Blitzhochzeit mit dem spanischen Milliardär (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1044-6 (ISBN)
'Heiraten? Ich? Niemals!' Zuerst lacht Lydia über den Vorschlag des spanischen Playboys Raul Perez Valdez. Bis ihr erschüttert klar wird, dass es gar kein Vorschlag ist: Ihr Vater, der vor dem Bankrott steht, hat sie praktisch an Raul verkauft! Eine letzte Möglichkeit hat die hübsche Engländern, aus dieser Falle zu entkommen: Sie muss irgendwie Rauls illegitimen Halbbruder finden, dann ist eine alte Schuld beglichen. Gelingt es ihr, gibt Raul sie frei. Gelingt es ihr nicht, ist ihre Hochzeit mit dem skrupellosen Milliardär in Madrid besiegelt ...
<p>Vor über zwanzig Jahren wählte Rachael Thomas Wales als ihre Heimat. Sie heiratete in eine Familie mit landwirtschaftlichem Betrieb ein und konnte in ihrem neuen Zuhause endlich Wurzeln schlagen. Sie wollte schon immer schreiben; noch heute erinnert sie sich an die Aufregung, die sie im Alter von neun Jahren empfand, als eine ihrer Kurzgeschichten in der Schule als positives Beispiel vor der Klasse gelobt wurde. Doch erst als sie erwachsen war und ihre beiden Kinder in die Schule kamen, fing Rachael damit an, ihren Traum ernsthaft zu verfolgen. Sie trat einer lokalen Schreibgruppe bei und tauschte sich hier jeden Montagnachmittag mit Gleichgesinnten aus - das gab ihr den richtigen Antrieb! Da Liebesgeschichten seit jeher ihr liebstes Genre sind, verfasste sie nach zahlreichen Kurzgeschichten endlich auch ihren ersten romantischen Roman. Ihr gefällt es vor allem, mit ihren Figuren neue Ufer zu erkunden, indem sie zum Beispiel in deren glamouröse Welt eintaucht und alle Emotionen mitfühlt, die ihre Helden und Heldinnen durchleben, während sie sich ineinander verlieben.</p>
PROLOG
„Du erwartest wirklich, dass ich das durchziehe?“ Raul Valdez’ Stimme klang wie ein Donnergrollen.
„Die Schuld muss beglichen werden, und – ob es dir nun gefällt oder nicht – der Vertrag, den dein Vater vor seinem Tod mit Henry Carter-Wilson geschlossen hat, besitzt nach wie vor Gültigkeit. Als Vorstandsmitglied muss ich darauf bestehen.“
Raul fluchte wild. „Komm schon, Carlos, das kannst du nicht ernst meinen!“
„Leider doch. Und als langjähriger Freund der Familie bitte ich dich inständig: Hör auf, nach jemandem zu suchen, der nicht gefunden werden will, und heirate das Mädchen – so wie dein Vater es ganz offensichtlich beabsichtigt hat. Nach zwei Jahren, wenn die Schuld beglichen ist, reichst du die Scheidung ein.“
Heiraten! Raul konnte nicht glauben, dass ausgerechnet Carlos das von ihm verlangte.
Unbändige Wut kochte in ihm hoch. Wie hatte sein Vater so etwas tun können? Aber das war nicht wirklich die Frage. Es war Raul nie gelungen, die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen, ganz gleich wie sehr er sich auch bemüht hatte. Dies hier war nur ein weiterer Schlag gegen den Sohn, den er nie gewollt hatte.
„Du lässt es so einfach klingen.“ Raul atmete tief durch, trat ans Fenster und blickte über Madrid hinweg, das im goldenen Licht der Spätsommersonne badete. Auf dem Papier sah es auch leicht aus. Doch heiraten war etwas, dass Raul niemals gewollt hatte.
„Es ist einfach“, erklärte Carlos nüchtern. „Du musst lediglich zwei Jahre mit einer Frau zusammenleben, die zudem noch wunderschön ist. Danach steht es dir frei, dich wieder scheiden zu lassen.“
„Ich habe nicht die Absicht, jemanden zu heiraten. Niemals.“ Raul fing an, im Büro auf und ab zu laufen. Der Zorn über das, was sein Vater getan hatte, vermischte sich mit der Furcht, von ihm kontrolliert zu werden – ein heftiger Cocktail.
Er blieb stehen und ließ den Blick abermals über Madrid schweifen. Dabei versuchte er, seinen Zorn unter Kontrolle zu bringen. Ein paar Minuten lang blieb er so stehen und wandte Carlos Cardozo den Rücken zu – dem Mann, der mehr für ihn dagewesen war als sein eigener Vater.
Mein Vater …
Was für ein Witz.
Raul hatte immer gewusst, dass er eine Enttäuschung für ihn gewesen war. Doch mit dem, was er nach Maximiliano Valdez’ plötzlichem Tod erfahren musste, hatte selbst er nicht gerechnet. Er hätte nicht gedacht, dass sein Vater ihn wirklich hasste. Doch er wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass er noch eine andere Familie haben könnte.
Einen anderen Sohn.
„Die einzige Alternative ist, deinen Halbbruder zu finden.“ Carlos’ ruhige Stimme holte ihn aus seinen düsteren Gedanken zurück in die Gegenwart. „Was bedeuten würde, dass du dein Erbe teilen musst – und damit alles, was du für dieses Unternehmen getan hast.“
Raul wirbelte herum. Dies war ein Detail, das der Anwalt seines Vaters nur ihm enthüllt hatte – und das er bislang zurückgehalten hatte. Woher wusste Carlos davon?
„Du weißt von ihm?“
„Ja.“ Carlos begegnete seinem Blick herausfordernd.
„Wie lange schon?“
„Lange genug, um zu wissen, welche Wirkung diese Nachricht auf dich haben würde.“ Carlos’ Stimme klang weicher, als er zu ihm herüberkam.
Bis zur Testamentseröffnung vor zwei Monaten hatte Raul nichts von der Existenz seines Halbbruders geahnt. Carlos jedoch hatte offenbar schon länger von dem Doppelleben seines Vaters gewusst.
„Und du meintest nicht, dass ich darüber Bescheid wissen sollte?“ Seine Wut flammte erneut auf. Er funkelte Carlos an, der Geschmack von Verrat schmeckte bitter auf seiner Zunge.
„Ich hätte nie gedacht, dass dein Vater es zur Bedingung in seinem Testament machen würde, ihn zu finden. Oder dass er mit dieser Aufgabe einen so großen finanziellen Anreiz verbinden würde.“
Großer finanzieller Anreiz. Das war ja wohl die Untertreibung des Jahrhunderts!
„Also bleibt mir nur das – oder eine Frau zu heiraten, die ich kaum kenne.“
„Die Heirat scheint mir die leichtere Option zu sein.“
„Ist das so?“ Raul konnte sich das beim besten Willen nicht vorstellen. Davon abgesehen ließ ihn der Gedanke nicht los, dass sein Bruder irgendwo dort draußen war.
„Ja, ist es. Du bist deines Vaters Sohn. Die Ehe wird dir leichtfallen. Und sie ist sehr viel besser, als alles zu teilen, wofür du hart gearbeitet hast.“
Raul wandte sich ab. Seine Welt stand Kopf. Um das Finanzunternehmen zu erben, das er aus eigener Kraft zu einem globalen Unternehmen aufgebaut hatte, musste er eines von zwei Übeln wählen: Entweder er beglich eine alte Schuld, indem er die Tochter eines Schuldners heiratete, oder er erkannte seinen Halbbruder an und brachte ihn als gleichwertigen Partner ins Unternehmen ein. In letzterem Fall bekäme er eine große Summe Geld, mit der er die Schuld auch ohne eine Heirat ausgleichen konnte. Sollte er sich entscheiden, nichts von beidem zu tun, würde die Firma an den Höchstbietenden verkauft werden.
Die Tatsache, dass sein Vater ein riesiges Vermögen versteckt hatte, machte deutlich, mit wie viel Kalkül der alte Mann vorgegangen war. Er hatte sogar das Risiko in Kauf genommen, die eigene Firma zu verlieren – was die Mitarbeiter der Banco de Torrez ihre Jobs kosten könnte.
„Ich hatte keine Ahnung, dass mein Vater so manipulativ war. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich von seinem anderen Leben eine Ahnung gehabt hätte.“
„Er ist dein Vater gewesen. Bedeutet dir das gar nichts?“ Carlos streckte die Hand nach ihm aus, doch Raul trat von ihm weg. Dieser Mann war nicht der Freund, für den er ihn immer gehalten hatte. Zumindest nicht sein Freund.
„Ich bin fertig mit meinem Vater, und das verdammte Erbe ist mir egal“, stellte Raul klar. „Ich brauche das alles hier nicht.“
Er ging in Richtung Tür. Soweit es ihn betraf, war diese Unterhaltung beendet. Es gab nichts weiter zu sagen.
„Was ist mit deiner Mutter?“
Carlos’ Worte ließen ihn innehalten.
Raul holte tief Luft, während seine Hände sich zu Fäusten ballten. Seine Mutter war so ziemlich der einzige Grund, warum er die vergangenen zwei Monate damit verbracht hatte, seinen Halbbruder zu suchen. Er wollte nicht, dass sie aus der Presse – oder von sonst jemandem – vom Doppelleben ihres verstorbenen Ehemannes hörte. Das würde sie nicht überstehen.
„Du kannst nicht einfach gehen, richtig? Du kannst nicht riskieren, dass sie durch schlüpfriges Gerede in der Regenbogenpresse davon erfährt.“ Carlos forderte ihn heraus. Schon wieder.
Verdammt, der Mann wusste wirklich, wie man eine Situation zu seinem Vorteil drehte.
Raul wirbelte herum. „Nein, kann ich nicht. Nicht um das Glück meiner Mutter willen – oder das der Mitarbeiter, deren Jobs davon abhängen, dass ich entweder meinen Halbbruder finde oder ein verwöhntes reiches Mädchen heirate. Aber ich verachte meinen Vater dafür.“
„Warum wählst du dann nicht die einfache Alternative und heiratest diese Lydia?“
„Dazu wird es niemals kommen“, fauchte Raul. Nach dem Beispiel der Ehe, die er miterlebt hatte, war er tausendmal eher bereit, einen Fremden in seinem Leben willkommen zu heißen, als zu heiraten. Verdammt, soweit es ihn betraf, konnte sein Bruder das gesamte Erbe behalten, solange die Angestellten ihre Arbeit ebenso behalten durften wie seine Mutter das Trugbild über ihren Ehemann.
„Der Vorstand wird langsam unruhig, Raul. Sie befürchten, dass du deinen Einfluss verloren hast, ganz besonders, nachdem der Lopez-Deal geplatzt ist.“
Damit sprach Carlos einen weiteren wunden Punkt an. Er weckte in Raul das instinktive Bedürfnis, ihm und jedem Vorstandsmitglied das Gegenteil zu beweisen. Ein geplatzter Deal war nicht das Ende der Welt.
„Was das betrifft, ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, entgegnete er. „Ebenso wenig wie bei der Suche nach meinem Halbbruder.“
„Die Schuld muss vor Ablauf des Jahres beglichen werden. Und besser früher, wenn es irgend möglich ist.“
„Bis dahin sind es noch drei Monate. Ich werde meinen Halbbruder vorher finden, die verfluchte Schuld begleichen und den Skandal von meiner Mutter fernhalten.“
„Und wenn nicht, wirst du Miss Lydia Carter-Wilson treffen müssen.“
„Wenn sie auch nur entfernt Ähnlichkeit mit der Person hat, die sie vor zehn Jahren gewesen ist, würde ich es vorziehen, das Unternehmen zu verlieren.“
Alles in Raul sträubte sich bei der Erinnerung an das alberne sechzehnjährige Mädchen, das ihn mit ihrem Hundeblick verfolgt hatte. Hatte sein Vater damals angefangen, ihrem Vater Geld zu leihen?
„Was ist mit all den Menschen, die ihre Arbeitsstellen verlieren werden? Du bist nicht der Typ Mann, der Unternehmen vernichtet, Raul. Sie retten und auf sichere Beine stellen, das ist deine Art. Und ich weiß, dass du noch nie einer Herausforderung widerstehen konntest.“
Carlos’ Worte entsprachen der Wahrheit, doch Raul war zu wütend, um es sich einzugestehen.
„Ich brauche mehr Zeit“, forderte er.
„Wenn du deinen Halbbruder bis Ende November nicht gefunden hast, erwarte ich von dir, dass du deine Verlobung mit Lydia Carter-Wilson verkündest.“
„Und wenn sie nicht will?“
Carlos lachte. „Du wirst sie schon überzeugen, Raul. Dein Charme bei den...
| Erscheint lt. Verlag | 25.9.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Julia | Julia |
| Übersetzer | Natasha Klug |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7337-1044-4 / 3733710444 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-1044-6 / 9783733710446 |
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