Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelband 1 - Krimi-Serie (eBook)
240 Seiten
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-7011-9 (ISBN)
Sammelband 1: Drei actiongeladene Fälle und über 250 Seiten Spannung zum Sparpreis!
G-Man Jerry Cotton hat dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt! Von New York aus jagt der sympathische FBI-Agent Gangster und das organisierte Verbrechen, und schreckt dabei vor nichts zurück!
Damit ist er überaus erfolgreich: Mit über 3000 gelösten Fällen und einer Gesamtauflage von über 850 Millionen Exemplaren zählt er unbestritten zu den erfolgreichsten und bekanntesten internationalen Krimihelden überhaupt! Und er hat noch längst nicht vor, in Rente zu gehen!
Die Jerry Cotton Sonder-Edition ist der echte Klassiker. Sie bietet dem Leser die Romane aus der Frühzeit der Serie und schickt ihn auf Zeitreise in die frühen 60er Jahre bis in das neue Jahrtausend.
In diesem Sammelband sind 3 Krimis um den 'besten Mann beim FBI' enthalten:
1: Ein teuflischer Plan
2: Mordnacht in Manhattan
3: Der Tod für 20 Dollar
Jerry Cotton ist Kult - und das nicht nur wegen seines roten Jaguars E-Type.
Jetzt herunterladen und garantiert nicht langweilen!
2
Tiggy Brears spielte mit einem Schnappmesser. Er ließ durch einen Druck auf die Sperrvorrichtung die lange, zweischneidige Klinge hervorschießen. Dann schüttelte er die Klinge mit einer ruckartigen Handbewegung zurück ins Heft, um sie schließlich abermals hervorschießen zu lassen.
Slate Cooler lehnte am Türpfosten und blickte gelangweilt vor sich hin.
Er war klein und schmächtig, aber es hieß, dass er zwei Schwergewichtler zusammenschlagen könne.
Sein Jackett stand offen. Man konnte den Griff einer Pistole erkennen, die im Hosenbund steckte.
Brian Baker hockte in langer Hose und Netzhemd auf der vorderen Kante des roten Plüschsessels. Vor Jahren war Baker ein herkulischer Mann gewesen, jetzt war er alt. Jedes Mal, wenn Brears’ Klinge mit einem leisen Zischen aus dem Heft schoss, zuckte er zusammen. Bakers Gesicht war schweißüberströmt. Sein Atem ging hörbar.
Mrs Baker saß auf dem Sofa und zitterte am ganzen Körper. Sie zählte auf den Tag genau fünfundsechzig Jahre.
Tiggy Brears schien von seiner Spielerei genug zu haben. Er gab Cooler einen Wink. Slate Cooler löste sich von der Tür und ging auf die alte Frau zu.
»Lasst sie in Ruhe!«, keuchte Brears.
Slate Cooler war hinter das Sofa getreten und hatte seine Waffe gezogen. Die Mündung setzte er der alten Frau ins Genick. Mrs Baker wurde weiß wie eine Kalkwand.
»Wenn einer von euch beiden schreit, drückt er ab!«, erklärte Tiggy Brears.
Er sah von einem Opfer zum anderen. Die beiden Alten nickten.
Tiggy Brears machte sich an die Arbeit. Mit dem Messer zerschnitt er die Tischdecken, die Kissen und die Polsterung der Sessel.
Er nahm sich Zeit und machte es gründlich. Als es nichts mehr zu schneiden gab, legte er zwei zerfledderte Kissen auf den Boden und schob sie mit dem Fuß dicht aneinander.
Aus den Schränken holte er das Porzellan und die Gläser. Auf den weichen Kissen, die das Geräusch dämpften, zertrat er einen Teller nach dem anderen, Schüsseln und Tassen, Weinpokale und Whiskygläser.
»So, sagte er schließlich und rieb sich die Hände. »Das wär’s. Ihr könnt ja die Bullen anrufen und eine Anzeige erstatten. Wenn ihr vor Gericht gegen uns aussagt, geht’s uns vielleicht an den Kragen. Aber nur uns, kapiert? Unsere Freunde bleiben auf freiem Fuß. Und die würden euch natürlich besuchen. So, ich wünsche eine angenehme Ruhe! Aber in dieser verdammten Hitze kann man ja nicht schlafen. Komm, Kleiner!«
Ohne sich noch einmal umzusehen, verließen die beiden Gangster die Wohnung.
Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, begann Mrs Baker zu weinen.
»Schon gut, Mammy«, brummte Brian Baker hilflos. »Was sollte ich denn machen? Na, nun beruhige dich. Es hätte ja viel schlimmer kommen können! Viel schlimmer, Mammy! Daran musst du denken. Uns haben sie ja nichts getan.«
»Wie sieht es denn hier aus?«, fragte eine energische Männerstimme.
Brian Baker fuhr herum. Auf der Schwelle standen zwei Männer und blickten erstaunt auf das Chaos, das in der Wohnung herrschte. Der Größere wies mit dem Daumen über die Schulter auf die offen stehende Tür.
»Sie stand offen, Mister, und das Licht brannte. Wir dachten, es wäre vielleicht was passiert. Entschuldigen Sie, dass wir so reingeplatzt sind.«
»Wären Sie doch nur ein paar Minuten früher gekommen!«, schluchzte Mrs Baker. Sie berichtete stockend von dem Überfall.
»Aber dagegen kann man sich doch schützen!«, behauptete der Mann mit einem dünnen Lächeln.
»Ich heiße Ralph Oakton. Das ist mein Freund Jean Diroit. Wir sind Spezialisten auf dem Gebiet, M’am.«
»Auf welchem Gebiet?«, erkundigte sich die alte Frau, während sie die Tränen aus ihrem hageren Gesicht wischte.
»Auf diesem!«, erwiderte Oakton. »Für fünfzig Dollar pro Woche garantiere ich Ihnen, dass so was nicht wieder vorkommt.«
»Jetzt habe ich es endlich verstanden«, stöhnte Brian Baker. »Oh, jetzt habe ich es verstanden! Ihr verdammten Halunken, ihr Schufte! Ihr elenden Gauner!«
Oakton runzelte die Stirn.
»Verstehst du das, Jean? Wir bieten ihm Schutz vor den Gangstern an, die hier gehaust haben, und uns beschimpft er! Komm, Jean, wir haben hier nichts verloren.«
Brian Baker hielt den Kopf gesenkt. Seine Schultern hingen kraftlos nach vorn. Er bot den Anblick eines Mannes, dem klar geworden ist, dass er kapitulieren muss.
»Wieviel sagten Sie?«, erkundigte er sich.
»Sechzig Dollar«, war Oaktons kühle Antwort.
»Aber eben sagten Sie –«
»Siebzig Dollar«, näselte Diroit. »Siebzig wären angemessen.«
Baker breitete in einer hilflosen Gebärde die Arme aus.
»Okay«, murmelte er schnell. »Okay. Siebzig in der Woche. Okay … werden Sie es abholen oder soll ich …«
»Wir melden uns schon«, unterbrach Oakton. In seinem Gesicht stand noch immer das dünne Lächeln. »Halten Sie den Betrag jeweils ab Dienstag bereit. Am besten in einer kleinen Kaffeedose. Wir werden in Zukunft wöchentlich einmal in Ihrem Geschäft Kaffee kaufen. Was meinst du, Jean?«
Diroit nickte.
»Sicher, Ralph, Kaffee, das ist ein guter Gedanke.«
»Dann gute Nacht, Mister Baker! Sie dürfen sicher sein, dass sich so etwas nicht wiederholt, solange Sie unter unserem Schutz stehen! Es freut mich, dass wir Ihnen helfen können. Gute Nacht, M’am!«
Oakton tippte mit dem Zeigefinger an die Krempe seines Hutes. Die beiden Männer verließen die Wohnung und traten auf die Straße.
Sie stiegen in einen roten Mercury Meteor und fuhren zur Hackwich’s Bar.
Das Lokal war ein Mittelding zwischen Kneipe und Nightclub. Die Getränke waren nicht sonderlich teuer, in einer Ecke spielte eine Drei-Mann-Band Tanzmusik.
Oakton steuerte auf eine Nische zu, in der man den Blicken anderer Gäste entzogen war. Tiggy Brears und Slate Cooler saßen bereits dort.
»Alles okay?«, fragte Cooler.
Oakton nickte und sagte: »Siebzig.«
Cooler grinste zufrieden und rief nach dem Kellner. Bobby, wie der Kellner von den Stammgästen gerufen wurde, erschien sofort. Er beugte sich weit vor und raunte: »Im Morris Park haben sie die Leiche von einem G-man gefunden! Irgendein Idiot hat ihn umgelegt!«
Dann entfernte er sich mit tänzelnden Schritten. Die vier Männer blickten sich erschrocken an.
»Ausgerechnet jetzt«, fluchte Oakton, »da bei uns der Laden richtig anläuft!«
»Ich hau ab!«, krächzte Cooler aufgeregt. »Es ist Wahnsinn, jetzt in diesem Viertel zu bleiben! Die G-men stellen hier alles auf den Kopf. Die werden jede Maus beschnüffeln und jeder Ratte die Zähne zählen! Ich hau ab!«
»Idiot«, rief Diroit. »Wer jetzt aus dem Viertel verschwindet, lenkt sofort den Verdacht auf sich.«
»Aber was sollen wir denn machen?«, fragte Cooler. »Hier geht doch jetzt eine Treibjagd los. Wir sitzen alle auf einem Pulverfass, alle!«
»Alle«, sagte Oakton. »Alle, das ist wahr. Die G-men werden nicht eher ruhen, als bis sie den Mörder haben. Und das bringt mich auf einen Gedanken …«
***
»Sie beide werdet die Leitung der Ermittlungen übernehmen«, sagte der Chef auf der Rückfahrt.
»Haben Sie bestimmte Vorstellungen, wie wir vorgehen sollen?«, fragte ich.
Der Chef schüttelte den Kopf.
Im Distriktgebäude herrschte Hochbetrieb. Neunzehn dienstfreie G-men hatten sich freiwillig für die Ermittlungen gemeldet.
In unserem Office saß Captain Hywood von der Stadtpolizei. Neben ihm stand ein junger Lieutenant, den wir nicht kannten.
»Hallo, ihr beiden«, raunzte Hywood, klatschte seine mächtigen Pranken auf die Oberschenkel und stemmte sich hoch.
»Das ist Lieutenant Home vom Revier, das für den Morris Park zuständig ist. Ich erhielt vor einer knappen Stunde die Nachricht. Wenn ihr ein paar Uniformierte gebrauchen könnt: Vierzehn Mann kann ich aus der Bereitschaft abstellen.«
»Danke, Hywood«, sagte ich und drückte ihm die Hand. »Wir können jeden Mann gebrauchen. Unterstellen Sie die vierzehn Mann dem Lieutenant. Und Sie, Lieutenant, können uns gleich einen Gefallen tun. Wir brauchen eine Liste mit den Namen und Anschriften aller vorbestraften und verdächtigen Personen in Ihrem Revier.«
»In einer Stunde können Sie die Liste haben.«
Wir verabschiedeten uns von den beiden Beamten und begaben uns ins Sitzungszimmer, wo die Kollegen von der Mordkommission auf uns warteten.
Sie gaben uns einen Überblick über die bisherigen Ermittlungsergebnisse.
»Stan scheint bereits tot gewesen zu sein, als man ihn in den Park brachte«, sagte Dean Collins. »Nichts deutet darauf hin, dass er am Fundort ermordet wurde. Spuren eines Kampfes sind nicht vorhanden.«
»Hat Stan seine Dienstpistole bei sich gehabt?«, fragte Phil.
»Die Waffe steckte im Schulterhalfter, ist aber nicht benutzt worden.«
»Was ist mit den Profilspuren?«
»Von den bekannteren Wagen haben nur Chevrolet Impala, Ford Galaxie und Mercury Meteor 7,50-14er Reifen. Wir haben die Profilspuren mit Gips ausgegossen. Von den Abgüssen werden im Labor Negativabdrücke angefertigt.«
Wir beauftragten sechs Kollegen damit, am Vormittag die Kraftwagen-Registratur in der Stadtverwaltung aufzusuchen und alle Kfz-Besitzer herauszusuchen, die einen dieser drei Wagentypen fahren.
Für den Stadtteil Manhattan konnten zwanzig- bis dreißiggtausend zusammenkommen.
»Wann ist der Tod eingetreten?«, fragte...
| Erscheint lt. Verlag | 7.8.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelbände | Jerry Cotton Sonder-Edition Sammelbände |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror ► Krimi / Thriller |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • Abenteuer • alfred-bekker • Anthologie • Bastei • Bestseller • Box • Bundle • Collection • Deutsch • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • e-bundle • eBundle • erste-fälle • Fall • gman • G-Man • Großband • Hamburg • Horst-Bosetzky • international • Kindle • Krimi • Krimiautoren • Kriminalgeschichten • Kriminalroman • Krimis • krimis&thriller • letzte fälle • martin-barkawitz • morland • nick-carter • Paket • Polizeiroman • Reihe • Roman-Heft • Sammelband • Sammlung • schwerste-fälle • Serie • Soko-Hamburg • spannend • spannende Krimis • Spannungsroman • Staffel • stefan-wollschläger • Tatort • Terror • thomas-herzberg • Thriller • uksak • Urlaub • Wegner |
| ISBN-10 | 3-7325-7011-8 / 3732570118 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-7011-9 / 9783732570119 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich