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Jerry Cotton Sammelband 3 (eBook)

5 Romane in einem Band

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Aufl. 2018
320 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7013-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Jerry Cotton Sammelband 3 - Jerry Cotton
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Sammelband 3: Fünf actiongeladene Fälle und über 300 Seiten Spannung zum Sparpreis!

G-Man Jerry Cotton hat dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt! Von New York aus jagt der sympathische FBI-Agent Gangster und das organisierte Verbrechen, und schreckt dabei vor nichts zurück!

Damit ist er überaus erfolgreich: Mit über 3000 gelösten Fällen und einer Gesamtauflage von über 850 Millionen Exemplaren zählt er unbestritten zu den erfolgreichsten und bekanntesten internationalen Krimihelden überhaupt! Und er hat noch längst nicht vor, in Rente zu gehen!

In diesem Sammelband sind 5 Krimis um den 'besten Mann beim FBI' enthalten:

2790: Der Wall Street Anschlag

2791: In Brooklyn tickt die Killeruhr

2792: Randalls Rudel

2793: Blood Song

2794: Kill, Baby, Kill

Jerry Cotton ist Kult - und das nicht nur wegen seines roten Jaguars E-Type.

Jetzt herunterladen und garantiert nicht langweilen!

Ich hatte den Telefon-Lautsprecher eingeschaltet. Daher bekam mein Freund Phil Decker jedes Wort mit. Wir saßen uns in unserem Office im 23. Stockwerk des FBI-Gebäudes an der Federal Plaza von Manhattan gegenüber.

Phil schlug seinen Schreibblock auf und machte sich bereits fleißig Notizen. Inzwischen redete ich weiterhin mit Beecher. Ich versuchte, so viel wie möglich von ihm zu erfahren.

Männer wie Beecher werden in der Unterwelt »Ratten« genannt. Kein Polizeispitzel macht sich bei Verbrechern beliebt. Wenn herauskommt, dass er für FBI oder NYPD arbeitet, kann er sein Testament machen.

»Woher haben Sie diese Information, Beecher?«

»Das werde ich Ihnen nicht sagen, Cotton. Sie sind der FBI-Agent, und ich bin Ihr Informant, schon vergessen? Wenn Sie meine Quellen hätten, dann würden Sie mich doch gar nicht benötigen. Glauben Sie, ich mache mich selbst arbeitslos?«

»Das FBI kann aber nicht aufgrund eines wilden Gerüchts tätig werden.«

Als Beecher antwortete, klang er beinahe gekränkt. Falls es Spitzel mit Berufsehre gibt, dann gehört Beecher ganz gewiss zu dieser Sorte.

»Wildes Gerücht, Cotton? Wir kennen uns jetzt seit sieben Jahren. Sie wissen genau, dass ich mich nicht wegen jedem Blödsinn bei Ihnen melde. Wenn ich Sie anrufe, sind meine Informationen stets Gold wert. Wer wusste damals, wo sich der gemeingefährliche Bruder von Ho Long verkrochen hat? Wer konnte Ihnen den Messerstecher beschreiben, der Ihrer Kollegin June Clark ans Leben wollte? Wer wusste, mit was für einem Fluchtwagen sich die Arnoldo-Brüder abgesetzt hatten, hm?«

Beecher hatte recht. Von diesem V-Mann war noch niemals ein wertloser Tipp gekommen. Während einige seiner Kollegen offenbar jedes Mal beim FBI anriefen, wenn sie Langeweile hatten, bot uns Beecher stets etwas Brauchbares.

»Seien Sie nicht sauer, Beecher. Sie wissen, dass ich Sie das fragen muss. Also kann ich davon ausgehen, dass in der Unterwelt dieser Mordaufruf inzwischen bekannt ist?«

»Allerdings, Cotton. Die Killeruhr tickt bereits seit heute Morgen um sechs Uhr. Ich habe Sie sofort angerufen, als ich davon erfahren habe. Das war vor zehn Minuten.«

Ich schaute auf meine Armbanduhr. Es war inzwischen viertel nach neun. Jane Greenwood konnte bereits tot sein. Ich kannte eine Menge Ganoven, die für weit weniger als 100.000 Dollar gemordet hätten.

»Wissen Sie, ob diese Jane Greenwood in New York City lebt?«

»Keine Ahnung, Cotton. Ich habe mich nicht mit langen Recherchen aufgehalten, sondern sofort den Mann meines Vertrauens beim FBI alarmiert – nämlich Sie. Aber ich gehe davon aus, dass diese Lady im Big Apple lebt. Warum sollte Paul Russell in New York eine Killeruhr für ein Opfer am anderen Ende des Landes in Gang setzen?«

»Richtig. Aber Jane Greenwood ist kein besonders seltener Name. Auch der zukünftige Killer muss doch wissen, wo er sein Opfer finden kann. Wie soll er sonst sein Blutgeld verdienen?«

»Verflucht, daran habe ich nicht gedacht, Cotton. – Wissen Sie was? Ich kriege das für Sie raus, okay? Dann ist aber eine Extraprämie für mich fällig.«

Und bevor ich etwas erwidern konnte, beendete der Informant das Gespräch. Die Blicke von Phil und mir trafen sich.

»Kenny Boy braucht wieder Geld«, meinte mein Partner trocken.

»Sicher, aber Ken Beecher hat uns noch nie hereingelegt. Das weißt du so gut wie ich.«

»Stimmt, Jerry. Aber es gibt diesmal einen entscheidenden Unterschied. Früher konnte der Spitzel stets Angaben zu bereits begangenen Verbrechen machen. Da war er zuverlässig. Aber diesmal will er uns vagen Unterwelt-Tratsch verkaufen. So hörte sich das jedenfalls für mich an.«

Ich war in diesem Fall nicht so misstrauisch wie Phil. Ein FBI-Informant hat nichts anderes als seinen guten Ruf, den er wahren muss. Wer uns ständig mit falschen Informationen füttern will, wird irgendwann nicht mehr ernst genommen.

Mein Computer war bereits hochgefahren. Ich aktivierte die Online-Version des Telefonbuchs von New York City. Der Name Jane Greenwood tauchte sehr oft auf. Es würde lange dauern, diese Frauen ausnahmslos zu überprüfen – zu lange. Sollten wir bei jeder von ihr checken, warum ein gewisser Paul Russell ihr den Tod wünschte? Das war nicht zu leisten. Das Warten machte mich nervös. Ich schaute auf die Uhr, es war bereits 9.33 Uhr. Beecher hatte nicht gesagt, wann er noch einmal anrufen wollte.

Auch Phil machte sich an seinem PC zu schaffen.

»Paul Russell ist auf jeden Fall im System«, verkündete Phil. »Laut NCIC-Datenbank steht er momentan sogar auf der Fahndungsliste. Verdacht auf Kidnapping und räuberische Erpressung. Russell ist seit drei Wochen flüchtig, hat ein paar Vorstrafen wegen versuchtem Totschlag und anderen Gewaltdelikten. Diesem Paul Russell könnte man es zutrauen, eine Killeruhr ticken zu lassen. Das will ich gerne zugeben.«

»Wobei sich die Frage stellt, woher er die hunderttausend Dollar hat«, murmelte ich. Normalerweise werde ich nicht schnell unruhig, sonst hätte ich in meinem Job nichts verloren. Aber wenn ich mir vorstellte, dass in diesem Augenblick eine Frau ermordet wurde, ohne dass wir sie beschützen konnten … Am liebsten hätte ich alle Jane Greenwoods von New York angerufen, um sie zu warnen. Wie lange das wohl dauern würde?

Endlich klingelte mein Telefon erneut. Ich griff nach dem Hörer.

»Cotton.«

»Hier spricht Ken Beecher. Ich konnte noch einiges herausfinden. Diese Jane Greenwood lebt in Brooklyn, genauer gesagt 777 Montague Street. Brooklyn Heights, also nicht die schlechteste Gegend von New York. Allerdings weiß ich immer noch nicht, warum dieser Paul Russell ihr ans Leder will.«

»Russell steht auf unserer Fahndungsliste. Er ist wegen verschiedener Delikte vorbestraft. Sie können uns nicht zufällig sagen, wo er sich aufhält?«

»Da muss ich leider passen, Cotton. Die Belohnung dafür würde ich gern kassieren, glauben Sie mir. Ich kann das Geld dringend gebrauchen. Sonst würde ich wohl nicht das Risiko eingehen, Sie auf dem Laufenden zu halten. Aber das ist alles, was ich im Moment sagen kann. Falls ich noch mehr erfahre, rufe ich Sie sofort an.«

Der Informant hatte auch meine Handynummer. Ich schaute auf die Uhr, während ich das Telefonat beendete. Viertel vor zehn.

»Lass uns zu dieser Jane Greenwood fahren«, schlug Phil vor. Das hätte ich wirklich gern getan, aber ich schüttelte den Kopf.

»Das kostet zu viel Zeit. Wir wissen nicht, ob schon ein Killer in ihrer Nähe ist. Die Cops sind schneller vor Ort als wir. Sie sollen die Frau abschirmen und auf uns warten.«

Ich alarmierte das zuständige Revier in Brooklyn Heights. Der Desk Sergeant versprach, sofort ein Patrolcar zu der angegebenen Adresse zu schicken.

»Bleiben Sie in der Leitung, Agent Cotton. Ich habe ein Fahrzeug angefunkt, das gerade die Montague Street hinunterfährt. Die Kollegen machen Meldung, sobald sie die Lady angetroffen haben.«

Ein Rauschen und Knacken ertönte. Die folgenden zwei Minuten kamen mir länger vor als zwei Stunden. Aber dann ertönte die tiefe wohltönende Stimme des Desk Sergeant erneut.

»Alles okay, Agent Cotton. Miss Greenwood fehlt nichts, wie ich höre. Meine Leute bleiben dort, bis Sie eintreffen.«

Ich bedankte mich. Vorerst war ich beruhigt. Doch bevor wir uns dem Fall widmen konnten, mussten wir uns mit unserem Vorgesetzten abstimmen. FBI-Arbeit ist Teamarbeit. Möglicherweise waren andere Kollegen bereits diesem Paul Russell auf der Spur, das musste geklärt werden.

***

Zum Glück hatte Mr High sofort für uns Zeit. Phil und ich nahmen in den Besucherstühlen vor seinem penibel aufgeräumten Schreibtisch Platz. Der Assistant Director schaute mich fragend an. Ich kam sofort zur Sache und schilderte die wenigen Fakten, die uns bereits bekannt waren.

»Und dieser Beecher wird von Ihnen als zuverlässig eingeschätzt, Jerry?«

»Unbedingt, Sir. Er hat das FBI bisher noch nie enttäuscht.«

»Wenn das potenzielle Opfer wirklich bis heute um Mitternacht ermordet werden soll, dann hat dieser Fall natürlich absoluten Vorrang. Stellen Sie Ihre übrigen Ermittlungen zurück, die können bis morgen warten. Konzentrieren Sie sich bitte heute ausschließlich auf den Schutz von Jane Greenwood und die Verhaftung von Paul Russell.«

»Der Ganove ist bereits seit drei Wochen auf der Fahndungsliste«, warf Phil ein. »Ich frage mich, warum er aus dem Untergrund heraus ausgerechnet heute dieses Kopfgeld auf Jane Greenwood aussetzt. Vielleicht soll morgen etwas geschehen, was er verhindern will.«

»Gerade weil FBI und NYPD mit Hochdruck nach ihm suchen, wird er sich der Frau nicht persönlich nähern können«, stellte Mr High fest. »Es ist ihm offenbar gleichgültig, wer das Opfer umbringt. Für ihn zählt nur ihr Tod. Finden Sie heraus, warum Paul Russell Jane Greenwood beseitigen will. Bisher haben Joe Brandenburg und Les Bedell nach ihm gesucht. Schließen Sie sich mit den Kollegen kurz.«

»Ja, Sir.«

Es war kurz vor zehn Uhr, als wir das Chefbüro bereits wieder verließen. Noch nicht einmal für eine Tasse von Helens köstlichem Kaffee war Zeit gewesen. Aber wie konnten wir an Kaffee denken, wenn gleichzeitig auf ein wehrloses Opfer ein Kopfgeld ausgesetzt war?

Phil und ich fuhren hinunter in die Tiefgarage und warfen uns in meinen roten Jaguar-E-Hybriden. Ich startete die mächtige 510-PS-Vipermaschine. Zum Glück war auf den Straßen Manhattans die schlimmste morgendliche Rushhour bereits abgeklungen....

Erscheint lt. Verlag 4.9.2018
Reihe/Serie Jerry Cotton Sammelbände
Jerry Cotton Sammelbände
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Krimi / Thriller
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer • alfred-bekker • Anthologie • Bastei • Bestseller • Box • Bundle • Collection • Deutsch • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • e-bundle • eBundle • erste-fälle • Fall • gman • G-Man • Großband • Hamburg • Horst-Bosetzky • international • Kindle • Krimi • Krimiautoren • Kriminalgeschichten • Kriminalroman • Krimis • krimis&thriller • letzte fälle • martin-barkawitz • morland • nick-carter • Paket • Polizeiroman • Reihe • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • schwerste-fälle • Serie • Soko-Hamburg • spannend • spannende Krimis • Spannungsroman • Staffel • stefan-wollschläger • Tatort • Terror • thomas-herzberg • Thriller • uksak • Urlaub • Wegner
ISBN-10 3-7325-7013-4 / 3732570134
ISBN-13 978-3-7325-7013-3 / 9783732570133
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