Lassiter 2411 (eBook)
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7123-9 (ISBN)
Zu siebt ritten sie in die Stadt, Johnny Wesson und Eddie Douglas an der Spitze. Es war gegen zwölf, die Bank würde bald schließen. 'Wir reiten um die Mittagszeit', hatte Eddie gesagt. 'Je mehr los ist auf der Mainstreet, desto weniger fallen wir auf.'
Alte Häuser aus Stein, eine Kirche und ein Prachtbau aus uralten Zeiten - so hatte Johnny Santa Fé in Erinnerung, und so war es auch an diesem Mittag. Keiner von ihnen sprach mehr ein Wort. Der Palast des Gouverneurs blieb zurück, die alte Kirche auch. Vor der Bank stiegen sie aus den Sätteln und zogen die Halstücher bis unter die Augen. Sie hatten keinen Plan. 'Reingehen, schießen, Geld einsacken, raus und auf die Pferde', hatte Eddie gesagt. An seiner Seite stürmte Johnny in die Bank. Hinter ihnen schossen die anderen in die Decke.
Am Schalter fuhren mindestens zehn Leute herum; viel mehr, als sie in der Bank erwartet hatten. »Wer seinen Colt auch nur anguckt, ist tot!«, brüllte Eddie.
Frauen schrien, Männer streckten die Arme in die Luft, hinter dem Schalter warf sich der Kassierer auf den Boden. Johnny klopfte das Herz so laut, dass er glaubte, sein Schädel würde zerspringen.
»Sperr den Kassenraum auf, Kassierer!«, schrie er, packte einen Melonenträger am Kragen und stieß ihn mit dem Gesicht gegen das Schalterglas. »Aufsperren oder der hier stirbt!«
Sammy und Hank warfen sich gegen die Tür, die den Kunden- vom Kassenbereich trennte. Eddie, Bill und die anderen entwaffneten die Kunden und erleichterten sie um ihre Dollars, ihre Uhren und ihren Schmuck.
Weil der Kassierer noch immer nicht hinter dem Schaltertresen auftauchte, drückte Johnny ab. Der Melonenträger rutschte ächzend zu Boden und hinterließ eine Blutspur am Schalterglas.
Sammy und Hank nahmen Anlauf und warfen sich gegen die Tür zum Kassenraum. Sie gaben ihr Bestes, doch die verdammte Tür hielt.
Der kalte Schweiß brach Johnny aus. Er riss einen jungen Burschen an sich und drückte ihm den Revolverlauf gegen die Schläfe. »Du sperrst auf, Kassierer, oder der Nächste muss dran glauben!«
Eine junge rothaarige Frau heulte auf, eine andere kreischte: »Geben Sie den Kerlen um Gottes willen das Geld!«
Endlich zeigte sich der Kassierer. Mit erhobenen Armen huschte er zur Tür und öffnete. Sammy und Hank stürmten hinein, Eddie hinterher. Johnny und die anderen hielten die Kunden in Schach und bewachten die Eingangstür.
Eddie und Hank stießen den Kassierer vor sich her in das Nebenzimmer. Johnny wusste, dass dort ein Tresor stand. Bill warf Sammy die große lederne Tasche zu, der sprang zur Kasse und leerte das Geld hinein.
Im Nebenzimmer fielen Schüsse, jammerte eine Männerstimme. »Her mit der Tasche!«, brüllte Eddie. Sammy schleppte die schwarze Tasche mit dem Kassengeld ins Nebenzimmer.
Johnny konnte hören, wie die Banknoten raschelten, wie ihre Bündel in die Tasche fielen. Ein schönes Geräusch – er drehte sich nach den anderen dreien um und grinste. Alle grinsten sie.
Die Bankkunden nicht. Deren Augen waren starr und feucht vor Angst und Schrecken. Der junge Bursche, dem Johnny seinen Colt gegen die Schläfe drückte, stammelte flüsternd vor sich hin. Er war höchstens sechzehn Jahre alt.
»Red lauter, Kerl!«, zischte Johnny. »Ich verstehe kein Wort!« Der Bursche verstummte; wahrscheinlich hatte er gebetet.
Endlich liefen Eddie, Sammy und Hank aus dem Nebenzimmer und zurück in den Schalterraum. Eddie war das Halstuch vom Gesicht gerutscht. »Raus hier!«, brüllte er, riss sein Tuch wieder bis unter die Augen und stürmte zum Ausgang. »Auf die Pferde!« Er trug die Tasche – groß und schwarz und prall gefüllt. Johnny lachte das Herz.
Er und die anderen drei liefen rückwärts, hielten ihre Revolver mit beiden Händen fest, zielten auf die Bankkunden. Ein Cowboy in braunem Saddlecoat hielt plötzlich einen Karabiner in den Fäusten und drückte ab.
Alle vier warfen sie sich rechts und links des Eingangs auf den Boden. Sie feuerten beinahe gleichzeitig. Die Frauen kreischten, Pulverdampf füllte den Schalterraum, Mündungsfeuer blitzten. Johnny und zwei seinen Kumpanen sprangen wieder auf und rannten zur Straße hinaus. Bill blieb tot in der Bank zurück.
Sie schwangen sich in die Sättel und galoppierten hinter Eddie, Sammy und Hank her über die Mainstreet. Vorbei am Gouverneurspalast und der alten Kirche jagten sie den letzten Häusern von Santa Fé entgegen.
»Wir haben es geschafft«, murmelte Johnny in sein feuchtes Halstuch hinein. »Wir haben es tatsächlich geschafft!«, rief er.
Das stimmte nicht ganz.
☆
Unruhige Zeiten standen Kathleen McGee bevor – schöne Zeiten, harte Zeiten. Und schuld war nur die Zuchtstute. Oder besser ihr Zustand – eine Bisswunde in der Fessel hatte sich entzündet, und trächtig war sie auch. »Und was, wenn das Fohlen heute kommt?«, fragte Kathleen, als ihr Mann Anstalten machte, in den Sattel zu steigen.
»Was schon? Dann hilfst du ihr und fertig.« Trevor McGee schwang sich auf sein Pferd. Er war groß und sehnig, fast dürr, und hatte langes strähniges Grauhaar. Mit fünf Cowboys wollte er für ein paar Tage hinaus zur Nordweide reiten. Ein Zaun musste erneuert werden und ein paar Rinder würden demnächst kalben.
»Allein?« Kathleen schüttelte den Kopf. »Das Risiko ist mir zu groß, Trevor. Southwind ist unsere wertvollste Stute.«
Das war nicht einmal übertrieben. Und leider auch nicht, dass Kathleen den geringsten Fehler mit blauen Flecken bezahlen würde. Trevor neigte zur Gewalttätigkeit, wenn er betrunken war. Und das war er meistens schon um die Mittagszeit.
»Na gut.« McGee sah sich nach seinen Cowboys um. Kathleen betete stumm, er möge Jesse auf der Ranch zurücklassen. »Du bleibst hier, Harper.« Mit einer Kopfbewegung deutete er auf Jesse, der die meiste Erfahrung für trächtige Stuten und Jungtiere hatte. »Du stehst mir für das Fohlen gerade, kapiert?«
Nicht ohne Kathleen noch einen bösen und warnenden Blick zuzuwerfen, lenkte McGee sein Pferd herum und preschte aus dem Ranchhof. Grußlos.
Der junge Cowboy stieg wieder ab. Kathleen McGees Herz schlug höher. Den hatte sie sich gewünscht – Jesse Harper. Er war mittelgroß, stoppelbärtig, schwarzhaarig und kräftig gebaut. Fast täglich wechselten sie Blicke. Sehnsüchtige Blicke.
Ihn namentlich zu erwähnen, wäre zu gefährlich gewesen: Trevor war krankhaft eifersüchtig. Wenn er in der Nähe war, wagte Kathleen nicht einmal, den jungen Cowboy anzuschauen.
Nur einmal, vor drei Tagen, hatte sie seinen schwarz behaarten Unterarm berührt. In der Stallung, bei den Zuchtpferden. Sofort hatte der junge Cowboy sie an sich gerissen und geküsst. »Wir müssen warten, Jesse.« Schwer atmend hatte sie sich von ihm losgemacht. »Bis unsere Stunde kommt.«
Jetzt war ihre Stunde gekommen.
Kathleen sah ihrem Mann und den Cowboys hinterher. Jesse führte seinen Schimmel auf die Koppel. Kathleen ging ins Haus. Besser noch abwarten – manchmal kehrte Trevor überraschend nach zwei oder drei Stunden zurück – in der Hoffnung, sie mit einem Liebhaber zu erwischen.
Einen Liebhaber, den es nicht gab. Bis jetzt. Nun gab es einen und Kathleen würde sich rächen für all die Kälte, all die Grobheit und Gewalt. Sie würde sich nehmen, wonach sie sich seit Jahren so schmerzhaft sehnte.
Nach einer Stunde Schießübungen und zwei Stunden Hausarbeit machte sie sich frisch, zog ihr bestes Kleid an und bürstete vor dem Spiegel ihr blondes Haar. Kathleen McGee war Ende zwanzig, mittelgroß, schlank und hatte blaue Augen.
Sie trat auf die Veranda. Trevor war nicht zurückgekommen. Und am Horizont sah sie auch keine Silhouetten von Reitern, die seine vorzeitige Rückkehr androhten. Kathleen atmete tief durch, strich ihr Kleid glatt und stieg in den Hof hinunter.
Sie fand Jesse im Stall bei den Zuchtpferden. Er streichelte Southwinds Nüstern und sprach mit ihr. Das hatte Kathleen von Anfang an begeistert an Jesse – seine zärtliche, einfühlsame Art, mit den Tieren umzugehen.
Sie nahm seine Hand und sah ihn an. Wortlos erwiderte Jesse Harper ihren Blick. Er verstand sofort und zog sie eine Box weiter, die leer war. Kathleen drängte ihn hinein und lehnte sich gegen die Wand. Breitbeinig stand Jesse vor ihr. Er war schon erregt und sein Atem ging keuchend.
»Endlich«, flüsterte Kathleen. Ihre schmalen Hände fuhren zur Knopfleiste ihres Wollkleides, zum obersten Knopf. Sie löste ihn und den Knopf darunter, und noch einen.
Mit der Linken zog sie ihr Dekolletee auseinander und holte mit der Rechten ihre linke Brust heraus. Jesse fielen fast die Augen aus dem Kopf. »Wie schön«, flüsterte er, »und so herrlich geformt wie ein kleiner weißer Kürbis. Zeig mir die andere.«
Seine Worte fachten Kathleens Erregung an. »Sie langte wieder in ihr Kleid und hob auch ihre rechte Brust heraus. Dann griff sie mit beiden Händen unter ihre weißen »Kürbisse« und hob sie ein wenig an. »Für dich, Jesse. Greif zu.«
Seine himmelblauen Augen schienen sich zu verschleiern. Er biss sich auf die Lippen.
»Worauf wartest du, Cowboy?«, flüsterte Kathleen. Sechs Tage bleibt er mindestens weg. Sechs Tage, die uns gehören.« Sie hob ihre Brüste noch höher, presste sie zusammen, sodass die schon harten Nippel sich noch weiter aufrichteten. »Ich habe viel nachzuholen, Jesse. Bedien dich.«
Der Cowboy stürzte sich auf sie, wie sich ein ausgehungerter Präriewolf auf einen Hasen stürzt. Er griff nach ihren weißen Brüsten, knetete sie durch, biss in sie hinein, saugte an den Warzen. Eine Glutwelle nach der anderen schoss durch Kathleens Körper.
Jesse raffte ihr Kleid hoch, bekam den oberen Saum ihrer Strümpfe zu fassen. Ungeahnte Wonnen durchströmten sie, als seine Hand zwischen Maschen und Haut fuhr und die Innenseite ihres Schenkels streichelte. Das Feuer der Lust perlte durch Kathleens Blut. Sie stemmte ihm ihr Becken entgegen. Gott im Himmel, wie ausgehungert sie war!
Auch bei Jesse brachen alle Dämme. Er griff ihr ins Höschen, tastete nach ihren Liebeslippen. Sie seufzte und fasste in seinen Schritt, spürte die Härte unter dem Hosenstoff und griff zu. Jesse stöhnte auf, riss an seiner Gürtelschnalle herum, öffnete seine Hose und holte sein bestes Teil heraus.
Kathleen betrachtete das harte und lange Glied. »Gewaltig«,...
| Erscheint lt. Verlag | 2.10.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Lassiter |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • Abenteuer-Roman • Abenteurer • alfred-bekker • Bestseller • bud-spencer • buffalo-bill • Cassidy • Chaco • clint-eastwood • Country • Cowboy • Deutsch • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • erotisch • Erwachsene • erwachsene Romantik • Exklusiv • für • g-f • GF • g f barner • g f unger • Indianer • jack-slade • Karl May • kelter-verlag • Kindle • Klassiker • Krimi • Laredo • larry-lash • lucky-luke • Männer • martin-wachter • Nackt • pete-hackett • peter-dubina • Reihe • Ringo • Roman-Heft • Serie • Sexy • sonder-edition • Unger • Western • Western-Erotik • Western-roman • Westernromane • Wilder Westen • Wilder-Westen • Winnetou • Wyatt Earp • Wyatt-Earp |
| ISBN-10 | 3-7325-7123-8 / 3732571238 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-7123-9 / 9783732571239 |
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