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Zurück im Bett des feurigen Sizilianers (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1036-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Zurück im Bett des feurigen Sizilianers - Sharon Kendrick
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Als Rocco sich über sie beugte, verschmolzen Vergangenheit und Gegenwart, sodass Nicole für einen verwirrenden Moment alles vergaß - bis auf das drängende Verlangen ihres Körpers. Scheidung? Aufgebracht reist der sizilianische Unternehmer Rocco Barberi nach Cornwall, wohin seine Noch-Ehefrau nach dem Ende ihrer Liebe geflohen ist. Doch Nicole wiederzusehen, löst dasselbe hitzige Begehren in ihm aus wie früher: Mit ihren dunklen Locken und ihren aufregenden Kurven ist sie wie Feuer in seinem Blut! Rocco macht ihr einen Vorschlag: Wenn sie ihn nach Monaco zu einem wichtigen Geschäftstermin begleitet, ist er bereit, die Scheidungspapiere zu unterzeichnen. Aber insgeheim verfolgt er längst einen anderen Plan ...



<p>Fast ihr ganzes Leben lang hat sich Sharon Kendrick Geschichten ausgedacht. Ihr erstes Buch, das von eineiigen Zwillingen handelte, die böse Mächte in ihrem Internat bekämpften, schrieb sie mit elf Jahren! Allerdings wurde der Roman nie veröffentlicht, und das Manuskript existiert leider nicht mehr. Sharon träumte davon, Journalistin zu werden, doch leider kam immer irgendetwas dazwischen, und sie musste sich mit verschiedenen Jobs über Wasser halten. Sie arbeitete als Kellnerin, Köchin, Tänzerin und Fotografin - und hat sogar in Bars gesungen. Schließlich wurde sie Krankenschwester und war mit dem Rettungswagen in der australischen Wüste im Einsatz. Ihr eigenes Happy End fand sie, als sie einen attraktiven Arzt heiratete. Noch immer verspürte sie den Wunsch zu schreiben - nicht einfach für eine Mutter mit einem lebhaften Kleinkind und einem sechs Monate alten Baby. Aber sie zog es durch, und schon bald wurde ihr erster Roman veröffentlicht. Bis heute folgten viele weitere Liebesromane, die inzwischen weltweit Fans gefunden haben. Sharon ist eine begeisterte Romance-Autorin und sehr glücklich darüber, den, wie sie sagt, "besten Job der Welt" zu haben.</p>

1. KAPITEL

In Rocco Barberis Adern brodelte der Zorn, und diese Tatsache ließ ihn abrupt innehalten. Denn Zorn gestattete er sich nicht. Er war als kalt berechnender Mann bekannt. Seine unerbittlichen sizilianischen Züge verrieten keine Gefühlsregungen, und seine Feinde behaupteten, er würde einen vorzüglichen Pokerspieler abgeben. Warum tobte der Zorn dann in ihm wie ein Orkan, als er jetzt vor einem winzigen Kunsthandwerkladen in irgendeinem gottverlassenen Dorf in Cornwall stand?

Er wusste, warum. Ihretwegen. Seine Frau war der Grund. Er verzog den Mund. Seine von ihm getrennt lebende Frau. Die Frau, die in diesem Laden stand und irgendeine Vase betrachtete. Die dichten schwarzen Locken fielen über ihren Rücken und lenkten den Blick zwangsläufig auf ihre schmale Taille und den hübsch gerundeten Po. Die Frau, die ihn skrupellos verlassen hatte, ohne Rücksicht auf seinen Ruf und alles, was er für sie getan hatte.

Er stieß die Tür auf, und die Glocke bimmelte laut, als er in den Laden trat. Die Frau hob den Blick, ihre Miene wurde starr vor Schreck, und Rocco freute sich flüchtig über die Fassungslosigkeit in diesen grünen Augen, die ihn einmal verzaubert hatten. Er hörte, wie sie tief einatmete, und als sie die Vase abstellte, zitterten ihre Finger. Gut, dachte er finster. Sehr gut.

„Rocco“, sagte sie atemlos und schluckte verkrampft. „Was … was tust du hier?“

Er ließ sich Zeit mit der Antwort, um die plötzliche Spannung zu steigern, die wie eine Gewitterwolke in dem kleinen Laden hing. „Du hast mir die Scheidungsunterlagen zukommen lassen, Nicole“, sagte er betont ruhig. „Was hast du denn geglaubt, was geschehen würde? Dass ich dir die Hälfte meines Vermögens überschreibe und dabei zusehe, wie du deine hübschen Locken in den Nacken wirfst und auf Nimmerwiedersehen verschwindest? Hast du darauf gehofft?“

Sie strich sich eine dunkle Korkenzieherlocke aus dem leicht geröteten Gesicht, die Geste einer Frau, die sich ihres umwerfenden Aussehens nicht bewusst war. Rocco war nicht darauf vorbereitet, dass sein Begehren erwachte. Hätte Nicole sich ein bisschen sorgfältiger zurechtgemacht, wenn sie gewusst hätte, dass er kommen würde, vielleicht etwas Kleidsameres angezogen als diese verwaschenen Jeans und die duftige weiße Bluse, die viel zu viel von ihren herrlichen Brüsten verbarg?

„Natürlich nicht“, antwortete sie immer noch ein wenig außer Atem. „Ich hatte nur gedacht …“

„Ja?“ Sein Ton war ausdruckslos, und Nicole verzog das Gesicht.

„Dass du mich irgendwie vorwarnen würdest.“

„Wie du mich vorgewarnt hast, als du aus unserer Ehe ausgebrochen bist?“

„Rocco …“

„Oder als dein Anwalt mir letzte Woche diese Dokumente geschickt hat?“, fuhr er erbarmungslos fort. „Deine Höflichkeit reichte nicht einmal für einen Anruf, um mich wissen zu lassen, dass du die Scheidung einreichen willst, nicht wahr, Nicole? Was für mich natürlich den Schluss nahelegte, dass du Überraschungen liebst. Und jetzt bin ich hier“, schloss er leise. „Deine große Überraschung.“

Nicole war schwindlig. Sie fühlte sich schwach. Und nicht nur wegen der harten Vorwürfe, die ihr entgegengeschleudert wurden. Nach einem Blick in seine blitzenden Augen fragte sie sich, wie es möglich war, dass sie sich bereits nach wenigen Sekunden in seiner Gegenwart verwirrt und im Nachteil fühlte. Sie hatte Rocco Barberi sehr lange nicht gesehen, und doch hatte er die gleiche verheerende Wirkung auf sie wie früher. Vielleicht noch schlimmer. Sie hatte vergessen, wie seine Präsenz den Raum ausfüllte, sobald er eintrat. Sie hatte es vergessen, weil sie sich gezwungen hatte, den Mann zu vergessen, den sie geliebt hatte, auch wenn es seinerseits nichts anderes als Pflichterfüllung gewesen war, als er ihr den Ehering über den Finger gestreifte hatte. Sie fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen. Vielleicht war es dumm von ihr gewesen, etwas Tiefergehendes zu erwarten, während ihre Beziehung doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt war wie jede Beziehung dieser Art. Theoretisch war die Verbindung von reichem Mann und armem Mädchen ja schön und gut, aber in der Praxis …

Sie dachte an den Wirbel, den ihre unpassende Heirat verursacht hatte, an all die reißerischen Schlagzeilen. Seinerzeit war es eine tolle Story gewesen. Sizilianischer Milliardär heiratet Putzfrau – und dann zwangsläufig: Was mit einer Märchenhochzeit begann, nimmt eine bittere Wende. Und es endete so abrupt, wie alles begonnen hatte. Sie hatte ihn und ihre Ehe aufgegeben, weil es so sein musste. Die Kluft zwischen ihnen war so groß geworden, dass es kein Zurück mehr gegeben hatte, und als sie das Kind verloren hatte, war auch kein Grund mehr vorhanden gewesen, länger zusammenzubleiben. Sie hatte sich befreien müssen, um überleben zu können.

Das hatte sie sich immer und immer wieder eingeredet, nachdem sie Sizilien verlassen hatte. Anfangs war ihr jede schmerzliche Minute wie eine Ewigkeit vorgekommen, doch dann wurden aus Tagen Wochen und irgendwann Monate. Sie hatte Roccos Anrufe nicht angenommen und nicht auf seine Briefe reagiert, denn nur ein klarer Schnitt gab ihr genug Mut, um die Ehe zu beenden, auch wenn es damals wie Folter für sie gewesen war. Als aus den Monaten Jahre wurden, vermutete sie, dass Rocco wie sie die Notwendigkeit ihrer Trennung eingesehen hatte. Und doch stand er jetzt wie aus heiterem Himmel vor ihr. Es war, als drückte eine harte Faust ihr das Herz ab. Der Schmerz der Vergangenheit überfiel sie erneut mit solcher Macht, dass es ihr beinahe den Atem nahm.

Sie musste sich auf eines konzentrieren: auf ihre kurze Zeit als Roccos Frau. Auf die Wirklichkeit, nicht auf das Märchen, das es nie gegeben hatte.

Es verhinderte jedoch nicht, dass sie ihn ansah, den Blick über seinen athletischen Körper wandern ließ. Er trug wieder einen seiner bevorzugten anthrazitfarbenen Anzüge, die seine bemerkenswerte Statur so vorteilhaft betonten. Nicoles Kehle war wie ausgedörrt, als sie den lebhaften Kontrast seines hellen Hemdes zu seiner bronzefarbenen Haut registrierte. Hatte sie gehofft, inzwischen gewissermaßen immun gegen ihn zu sein? Natürlich, denn Hoffnung ist das Gefühl, das der Logik trotzt, das bewirkt, dass man am Morgen aufsteht und einen Schritt nach dem anderen tut, ganz gleich, wie düster die Welt dort draußen erscheinen mag. Doch Rocco wirkte noch umwerfender, als sie ihn in Erinnerung hatte, als hätte seine kraftvolle erotische Ausstrahlung durch die lange Abwesenheit sogar noch gewonnen.

Der dunkle Bartschatten auf seinen Wangen betonte seine auffallend blauen Augen. Augen, die einen mit einem einzigen Blick umhauen konnten. Mit einem Blick, der einen auszog, bevor die Hände noch entschieden effizienter in Aktion traten.

Nicoles Herz klopfte wild. Ihr war, als hätte Rocco ohne jegliche Anstrengung all ihre Sinne geweckt. Sie spürte ein Prickeln in den Brüsten und flüssige Glut im Unterleib. Eine vertraute Unruhe bemächtigte sich ihres Körpers, und die Erinnerung daran, wie sie in seinen Armen gelegen hatte, reichte aus, um ihr erneut die Röte in die Wangen zu treiben. Doch all diese Gedanken und Gefühle verstörten sie nur und waren Zeitverschwendung. Rocco zu begehren, das war zwecklos. Sie bedeutete ihm nichts, hatte ihm nie etwas bedeutet, war lediglich die Frau, die er geheiratet hatte und die ihm dann das Kind, das sie trug, nicht schenken konnte. Es war vorbei. Es hatte nie richtig angefangen. Wichtig war jetzt, kühl und sachlich aufzutreten.

„Nun, was kann ich für dich tun, Rocco?“ Sie blickte ihn fragend mit bemüht neutralem Gesichtsausdruck an. „Willst du etwas Bestimmtes mit mir besprechen, und wenn ja, sollten wir das nicht lieber unseren Anwälten überlassen?“

„Ich bin hier“, sagte er bedächtig, „weil ich glaube, wir könnten uns gegenseitig einen Gefallen tun.“

Sie musterte ihn argwöhnisch. „Ich verstehe nicht ganz. Wir haben uns getrennt, und getrennt lebende Ehepartner tun einander gewöhnlich keinen Gefallen.“

Rocco strich sich mit dem Daumen über die Unterlippe. Ihm war durchaus bewusst, dass mancher das, was er im Sinn hatte, als emotionale Erpressung bezeichnen würde. Na und? Hatte seine oberflächliche grünäugige Noch-Ehefrau nicht genau das verdient, was sie bekommen sollte? In seiner Schläfe pochte eine Ader. Sollte sie nicht allmählich erfahren, dass man Rocco Barberi nicht verärgerte oder aber den Preis dafür zahlte? Er war gekommen, um ihr genau auseinanderzusetzen, was er von ihr wollte, wohl wissend, dass sie gezwungen war, ihm seinen Wunsch zu erfüllen, wenn sie die verdammte Scheidung wollte.

Er hatte geglaubt, es würde ein Leichtes für ihn sein. Geradeheraus. Eine einfache Rechnung: A + B = C. Doch er hatte vergessen, das Begehren einzukalkulieren. Ein Begehren, das ihn völlig überrumpelte. Er hatte sich vorgestellt, sie wie jede andere Ex-Geliebte zu sehen, mit kühlem Gleichmut. In der Vergangenheit hatte es sich stets bewährt, denn sobald man den Körper einer Frau wiederholt genossen hatte, nahm der Appetit auf sie unweigerlich ab. Aber das war jetzt nicht der Fall. Rocco hätte gern gewusst, was sie an sich hatte, dass er so auf sie reagierte und Schwierigkeiten hatte, sich auf etwas anderes zu konzentrieren als auf die Vorstellung, wie es wäre, wieder tief in sie einzudringen – wieder und wieder, bis sie bebend seinen Namen rief. Lag es daran, dass sie einmal seinen Ring getragen hatte und diese Symbolik ihn tiefer beeindruckte, als er gedacht hatte?

In hartem Ton sagte er: „Du musst etwas für mich tun.“

...

Erscheint lt. Verlag 28.8.2018
Reihe/Serie Julia
Julia
Julia
Übersetzer Elisabeth Hartmann
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Romantische Bücher • SummerSale25
ISBN-10 3-7337-1036-3 / 3733710363
ISBN-13 978-3-7337-1036-1 / 9783733710361
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