darauf noch einmal allein aufzubrechen. Niemand wusste, wen er treffen wollte und warum. Doch am nächsten Morgen fand man ihn halbbekleidet, zusammengeschlagen und beraubt. Trotz des schlechten Rufs der Highlands und seiner Bewohner gehörten Raub und Mord dort nicht zur Tagesordnung. Doch das tröstete Lucas nicht, der seinen Halbbruder verloren hatte, ohne ihn richtig kennenlernen zu können.

Die Holzscheite auf dem Kaminrost sackten lautstark zusammen und der Lärm holte ihn in die Gegenwart zurück. Ihm wurde klar, dass Jack mit ihm gesprochen hatte. Er unterdrückte seine Trauer und seine Wut und versuchte, zuzuhören.

„Ich glaube wirklich, dass Lord Sidmouth dich nur benutzt, um Kapital aus der Angelegenheit zu schlagen, Lucas“, sagte Jack vorsichtig. „Er benutzt deinen Kummer, um dich zu beeinflussen.“

Lucas schüttelte missmutig den Kopf. „Ich helfe Lord Sidmouth aus freien Stücken“, erwiderte er. „Als Gegenleistung für Informationen und Mittel.“

Nach Peters Tod hatte das Innenministerium Leute aus London nach Kilmory geschickt, um Peters Mörder zu fassen, doch sie fanden nichts. Lord Sidmouth war überzeugt, dass der Fall mit den überall in den Highlands verbreiteten illegalen Whiskydestillerien zusammenhing. Er behauptete, Peter sei, ohne es zu wissen, über eine berüchtigte Schmugglerbande aus Kilmory gestolpert. Deren Mitglieder töteten ihn, bevor er etwas ausplaudern konnte. Lucas sah nicht den geringsten Grund, an der Einschätzung des Innenministers zu zweifeln, er verspürte nur den brennenden Wunsch, sich an den Schurken, die für Peters Tod verantwortlich waren, zu rächen.

„Ich weiß, es ist reine Spekulation“, sagte er. „Aber vielleicht finde ich etwas, was diese Deppen aus London übersehen haben. Wenn diese Whiskyschmuggler Peter auf dem Gewissen haben, sind meine Möglichkeiten, es herauszufinden, größer als die der offiziellen Stellen. Aber ich kann nicht so einfach nach Kilmory fahren und meine Nase...

Erscheint lt. Verlag 6.11.2018
Reihe/Serie Historical Gold
Historical Gold
Historical Gold
Übersetzer Charlotte Gatow
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Historische Romane
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora historical • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • highlander liebesromane • Historical Gold • Historische Liebesromane • historisch roman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • Scottish Brides
ISBN-10 3-7337-3414-9 / 3733734149
ISBN-13 978-3-7337-3414-5 / 9783733734145
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