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Die mit dem Vampir tanzt (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
320 Seiten
MIRA Taschenbuch (Verlag)
978-3-95576-932-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die mit dem Vampir tanzt - Kerrelyn Sparks
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Zu einem gelungenen Junggesellenabschied gehören Alkohol und schöne Frauen. Das ist unter Vampiren nicht anders - außer dass man Bloody Whisky trinkt. Kompliziert wird es erst, wenn ein Gast im Rausch randaliert und man der Polizei erklären muss, woher das ganze Blut kommt ...
Officer Lara Boucher ist sich sicher: Das ist keine normale Party! Was verbirgt der charismatische Gastgeber Jack vor ihr? Warum erinnert sich am nächsten Tag plötzlich niemand mehr an ihn? Und wieso soll sie ihn in Ruhe lassen, wo er sich doch offensichtlich von ihr angezogen fühlt? Als Frau findet sie Jack unwiderstehlich. Als Cop muss sie seine Geheimnisse aufdecken. Falls sie ihren Job tun kann, ehe er sie verführt ...



<p>Kerrelyn Sparks unterrichtete Französisch und Geschichte an der High School, bis im Jahr 2002 ein Traum für sie in Erfüllung ging: Ihr erstes Buch wurde veröffentlicht. Mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern lebt die mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin im Großraum Houston, Texas, wo es sehr zur Enttäuschung ihrer Tochter keine Vampire gibt.</p>

1. KAPITEL


“Ich will nicht sterben … nicht schon wieder”, stöhnte Laszlo.

Jack kniete sich neben Laszlos ausgestreckten Körper. “Kann ich dir etwas bringen? Eine heiße Tasse Blutgruppe 0?”

Laszlo legte seine Hand über den Mund. “Sprich nicht vom Essen.”

“Mi dispiace.” Jack klopfte dem Vampir auf die Schulter, den einzigen Fleck auf dem Hemd des armen Kerls, der nicht mit ausgespucktem Blissky durchweicht war. Armer Laszlo. Er hatte nur ein Glas des synthetischen Blutes mit Whiskygeschmack getrunken, als sie alle auf den Bräutigam angestoßen hatten, aber der kleine Chemiker war offensichtlich besser darin, die Vampire Fusion Cuisine herzustellen, als sie zu verdauen. Er hatte alles sofort wieder erbrochen.

Es gab nicht viel, was man für ihn hätte tun können, also war der Junggesellenabschied mit voller Kraft weitergegangen, während Laszlo sich mit blassem, verschwitztem Gesicht auf dem Boden wälzte.

“Soll ich dir aufs Sofa helfen?” Jack blickte seinen Freund besorgt an.

“Ich will keine Blutflecken machen”, murmelte Laszlo.

In der Tat war das prächtige Polster des Rokokosofas bereits ziemlich verschmiert. “Da sind schon Flecken drauf.” Was für ein Saustall. Wie sollte er das je alles saubermachen?

Ein unheilvolles Gefühl machte sich in ihm breit, während er aufstand. Es war ihm wie eine großartige Idee vorgekommen, die Edwardian Suite im Plaza auf der Fifth Avenue zu reservieren, um Ian MacPhies letzte Nacht als Junggeselle zu feiern. Aber würden sich die Reinigungskräfte des Hotels nicht darüber Gedanken machen, wie es bei einer normalen Junggesellenfeier zu so einem Blutvergießen kommen konnte?

Die Dinge waren außer Kontrolle geraten, als Dougal mit seinem Dudelsack erschienen war. Ian hatte darauf bestanden, allen einen schottischen Jig beizubringen. Ein Dutzend angetrunkener Vampire, die mit ihren Gläsern voller Blissky herumhüpften und ständig zusammenstießen, hatten die Flecken auf dem Teppich und den Möbeln verursacht.

Und dann der Telefonanruf. Die Frauen feierten zur gleichen Zeit bei Romatech Industries die Braut, offiziell um ihr Geschenke zu überreichen, aber Vanda wollte anscheinend auch einen männlichen Stripper aus ihrem Nachtclub für Vampire mitbringen. Die Party der Damen hatte ein abruptes Ende gefunden, als bei Shanna Draganesti plötzlich die Wehen einsetzten.

Ehe er sich zu Romatech teleportierte, hatte Roman Draganesti sich beklagt, dass er zu berauscht war, um seiner Frau in ihrer Stunde der Not beizustehen. Sie scharten sich daraufhin um ihn und bekundeten mit einem rauflustigen Kampflied ihre unsterbliche Unterstützung. Dann hatten sich die meisten Vampire zu Shanna teleportiert, um sie bis zum Sieg anzufeuern.

Bei der Vorstellung von Shannas Reaktion musste Jack grinsen, aber dieser Augenblick verging schnell. Ehe die Sonne aufging, hatte er nur noch zwei Stunden, um die Hotelsuite wieder in ihren Normalzustand zu versetzen.

Ein Geräusch aus dem Nebenzimmer lenkte ihn ab. War einer der Männer geblieben? Gut, er konnte die Hilfe gebrauchen. Nachdenklich ging er in das luxuriöse Schlafzimmer und legte dann die Stirn in Falten, als er die nackte VANNA auf dem Bett liegen sah. Blier tropfte aus ihrem Körper auf die Tagesdecke.

Das war Gregoris tolle Idee gewesen. Er war mit zwei der “Vampir Apparate zur Neuartigen Nahrungsaufnahme”, die in Kurzform als VANNA bekannt waren, bei der Party aufgetaucht. Die lebensechten Gummipuppen waren für die Sterblichen nur Sexspielzeuge, aber die Vampire hatten sie verändert und ihnen einen batteriebetriebenen Blutkreislauf eingebaut. Gregori hatte eine dunkel- und eine hellhäutige sexy Puppe mit synthetischem Blut, das nach Bier schmeckte, gefüllt, und dann allen angeboten, einen Bissen zu probieren. Aus dem Anblick der Spitzenunterwäsche, die im ganzen Zimmer verstreut lag, ließ sich schließen, dass es den Jungs mehr Spaß gemacht hatte, VANNA auszuziehen, als an ihr zu knabbern.

Aus dem Badezimmer drang die Stimme eines Mannes. “Oh, yeah, Baby. Zieh dich aus!”

Jack klopfte an die Badezimmertür. “Die Party ist vorbei.”

“Für Dr. Phang ist die Party nie vorbei.” Die Tür öffnete sich, und hinter ihr tauchte Phineas McKinney auf. “Was geht, Alter?”

Der junge, schwarze Vampir sah in seinem kastanienbraunen Samtsmoking mit der weißen Seidenkrawatte todschick aus, auch wenn die Spongebob-Boxershorts den Eindruck etwas verschlechterten. Wie jeder Vampir war Phineas im goldgerahmten Badezimmerspiegel nicht zu sehen, die zweite VANNA aber schon. Die dunkelhäutige Puppe saß auf der weißen Marmor-Anrichte und trug nichts als einen roten Seiden-Schlüpfer und ein dümmliches Lächeln auf ihrem Gesicht.

Jack war einen Augenblick abgelenkt, als er die Wörter auf Phineas’ Shorts bemerkte. “Ladies steh’n auf Schwamm”. “Äh, tut mir leid, dich zu unterbrechen.”

Phineas errötete leicht. “Ich habe nur geübt, weißt du. Wenn man der Love Doctor ist, muss man sein Mojo im Topzustand halten.”

“Ich verstehe.”

“Darauf wette ich.” Phineas hob die schwarze VANNA von der Anrichte. Ihre Beine standen steif nach vorn wie bei einer Barbiepuppe, und er drückte sie runter. “Ich habe gehört, du bist ein echter Casanova.”

“So sagt man”, murmelte Jack. Er konnte dem Ruf seines berühmten Vaters nie entkommen. “Ich nehme an, du warst zu beschäftigt, um es mitzubekommen. Shanna liegt in den Wehen. Die Jungs sind alle mit Roman weg. Bis auf Laszlo. Dem ist immer noch schlecht.”

“Echt jetzt?” Mit seiner VANNA unter dem Arm marschierte Phineas ins Schlafzimmer.

“Die Sonne geht bald auf, also müssen wir uns ans Aufräumen machen.”

Phineas sah zur weißen VANNA, die in einer Lache aus Blier auf dem Bett lag. “Verdammt, Alter. Dafür brauchen wir Profis. Was ist mit Vampy Maids? Die reinigen auch Romans Stadthaus.”

“Das wäre toll. Kannst du sie anrufen?”

“Ich weiß die Nummer nicht auswendig, aber sie stehen in den ‘Schwarzen Seiten’“.

Die Vampirversion des Branchenbuchs würden sie im Plaza Hotel nie auftreiben. “Kannst du –” Jack wurde von einem lauten Klopfen an der Tür unterbrochen.

“Erwartest du jemanden?” Phineas’ Augen leuchteten auf. “Vielleicht ein paar echte Frauen?”

“NYPD”, rief eine männliche Stimme. “Öffnen Sie bitte die Tür.”

Jack atmete tief ein. Merda.

“So ein Dreck”, flüsterte Phineas, “die Bullen.” Er sah sich wild um. “Wir stecken tief in der –”

“Entspann dich”, flüsterte Jack zurück. “Ich benutze Gedankenkontrolle, um sie wieder loszuwerden.”

“Mit der Polizei komm ich nicht klar.” Phineas wich zurück. “Ich bin raus hier, Alter.”

“Du gehst?” Jack zuckte zusammen, als das Klopfen an der Tür lauter wurde.

“Öffnen Sie sofort die Tür”, rief ein Polizist.

“Ich bin gleich da”, beruhigte Jack den Mann.

“Hör zu, Alter.” Phineas warf die schwarze VANNA ins Badezimmer und schloss die Tür. “Ich verschwinde ins Stadthaus und rufe von da Vampy Maids an. Ich komme später zurück, um dir zu helfen, okay?” Sein Körper verblasste, als er sich teleportierte.

“Grazie mille”, murmelte Jack. Er eilte ins Wohnzimmer und überlegte sich, welche Möglichkeiten er hatte. Er konnte sich Laszlo schnappen und mit ihm gemeinsam teleportieren, aber dann würde die Polizei trotzdem ins Zimmer kommen und den Saustall entdecken. Die Suite war auf seinen Namen reserviert, also würden sie ihn deswegen befragen wollen. Nein, es war besser, sich gleich darum zu kümmern und seine vampirische Gedankenkontrolle zu benutzen, um die Erinnerungen der Polizisten zu löschen.

Laszlo mühte sich, sich aufzusetzen. “Das ist furchtbar.” Schweiß stand ihm auf der Stirn. “Ich glaube, ich muss mich wieder übergeben.”

“Halt durch”, flüsterte Jack, “ich muss nur noch eben die Cops loswerden.”

“Ich lasse den Manager rufen, um die Tür öffnen zu lassen”, rief der Polizist.

“Ich komme ja!” Jack öffnete die Tür einen Spalt breit und schätzte den uniformierten Polizisten rasch ab. Jung, nervös, einfach unter seine Gedankenkontrolle zu bringen. Sein Blick wanderte zu der zweiten Person.

Santo cielo. Für einen Augenblick stockte ihm der Atem. Nicht, dass ihm Sauerstoffmangel etwas ausmachen könnte. Sein erster Eindruck: Sie war atemberaubend. Sein zweiter Eindruck: Sie versuchte alles, um ihr Aussehen herunterzuspielen. Goldrotes Haar, eng zusammengenommen zu einem festen Bauernzopf. Frische, sahnige Haut, ein paar bezaubernde Sommersprossen, und große blaue Augen. Sie trug nur sehr wenig Make-up. Und sie war trotzdem von atemberaubender Schönheit.

Ihre Augen weiteten sich, als sie seinem Blick begegnete. Ihr Mund öffnete sich ein Stück und lenkte seine Aufmerksamkeit auf ihre rosigen, lieblich geformten Lippen.

“Bellissima”, flüsterte er.

Mit einem Ruck kam sie wieder zu sich, ihr Herz klopfte so sehr, dass Jack es deutlich hören konnte. Dann schloss sich dieser süße Mund und es blieb ein verwirrtes Runzeln auf ihrer Stirn zurück. Sie hob ihr Kinn. Ihre Hände griffen nach ihrem Gürtel. Kein Zweifel, sie versuchte, ihn einzuschüchtern, indem sie ihre Hände so nahe an ihre Waffe und ihren Schlagstock legte, aber er war eher davon beeindruckt, wie der Gürtel ihre Sanduhrfigur betonte.

Feinste Seide sollte ihren Körper umhüllen. Sie sollte ihre Kurven zur Schau stellen...

Erscheint lt. Verlag 9.7.2018
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Dark Romance • Humorvolle Fantasy • Vampir
ISBN-10 3-95576-932-1 / 3955769321
ISBN-13 978-3-95576-932-1 / 9783955769321
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