Heiße Rache – feurige Küsse (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1041-5 (ISBN)
Die bitteren Tränen nach einem Streit mit ihrem Vater sind schuld - Sophie fährt einen teuren Sportwagen an! Aber es kommt noch viel schlimmer: Der Besitzer ist der sexy Millionär Matias Rivero, der sie glatt erpresst. Entweder sie bezahlt den Schaden sofort. Was unmöglich ist, denn sie hat praktisch kein Geld! Oder ihr Cateringservice versorgt die Gäste auf einer exklusiven Party, die der berühmt-berüchtigte Unternehmer bald veranstaltet. Dabei verrät Matias' kaltes Lächeln, dass das noch lange nicht alles ist, was er von ihr verlangt ...
<p>Cathy Willams glaubt fest daran, dass man praktisch alles erreichen kann, wenn man nur lang und hart genug dafür arbeitet. Sie selbst ist das beste Beispiel: Bevor sie vor elf Jahren ihre erste Romance schrieb, wusste sie nur wenig über deren Inhalte und fast nichts über die verschiedenen Schreibtechniken. Aber sie hatte es sich nun mal fest vorgenommen, Autorin zu werden, und so lernte, las und schrieb sie, bis ihr erstes Manuskript angenommen wurde. Allen denjenigen, die ebenfalls von einer Karriere als Autorin träumen, kann sie deshalb nur nahe legen, den ersten Schritt zu machen und nicht zu schnell aufzugeben!</p><p>Zusammen mit ihrem Ehemann und den drei Töchtern Charlotte, Olivia und Emma lebt sie im englischen Warwickshire. Viele ihrer Romances spielen ebenfalls in einer typisch englischen Umgebung, aber manche auch an dem Ort, wo Cathy Williams geboren wurde: der sonnigen Tropeninsel Trinidad. Ihr großer Freundeskreis sorgt dafür, dass ihr stets eine interessante Handlung einfällt. Das Wichtigstes für ihre Handlung ist jedoch ihre eigener Glaube daran, dass wir alle auf der Suche nach der großen, wahren Liebe sind.</p>
1. KAPITEL
„Er hat eine Tochter!“
Überrascht blickte Matias Rivero von seinem Schreibtisch auf. Sein Freund Art Delgado hielt ihm zur Bekräftigung ein Foto auf seinem Smartphone entgegen.
Matias und Art waren beide zweiunddreißig Jahre alt. Äußerlich gaben der große, muskulöse und gut aussehende Matias und der kleine, etwas nüchtern wirkende Brillenträger Art ein ziemlich ungleiches Paar ab. Dennoch verband sie schon seit der Schulzeit eine enge Freundschaft miteinander. Mittlerweile hatte Matias ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, und Art war zu seinem engsten Mitarbeiter geworden.
Matias bedeutete Art, sich zu setzen, und lehnte sich über den Schreibtisch, um ihm das Telefon aus der Hand zu nehmen. Die drei Bilder, die Art aufgenommen hatte, zeigten eine kleine, unscheinbare Frau vor Carneys Villa. Sie stieg in ein Auto, das aussah, als würde es jeden Moment den Geist aufgeben.
Unwillkürlich fragte sich Matias, warum sie keinen Wagen fuhr, der besser zu ihr passte, da doch für ihren Vater das soziale Image seit jeher im Vordergrund stand. Aber noch brennender interessierte ihn eine andere Frage.
„Wie kann es sein, dass ich erst jetzt von dieser Frau erfahre?“, knurrte er, als er Art das Handy zurückgab und sich in den Bürostuhl zurücklehnte. „Und wieso bist du dir überhaupt so sicher, dass sie wirklich seine Tochter ist?“
Um sie herum herrschte Stille. Die anderen Angestellten hatten sich längst von der sommerlichen Hitze in den Feierabend locken lassen. Kein dringendes Tagesgeschäft erforderte jetzt Matias’ Aufmerksamkeit, auch seine letzte Affäre hatte er schon vor einigen Wochen abserviert. So konnte er sich voll und ganz auf diese neueste Entwicklung seiner Rachepläne konzentrieren.
„Sie hat es mir selbst erzählt“, erklärte Art, wobei er besorgt die Nickelbrille zurechtrückte.
Nachdenklich trat Matias an das große Panoramafenster seines Büros und blickte aus schwindelnder Höhe auf die betriebsamen Londoner Straßen hinab.
„Wie meinst du das? Woher kommt plötzlich diese Tochter? Soviel ich weiß, war Carney zwar verheiratet, aber Kinder sind aus der Ehe nicht hervorgegangen.“
In Wahrheit hatte er sich für James Carneys Privatleben nie interessiert. Es war ihm immer nur darum gegangen, seinen Erzfeind und dessen Unternehmen zu ruinieren. Diese Firma, davon war Matias überzeugt, hätte Carney niemals gehören dürfen, denn ihr Erfolg beruhte auf einer Erfindung, die nicht Carney, sondern Matias’ Vater zuzuschreiben war.
Vergeltung war die treibende Kraft gewesen, die Matias einen Abschluss mit mehrfachen Auszeichnungen hatte machen lassen. Nach zwei Jahren als Investmentbanker hatte er genügend Geld und Kontakte zusammen gehabt, um sich selbstständig zu machen und war mithilfe von Firmenfusionen und der Übernahme maroder Unternehmen immer mächtiger geworden, je reicher seine Geschäfte ihn machten.
Währenddessen hatte Matias geduldig darauf gewartet, dass auch Carneys Unternehmen eines Tages angreifbar wurde. Und so war es schließlich gekommen. Jetzt musste er nur noch entscheiden, auf welche Weise er den Untergang seines Feindes herbeiführen wollte. Würde er Firmenanteile aufkaufen und damit den Markt überfluten, sodass es zu einem vorzeitigen Kurseinbruch käme? Oder sollte er warten, bis das Unternehmen derart marode war, dass er eine feindliche Übernahme einleiten konnte? In der Wahl lag die Qual.
Inzwischen hatte er sich schon so lange mit seiner Rache beschäftigt, dass er damit beinahe keine Eile mehr hatte. Doch vor drei Wochen war etwas passiert, das seinen Hass auf Carney erneut hell auflodern ließ. Seine Mutter war ins Krankenhaus gekommen, und als er ihr eine Tasche mit Wechselwäsche gepackt hatte, waren dabei Briefe aufgetaucht, die seinen Hass wieder angefacht hatten.
„Erzähl schon, Art“, setzte er nach, als er an seinen Schreibtisch zurückkehrte. Plötzlich fühlte er sich rastlos. Nach all den Jahren wollte er die Sache endlich ins Rollen bringen. „Du hast also mit ihr geredet? Wie hast du das angestellt?“
„Reiner Zufall“, gestand sein Freund. „Ich wollte gerade in Carneys Einfahrt einbiegen, als sie herausgeschossen kam. In der Kurve hat sie die Kontrolle über den Wagen verloren und ist mir ins Auto gefahren.“
„Wie? Sie hat mein Auto gerammt? Welches?“
„Den Maserati. Eine hässliche Delle, fürchte ich. Aber reg dich nicht auf: Das lässt sich alles regeln. Ihr eigener Wagen war leider mehr oder weniger ein Totalschaden.“
„Also gut, sie rammt mein Auto …“ Darauf würde er später noch zurückkommen. „Und dann steigt sie einfach aus und erzählt dir, wer sie ist?“
„Du glaubst mir nicht, aber so ähnlich war es tatsächlich. Sie war natürlich durcheinander nach dem Unfall. Ich habe sie gefragt, ob das Carneys Anwesen sei. Und sie antwortete, ja, sie hätte ihren Vater gerade besucht. Und dann meinte sie, dass er schlechte Laune hätte und ich an einem anderen Tag wiederkommen soll.“
Eine Weile schwieg Matias. Schließlich murmelte er: „Er hat also wirklich eine Tochter.“
„Und sie scheint sogar ausgesprochen nett zu sein, Matias.“
„So ein Quatsch! Carney ist ein mieser Dreckskerl. Wie sollte der etwas zeugen, das auch nur annähernd nett wäre?“
Beim Anblick von Arts Gesichtsausdruck wurde Matias jedoch weicher zumute. Sein Freund hatte sich einen Glauben an das Gute im Menschen bewahrt, der ihm selbst vollkommen abging. Sowohl Art als auch Matias stammten aus einfachen Verhältnissen, doch nur Matias hatte hautnah erfahren müssen, wie ein Verbrechen das eigene Leben bestimmen konnte.
Sein Vater, Tomas Rivero, war ein Student mit außergewöhnlichen mathematischen Fähigkeiten gewesen, als er James Carney kennengelernt hatte. Leider hatte er überhaupt keinen Geschäftssinn gehabt. Als er mit vierundzwanzig ein Computerprogramm zur Analyse experimenteller, noch nicht zugelassener Medikamente entwickelt hatte, hatte Carney viel schneller erkannt, welches Potenzial in dem Programm steckte.
Der durchtriebene, aber charismatische Carney hatte sich mit dem arglosen Tomas angefreundet und sich dessen bedingungsloses Vertrauen erschlichen. So war es ihm mit den entsprechenden Verträgen gelungen, dass aller Gewinn aus der Software in Carneys Tasche floss. Tomas selbst war mit einem drittklassigen Job im Management von Carneys Familienunternehmen abgespeist worden.
Matias hatte erst nach und nach von der Geschichte erfahren, doch seine Eltern hatten nie von Rache gesprochen. Tatsächlich lehnte Rose Rivero jeden Gedanken an Vergeltung kategorisch ab. „Geschehen ist geschehen“, pflegte sie dazu zu sagen.
Doch Matias hatte seinen Vater in den stillen Momenten erlebt, in denen die Enttäuschung zum Vorschein gekommen war. In einem schäbigen Hinterzimmer zu hocken, während ein anderer die Lorbeeren für die eigene Erfindung erntete: Matias wusste, dass sein Vater sich von dieser Enttäuschung nie erholt hatte. Er hatte die jämmerliche Stelle bei Carney nur wenige Jahre behalten, bis er zu einer anderen Firma gewechselt war. Zu diesem Zeitpunkt war Tomas’ Gesundheit allerdings bereits ziemlich angeschlagen gewesen. Inzwischen war Matias’ Vater schon über zehn Jahre tot.
Nein, Matias wollte nicht so nachsichtig sein wie seine Mutter. Für ihn war Rache zu einer Mission geworden, und die Briefe, die er gefunden hatte, gaben diesem Bedürfnis zusätzliche Nahrung.
„Sie muss dir ihre Versicherungsdaten gegeben haben“, nahm er das Gespräch wieder auf. „Wie heißt sie?“
„Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir die Unterlagen anzuschauen, aber ich habe ein Foto davon gemacht.“ Art seufzte, weil er zweifellos ahnte, welche Richtung Matias’ Gedanken einschlugen.
„Gut, schick es mir“, erwiderte Matias zufrieden. „Und dann brauchst du dich nicht weiter darum zu kümmern. Das übernehme ich.“
„Wieso?“, fragte Art rundheraus. Niemand außer ihm hätte es gewagt, so direkt zu werden.
„Sagen wir, ich möchte sie näher kennenlernen. Wissen ist Macht, Art, und ich bereue jetzt, dass ich mich so wenig mit Carneys Privatleben beschäftigt habe. Aber guck nicht so besorgt! Wenn sie wirklich so nett ist, wie du behauptest, werde ich sie schon nicht fressen.“
„Deiner Mutter würde das ganz und gar nicht gefallen.“
„Meine Mutter ist zu gut für diese Welt.“
Einen Moment lang hatte Matias Rose Riveros Bild vor Augen, die sich gerade in einem der besten Londoner Krankenhäuser von einem Schlaganfall erholte. Im Grunde war auch ihre Krankheit allein Carneys Schuld, denn so wie der Verrat Tomas krank gemacht hatte, konnte Rose den frühen Tod ihres Mannes nicht verwinden.
Wenn Carney wüsste, mit welcher Macht die Rache jetzt auf ihn zukommt …
Als Sophie Watts an dem imposanten gläsernen Wolkenkratzer hinaufsah, sank ihr der Mut. Der Mann, dessen Auto sie versehentlich gerammt hatte, war am Telefon so nett gewesen. Sogar für die Sache mit der Versicherung hatte er Verständnis gezeigt. Sie würde kommen und es persönlich regeln müssen, hatte er gesagt, aber sie würden sicherlich eine Lösung finden. Leider wirkte das Gebäude, vor dem sie jetzt stand, überhaupt nicht so, als arbeiteten hier derart verständnisvolle Menschen.
Sie presste ihre übergroße Tasche an sich. Am liebsten hätte sie auf dem Absatz kehrtgemacht und wäre in dem kleinen Haus in East London verschwunden, wo sie in aller Ruhe ihrem bescheidenen Cateringgeschäft nachgehen konnte.
Es war...
| Erscheint lt. Verlag | 11.9.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Julia | Julia |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher |
| ISBN-10 | 3-7337-1041-X / 373371041X |
| ISBN-13 | 978-3-7337-1041-5 / 9783733710415 |
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