Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

Meisternovellen (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2025 | 4. Auflage
271 Seiten
Null Papier Verlag
978-3-96281-895-1 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Meisternovellen - Emil Ertl
Systemvoraussetzungen
0,99 inkl. MwSt
(CHF 1,00)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Emil Ertl war einer der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Heimat- und Geschichtsromans. In seinen Werken beschreibt er die soziale Entwicklung Österreichs und des österreichischen Bürgertums zur Jahrhundertwende 1900. Dieses Buch umfasst 15 ausgesuchte Novellen aus seinem Gesamtwerk. Null Papier Verlag

Emil Adolf Victor Ertl (geb. 11. März 1860 Wien; gest. 8. Mai 1935 ebenda) war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller. Bekannt wurde Ertl vor allem als Schriftsteller. Zwischen den beiden Weltkriegen war er ein viel gelesener österreichischer Autor. Mit Peter Rosegger, der für ihn als Dichter ein Vorbild war, war er befreundet.

Emil Adolf Victor Ertl (geb. 11. März 1860 Wien; gest. 8. Mai 1935 ebenda) war ein österreichischer Dichter und Schriftsteller. Bekannt wurde Ertl vor allem als Schriftsteller. Zwischen den beiden Weltkriegen war er ein viel gelesener österreichischer Autor. Mit Peter Rosegger, der für ihn als Dichter ein Vorbild war, war er befreundet.

Autor
Zum Geleit - Ein Vorwort
Die Rose
Barbana
Artistentragödie
Der Umweg
In der Großen Kartause
Das Konzert
Christl
Der Salto mortale
Der Spitzenschleier
Die Tonnara
Der Eliteball
Der taubstumme Börsenkönig
Schicksal
Im Strandbad
Ein Kind der Liebe
Index

Zum Geleit - Ein Vorwort


Der 70. Ge­burts­tag Emil Ertls, der im Vor­früh­ling die­ses Jah­res ein fest­li­ches Ge­sche­hen be­deu­te­te, hat da­durch ein sehr be­red­tes Zeug­nis für die ver­eh­rungs­vol­le Lie­be ei­ner in­ner­lich-er­grif­fe­nen Ge­mein­de ab­ge­legt: er wur­de zum lau­ten He­rold für die an­dau­ern­de künst­le­ri­sche Gel­tung ei­nes ge­stal­tungs­star­ken Er­zäh­lers und dar­über hin­aus zum zu­ver­läs­si­gen Kün­der von des­sen en­ger see­li­scher Ver­bun­den­heit mit al­len je­nen, für die im Wo­gen und Wer­den un­se­rer Zeit aus dem wei­se ver­ste­hen­den, gü­ti­gen Dicht­er­her­zen durch die Dar­stel­lung des All­ge­mein-Men­sch­li­chen und Ewi­gen die be­glücken­de Fül­le ed­ler Geis­tig­keit und tie­fen Ge­müts ver­hei­ßungs­voll auf­blüht.

»Al­les was der Dich­ter uns ge­ben kann,« meint Schil­ler, »ist sei­ne In­di­vi­dua­li­tät; die­se muß es also wert sein, vor Welt und Nach­welt aus­ge­stellt zu wer­den.« Gilt die­ses Wort, so be­steht Emil Ertl groß vor uns, ist doch so viel ed­ler Stil in sei­ner Er­schei­nung, quillt doch aus sei­ner sel­te­nen Men­sch­lich­keit der wun­der­sa­me Brun­nen, des­sen Tie­fe sein Werk speist. Alle Wär­me, alle Güte, al­ler Hu­mor kom­men bei ihm aus sol­chem Ur­sprung. Die­ses star­ke, erd­ver­wach­se­ne und da­bei fest in gött­li­chem Grun­de ru­hen­de Men­schen­tum be­wirkt sei­ne geis­ti­ge Hal­tung, be­stimmt sein be­deu­ten­des, von al­len Mäch­ten der See­le und von rei­fem Welt­wis­sen er­füll­tes, in Hö­hen und Tie­fen rei­chen­des Dich­ter­tum.

Hieraus er­klärt es sich, warum der Ver­fas­ser des vor­lie­gen­den Bu­ches das Erbe un­ver­gäng­li­cher Meis­ter in so si­che­ren Hän­den trägt, daß wir sei­ner Kunst bis zu die­sem Tage nir­gends ein Er­mü­den oder Wel­ken an­mer­ken. Bei sei­nen un­mit­tel­ba­ren Be­zie­hun­gen zum Le­ben, aus Blut ins Blut wir­kend, hat er sei­ne Schwer­punk­te, wie­wohl er sich oft im Rei­che der Ge­schich­te er­gan­gen hat, bei­lei­be nicht in ver­k­lun­ge­nen Ta­gen, wir spü­ren bei ihm über­all den leb­haf­ten Schwung ei­nes mit der Zeit ge­hen­den Wil­lens. Sein Wirk­lich­keits­sinn führt im­mer wie­der zu hell­spü­ri­ger Beo­b­ach­tung des Klein­le­bens, der Ein­zel­heit; und doch zei­gen sei­ne Dich­tun­gen trotz fein­füh­li­ger Er­bö­tig­keit an die Na­tur und das pul­sen­de Le­ben, trotz so­zia­ler Ein­füh­lung in das Poe­ti­sche des All­tags, die zu­wei­len eine rüh­ren­de An­dacht zum schein­bar Un­be­deu­ten­den in sich schließt, jene hoch über der Er­schei­nung ste­hen­de Auf­fas­sung, die die Ge­mein­schaft al­les Le­bens bis in die stum­me Krea­tur hin­ein be­greift und hei­ligt. Ein Dich­ter soll ja auch mehr ge­ben als nur eine Nach­bil­dung des Le­bens in sei­nen cha­rak­te­ris­ti­schen For­men. Wir hof­fen von sei­ner Kunst, daß sie uns den ver­hoh­le­nen Sinn des Da­seins ent­schlei­ern, den ir­di­schen Ta­ges­lauf be­zwin­gen leh­ren und uns eine in­ne­re Durch­leuch­tung für Ar­beit und Pf­licht­er­fül­lung ver­lei­hen wer­de.

Emil Ertls Muse hat die­ses wei­he­vol­le Amt im­mer ge­übt, doch be­nö­tig­te sie hie­zu nicht im­mer den Schau­platz großer ge­schicht­li­cher Er­eig­nis­se, wie etwa in der ge­wal­ti­gen Spie­ge­lung der vier in­ner­lich zu­sam­men­hän­gen­den Ro­ma­ne aus den Ge­schi­cken ei­ner ös­ter­rei­chi­schen Sei­den­we­ber­fa­mi­lie, sie in stol­zem Bo­gen eine Brücke aus Na­po­leo­ni­scher Zeit bis her­auf in un­se­re Tage schla­gen, oder in dem für uns Deut­sche gleich­nis­rei­chen Rie­sen­ge­mäl­de von Kar­tha­gos Kampf und Un­ter­gang. Ein Be­ru­fe­ner, den längst die Erde deckt, traf denn auch ins Schwar­ze, wenn er, Jah­re be­vor die ge­nann­ten Haupt­wer­ke Emil Ertls ent­stan­den, des­sen dich­te­ri­sches Kön­nen als ein viel­ver­zweig­tes und reich­ge­stal­ten­des ein­schätz­te. In ei­nem Auf­satz, der »Ein gu­ter Ka­me­rad« über­schrie­ben ist, und in dem Pe­ter Ro­seg­ger eine Be­stei­gung des Lo­ser schil­dert, je­nes aus­sichts­rei­chen Kalk­gip­fels, mit dem das Tote Ge­bir­ge ge­gen den dun­kel­grü­nen Al­taus­seer See ab­stürzt, rühmt der volks­tüm­li­che stei­ri­sche Dich­ter in sei­ner Art die ge­wal­ti­gen Ein­drücke, die ihm die Er­ha­ben­heit der Berg­welt ver­mit­tel­te, und freut sich zu­gleich über das of­fe­ne Auge, Ohr und Ver­ständ­nis, das sein um vie­les jün­ge­rer Freund und Wan­der­ge­nos­se von da­mals für das Größ­te und Kleins­te in der Na­tur be­kun­det habe, so­wie über des­sen Sinn für das Ge­schicht­li­che der Ge­birgs­be­woh­ner, de­ren wirt­schaft­li­ches Le­ben, ih­ren Volks­cha­rak­ter, ihre Sit­ten, Kunst­nei­gun­gen und Lie­der. Und er fügt hin­zu: »Da be­griff ich, wie die­ser Mann aus ei­nem Tin­ten­tie­gel Dorf­ge­schich­ten wie Stadt­no­vel­len schrei­ben kann.« So zu le­sen in dem letz­ten von Pe­ter Ro­seg­ger noch selbst zu­sam­men­ge­stell­ten Sam­mel­band »Abend­däm­merung«.

Ei­ner An­re­gung des Ver­la­ges L. Staa­ck­mann in Leip­zig freu­dig ent­spre­chend, aus ei­ner An­zahl ver­schol­le­ner äl­te­rer No­vel­len­bän­de Emil Ertls, die we­gen der Un­gunst der Zeit­ver­hält­nis­se der­zeit nicht neu auf­ge­legt wer­den kön­nen, einen bun­ten Strauß der er­le­sens­ten sol­cher ab­wechs­lungs­rei­cher Er­zäh­lun­gen und Ge­schich­ten, und zwar kleins­ten Um­fangs, zu­sam­men­zu­stel­len, konn­te ich mich der Zu­stim­mung des Ver­fas­sers zu die­sem Un­ter­neh­men umso leich­ter ver­si­chern, als im Lau­fe der Jah­re nicht nur an die ge­nann­te Ver­lags­an­stalt, son­dern im Wege ver­schie­de­ner Buch­hand­lun­gen auch an den Dich­ter selbst im­mer wie­der An­fra­gen ge­rich­tet wor­den sind, in wel­chem Band die­se oder jene Ge­schich­te zu fin­den sei, und auf wel­che Wei­se man sich sel­be ver­schaf­fen kön­ne; wor­auf denn kei­ne an­de­re Ant­wort ge­ge­ben wer­den konn­te, als daß die be­tref­fen­den Ban­de gänz­lich ver­grif­fen und auch im Alt­buch­han­del kaum mehr auf­zu­trei­ben wä­ren. Zehn­tau­sen­de schön­geis­ti­ger Wer­ke, sag­te ich mir, wer­den in deut­schen Lan­den all­jähr­lich mit mehr oder we­ni­ger Lärm auf den Markt ge­wor­fen, meist um für im­mer der Ver­ges­sen­heit an­heim­zu­fal­len. Und eine in al­ler Stil­le er­blüh­te dich­te­ri­sche Schön­heit, de­ren Duft und Far­be sich ih­ren Schät­zern le­ben­dig und dau­ernd ein­ge­prägt hat, soll­te den emp­fäng­li­chen Ge­mü­tern, die ein Wie­der­se­hen mit ihr fei­ern oder an­de­re dar­auf auf­merk­sam ma­chen möch­ten, für im­mer un­zu­gäng­lich blei­ben?

Schon al­lein aus die­ser Er­wä­gung scheint mir die Her­aus­ga­be der vor­lie­gen­den Aus­wahl ge­recht­fer­tigt, wo­bei ich mich üb­ri­gens auf aus­drück­li­chen Wunsch des Dich­ters zu der Fest­stel­lung ver­an­laßt sehe, daß sei­nes Erach­tens Pe­ter Ro­seg­ger ei­nem wohl­wol­len­den Irr­tum un­ter­le­gen sei, wenn...

Erscheint lt. Verlag 1.7.2025
Reihe/Serie Klassiker bei Null Papier
Klassiker bei Null Papier
Verlagsort Neuss
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Klassiker / Moderne Klassiker
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Bad Aussee • Graz • Österreich • Wien • Wiener Neustadt
ISBN-10 3-96281-895-2 / 3962818952
ISBN-13 978-3-96281-895-1 / 9783962818951
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Wasserzeichen)

DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasser­zeichen und ist damit für Sie persona­lisiert. Bei einer missbräuch­lichen Weiter­gabe des eBooks an Dritte ist eine Rück­ver­folgung an die Quelle möglich.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
Roman

von Iris Wolff

eBook Download (2024)
Klett-Cotta (Verlag)
CHF 9,75
Radiosendungen nach Deutschland | Neuausgabe mit einem Vorwort und …

von Thomas Mann

eBook Download (2025)
Fischer E-Books (Verlag)
CHF 18,55