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Was Männer denken (eBook)

Wer sie verstehen will, muss wissen, wie sie ticken
eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
144 Seiten
mvg Verlag
978-3-96121-253-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Was Männer denken -  Björn Krause
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»Ich sterbe. Nicht irgendwann. Jetzt! Mein letzter Wille: eine Seebestattung, bitte. Und was bringt mir meine Frau? Homöopathische Globuli, die kleinen Schwestern von Placebo. Ich habe keine Menstruationsprobleme. Ich. Bin. Krank.« Björn Krause, Autor der beliebten Kolumne »Gedankenleser« aus dem Magazin BARBARA, nimmt seine Leser mit auf eine Reise durch die männliche Gedankenwelt. Frauen bekommen stellvertretend durch ihn einen kleinen Einblick in die - manchmal überraschend komplexe - männliche Gedankenwelt. Humorvoll, pointiert und nicht immer ganz ernst gemeint erklärt er, warum Mann nicht tanzt, die Waschmaschine nur einen Knopf haben sollte und was Traumfrauen mit Fürzen im Fahrstuhl zu tun haben.

Björn Krause ist Autor - und ein Mann. Er war 12 Jahre lang bei der Zeitschrift Men´s Health und zuletzt zwei Jahre Textchef bei BARBARA, dem etwas anderen Frauenmagazin von Barbara Schöneberger. Mit seiner beliebten Kolumne »Gedankenleser. 10 Minuten aus dem Gehirn eines Mannes« hilft er quartalsweise unzähligen Frauen dabei, die Männerwelt ein wenig besser zu verstehen. Der bekennende Tanzmuffel lebt zusammen mit seiner Familie in Hamburg.

Björn Krause ist Autor – und ein Mann. Er war 12 Jahre lang bei der Zeitschrift Men´s Health und zuletzt zwei Jahre Textchef bei BARBARA, dem etwas anderen Frauenmagazin von Barbara Schöneberger. Mit seiner beliebten Kolumne »Gedankenleser. 10 Minuten aus dem Gehirn eines Mannes« hilft er quartalsweise unzähligen Frauen dabei, die Männerwelt ein wenig besser zu verstehen. Der bekennende Tanzmuffel lebt zusammen mit seiner Familie in Hamburg.

KAPITEL 1


Männer im Alltag


 

Alltag – Ein Mann, ein Wort


Eigentlich bin ich ganz froh, ein Gehirn zu haben. Manchmal steht es mir aber auch im Weg. Beim Aufstehen zum Beispiel. Denn so ein Gehirn ist darauf programmiert, dafür zu sorgen, dass sein Besitzer in seiner Komfortzone bleibt. Das tut es, um böse Überraschungen zu vermeiden. Quasi zu seiner eigenen Sicherheit.

Meine Komfortzone besteht aus einer 7-Zonen-Taschenfederkernfläche für mehr Entspannung, einer vitalisierenden Kernabdeckung aus Polyurethanschaum mit Waffelschnitt für angenehmes Liegen und 365 Taschenfedern für eine verbesserte Druckentlastung. Ich bin deshalb so genau, damit Ihnen, liebe Leserin, sofort klar wird, was für ein Kraftakt es ist, jeden Morgen aus dem Bett zu kommen.

Ich verlasse sie dann aber doch immer wieder, diese Komfortzone, fast täglich – nicht nur beim Aufstehen oder kurz danach im Kampf gegen den Drang, mich sofort wieder hinzulegen, sondern auch außerhalb der befederten Welt. Dann mache ich Dinge, fürchterliche Dinge, die mich an meine Grenzen bringen. An den Rand der Verzweiflung sozusagen. Und weit darüber hinaus.

Plötzlich, ob gewollt oder unfreiwillig, ich bin nicht eindeutig in der Lage, dies zu sagen, befinde ich mich in einer Extremsituation: dem Alltag. Diesen zu bestehen, stellt mich immer wieder vor Herausforderungen. Ein Beispiel dafür sind die unzähligen Versuche, das einzige technische Gerät auf dieser Welt zu bedienen, das ich nie, niemals kapieren werde: die Waschmaschine. Es ist eine der dreckigeren Geschichten in diesem Kapitel.

Ebenfalls nicht ganz sauber – und zwar im Kopf – muss ich gewesen sein, als ich die Idee hatte, zum Yoga zu gehen. Bei 40 Grad. Ein gutes Beispiel dafür, dass der Wahnsinn des Alltags immer wieder Besitz von mir ergreift wie ein Raubvogel, der mich in die Höhe reißt, nur, um mich in der Luft wieder loszulassen, damit ich knackend und knirschend auf dem Asphalt lande. Da hilft dann auch kein Yoga mehr.

Zum Glück gibt es noch die Orte, an denen ich ganz bei mir sein kann und zur Ruhe finde. Baumärkte zum Beispiel, oder mein Auto. Ohne Beifahrerin, versteht sich. Auch an einem FFK-Strand habe ich versucht, mich fallen zu lassen, ebenso beim Tanzen. Zweimal stand ich dabei nackt im Wald – sprichwörtlich, und metaphorisch. Beide Male jedoch unverschuldet. Und vor allem ungewollt.

Manchmal muss sich auch der stärkste Mann geschlagen geben. Gegenüber Frauen zum Beispiel, oder Erkältungen. Übermächtige Gegner sind das, denen wir Kerle täglich gegenüberstehen. Der eine treibt dich mit Globuli in den Wahnsinn, der andere bietet nicht mehr als die Aussicht auf den Tod. Natürlich ist dies alles kein Grund, den Kopf zu verlieren. Wäre ja irgendwie schade ums Gehirn.

 

Pillepalle


Im Leben geht’s vor allem um eines: nicht zu sterben. Anders gesagt: ums Überleben. Nicht einfach, denn der Tod lauert überall. Besonders gefährlich: Erkältungen.

Der Sensenmann ist da. Ich sterbe. Nicht irgendwann. Jetzt! Meine Energie sickert aus mir raus wie Wasser aus einer rostigen Gießkanne. Szenen meines bisherigen Lebens fliegen im Zeitraffer an mir vorbei. Schön war’s.

Mein Immunsystem ist kollabiert, wurde geentert von pelzigen Viren. Hunderten, Tausenden, Millionen. Mein letzter Wille: eine Seebestattung, bitte.

Und was bringt mir meine Frau? Homöopathische Globuli, die kleinen Schwestern von Placebo. Das ist, als wollte man einen leckgeschlagenen Flugzeugträger mit einem Nudelsieb vor dem Untergang retten. Ich habe keine Menstruationsprobleme. Ich. Bin. Krank. Bring mir wenigstens Antibiotika. Oder Morphium. Hauptsache, hoch dosiert.

»Dann geh doch endlich zum Arzt!«, höre ich die Stimme meiner besseren Hälfte, ein schwächer werdendes Echo in der Ferne. Gehört auf nur einem Ohr. Das andere: taub. Voranschreitendes Organversagen. Lange dauert es nicht mehr. Würde dir, meiner Frau, gern sagen, dass ich nicht aus dem Bett aufstehe. Nicht aufstehen kann. Oder gehen. Schon gar nicht aus dem Haus – zu einem Arzt. Aber meine Stimme ist dünner als die kalte Hühnerbrühe, die du mir auf den Nachttisch gestellt hast. Meine Zunge höher belegt als ein Pastrami-Sandwich. Nicht an Essen denken. Brechreiz! Denn eines ist sicher: Wenn dir bei dem Gedanken an ein Steak vom Kobe-Rind nicht das Wasser im Mund zusammenläuft, sondern Magensäure nach oben schießt, bist du todsterbenskrank. Oder Vegetarier.

Schwindelgefühl. Rolle mich seitlich aus dem Bett wie eine Schwangere, verschwinde abgemagert im Flokati, richte mich langsam, laaangsam wieder auf. Ein Prozess, der Naturgesetze in ihren Grundfesten erschüttert. Anders ausgedrückt: destillierter Überlebenswille. Das Hämmern spaltet mir beinahe den Schädel, Lärm, als ob mir ein Güterzug durch den Kopf donnert, mit H. P. Baxxter am Steuer. Nur lauter.

Krieche über das Parkett, ziehe meine Beine hinter mir her wie ein Faultier, nur langsamer, bis ins Badezimmer, da gibt’s Hilfe. Die Medikamentenkiste! Deckel auf, grüne Packung, Pillen, groß wie Zäpfchen für Ochsen. Risiken und Nebenwirkungen bla, bla, bla. Runter damit! Wird nicht besser. Vater, der du bist im Himmel …

Ein Engel erscheint, landet neben mir auf den Fliesen. Ist meine Frau, meine mich liebende Frau, in guten wie in schlechten Zeiten. Hat noch einen Platz gefunden, irgendwo zwischen Rotzfahnen und Selbstmitleid.

Meine Haut wie in Aspik, aber du küsst mir die verschwitzte Stirn, streichelst mein fettiges Haar, erträgst mein gedämpftes Stöhnen: »Geh nicht«, presse ich mit letzter Kraft heraus, »bleib hier«. Und das tust du auch, bleibst hier bei mir und machst Geräusche dabei, als wolltest du einen lahmen Gaul beruhigen, kurz vor seinem Gnadenschuss: »Sch, sch. Sch, sch. Sch, sch.«

Bin müde, so unendlich müde. Deine Stimme tut gut. Auch deine Nähe. Vielleicht überlebe ich noch einen Tag.

 

Geistesblitze


Frau am Steuer, Ungeheuer? Geschenkt! Denn so richtig gemein werden Frauen erst als Beifahrerinnen. Etwa dann, wenn er in Sorge ist, seinen Lappen zu verlieren – nein, nicht den zum Spülen.

Rechts ist das Pedal, das Krach macht. Also trete ich drauf. Hab’s eilig heute. Überall zwischen dort, wo ich bin, und dort, wo ich hin will. Plötzlich ein Blitz ohne Donner. Grelles Licht, blutrot in meinen Augen, bei über 150 Sachen, wo nur 130 erlaubt sind. Oder 120? Oder weniger? Aquaplaning in meinem Kopf. Scheiße, scheiße, scheiße. Blöde Scheiße.

Stelle mir einen Polizisten vor, in einem dunkelblauen Ford Transit mit getönten Scheiben, versteckt unter einer Autobahnbrücke und hinter Büschen. Sehe es vor mir, wie er dort seit Stunden kauert und lauert, mit eingeschlafenen Füßen, gespannter Uniform, winzigen Hörnern unter der Mütze und schnappatmig lachend bei jedem Blitz, dass ihm Krümel aus dem Mund fliegen und kalter Kaffee aus der Nase schwappt. »Abzocker!«, brülle ich. »Wegelagerei!« Und: »Scheiße, scheiße, scheiße. Blöde Scheiße.«

»Selbst schuld«, sagt die Frau an meiner Seite. Nicht das Navi, die Frau, die sich nicht abschalten lässt. Meine Beifahrerin, die sagt: »Musst ja nicht so rasen.« Schaue rüber zu dir und deinem Grinsen, das ich dir jetzt gern um deinen Hals schnüren würde, Liebling. Stattdessen Fokus aufs Cockpit. Verkrampfte Hände, weiße Knöchel, Puls im hochroten Drehzahlbereich. Sehe deine Worte bildlich vor mir über einen Zebra-streifen gehen. Und überfahre sie. Mehrmals. Bis sie zuckend auf dem Boden liegen.

Du bist noch nicht fertig mit mir. Bohrst deinen erhobenen Zeigefinger tief, ganz tief, in meine Wunde, rührst darin herum, ziehst ihn raus und streust ein Kilo Salz hinein. Sagst: »Ich bin ja noch nie geblitzt worden.« Kurze Stille. Unangenehm wie zwischen dem Befehl »Legt an« und »Feuer«.

Ja wie denn auch? Du wirst nicht geblitzt, du wirst höchstens in Stein gehauen. Weil du nämlich langsamer fährst, als Eichen wachsen, und überholt wirst von Zigarettenkippen, die in Pfützen schwimmen. Und trotzdem schaffst du es, im Standgas Autolack wie Blütenstaub in der Stadt zu verteilen. Ein kratzender Regen aus tornadorotem Perleffekt, in Parkhäusern, an Verkehrsschildern und Carports. Die Stoßstangen deines Corsas sehen schlimmer aus als die Kniescheiben eines Fünfjährigen.

Das alles sage ich dir aber nicht. Hebe ich mir auf für den Moment, wenn ich mal wieder Beifahrer bin. Nur beim Gedanken daran spüre ich Phantomschmerzen im rechten Fuß. Bitte, bitte, bitte kein Fahrverbot! Beifahrer sein, ein Albtraum. Für uns beide. Auf der linken Seite du, den Sitz so weit vorgezogen, dass deine Wimpern über die Windschutzscheibe kratzen. Auf der rechten Seite ich, da, wo die Sonnenblende einen Spiegel hat, mit einer Hand am Haltegriff und der...

Erscheint lt. Verlag 8.10.2018
Verlagsort München
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Comic / Humor / Manga Humor / Satire
Schlagworte amüsant • amüsante anekdoten • auf was stehen männer • Barbara • Barbara Schöneberger • barbara zeitschrift • Baumarkt • Beziehung • Beziehungsfragen • Beziehungsprobleme • Beziehungsratgeber • beziehungstipps • Buch • Bücher • Bücher für Männer • Die Welt • fragen an männer • Frauenratgeber • Frauen und Männer • Frau Mann • Gedankenleser • gedanken männer • Geschenk beste Freundin • Geschenk für beste Freundin • glückliche beziehung • glücklich werden • junge Männer • Kolumnen • kolumnensesammlung • liebe frau • Liebeskummer überwinden • Männer • männer frauen • Mann erobern • Männer und Frauen • Männer verstehen • Mann Frau • Männlich • Mann und Frau • Partnerschaft • Perfekte Frau • Ratgeber • ratgeber über männer • ratgeber über männer für frauen • Sachbuch • Sex • Trennung • über männer • verliebte männer • was lieben männer • was lieben männer an frauen • was macht männer an • was männer anzieht • was männer wirklich wollen • Was Männer wollen • was meinen männer wenn sie sagen ich mag dich • was mögen jungs • was mögen männer • was mögen männer an frauen • was mögen männer an frauen charakter • was mögen männer im bett • Was wollen Männer • was wollen männer von einer frau • Weihnachtsgeschenk Freund • wenn männer verliebt sind • wie lieben männer • wie lieben männer psychologie • Wie Männer ticken • wie männer über frauen denken • wie männer über frauen reden • wie sehen männer die welt • Wie ticken Männer • wie zeigen männer ihre gefühle einer frau • worauf stehen männer • Wunder
ISBN-10 3-96121-253-8 / 3961212538
ISBN-13 978-3-96121-253-8 / 9783961212538
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