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Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelband 4 - Krimi-Serie (eBook)

Folgen 10-12

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Aufl. 2018
240 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7028-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelband 4 - Krimi-Serie - Jerry Cotton
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Sammelband 4: Drei actiongeladene Fälle und über 250 Seiten Spannung zum Sparpreis!

G-Man Jerry Cotton hat dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt! Von New York aus jagt der sympathische FBI-Agent Gangster und das organisierte Verbrechen, und schreckt dabei vor nichts zurück!

Damit ist er überaus erfolgreich: Mit über 3000 gelösten Fällen und einer Gesamtauflage von über 850 Millionen Exemplaren zählt er unbestritten zu den erfolgreichsten und bekanntesten internationalen Krimihelden überhaupt! Und er hat noch längst nicht vor, in Rente zu gehen!

Die Jerry Cotton Sonder-Edition ist der echte Klassiker. Sie bietet dem Leser die Romane aus der Frühzeit der Serie und schickt ihn auf Zeitreise in die frühen 60er Jahre bis in das neue Jahrtausend.

In diesem Sammelband sind 3 Krimis um den 'besten Mann beim FBI' enthalten:

10: Tote sterben später

11: Der letzte Vorhang fällt

12: Der Tod an Bord

Jerry Cotton ist Kult - und das nicht nur wegen seines roten Jaguars E-Type.

Jetzt herunterladen und garantiert nicht langweilen!

3

Ich fuhr langsam durch die 18th Street, Phil zählte die Hausnummern. »Hier ist es!«, sagte er.

Zwei Blocks weiter fand ich eine Parklücke. Wir stellten den Wagen ab, stiegen aus und gingen zurück.

Nummer 1012 war ein schmalbrüstiges Haus, in dessen Erdgeschoss zwei kleine Geschäfte untergebracht waren, links ein Süßwarenladen, rechts die Annahmestelle für eine chinesische Wäscherei.

Mein Blick fiel auf die Glastür des Süßwarengeschäfts. In weißen Buchstaben stand darauf der Name der Inhaberin: Laueren Hester.

Wir betraten den Laden. Die Frau hinter der Theke schien Laueren Hester zu sein. Sie war keine Schönheit, wirkte aber sehr sympathisch, war dezent zurechtgemacht und lächelte auf eine gewinnende Weise.

»Guten Tag«, sagte sie. »Womit kann ich dienen?«

»Wir möchten Sie um einige Auskünfte bitten, die Lester Beek betreffen«, sagte ich und zeigte ihr meinen Ausweis.

»Bitte«, sagte sie leise.

»Wir haben bei der Wohnungsgesellschaft erfahren, dass Sie für Mister Beek Ihre Adresse hinterlassen haben. Hat er sich nicht mehr bei Ihnen gemeldet?«

»O doch«, antwortete sie. »Ich sah ihn noch sehr häufig.«

Sie lächelte verlegen. »Ich muss es Ihnen erklären. Lester und ich waren verabredet für einen bestimmten Tag, aber er kam nicht, und ich konnte ihn auch telefonisch nicht erreichen. Darum ging ich zu der Gesellschaft und erfuhr, dass er seine Wohnung gewechselt hatte. Ich war überrascht und enttäuscht und hinterließ meine Adresse. Es war ganz unnötig, denn Lester meldete sich am nächsten Tag. Er hatte nur ein anderes Apartment gesucht. Danach sahen wir uns bis zu seiner Abreise jeden Tag.«

»Wohin reiste Beek?«

»Er hatte irgendwelche Geschäfte in Südamerika abzuwickeln. Ich bekam einige Briefe von ihm aus Tampico, Veracruz und noch einigen Orten.«

»Können wir die Briefe sehen?«

Sie zog die Augenbrauen hoch. »Es sind sehr private Briefe.«

»Sie waren mit Beek befreundet?«

»Wir verlobten uns vor seiner Abreise.« Sie hielt mir die Hand hin. Am Ringfinger glänzte ein schmaler Goldreif.

Sie errötete und senkte den Kopf. »Als wir uns einig geworden waren, wollte er nur noch einmal hinunterfahren, um das Geschäft aufzulösen. Er hoffte, 20.000 Dollar zu erzielten. Wir wollten heiraten und mein Geschäft vergrößern.«

»Vielen Dank für die Auskünfte, Miss Hester«, sagte ich.

Phil und ich verließen den Laden.

»Damit hätten wir die Erklärung, warum er über Bord gehen musste«, sagte Phil. »Er wollte aussteigen.«

Ich schob mir eine Zigarette zwischen die Lippen.

»Wir werden noch herausfinden, was für finstere Dinge auf der Savannah getrieben werden.«

***

Der Mann, der mir im Stickless Inn gegenübersaß, hieß Chess Morgan und war ein kleiner Racketgangster aus der Bowery. Morgan rauchte eine dicke Zigarre.

»Sprechen wir über Beek! Du warst dabei, als er eine ganze Horde in den Tossi Nightclub einlud.«

»Ich habe genug von Beek«, brummte Morgan. »Alle Welt will über Lester Beek reden.«

»Wieso alle Welt?«

»Na ja, du …« Der Rest des Satzes ging in ein undeutliches Gemurmel über.

»Ich will alles wissen, was Beek sagte. Er kam um acht Uhr abends hier herein. Ihr habt bis etwa zehn Uhr an der Theke herumgestanden, und dann fuhrt ihr zum Tossi Club. Ihr bliebt in dem Laden bis fünf Uhr morgens. Ich will jedes Wort wissen, das während dieser Zeit gesprochen wurde.«

»Ich kann dir höchstens bis ein Uhr nachts Auskunft geben!«

»Du warst bis fünf Uhr mit Beek zusammen.«

»Stimmt, aber von ein Uhr an war ich blau!« Morgan grinste.

Ich seufzte, gab aber nicht auf. Und nach einer halben Stunde waren wir endlich an dem Punkt angelangt, an dem Beek von Südamerika zu erzählen begonnen hatte.

»Los, Chess! Er sagte also, in Südamerika seien Bombengeschäfte zu machen. Wiederhole seinen Satz möglichst wörtlich!«

Morgan dachte nach. »’In Südamerika sind Bombengeschäfte zu machen, wenn du die richtige Ware hast.’ Das sagte er.«

»Fragte ihn niemand, was die richtige Ware sei?«

Er schüttelte den Kopf.

»Mir fällt nichts dergleichen ein. Halt! Irgendwer sagte, er pfeife auf alle Geschäfte mit dem Süden. Die Jungs dort unten verfügten nicht über genug Dollars, und mit ihren Papierlappen lasse sich in den Staaten so gut wie nichts anfangen.« Stolz setzte Morgan hinzu: »Ich meine, ich selbst hätte es gesagt.«

»Was antwortete Beek?«

»Er widersprach. Er faselte davon, es gebe Ware da unten, die sich im Norden mühelos verkaufen lasse. Auf diese Weise könne man doppelt verdienen. Einmal an dem Zeug, das man hinschafft, und noch einmal an dem Kram, den man zurückbringt.«

»Und keiner von euch hat ihn gefragt, was er hin- und hertransportiert?«

Bevor Morgan antworten konnte, wurde die Tür der Kneipe aufgestoßen. Laut grölend torkelte ein Mann herein. Es war Fred MacCall, und natürlich war er betrunken.

»Ich bin groß in Fahrt!«, schrie er.

Stickless, der Wirt, schoss bösartig wie ein Keiler hinter seiner Theke hervor. Im Handumdrehen zappelte MacCall in seinen mächtigen Pranken.

»Halt den Mund!«, zischte Stickless. »Und raus mit dir!«

MacCall jammerte: »Lass mich doch bleiben, Stick! Ich habe Geld. Ich kann einen Drink bezahlen. Lass mich bleiben! Draußen ist es verteufelt kalt. Ich bin auch ganz still, wirklich, Stick!«

»Mein Laden ist kein Obdachlosenasyl«, knurrte der Wirt.

»Stickless, lass ihn los!«, sagte ich.

Der Wirt drehte mir seinen schweren Schädel zu.

»Ich kann einen Betrunkenen auf die Straße setzen, wenn’s mir passt. Oder?«

»Mir macht es keinen Spaß, dabei zuzusehen.«

Stickless überlegte, ob er sich widersetzen solle. Dann schien es ihm geraten, nicht unnötig den Zorn eines FBI-Beamten auf sein Haupt zu laden.

Er schleifte MacCall zu einem Ecktisch, stieß ihn auf eine Bank und fauchte ihn an: »Hier bleibst du sitzen! Keinen Laut gibst du von dir!«

Wie ein Panzerwagen rollte er hinter seine Theke zurück. MacCall hockte mit hängendem Kopf auf der Bank.

»Machen wir weiter!«, sagte ich zu Morgan. »Beek sprach also von einer Ware, die in Südamerika beschafft und in den Staaten verkauft werden kann.«

Chess Morgan strapazierte weiter sein Gedächtnis.

Ungefähr eine halbe Stunde später sah ich bei einem zufälligen Seitenblick, dass MacCall den Kopf gehoben hatte. Er starrte zu mir herüber, hob seine Hand und winkte.

»Hallo, G-Man!«

Dann stützte er beide Fäuste auf die Tischplatte, stemmte sich hoch und segelte auf meinen Tisch zu. Stickless beobachtete ihn von der Theke aus mit bösem Gesicht.

MacCall ging bei mir vor Anker.

»Hallo, G-Man!«, wiederholte er. »Du spendierst mir einen Drink! Du bist mein Freund!«

»Hau ab!«, sagte ich.

»Du solltest netter zu mir sein, G-Man«, jammerte er weinerlich. »Schließlich habe ich dir dazu verholfen, Beeks Freundin zu finden. Ein ganz niedliches Girl, nicht wahr? Und ’nen hübschen Laden hat sie, he? Nicht gerade mein Fall! Ein Brandy-Geschäft wäre mir lieber. Na, zur Not gibt’s ja auch Pralinen mit Cognacfüllung.« Er kicherte.

Ich war vom Stuhl hochgefahren. »Woher weißt du das?«

»Ich … ich«, keuchte er, »ich habe mich in dem Haus erkundigt, in dem Beek wohnte. Ich habe euch doch die Adresse genannt.«

»Aber du kanntest ihren Namen nicht.«

»Jetzt kenne ich ihn. Laureen Hester. Stimmt doch?«

»Warum hast du dich dafür interessiert?«

»Mir fiel die Sache vor zwei Tagen ein«, sagte er. »Ich war bis auf einen Nickel abgebrannt, buchstäblich bis auf einen Nickel. Ich musste auf irgendeine Weise an ein paar Dollars kommen. Ich war schon halbverrückt vor Durst. Ich dachte, wenn es mir gelänge, Beek aufzutreiben, dann könnte ich ihn noch einmal anpumpen. Ich rief die Gesellschaft an, der das Haus in der 64th Street gehört, und fragte, ob sie mir Beeks Adresse geben könnten. Das konnten sie nicht, aber das Mädchen am Telefon sagte mir, ich solle mich an Miss Laureen Hester wenden. Die Adresse sei auf der Karteikarte vermerkt.«

»Du gingst zu ihr hin?«

»Vorgestern! Ich dachte, ich könnte ihr ein paar Dollars entlocken, wenn ich ihr Grüße von Lester ausrichtete, aber sie schnitt mir das Wort ab, sagte, dass Lester tot sei, und wenn ich nicht sofort verschwände, würde sie die Polizei rufen. Sie warf mich hinaus, ohne einen Cent rauszurücken.«

Ich setzte mich wieder.

»Lass deine Finger von allem, was mit Beek zu tun hat!«, warnte ich.

»Du hast mir zwei Dollar gegeben. Beeks Freundin gab mir zwar nichts, und trotzdem verdiente ich an ihr 20 Dollar! 20 Dollar, G-Man!«

»Wie hast du an Laureen Hester 20 Dollar verdient?«

»Ein Mann kam heute Mittag zu mir, legte 20 Dollar auf den Tisch und sagte: ‚Lester Beek hat ’ne Freundin. Kennst du ihren Namen und die Adresse?’«

»Wie sah er aus?«

»Ein großer, schwerer Kerl mit einen Teiggesicht.« Die Antwort kam von Chess Morgan.

Ich sah ihn an. »Woher weißt du das?«

»Der Kerl fragt schon länger als eine Woche nach Beek und seiner Freundin herum.«

Mit wenigen Schritten war ich an der Theke....

Erscheint lt. Verlag 4.9.2018
Reihe/Serie Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelbände
Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelbände
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer • alfred-bekker • Anthologie • Bastei • Bestseller • Box • Bundle • Collection • Deutsch • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • e-bundle • eBundle • erste-fälle • Fall • gman • G-Man • Großband • Hamburg • Horst-Bosetzky • international • Kindle • Krimi • Krimiautoren • Kriminalgeschichten • Kriminalroman • Krimis • krimis&thriller • letzte fälle • martin-barkawitz • morland • nick-carter • Paket • Polizeiroman • Reihe • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • schwerste-fälle • Serie • Soko-Hamburg • spannend • spannende Krimis • Spannungsroman • Staffel • stefan-wollschläger • Tatort • Terror • thomas-herzberg • Thriller • uksak • Urlaub • Wegner
ISBN-10 3-7325-7028-2 / 3732570282
ISBN-13 978-3-7325-7028-7 / 9783732570287
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