Der Ruf der Horde
Suhrkamp (Verlag)
978-3-518-42868-9 (ISBN)
Gegen den »Ruf der Horde« (Karl Popper), gegen den weltweit grassierenden, primitiven Populismus vergegenwärtigt Mario Vargas Llosa die Traditionen des Liberalismus, die ihn geprägt, bereichert und ein ganzes Leben lang geleitet haben - als politischen Schriftsteller wie als schreibenden Politiker.
Für seine politischen Überzeugungen ist der peruanische Nobelpreisträger jahrzehntelang kritisiert, beschimpft und angefeindet worden - aber was, wenn er recht hatte? Und welche Denker, welche Bücher haben ihm zu diesen Überzeugungen verholfen?
Mit essayistischer Verve und analytischem Scharfsinn schreibt Mario Vargas Llosa über seine Heroen des historischen Liberalismus, über Adam Smith, José Ortega y Gasset, Friedrich Hayek, Karl Popper, Raymond Aron, Isaiah Berlin und Jean-François Revel. Denn sie haben ihn mit einer ganz anderen Denkungsart vertraut gemacht, mit einer Denkungsart, die das Individuum stets höher stellte als die »Horde«, die Nation, die Klasse oder die Partei und die die freie Meinungsäußerung immer schon als fundamentalen Wert für das Gedeihen von Demokratie zu verteidigen wusste.
Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist trat stets als politischer Autor auf und war damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Schreibkünstler und Das böse Mädchen. Vargas Llosa war Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück. Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. 2021 wurde er in die Académie Française aufgenommen. Mario Vargas Llosa verstarb am 13. April 2025 im Alter von 89 Jahren in Lima/Peru.
Thomas Brovot lebt in Berlin und übersetzt Literatur aus dem Spanischen, Französischen und Englischen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Paul-Celan-Preis.
Der Ruf der Horde
José Ortega y Gasset
Friedrich August von Hayek
Karl Popper
Raymond Aron
Isaiah Berlin
Jean-François Revel
»Mario Vargas Llosa wiederum hat erneut bewiesen, dass ein fantasiebewegter Vollblut-Romancier ebenfalls ein luzider, stringenter Denker sein kann.« Marko Martin DIE WELT 20190615
»Mario Vargas Llosa wiederum hat erneut bewiesen, dass ein fantasiebewegter Vollblut-Romancier ebenfalls ein luzider, stringenter Denker sein kann.«
»Mario Vargas Llosa, allen Idealisierungen abhold, erweist sich so zuletzt selbst als eine Art Ideal wider Willen: als ein entspannter, unverkrampfter klassisch Liberaler, der stets klug, aber keine Sekunde besserwisserisch, gerne leidenschaftlich, aber nie fanatisch ist. Dafür kann man ihm nur dankbar sein.«
»Eine Heldengalerie. ... Er führt uns vor, wie man sich frei bewegen kann zwischen seinen Helden und wie befriedigend es ist, ihnen auch einmal den Laufpass zu geben.«
»Auch in dem neuen Werk zeichnet sich Vargas Llosa durch die Sinnlichkeit seines Denkens aus. Er ist ein Liberaler, der auf überzeugende Weise Lust auf Liberalismus macht.«
»Eine enorm anregende, kraftvolle, streitbare Lektüre.«
»Vargas Llosa liefert lesenswerte Porträts verstorbener Geistesgrößen und würdigt ihr Denken kritisch.«
»Spannend wie ein Roman.«
»Perfektes Gegenmittel gegen einen derzeitigen Trend, der so viele Menschen in die Arme von Scharlatanen, ruchlosen Mächtigen, charismatischen Demagogen zu treiben droht.«
| Erscheinungsdatum | 07.05.2019 |
|---|---|
| Übersetzer | Thomas Brovot |
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | La llamada de la tribu |
| Maße | 133 x 214 mm |
| Gewicht | 415 g |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Schlagworte | Adam Smith • Autobiografie • Autobiographie • Carlos Fuentes Preis 2012 • Cervantes-Preis 1994 • Cervantes-Preis 1994 • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1996 • Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1996 • Friedrich Hayek • Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2012 • Isaiah Berlin • Jean-François Revel • José Ortega y Grasset • Karl Popper • La llamada de la tribu deutsch • Liberalismus • Mario Vargas Llosa • Nobelpreis • Nobelpreis für Literatur 2010 • Nobelpreis für Literatur 2010 • Paul-Celan-Preis 2018 • Peru • Raymond Aron • Südamerika • Süd- und Zentralamerika (inklusive Mexiko) Lateinamerika • Vargas Llosa |
| ISBN-10 | 3-518-42868-3 / 3518428683 |
| ISBN-13 | 978-3-518-42868-9 / 9783518428689 |
| Zustand | Neuware |
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