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Die Sprache der Liebe (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-5727-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Die Sprache der Liebe - Sherryl Woods
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Irgendwie kann Gina das Wiedersehen mit ihren vier Freundinnen nicht so richtig genießen - ständig fühlt sie sich beobachtet. Tatsächlich entdeckt sie, dass ihr der Anwalt Rafe aus Manhattan nach Winding River gefolgt ist. Glaubt er wirklich, sie sei eine Betrügerin? Oder hat er noch einen anderen Grund, sie zu beschatten? Gina spürt, dass es zwischen ihnen ganz gewaltig knistert ...



<p>Über 110 Romane wurden seit 1982 von Sherryl Woods veröffentlicht. Ihre ersten Liebesromane kamen unter den Pseudonymen Alexandra Kirk und Suzanne Sherrill auf den Markt, erst seit 1985 schreibt sie unter ihrem richtigen Namen Sherryl Woods. Neben Liebesromanen gibt es auch zwei Krimiserien über die fiktiven Personen Molly DeWitt sowie Amanda Roberts. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Liebesromans lasen ihre ehemaligen Kollegen, es waren Journalisten, vorwiegend die Liebessszenen. Einer ihrer Kollegen meinte daraufhin kopfschüttelnd zum Artdirector: 'Und du bist mit ihr zum Kegeln gewesen.' Sherryl Woods sieht aber die heißen Liebesszenen nicht als Mittelpunkt ihrer Liebesromane an. Für sie geht es in den Romanen um Familie, Seelenverwandtschaft, ein gemeinsames Leben sowie auch um ausgelassenen, befriedigenden Sex. An der Ohio State University studierte Sherryl Woods Journalismus. Danach arbeitete sie für diverse Zeitungsverlage und spezialisierte sich auf das Fernsehen. In Ohio sowie in Florida war sie als Fernsehredakteurin tätig. Damit sie hauptberuflich schreiben konnte, kündigte sie im Jahr 1980 ihren Job, allerdings war sie zwei Jahre später wieder in einer leitenden Position tätig. Erst 1986 wurde sie selbstständig und arbeitet seitdem als Autorin. Sherryl Woods selbst ist der Auffassung, dass sie durch ihren Beruf als Journalistin gelernt hat, packend zu schreiben und Menschen zu beobachten.</p>

1. KAPITEL

„Gina Petrillo ist wohin?“ Rafe O’Donnell fuhr hoch.

„Nach Wyoming. Sie hat vor einer Stunde angerufen und ihren Termin für die Aussage verschoben“, wiederholte Lydia Allen lächelnd.

Wüsste Rafe es nicht besser, müsste er annehmen, dass seine langjährige Sekretärin sich über Ginas Flucht freute.

„Habe ich gesagt, dass es okay ist, den Termin zu verschieben?“, fragte er gereizt.

„Sie waren den ganzen Tag im Gericht“, erwiderte sie kein bisschen eingeschüchtert. „Wir ändern solche Termine doch dauernd.“

„Aber nicht, damit eine Betrügerin sich nach Wyoming verziehen kann“, beschwerte er sich.

„Sie wissen nicht, ob Gina Petrillo eine Betrügerin ist“, tadelte Lydia. „Schon mal was von der Unschuldsvermutung gehört?“

Rafe beherrschte sich nur mühsam. „Ich habe es nicht nötig, mich von einer Großmutter juristisch belehren zu lassen.“

Wie immer ignorierte sie die Kränkung. „Mag sein. Aber ich habe in dem Restaurant gegessen. Und die meisten Partner dieser Kanzlei ebenfalls. Wenn Sie nicht so ein Arbeitstier wären, hätten Sie das bestimmt auch schon getan. Das Essen ist großartig. Gina Petrillo ist eine freundliche und hübsche junge Frau, keine Betrügerin.“

Aha, dachte Rafe, Lydia kennt sie also.

„Das sagen Sie“, begann er sanft. „Haben Sie zufällig Psychologie studiert? Oder Zugang zu den Geschäftsbüchern des ‚Café Toscana‘? Oder gar einen Beweis für Gina Petrillos Unschuld?“

„Nein, den habe ich nicht“, entgegnete sie. „Und Sie haben bisher auch keinen für Ginas Schuld. Aber im Unterschied zu anderen bin ich eine sehr gute Menschenkennerin.“

Stimmt, dachte er. Meistens jedenfalls war sie das.

„Diesem Roberto traue ich alles zu“, fuhr Lydia fort. „Er konnte einem nie in die Augen sehen.“

„Danke, Miss Marple. Roberto Rinaldi ist nicht der Einzige, der das Geld genommen haben könnte.“

Ein guter Teil des unterschlagenen Geldes gehörte Rafes Mutter. Sie hatte sich von Robertos Charme bezaubern lassen. Rafe wusste nicht, wie ihre Beziehung ausgesehen hatte, aber wie er seine Mutter kannte, war sie nicht nur platonisch gewesen. Er konnte und wollte ihre Schwächen ebenso wenig übersehen wie sein Vater vor der Scheidung, aber er durfte nicht zulassen, dass man sie betrog.

„Roberto ist spurlos verschwunden“, erwiderte Lydia. „Sie sollten sich auf ihn konzentrieren.“

„Das würde ich, wenn ich ihn finden könnte. Genau deshalb will ich ja mit Gina Petrillo reden. Vielleicht weiß sie, wo er ist. Aber jetzt weiß ich nicht mal mehr, wo sie ist.“

„Ich habe es Ihnen doch gesagt. Sie ist in Wyoming.“

„Das ist ein großer Staat. Könnten Sie vielleicht etwas genauer werden.“

Sie runzelte die Stirn. „Es gibt keinen Grund, sarkastisch zu sein.“

Rafe seufzte. „Wissen Sie denn nun, wo sie ist, oder nicht?“

„Natürlich weiß ich das.“

„Dann buchen Sie mir den nächsten Flug dorthin.“

„Ich bezweifle, dass Winding River einen Flughafen hat. Ich werde mich aber erkundigen“, versprach sie mit unerwarteter Fröhlichkeit.

Rafe hatte wenig Lust, in der Wildnis des Westens nach einer flüchtigen Betrügerin zu suchen, aber das war nun mal sein Job. „Sagen Sie alle meine Termine ab, und sorgen Sie dafür, dass ich spätestens morgen Abend fahren kann.“

„Wird gemacht, Chef. Ich sage für nächste Woche alles ab. Sie müssen mal ausspannen.“

Lydias Eifer weckte sein Misstrauen. „Ich muss nicht ausspannen“, protestierte er. „Ich erledige diese Sache über das Wochenende und bin am Montag zurück.“

„Warten Sie lieber ab.“

Rafe kniff die Augen zusammen. „Was soll das?“

„Ich mache nur meinen Job“, gab sie mit unschuldiger Miene zurück.

Er verstand beim besten Willen nicht, warum sie so versessen darauf war, ihn nach Wyoming zu verfrachten. Sie war nicht der Typ von Sekretärin, der die Abwesenheit des Chefs dazu nutzte, heimlich einkaufen zu gehen oder die Mittagspause zu verlängern. Nein, sie war der Typ, der sich um sein Privatleben sorgte und ihn mit wohlgemeinten Ratschlägen um den Verstand brachte.

Urplötzlich ging ihm ein Licht auf.

„Lydia!“, rief er ihr nach.

„Sie brauchen nicht zu schreien“, kam es zurück. „Ich bin direkt vor der Tür.“

„Wenn Sie mir ein Zimmer in Winding River buchen, sorgen Sie dafür, dass ich es allein bewohne.“

Sie tat schockiert. „Natürlich.“

„Sehen Sie mich nicht so an. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich ganz aus Versehen ein Doppelzimmer mit einer Frau teile, die ich Ihrer Ansicht nach besser kennenlernen sollte.“

„Ich habe noch nie …“

„Schon gut“, unterbrach er sie. „Buchen Sie ein Einzelzimmer für mich allein, Lydia, sonst werden Sie den Rest Ihrer Zeit bei Whitfield, Mason und Lockhart im Archiv verbringen.“

Sie lächelte. „Das bezweifle ich, Sir. Ich kenne alle Geheimnisse dieser Kanzlei.“

Rafe seufzte. Nun, das stimmte.

Wenn in Winding River ein Klassentreffen stattfand, wurde gleich drei Tage lang gefeiert. Am Freitagabend gab es ein Grillfest, am Samstag tagsüber ein Rodeo, abends einen Ball und am Sonntag ein Picknick. Und das alles ging nahtlos in die alljährlichen Feiern zum vierten Juli über.

Gina ging es vor allem darum, ein paar ruhige Stunden mit ihren besten Freundinnen zu verbringen. Nur für eine Weile wollte sie nicht an Roberto Rinaldi und das finanzielle Desaster denken, das er ihr hinterlassen hatte.

„Warum gehen wir nicht einfach ins ‚Hartbreak‘, trinken Bier und hören Musik?“, schlug sie vor, als die anderen sie am Freitagabend von der Veranda ihrer Eltern abholten und zum Wagen führten.

„Bier und Musik gibt es auch beim Barbecue“, erinnerte Emma. „Und seit wann lässt du dir eine Party entgehen? Früher war nur Cassie noch wilder als du.“

„Ich wünschte, sie wäre heute dabei.“

„Sie hat versprochen, morgen zum Ball zu kommen“, erwiderte Karen. „Du weißt genau, warum sie heute nicht hier ist.“

„Weil sie Cole begegnet ist“, bestätigte Gina. „Und weil sie nur um ein Haar verhindern konnte, dass er seinen Sohn sieht.“

„Sie wehrt sich gegen das Unausweichliche“, meinte Karen.

„Das mag sein. Ich finde es auch schade, dass sie nicht hier ist, aber wir sollten uns dadurch nicht den Abend verderben lassen“, meinte Lauren. „Los, Mädchen, steigt schon ein. Ich lebe schon viel zu lange von Salat und brauche dringend etwas Gegrilltes.“ Sie schob die anderen zu dem schicken Geländewagen, den sie für die Dauer ihres Besuchs gemietet hatte.

Zwanzig Minuten später hielten sie auf dem Parkplatz der Schule, in der sie so viel erlebt hatten. Die fünf Mädchen – weit und breit als die Unzertrennlichen bekannt – hatten Lehrern und Mitschülern mehr Streiche gespielt als jeder andere Absolvent der High School von Winding River. Cassie war die Anführerin gewesen und hatte die meisten der Streiche ausgeheckt, aber die anderen hatten nur zu gern mitgemacht.

Jetzt lebte Karen auf einer Ranch in der Nähe, Lauren in Hollywood. Cassie versuchte noch immer, Cole Davis zu verheimlichen, dass sie einen gemeinsamen Sohn hatten, und Emma war eine erfolgreiche Anwältin in Denver. Neben Emma und Lauren gehörte Gina zu den Erfolgreichen des Quintetts. Sie hatte sich damals das dringend benötigte Taschengeld als Kellnerin in „Stella’s Diner“ verdient. Jetzt gehörte ihr eins der exklusivsten Restaurants von New York.

Wenn die wüssten, dachte Gina betrübt, als sie sich dem Footballfeld näherten. Am nördlichen Ende stand eine Bühne, am anderen Ende war der Drehspieß aufgebaut, an dem das Schwein gegrillt wurde. Dazwischen gab es lange Tische mit allen erdenklichen Gerichten, gespendet von den Restaurants der Stadt. In riesigen mit Eis gefüllten Wannen wurde Limonade und Bier gekühlt.

Überall auf dem Rasen lagen Decken, aber noch saß niemand darauf. Jeder war auf der Suche nach ehemaligen Klassenkameraden, die er oder sie seit dem Schulabschluss vor zehn Jahren nicht mehr gesehen hatte.

Plötzlich fühlte Gina, wie Lauren ihr den Ellbogen in die Seite stieß. „He!“, rief sie und drehte sich zu ihrer Freundin um. „Was soll das?“

Die Freundin, die in der Schule die Klügste gewesen war, zeigte zur Tribüne hinüber, wo ein einzelner Mann saß, die langen Beine ausgestreckt, die Arme auf die Bank über ihm gelegt. Er sah aus, als würde er nicht dazugehören, und war sündhaft attraktiv. Aber Gina hatte sich geschworen, nie wieder auf einen gut aussehenden Mann hereinzufallen.

„Wer ist das?“, fragte Lauren. „Er kann unmöglich auf der Schule gewesen sein. Einen wie ihn würde ich nie vergessen.“

Gina zwang sich, den Fremden genauer zu betrachten. Kein Zweifel, er sah großartig aus und hatte eine weltmännische Ausstrahlung. Selbst in Jeans und einem offenbar nagelneuen Hemd würde niemand ihn für einen Cowboy halten. Dazu wirkte er einfach zu großstädtisch, dazu war das kastanienbraune Haar zu gepflegt, der Teint zu blass, die Wangenknochen etwas zu aristokratisch. Alles an ihm verriet den blaublütigen Yankee.

„Und?“, drängte Lauren. „Kennst du ihn?“

Gina war sicher, dass sie ihn noch nie gesehen hatte, und verstand um so weniger, warum ihr Herz einen kleinen Satz zu machen schien. Vielleicht war er der Ehemann einer...

Erscheint lt. Verlag 23.5.2018
Reihe/Serie Digital Edition
Digital Edition
Digital Edition
Übersetzer Patrick Hansen
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora digital edition • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook angebote • ebook günstig • ebook liebesroman • Frauenroman • Frech • Liebesgeschichte • Liebesroman • romantisch • Romantische Bücher • Sexy
ISBN-10 3-7337-5727-0 / 3733757270
ISBN-13 978-3-7337-5727-4 / 9783733757274
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