Hedwig Courths-Mahler Collection 10 - Sammelband (eBook)
Bastei Entertainment (Verlag)
978-3-7325-5716-5 (ISBN)
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Hedwig Courths-Mahlers 'Märchen für Erwachsene', wie sie ihre Romane selbst nannte, sind ebenso zeitlose Klassiker wie die Themen, die sie behandeln: die Liebe, ihre Gefährdung und deren Überwindung, die Verwirrung der Gefühle und der Weg zum Glück. Seit über 100 Jahren verzaubert sie ihre Leserinnen und Leser mit ihren wundervollen Geschichten immer wieder neu, und mit einer Gesamtauflage von über 80 Millionen Exemplaren gilt Hedwig Courths-Mahler heute als DIE Königin der Liebesromane.
Dieser zehnte Sammelband enthält die Folgen 28 - 30:
VERGANGENHEIT
Auf einem Empfang zu Ehren einer amerikanischen Delegation lernen sich der Gutsbesitzer Alfred Letzingen und der junge Deutsch-Amerikaner Fred Gartner kennen. Das Außergewöhnliche daran ist: Zwischen diesen beiden Männern besteht eine frappierende Ähnlichkeit. Fred Gartner misst dieser Tatsache keine Bedeutung bei, Alfred Letzingen hingegen beunruhigt das sehr. In dem Gutsbesitzer steigt der Verdacht auf, dass Fred sein Sohn sein könnte. Doch noch ehe er darüber Nachforschungen anstellen kann, geschieht etwas völlig Unerwartetes: Fred Gartner verliebt sich in Letzingens Tochter Lottemarie ...
ES WAR KEINE UNTREUE
Ruth Waldeck hatte im Grunde genommen eine glückliche Jugend, obwohl ihr das Schicksal schon in jungen Jahren die Mutter nahm. Der Vater aber hatte ihr diesen Verlust mit viel Liebe zu ersetzen versucht. Doch eines Tages teilt Konsul Waldeck seiner einzigen, innig geliebten Tochter mit, dass er sich in aller Stille mit einer jungen Sängerin vermählt hat.
Schon allein der Gedanke, dass Ruth nun zu einer fremden Frau Mutter sagen soll, erfüllt das Mädchen mit Entsetzen. Zu Ruths Enttäuschung gesellt sich tiefe Sorge, als sie dann die Stiefmutter kennenlernt. Und diese Sorge scheint berechtigt, denn schon bald wendet sich die schöne, gefallsüchtige Frau anderen Männern zu...
FEENHÄNDE
Der reiche Fabrikant Karl Wernher macht keinen Hehl daraus, dass seine Pflegetochter Felizitas Rogga einmal seine Universalerbin sein wird. Wernhers Verwandte sind sehr erbost darüber und sehen in dem jungen Mädchen eine Erbschleicherin. Sie versuchen alles, um die junge Felizitas auszuschalten.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: Dr. Richard Wernher, der Felizitas zu großem Dank verpflichtet ist. Doch auch er kann nicht verhindern, dass schon bald ein großes Unglück über Felizitas hereinbricht, das ihr die Heimat und den einzigen Menschen nimmt, der ihrem Herzen nahe stand...
Über 240 Seiten Romantik und Herzenswärme!
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Felizitas Rogga saß ihrem Pflegevater, Karl Wernher, gegenüber und las ihm aus der Zeitung vor.
Gerade als Felizitas einen Artikel zu Ende gelesen hatte, trat ein Diener ein und überreichte dem alten Herrn eine Besuchskarte.
Karl Wernher nahm die Karte und las:
Dr. Richard Wernher
Diplomingenieur
Das Gesicht des alten Herrn verfinsterte sich, und in seine Augen trat ein unmutiger Ausdruck, der Felizitas nicht entging.
Sie beugte sich zu ihrem Pflegevater hinüber und sagte: „Onkel Karl, was ist dir?“
Er reichte ihr die Karte. „Da, sieh her: Herr Dr. Richard Wernher! Er hat also seinen Doktor gemacht und offenbar ein Anliegen an mich. Aber er soll mich in Ruhe lassen, ich empfange ihn nicht.“
Felizitas sah betroffen von der Karte auf. „Onkel Karl, willst du ihn wirklich abweisen lassen? Tu es nicht, ich bitte dich darum! Es kann doch nur eine Sache von größter Wichtigkeit sein, die Dr. Wernher zu dir führt. Du müsstest ihn wenigstens anhören.“
„Müssen? Nein, Fee, ich muss ganz gewiss nicht, und ich werde es nicht. Was kann von dieser Seite kommen? Gutes gewiss nicht. Nur alles Schlimme in meinem Leben knüpft sich an diesen Namen!“
Felizitas ergriff die Hand des alten Herrn und sah ihn bittend in die Augen: „Lieber Onkel, was kann Richard Wernher dafür, dass er der Sohn seiner Eltern ist?“, fragte sie leise.
Der alte Herr stutzte. Dann sah er unsicher zu ihr auf. „Dafür kann er natürlich nichts. Aber er ist sicher Art von ihrer Art. Und ich will mit diesen Leuten nichts zu tun haben, nie mehr.“
Felizitas sah ihn traurig an. „Du bist doch sonst nie ungerecht, Onkel Karl. Anhören könntest du ihn doch. Sicher ist er nicht leichten Herzens in dein Haus gekommen.“
Der alte Herr schüttelte energisch den Kopf: „Es bleibt dabei, ich werde den Doktor nicht empfangen!“
Da erhob sich Felizitas und legte den Arm um seine Schultern. „Lieber Onkel, wenn du ihn nicht empfangen willst, so lass es mich wenigstens tun!“
Er blickte sie kopfschüttelnd an. „Du scheinst darauf zu brennen, Fee, zu erfahren, was er will.“
Sie nickte lächelnd. „Freilich, nichts als Neugier, Onkel.“
Er drohte mit dem Finger. „Diese Untugend kenne ich noch nicht an dir. Aber meinetwegen denn – empfange du ihn, frage ihn, was ihn zu mir führt!“
Sie schwankte noch einen Augenblick, dann aber sagte sie zum Diener: „Führen Sie den Herrn Doktor ins Empfangszimmer!“
Als der Diener hinausgegangen war, sah der alte Herr Felizitas mit ernsten Augen an. „Also, du willst dich wirklich dieser unangenehmen Begegnung aussetzen?“
Sie atmete tief auf. „So unangenehm wird diese Begegnung ja nicht sein. Zwischen Richard Wernher und mir liegt nichts, was mich hindern könnte, ihn zu empfangen.“
„So? Ist das wirklich deine Ansicht, Fee? Hast du vergessen, dass es seine Eltern waren, die sich zwischen mich und deine unvergessliche Mutter drängten und uns einander entfremdeten? Sie allein sind schuld daran, dass ich damals deiner Mutter den Ring zurückschickte und auf Reisen ging, dass sie im Trotz dem ersten besten ihre Hand reichte und damit ihr Unglück besiegelte. Hast du vergessen, was deine Mutter an der Seite deines Vaters gelitten hat? Und in diese Ehe wurde sie durch eben die Menschen hineingetrieben, die mich um das Glück meines Lebens betrogen haben. Ich vergesse das nicht, Fee – nie, niemals!“
Sie strich ihm sanft das Haar aus der Stirn. „Ich habe nichts vergessen, Onkel Karl, weder deiner noch meiner Mutter Leiden. Aber daran waren doch nur Richard Wernhers Eltern schuld und nicht er selbst.“
„So, und dass er dich eine Erbschleicherin genannt hat, ist er daran auch schuldlos?“
Felizitas strich sich über die Stirn, und um ihren Mund zuckte es schmerzlich. „In gewissem Sinn ist er auch daran schuldlos, Onkel Karl. Er sprach nur nach, was er von seinen Eltern gehört hat. Sie grollen mir, weil sie sich durch mich um den Preis ihres Ränkespiels betrogen sehen, denn du hast es ja laut genug vor der Welt erklärt, dass ich deine Universalerbin werden soll. So sieht auch Richard Wernher in mir nur den fremden Eindringling, der ihn aus deinem Herzen und aus deiner Gunst verdrängt hat. Da ist es doch schließlich kein Wunder, wenn er mir keine freundschaftlichen Gefühle entgegenbringt.“
Karl Wernher machte eine abwehrende Handbewegung. „Er ist der Sohn seiner Eltern, und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.“
Über Felizitas Gesicht fiel ein Schatten. Traurig sah sieden alten Herrn an. „Onkel Karl, ich bin – doch auch die Tochter meines Vaters“, sagte sie leise.
Da stieg die Röte in sein Gesicht. Er zog das Mädchen zärtlich zu sich heran.
„Meine liebe Fee, verzeih mir!“
Ihre Miene hellte sich auf. Entschlossen wandte sie sich zur Tür. Karl Wernher sah ihr mit einem innigen Blick nach.
***
Felizitas blieb vor dem Empfangszimmer einen Augenblick stehen und atmete tief auf. Dann trat sie ruhig ein. Mitten in dem behaglichen Raum stand ein junger Herr, hoch und schlank gewachsen. Sein Gesicht zeigte feste, energische Züge, und um den ausdrucksvollen Mund lag ein herber Zug.
Als er jetzt Felizitas eintreten sah, erschien ein abweisender Ausdruck in seinem Gesicht. „Verzeihung, ich wünschte Herrn Karl Wernher zu sprechen“, sagte er ablehnend.
Sie wurde ein wenig bleich, sah ihn aber ruhig und fest an. „Mein Pflegevater ist nicht wohl, Herr Doktor, und kann Sie daher nicht empfangen.“
Seine Augen blitzten zornig auf. „Sie wollen wohl sagen, dass Sie meinem Onkel nicht gestatten, mich zu empfangen?“
Sie blieb ganz ruhig. „Nein, das will ich nicht sagen.“
„Aber es ist jedenfalls so“, beharrte er.
„Es ist nicht so. Weil mein Pflegevater sich entschieden weigerte, Sie zu empfangen und weil er Sie abweisen lassen wollte, bat ich ihn, mir zu gestatten, Sie empfangen zu dürfen. Denn ich nahm an, nur ganz triftige Gründe könnten Sie dazu bewogen haben, das Haus meines Pflegevaters zu betreten.“
„Allerdings gehörten sehr triftige Gründe dazu, mich zu einem Weg in dieses Haus zu veranlassen, in dem man mich nie mehr empfing, seit Sie sich darin aufhalten.“
„Und da nehmen Sie ohne weiteres an, dass ich daran schuld bin, dass Ihr Onkel jede Beziehung mit Ihnen abgelehnt hat?“
„Da ich meinem Onkel niemals Veranlassung gegeben habe, mir zu zürnen, so muss meine Annahme wohl zutreffen. Denn von dem Tag an, da Sie in diesem Haus Ihren Einzug hielten, habe ich es nie mehr betreten dürfen.“
Sie blieb vollkommen ruhig und erwiderte: „Ich gebe Ihnen zu bedenken, dass ich damals ein Kind von zehn Jahren war! Im Übrigen verkennen Sie mich vollständig. Wer Ihnen gesagt hat, dass ich eine Erbschleicherin sei – ich weiß, dass Sie das in einer Gesellschaft von mir behauptet haben –, der hat Sie falsch unterrichtet, entweder aus Unwissenheit oder aus Bosheit. Nichts liegt mir ferner, als Onkel Karl gegen Sie zu beeinflussen.“
Er sah sie scharf und forschend an. „Onkel Karl erklärt es aber ganz öffentlich, dass er Sie allein zu seiner Erbin einsetzen will. Und er hat doch Verwandte, die ihm näher stehen als Sie; er hat früher auch oft genug bewiesen, dass er einen stark ausgeprägten Familiensinn hat, und mir persönlich versichert, dass ich ihm lieb und wert sei wie ein Sohn. Das alles scheint er vergessen zu haben und heute nur noch Sie zu lieben.“
Felizitas bot alle Kraft auf, um ruhig zu bleiben. „Haben Sie noch niemals gehört, dass es festere Bande zwischen zwei Menschen geben kann als die des Blutes? Zwischen Ihrem Onkel und mir bestehen solche, und was er meinem Herzen geworden ist, kann nur ich ermessen. Aber sein Reichtum lockt mich nicht, und der Gedanke, dass er mich zu seiner Alleinerbin machen will, schreckt mich mehr, als dass er mich beglückt. Und überdies – für den Verlust seiner Person würde mich kein Reichtum der Welt entschädigen können. Denn er ist der einzige Mensch auf Erden, der mich liebt und den ich lieben darf. Wollen oder können Sie mir daraus einen Vorwurf machen?“
Es lag eine so überzeugende Wahrhaftigkeit in ihren Augen, dass Richard Wernher seinen Groll und sein Misstrauen gegen sie dahinschwinden fühlte. Dieses Mädchen machte einen so ganz anderen Eindruck auf ihn, als man sie ihm geschildert hatte.
Er atmete tief auf, strich sich das Haar aus der Stirn und griff Felizitas’ letzte Worte auf: „Daraus wird Ihnen gerechterweise niemand einen Vorwurf machen können. Ich gestehe ganz offen, dass ich Sie einmal in der Erregung in Gesellschaft einigen Freunden gegenüber eine Erbschleicherin nannte, weil mir von meinen Eltern die Überzeugung beigebracht worden war, dass Sie es auf das Erbe meines Onkels abgesehen haben. Aber vielleicht befinden sich meine Eltern damit in einem Irrtum. Wenn ich Ihnen mit meinem Vorwurf Unrecht tat, nehme ich ihn in aller Form hiermit zurück. Und wenn Sie so hoch über allen niedrigen Regungen stehen, werden Sie mir vielleicht Ihre Hilfe nicht versagen. Ich bitte Sie, verschaffen Sie mir eine Unterredung mit meinem Onkel! Ich will ihm eine Bitte aussprechen, von deren Erfüllung vielleicht mein ganzes Lebensglück abhängt. Nicht nur das meine, sondern – was noch schwerer wiegt – auch das eines mir lieben Menschen. Ich habe mich weiß Gott schwer genug zu diesem Schritt entschlossen; ich bin nicht gewohnt, zu bitten, sondern ich habe mich durchs Leben gekämpft. Jetzt aber brauche ich...
| Erscheint lt. Verlag | 17.7.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Hedwig Courths-Mahler Collection |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Krimi / Thriller / Horror |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 2017 • 2018 • 20. - 21. Jahrhundert • Adelsromanze • Anna Basener • Anthologie • Baccara • Bahnhofsroman • barbara-cartland • Bestseller • Bianca • Box • Bundle • Collection • Cora • Der Bergdoktor • Der Bergpfarrer • Deutsch • Deutschland • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • dr-norden • Dr. Norden • Dr. Stefan Frank • e Book • eBook • E-Book • e books • eBooks • E-Books • e-bundle • eBundle • Familiensaga • feelgood • Feel-Good-Roman • Fortsetzungsroman • Frauen • Frauenroman • für • Gefühle • Glück • Groschenheft • Großband • Großdruck • große-schrift • Happy End • Hedwig Courths-Mahler • Heft • Heftchen • Heftchen-Roman • Heftroman • Heft-Roman • Heimatroman • Heimatromane • Heirat • Herzschmerz • Historical • Hochzeit • Julia • Kelter • Kindle • Klassiker • Krimi • leni-behrendt • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Liebesromane • Märchen • Märchen-Erwachsene • martin-Kelter • Mira • Modern • Paket • patricia-vandenberg • Pulp • Pulp Ficition • Reihe • Romance • Romanheft • Roman-Heft • romantisch • Romanze • Sammelband • Sammlung • Schicksalsroman • Schmonzette • Schön • serial content • Serial Novel • Serial Novels • Serie • Serien • Seriennovellen • spannend • Staffel • Tiffany • Wohlfühl • wohlfühlen • Wohlfühlroman • Wohlfühl-Serie |
| ISBN-10 | 3-7325-5716-2 / 3732557162 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-5716-5 / 9783732557165 |
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