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Eine Nacht ist nie genug (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-3819-8 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Eine Nacht ist nie genug - Jo Leigh
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Kein Sex ist auch keine Lösung! Samantha findet ihren guten Freund Matt leider viel zu sexy, um ihm bei ihrem Wiedersehen zu widerstehen. Also kommt Plan B zum Einsatz: Ein One-Night-Stand soll Gefühlsturbulenzen vermeiden und ihren sinnlichen Hunger für immer stillen. Mit Erfolg?



<p>Seit Jo Leigh 1975 bei der großen Filmgesellschaft 20-Century-Fox als Lektorin in der Abteilung für Comedys einstieg, ist sie im Filmgeschäft zu Hause. Sie war für die Mediengesellschaften CBS, NBC und verschiedene andere große Produktionsfirmen tätig, wobei sie zunehmend Drehbücher konzeptionierte und bearbeitete. Kein Wunder, dass bei so viel Sachkenntnis bereits die erste Romance, die sie 1994 verfasste, gleich drei Preise erhielt! Seitdem hat sie weitere, sehr erfolgreiche Romane verfasst. Zudem vermittelt sie in zweitätigen Workshops die grundlegenden Kenntnisse über Drehbücher und tritt oft als Sprecherin bei Autoren-Konferenzen zum Thema Schreiben auf. Jo Leigh lebt mit ihren drei Katzen Zeke, Coco und Molly in Nevada.</p>

2. KAPITEL

Samantha beendete das Programm und steckte ihr Handy ein. Hoffentlich hatte sie die verdammten Stimmungssensoren jetzt im Griff. Sie öffnete die Tür. Matt stand neben dem Eingang zur Küche und starrte sie an.

„Ist alles in Ordnung?“

„Ja. Was soll sein?“ Schulterzuckend tat sie so, als wäre es keine große Sache, dass sie sich in die Speisekammer zurückgezogen hatte. Er ging an ihr vorbei in die Speisekammer, sah sich um und kam mit einer Schachtel Ingwerkekse zurück. „Es ging nur um meine Arbeit“, meinte sie. „Das Wandfarbenprogramm hat nicht richtig funktioniert.“

„Verstehe.“ Er öffnete die Schachtel mit den Keksen und hielt sie ihr hin.

Samantha nahm sich ein paar Kekse. „Wie auch immer.“

„Isst du mit mir zu Abend?“

„Was?“

„Abendessen. Mit mir.“

„Ich muss zurück an die Arbeit. Ein dringender Termin.“

Matt nickte. „Wie wäre es, wenn ich das Abendessen besorge und dann damit zu dir ins Büro fahre? Ich bleibe auch nicht lange. Nur für einen kurzen Rundgang und ein noch kürzeres Abendessen.“

„Nein.“ Ihr Puls schlug schneller. „Ich muss wirklich arbeiten.“

„Das verstehe ich, Sammy. Aber du musst auch etwas essen.“ Er nahm ihre Hand und zog sie an sich.

Sie legte ihm die andere Hand auf die Brust. Nur ihm so nah zu sein und ihn zu berühren, war großartig. Er duftete so gut. Sie sah ihm ins Gesicht und begegnete seinem Blick. Sie hatte oft von seinen braunen Augen geträumt. „Was machst du?“

„Du hast nette Rundungen bekommen.“ Matt nahm sie noch fester in den Arm. „Doch ich wette, dass du noch immer Mahlzeiten ausfallen lässt. Das ist keine gute Angewohnheit, der ich Vorschub leiste. Das bedeutet, dass du heute mit mir zu Abend isst – so oder so.“

Sie war total verwirrt. Ein Teil von ihr wollte dahinschmelzen. Weil er mit ihr flirtete? Tat er das? Sie wusste es nicht. Nicht bei Matt. Bei jedem anderen Mann könnte sie es einschätzen. Aber eines war sicher: Selbst wenn er nur nett war, lief sie Gefahr, ihre Arme um seinen Hals zu schlingen und ihn nie mehr loszulassen. Schließlich hatte sie jahrelang von ihm geträumt.

Samantha versetzte ihm mit der Hand einen kleinen Schubs. „Wie kommt es, dass du mir und nicht deiner Familie auf die Nerven gehst?“ Er ließ sie so schnell los, dass sie einen Schritt zurücktreten musste.

„Entschuldige. Ich wollte dir nicht …“

„Stopp. Das hast du nicht.“ Ihr blutete das Herz, als sie seinen verletzten Gesichtsausdruck sah. Sie wünschte, sie könnte die Worte zurücknehmen. Sie war eine Idiotin. Natürlich wusste sie es besser: Matt war nur nett. „Gut.“ Sie wusste, dass es ein Fehler war. „Wir essen zusammen. Irgendwie.“

„Moment mal. Heißt das, du musst bis spätabends arbeiten?“

Samantha bemerkte, dass ihre Hand noch immer auf seiner Brust lag. Er hatte sie losgelassen. Aber sie ihn nicht. Sie lächelte möglichst ungezwungen, tätschelte seine Brust und trat ein paar Schritte zurück. „Wann bist du das letzte Mal zum Laufen in den Fens gegangen?“

„In den Park? O Mann. Daran kann ich mich nicht einmal mehr erinnern.“

„Perfekt. Wie wäre es, wenn wir uns dort treffen, nachdem ich ein paar Stunden lang gearbeitet habe? Um zu joggen? Oder von mir aus auch zu einen Spaziergang.“

Lachend schüttelte Matt den Kopf. „Ich bin ausgezeichnet in Form. Du willst joggen? Ich bin dabei. Aber danach essen wir.“

Samantha wollte nicht über das Abendessen diskutieren. Die Joggingrunde hatte sie bereits eingeplant gehabt. Dabei könnten sie miteinander reden und sich gegenseitig auf den neuesten Stand bringen. Zudem wäre das Risiko geringer, dass sie sich bloßstellte. Das war die perfekte Lösung. „Schaffst du sechzehn Kilometer?“

„Ja, aber das will ich nicht. Ich spare lieber Zeit fürs Abendessen. Selbst wenn es nur ein Quickie ist.“

Sie spürte, dass sie rot wurde. „Wir treffen uns am Haupteingang.“ Er sagte etwas. Doch sie war abgelenkt. Denn das hereinfallende Sonnenlicht ließ einige Strähnen seiner braunen Haare golden leuchten. Jetzt sah sie, dass die vergangenen zehn Jahre nicht spurlos an ihm vorübergegangen waren. Feine Lachfältchen zeichneten sich um die äußeren Augenwinkel ab. Auch neben dem Mund hatten sich lange Linien eingegraben. Sie sorgten dafür, dass er ein wenig markanter und sehr sexy aussah.

„Sammy? Hast du gehört, was ich dich gefragt habe?“

„Hm?“

„Um welche Zeit?“

„Zeit für was?“ Sie erinnerte sich erst, worum es ging, als Matt lächelte. Und verdammt, ihr stieg zum x-ten Mal die Hitze in die Wangen.

Matt packte seine Sachen aus. Dann ging er in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen, der fantastisch schmeckte. In der Speisekammer entdeckte er noch weitere Naschereien. Auch sein Lieblingsgebäck Butterkekse. Sogar drei verschiedene Sorten, die ihm alle schmeckten. Da er immer noch auf ein Abendessen mit Samantha hoffte, zügelte er sich jedoch.

Er telefonierte mit seinem Assistenten Andrew, der für ihn die Stellung im New Yorker Büro hielt. Am Ende vereinbarten sie, in ein paar Tagen wieder zu telefonieren. Dann wählte er die Privatnummer seines Vaters.

„Matt, ich habe gerade an dich gedacht. Wann kommst du nach Boston?“

„Ich weiß es nicht. Ich nehme eine kurze Auszeit, bevor das ganze Trara losgeht. Der Jetlag setzt mir zu.“

„Du hast in Tokio erstklassige Arbeit geleistet. Ich habe dem Vorstand einen Bericht zukommen lassen, der hilfreich sein wird.“

„Danke. Aber wir müssen immer noch Bannister, Truit und Lee auf unsere Seite ziehen. Oder wenigstens einen von ihnen.“

„Das wird schon“, sagte sein Vater zuversichtlich. „Gib mir Bescheid, wann du eintriffst. Wohnst du im Hotel?“

„Das weiß ich noch nicht, Ich melde mich.“ Matt belog seinen Vater nicht gern. Doch er wollte ein wenig Abstand zur Arbeit bekommen. Von der bevorstehenden Vorstandssitzung hing seine berufliche Zukunft ab.

Anschließend ging er ins Bad, um zu duschen. Mit der Fernbedienung konnte er die verschiedenen Wasserstrahlen mit Massagefunktion einstellen. Doch vorher sah er sich die große Auswahl an exklusiven Cremes, Körper- und Waschlotionen und Peelings an, die Samantha bereitgestellt hatte. Sogar ein lächerlich teures Aftershave war darunter.

Die Wilkinson Hotels waren für ihren großen Komfort bekannt. Doch selbst die beste Suite wartete nicht mit einem solchen Luxus auf. Sogar seine Lieblingsmarken hatte Samantha vorrätig. Was für ein Zufall!

Als die heißen Wasserstrahlen seinen Körper vom Hals bis zu den Zehen massierten, konnte Matt nicht verhindern, dass die Fantasie mit ihm durchging. Er stellte sich vor, Samanthas Körper mit einem der teuren Duschgels unter den pulsierenden Wasserstrahlen einzuseifen. Mist. Mit einem Guss kalten Wassers versetzte er seiner Libido einen Dämpfer und beendete die Dusche, so schnell er konnte.

Verärgert darüber, dass er sich nicht besser unter Kontrolle hatte, trocknete er sich ab. Die einzige Entschuldigung dafür war vielleicht, dass aus dem Teenager von früher die unglaublich attraktive Frau geworden war, die er heute getroffen hatte.

Nachdem Matt eine Sportshorts und ein T-Shirt angezogen hatte, suchte er im Internet nach Lokalen in der Nähe des Parks. Vielleicht könnten sie wenigstens irgendwo eine Pizza mitnehmen. Er wollte nicht, dass sie wegen einer gemeinsamen Mahlzeit gezwungen wäre, bis spät in die Nacht zu arbeiten.

Schließlich nahm er eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank und ging nach draußen, um auf das bestellte Taxi zu warten. Sein Herz schlug ein wenig zu schnell für einen Mann seines Alters. Wahrscheinlich sollte er der Sache auf den Grund gehen.

An dem schönen Herbstabend waren in dem riesigen Park eine Unmenge Leute unterwegs. Matt war pünktlich am Westland Gate, konnte Samantha jedoch nirgends entdecken. Er lächelte bei der Erinnerung daran, wie sich ihre Hand auf seiner Brust angefühlt hatte. Er hatte den Arm um ihre Taille gelegt und war kurz davor gewesen, sie zu küssen. Aber ihr schockierter Blick hatte ihn gestoppt.

Zur Hölle, er war ihr Kumpel. Zudem hatte er sie jahrelang nicht gesehen. Egal. Jetzt sah er sie mit anderen Augen.

Doch er musste vorsichtig sein. Die Stimmungen und Bedürfnisse des Teenagers zu erahnen war relativ simpel gewesen. Doch die Frau zu ergründen? Wobei er glaubte, dass immer noch viel von dem Mädchen von damals in ihr steckte. Er dagegen war durch seine Ehe und Karriere viel reifer geworden.

Gerade weil Matt der Erbe war, hatte er hart gearbeitet. Durch Vetternwirtschaft eine Führungsrolle zu bekommen war das Letzte, was er wollte. Der Job in London würde wesentlich dazu bei, seinen Wert zu beweisen. Mit dem Büro in Großbritannien ging es seit über einem Jahr bergab. Der gegenwärtige Manager Fairchild hatte eine zweite Chance bekommen, jedoch die Erwartungen nicht erfüllt.

Schon seit einer Weile dachte er über die Veränderungen nach, die er dort vornehmen wollte. Er plante, von dort aus für Wilkinson Holdings die skandinavischen Märkte zu erschließen. Würde er Samantha jemals davon überzeugen können, ihn in London zu besuchen? Er könnte ihr so vieles zeigen, weil London zu seinen Lieblingsstädten zählte. Er würde auch mit ihr nach Schottland und Irland reisen.

Das setzte allerdings voraus, dass sie auch nur eine Woche lang nicht...

Erscheint lt. Verlag 1.10.2018
Reihe/Serie Digital Edition
Digital Edition
Digital Edition
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora digital edition • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook angebote • ebook günstig • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7337-3819-5 / 3733738195
ISBN-13 978-3-7337-3819-8 / 9783733738198
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