Fürsten-Roman Sammelband 4 - Adelsroman (eBook)
192 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7051-5 (ISBN)
Sammelband 4: Drei Mal Liebe, Luxus, Leidenschaft im Hochadel zum Sparpreis
3 Romane lesen, nur 2 bezahlen!
'Fürsten-Romane' entführen in die Welt des Hochadels und lassen die Herzen der Leserinnen und Leser höherschlagen. Die Romanzen der Prinzessinnen und Prinzen spielen auf herrlichen Schlössern, erzählen von Mut und Hoffnung, von Glück und Tränen, Glanz und Einsamkeit - und von der ganz großen Liebe! Welche geheimen Wünsche, Träume und Sehnsüchte bewegen die Reichen und Adeligen?
Seit mehr als 50 Jahren bilden die Fürsten-Romane den Inbegriff für Geschichten aus der Welt des Hochadels. Tauchen Sie ein in eine ebenso aufregende wie glamouröse Welt!
In diesem Sammelband sind Folgen 2439 bis 2441 enthalten:
2439: 'Fürstin wider Willen?' von Anja von Stein
2440: 'Sie fand ihr Glück in den Weinbergen' von Nina Gregor
2441: 'Ein Sommer voller Glück' von Sandra Heyden
Der Inhalt dieses Sammelbands entspricht ca. 250 Taschenbuchseiten.
Fürsten-Romane - Luxus zum Lesen
Jetzt herunterladen und sparen!
Versonnen ließ Kathy Frey ihren Blick über die Obstplantage schweifen, die inmitten des von hohen Gebirgszügen umgebenen Tals wie ein kleines Paradies wirkte. Ein lauer Wind strich vom nahen Ozean über die Berge und nahm der Sonne ihre Hitze. Selbst im Winter wurde es hier nie wirklich kalt, weshalb sich der Ort ausgezeichnet für den Anbau von Zitrusfrüchten eignete. Die Orangen- und Zitronenbäume standen in leuchtender Fülle auf den Obstfeldern.
Die achtundzwanzigjährige Agraringenieurin seufzte zufrieden. Sie lebte gern in Kalifornien. Hier fühlte sie sich viel heimischer als in dem hektischen New York, wo sie ihre Kindheit verbracht hatte.
Plötzlich legte sich eine Hand schwer auf die Schulter der jungen Frau und ließ sie erschrocken herumfahren. Es war John Miller, der Besitzer der Farm.
»Ich hab da was für dich, es hat zwischen der Geschäftspost gesteckt«, sagte er grinsend, zog einen Brief aus der Tasche seiner Cargohose und überreichte ihn Kathy.
Er musterte die hübsche junge Frau nachdenklich. Selbst das derbe Arbeitsgewand und die nachlässig zu einem Pferdeschwanz zusammengebundenen blonden Locken konnten Kathys Anmut nicht verbergen. Dazu trugen auch die strahlenden blauen Augen bei, in denen so viel Lebensfreude schimmerte.
»Ich wusste gar nicht, dass du Kontakt zum europäischen Adel hast«, sagte er gedehnt.
Er deutete auf den Absender des Briefes, der das Emblem des Fürsten von Lüdershausen trug. Dann ging er kopfschüttelnd weiter.
Kathy drehte den Brief argwöhnisch in den Händen. Sie kannte das Fürstenhaus nicht und konnte sich nicht erklären, warum man ihr schrieb. Zögernd öffnete sie den Umschlag und zog das Schreiben heraus. Sie überflog die Zeilen und wurde blass. Fassungslos sank sie auf einen großen Stein nieder und schnappte nach Luft. Das war doch kaum möglich! Das musste ein Irrtum sein!
Ungläubig las Kathy abermals den Brief, den ihr der Sekretär des fremden Fürsten geschrieben hatte:
Sehr geehrte Frau Frey, wir setzen uns heute mit Ihnen im Auftrag von Albert von Lüdershausen in Verbindung, nachdem es uns endlich gelungen ist, Ihre Adresse ausfindig zu machen. Wir hoffen, dass Ihre Mutter, Sophie Langer, Sie bereits über die Art Ihrer Verwandtschaft zu der fürstlichen Familie aufgeklärt hat,. Ihr leiblicher Vater, der Fürst, wünscht, Sie endlich kennenzulernen. Es geht seiner Durchlaucht gesundheitlich nicht sehr gut, weshalb er Sie um einen baldigen Besuch bittet. Selbstverständlich werden alle Kosten dieser Reise von unserem Haus übernommen. Anbei finden Sie einen Scheck, der Ihre ersten Ausgaben decken wird. Wir hoffen, dass Sie den inständigen Wunsch Ihres Vaters nicht ablehnen werden und wir Sie schon bald auf Schloss Lüdershausen am Bodensee begrüßen dürfen.
Es folgte eine Ortsbeschreibung, die Kathy aber nicht mehr wahrnahm, so sehr verschwammen die Buchstaben vor ihren Augen.
Sie schüttelte benommen den Kopf. Dieser fremde Fürst sollte ihr Vater sein? Aber Tim Frey war doch ihr geliebter Daddy! Er hatte sie als Baby in den Armen gehalten und als Heranwachsende durchs Leben geleitet, hatte mit ihr gelacht und sie getröstet, wenn sie traurig war. Seit ihre deutsche Mutter bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war, kaum dass Kathy siebzehn Jahre alt gewesen war, war er ihr einziger Halt.
Und nun sollte alles eine große Lüge sein? Tim war nicht ihr leiblicher Vater? Kathys Herz klopfte bis zum Hals. War es denn möglich, dass ihre Mutter und dieser fremde Fürst …?
Sophie hatte nur wenig über ihre Heimat erzählt. Sie war im Waisenhaus aufgewachsen, weshalb es auch keinen Kontakt zu irgendwelchen deutschen Verwandten gab. Kathy wusste nur, dass Tim Frey in Deutschland als Soldat stationiert gewesen war und Sophie ihm aus Liebe nach Amerika gefolgt war. Das Glück des jungen Paares war vollkommen gewesen, als Kathy das Licht der Welt erblickt hatte.
Wenn nun aber doch der Fürst ihr Vater war? Kathy schwirrte der Kopf. Sie hatte sich schon oft darüber gewundert, dass sie so wenig Ähnlichkeit mit dem dunkelhaarigen Tim hatte. Von ihrer Mutter hatte sie das schmale Gesicht mit den hohen Wangenknochen und die grazile Figur geerbt. Aber auch Sophie war brünett und ein dunkler Typ gewesen.
Woher also kamen ihre auffälligen blauen Augen und das helle Haar? Sie musste Gewissheit haben.
***
Die Sonne versank bereits über den Hügeln. Trotzdem setzte sich Kathy in ihren Wagen und fuhr in das knapp zwei Stunden entfernte San Francisco, wo Tim lebte.
Ihr Herz klopfte heftig gegen die Rippen. Sie konnte sich überhaupt nicht vorstellen, die Tochter eines Fürsten und womöglich eine Prinzessin zu sein. Sie hatte nicht die geringste Ahnung vom europäischen Hochadel.
Tim wohnte in einem Holzhaus etwas außerhalb der Großstadt. Nach Sophies Tod hatte er es in New York nicht mehr ausgehalten und war mit seiner Tochter über einige Umwege nach San Francisco gekommen. Dort arbeitete er nun als Koch in einem Hotel, während sich Kathy nach ihrem Studium auf den Obstanbau spezialisiert hatte.
Die junge Agraringenieurin runzelte die Stirn. Hatte Tim seine Heimatstadt damals gar nicht aus Trauer um die geliebte Frau verlassen? War er etwa geflohen? Hatte er befürchtet, die Wahrheit um seine Tochter würde ans Licht kommen und man würde sie voneinander trennen? Aber in der Geburtsurkunde stand Tim als ihr Vater.
Benommen schüttelte Kathy den Kopf. Sie fühlte sich, als habe man ihr den Boden unter den Füßen weggezogen. Ihre heile Welt schien aus den Fugen zu geraten. Sie stoppte den Wagen, stieg aus und betrachtete versonnen das weiß gestrichene Holzhaus mit den blauen Fensterläden.
Da flog die Tür auf, und Tim trat heraus.
»Kathy, wo kommst du denn so plötzlich her?« Verwirrt runzelte er die Stirn. »Ist was passiert, oder hast du einfach nur Sehnsucht nach deinem alten Vater?«
Er grinste schief und streckte die Arme nach seiner Tochter aus.
Doch Kathy blieb wie angewurzelt stehen und musterte den großen Mann eindringlich. Wie gern hätte sie sich an seine breite Brust gekuschelt! Aber da war plötzlich etwas Fremdes zwischen ihnen.
»Bist du das … mein Vater?«, fragte sie rau.
Tim zuckte zusammen, und seine Miene verlor schlagartig ihre Fröhlichkeit. Er trat zur Seite.
»Komm herein, Kathy«, sagte er ernst. »Ich weiß nicht, warum du diese seltsame Frage stellst. Aber hier draußen sollten wir das nicht erörtern.«
Betroffen biss sich Kathy auf die Unterlippe. Sie hatte nicht erwartet, dass er so ruhig und überlegt reagieren würde. Wieder schlug ihr das Herz bis zum Hals. Schweigend folgte sie Tim ins Haus und ging ins Wohnzimmer, wo sie sich erschöpft auf die Couch fallen ließ.
Tim holte einen Krug mit eisgekühlter Limonade aus der Küche und goss zwei Gläser ein. Er reichte Kathy eines und setzte sich ihr gegenüber in einen Sessel.
»Und jetzt sagst du mir, woher deine plötzlichen Zweifel kommen«, forderte er sie leise auf.
Er trank einen Schluck Limonade und stellte das Glas ab. Seine Ruhe war jedoch nur aufgesetzt, wie das nervöse Flackern in seinen Augen verriet.
Wortlos gab ihm Kathy das fürstliche Schreiben, und jetzt erbleichte Tim. Er überflog die Zeilen, dann keuchte er auf.
»Niemals hätte ich es für möglich gehalten, dass Albert von Lüdershausen dich doch noch ausfindig macht!« Er schüttelte den Kopf. »Da habe ich alles getan, um unsere Spur zu verwischen, und nun …«
»Dann ist es also wahr, der Fürst ist mein Vater«, stellte Kathy nüchtern fest. Sie wunderte sich, wie ruhig sie plötzlich war. Das nervöse Ziehen in ihrem Magen hatte aufgehört. Ihr Blick bohrte sich in die Augen ihres Daddys. »Warum hast du mir nie etwas davon gesagt?«
»Weil deine Mutter es nicht gewollt hat«, antwortete Tim seufzend. »Sie wollte mit dieser adeligen Familie nichts mehr zu tun haben und mit allen Mitteln verhindern, dass der Fürst jemals Anspruch auf dich erheben kann – was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, wie schändlich die alte Fürstin sie abserviert hat, als ihr Verhältnis mit Albert von Lüdershausen ans Licht gekommen ist.«
»Wusste der Fürst von meiner Existenz?«, forschte Kathy argwöhnisch nach.
Tim knetete unruhig seine Hände.
»Er weiß es erst seit deinem siebzehnten Lebensjahr«, gestand er heiser. »Deine Mutter musste damals der Fürstin versprechen, die ›Schande‹ zu verschweigen. Unter keinen Umständen durfte die Welt von dem Fehltritt ihres Sohnes erfahren, der kurz davor stand, als neuer Fürst das Erbe seines kürzlich verstorbenen Vaters anzutreten. Im Gegenzug hat sich Leonora von Lüdershausen bereit erklärt, finanziell für dich zu sorgen.«
Er machte eine kurze Pause und rief sich das Geschehen in Erinnerung.
»Aber irgendwie hat die Fürstin dann wohl doch das schlechte Gewissen geplagt, und sie hat ihrem Sohn auf dem Totenbett ihre Intrige gestanden«, fuhr er dann fort. »Daraufhin hat Albert einen Detektiv mit der Suche nach Sophie und ihrem Kind beauftragt.«
Wieder zog er scharf die Luft ein, und man merkte ihm an, wie schwer es ihm fiel, die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen.
»Als Sophie den Brief des Fürsten erhalten hat, in dem er sie bat, seine Tochter kennenlernen zu dürfen, ist sie schier außer sich geraten. Um keinen Preis wollte sie, dass du erfährst, wer dein wahrer Vater ist.«
Tims Stimme schwankte, als er sich das Unheil ins...
| Erscheint lt. Verlag | 11.9.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Fürsten-Roman Sammelband | Fürsten-Roman Sammelband |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • adelsintrigen • adels-romane • Adelsromane • Adelsromane kindle • Anna-basener • Anthologie • Arztromane • Baccara • Bastei • bastei hefte • bastei heftromane • bastei romane • bastei romane hefte • Bestseller • Bianca • Box • Bundle • Collection • Cora • Courths • Der kleine Fürst • Deutsch • dieter adam • dr norden • Dr Stefan Frank • eBook • E-Book • eBooks • ebox • E-Box • e-bundle • eBundle • Ehe • Familiensaga • Fortsetzungsroman • Frauen • Frauenroman • Frauen romane • Frauenromane • für • für den strand • Für den Urlaub • für Frauen • Fürst • Fürstenkrone • Glück • Großband • Großdruck • große-schrift • Happy End • Happy-End • Hedwig • Hedwig Courths Mahler • Heftchen • Heftroman • heftromane bastei • Heimat • High-Society • Historical • Hochzeit • Julia • Kindle • leni-behrendt • Liebe • Liebes-Geschichten • Liebesroman • Liebesromane • liebesromane kindle • liebesromane kindle deutsch • liebesromane kindle deutsch millionär • liebesromane kindle deutsch romantisch • Liebesroman Milliardär • liebesroman millionär • Liebesroman Reihe • liebesroman schicksal • liebesroman serie • Luxus • Mahler • Mann • martin-Kelter • Milliardär • Millionär • Mira • Modern • Paket • patricia-vandenberg • Prinz • Prinzessin • Reich • Reichtum • Reihe • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantik deutsch • romantisch • Romanze • Sammelband • sammelband ebook deutsch • sammelband ebooks • sammelband liebe • sammelband liebesromane • sammelband liebesromane deutsch • sammelband liebesromane deutsch kindle • Sammlung • Schicksalsroman • schicksals-romane • schicksalsromane • Schön • Serie • Sexy • spannend • Staffel • Tiffany • Urlaub • Verlag |
| ISBN-10 | 3-7325-7051-7 / 3732570517 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-7051-5 / 9783732570515 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich