Ich schenk dir meine Träume (eBook)
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-1017-0 (ISBN)
Eigentlich wollte Imogen auf der herrlichen Mittelmeerinsel Isola dei Fiori nur ihren Liebeskummer vergessen. Nirgendwo heilt ihre Seele schneller als in der romantischen Villa Rosa! Aber dann lernt sie den charmanten Matthew kennen. Ein Selfmade-Millionär, der trotz allem das Träumen nicht verlernt hat, der ihr die Sterne am italienischen Nachthimmel erklärt und ihr seine Reisesehnsucht gesteht: Immi verliebt sich neu! Als Matt sie küsst, müsste sie ihm dringend etwas gestehen. Doch sie schweigt - bis es zu spät ist ...
Kate Hardy wuchs in einem viktorianischen Haus in Norfolk, England, auf und ist bis heute fest davon überzeugt, dass es darin gespukt hat. Vielleicht ist das der Grund, dass sie am liebsten Liebesromane schreibt, in denen es vor Leidenschaft, Dramatik und Gefahr knistert? Bereits vor ihrem ersten Schultag konnte Kate Hardy fließend lesen. Mit blühender Fantasie dachte sie sich Geschichten aus und schrieb sie auf einer Schreibmaschine nieder, die sie zu ihrem sechsten Geburtstag bekommen hatte. Ihren ersten Liebesroman, der niemals veröffentlicht wurde, schrieb sie mit dreizehn Jahren. Kate Hardy studierte englische Literatur des Mittelalters, heiratete und bekam zwei Kinder. Sie arbeitete freiberuflich als Journalistin im Gesundheitsbereich, doch ihre wahre Berufung fand sie erst, als sie ihr Interesse für Medizin mit Romantik verband und ihren ersten Arztroman schrieb, der auf Anhieb das Lesepublikum begeisterte. Seitdem hat sie weitere 33 Arztromane, einige erotische Liebesromane und mehrere Sachbücher zum Thema Gesundheit geschrieben.
PROLOG
Eifersüchtig auf die eigene Zwillingsschwester zu sein, war einfach erbärmlich.
Besonders, wenn man wusste, dass sie eine harte Zeit durchgemacht hatte und jedes bisschen Glück verdiente. Ganz besonders an ihrem Hochzeitstag!
Immi hatte sich so sehr darauf verlassen, dass Andie sich von Cleve geliebt fühlte, dass ihre gewohnte Zwillings-Empathie sie vorübergehend verließ, weshalb ihr entging, dass eine der Brautjungfern ziemlich durch den Wind war.
Wenn sie jetzt darüber nachdachte, hatten alle drei Brautjungfern mit unterschiedlichsten Problemen zu kämpfen. Posy, die jüngste ihrer drei Schwestern, bemühte sich so krampfhaft um ein zuversichtliches Lächeln, dass ihr hübsches Gesicht wie eine starre Maske wirkte. Dasselbe galt für Portia, die Älteste von ihnen, die sich so steif und geziert gab, dass man ihr die Rolle der souveränen Familienrebellin auf den zweiten Blick unmöglich abnahm.
Immi seufzte. Vielleicht sollte sie ein Mitternachtstreffen unten am Strand vorschlagen, wo sie drei sich mal in Ruhe ausquatschen konnten. So, wie sie es als Kinder getan hatten, eingekuschelt in eine Decke, kichernd und schwatzend bis nach Mitternacht. Vielleicht konnten sie einander ja bei ihren Problemen helfen?
Aber Posy schottete sich zunehmend ab, seit sie in London beim Ballett war, und Portia hatte noch nie gern über persönliche Dinge gesprochen. Und was wollte sie, Immi, ihren Schwestern vorwerfen? Sie hatte eine Arbeit, die sie liebte, und unterstützte ihre Eltern dabei, das familieneigene Unternehmen Marlowe Aviation zu führen. Außerdem stand sie kurz vor ihrer eigenen Hochzeit mit Stephen Walters, der alles daransetzte, von ihrem Vater auf den Posten seines Stellvertreters befördert zu werden.
Aber Stephen sah sie nicht so an, wie Cleve Andie ansah. Und wenn sie ehrlich war, musste sie zugeben, dass sie ihrem Verlobten auch nicht die Blicke zuwarf wie Andie dem Mann, den sie heute heiratete. Als gäbe es keinen wichtigeren Menschen auf der ganzen Welt für sie.
Immi fröstelte. Wahrscheinlich lag es an der stressigen Vorbereitung ihrer eigenen Hochzeit, dass sie so dünnhäutig war und überreagierte. Nur noch zwei Monate bis zu einem Event, das seine eigene Dynamik entwickelt hatte und viel größer zu geraten drohte als ursprünglich geplant.
Selbstverständlich hatte sie alles unter Kontrolle! Organisation war schließlich von jeher ihre Stärke gewesen.
Doch jetzt, wo sie miterlebte, wie unbeschwert sich die Hochzeit ihrer Schwester gestaltete, beschlichen Immi Zweifel. Obwohl, wenn sie ehrlich war, verspürte sie dieses unangenehme Kribbeln und den wachsenden inneren Widerstand schon viel länger. Besonders nachdem sie Stephens Trauzeugen Jamie in einem unbeobachteten Moment hatte sagen hören, dass er sich unbedingt zurückhalten und sauber bleiben müsse, bis Immi ihm vor dem Altar ihr Ja-Wort gegeben hätte. Zunächst hatte sie es als albernen Witz oder geschmacklosen Scherz abgetan, doch inzwischen fragte Immi sich, ob mehr dahintersteckte.
Stephen hatte behauptet, er würde es nicht schaffen, sich für die Hochzeit auf der Isola dei Fiori freizumachen, und dass sicher jeder Verständnis dafür aufbringe, da es ja nur eine kleine Angelegenheit sei. Aber konnte ein ehrgeiziger Mann wie er tatsächlich zu beschäftigt sein, um der Hochzeit der Tochter des Chefs beizuwohnen? Der Zwillingsschwester seiner eigenen Braut?
Oder steckte etwas anderes dahinter, wie Immi zunehmend mutmaßte?
Um Himmels willen! Ich muss aufhören, überall Gespenster zu sehen! Die Sache von vor acht Jahren würde sich nicht wiederholen … nur wegen des anrüchigen Klischees: Heirate die Tochter deines Chefs und du bist saniert.
Stephen liebte sie, das versicherte er ihr immer wieder. Oder hatte es zumindest anfangs getan. Sich all das andere romantische Geschnörkel zu wünschen, wie man es aus Liebesfilmen oder Märchen kannte, war kindisch. Und egoistisch …
Aber diese Zeiten waren vorbei. Sie hatte ihrer Familie in der Vergangenheit reichlich Sorgen bereitet und allen eine Menge zugemutet. Das durfte nicht noch einmal geschehen.
Matt war wie paralysiert. Imogen Marlowe sah einfach hinreißend aus.
Als sie das erste Mal aufeinandertrafen, trug sie ein dunkles Businesskostüm und wirkte auf ihn ausgesprochen geschäftstüchtig und ziemlich einschüchternd. Und wild entschlossen herauszufinden, was mit ihrem Zwilling los war. Beim zweiten Mal, am frühen Morgen, war sie barfuß, trug einen übergroßen Pulli über knöchellangen, verblichenen Jeans. Ihr lebhaftes Gesicht zierte ein Schmutzfleck, und sie durchforstete die wuchernden Beete im verwilderten Garten auf der Suche nach weißen Margeriten. Aus ihnen zauberte sie später Blumenbuketts und Blütenkränze für Braut und Brautjungfern und kleine Sträuße, die sie in leeren Konservendosen auf den Tischen im Garten verteilte, wo gleich die Trauungszeremonie stattfinden sollte.
Zu diesem Anlass trug die Zwillingsschwester der Braut ein meerfarbenes Haute-Couture-Kleid im angesagten Vintage-Look, das den Inbegriff kühler Eleganz vermittelte. Das Kleid im Empirestil war ärmellos und das herzförmige Dekolleté tief genug, um den Ansatz wohlgeformter Brüste zu erahnen. Auf den ersten Blick sah es so aus, als würde der Ausschnitt, abgesehen von einer kleinen Schleife, hauptsächlich durch eine runde Brosche aus vielen kleinen weißen Zuchtperlen und vier großen schwarzen Perlen zusammengehalten. Eine passende Perlenkette rundete das Outfit ab, das dunkle Haar war zu einem perfekten Bob getrimmt, das Make-up ein dezentes Unterstatement.
Matt konnte an nichts anderes denken, als daran, diese verflixte Brosche zu lösen und herauszufinden, was sich unter der schillernden türkisblauen Stofffülle verbarg.
Innerlich schüttelte er über sich selbst den Kopf. Es musste an dieser verdammten Hochzeitsatmosphäre liegen, dass seine Fantasie mit ihm durchging und ihn ungewohnt sentimental und rührselig werden ließ. Der Trauzeuge und die Brautjungfer!
Einen Vorteil bot diese Konstellation in jedem Fall: In seiner Funktion als Cleves Trauzeuge würde er auf jeden Fall mit der Brautjungfer tanzen müssen.
Momentan beschäftigte ihn aber noch etwas ganz anderes. Normalerweise hatte er kein Problem, sich zu artikulieren, aber in Gegenwart dieser Frau schien seine Zunge gelähmt zu sein.
„Das ist ein wundervolles Kleid, Imogen“, brachte er schließlich mit Mühe hervor. Er wusste, dass es lahm klang.
„Besten Dank“, kam es locker zurück. „Es ist eines von Sofias alten Kleidern. Du weißt, dass sie die Patin meiner Schwester Posy war? Der Schmuck gehörte übrigens auch ihr.“
„Habe ich mir schon gedacht.“ Matt lächelte. „Ich finde es schön, dass ihr vier Sofias Kleider tragt. Es würde sie ganz sicher freuen.“
Immi nickte. „Ja, es fühlt sich fast so an, als wäre sie bei uns. Als wir Kinder waren, durften wir immer Modenschauen mit ihren kostbaren Designerroben veranstalten. Ich glaube, sie erlaubte es uns, weil sie wusste, dass wir ihre Sachen mit Respekt behandelten. Wir haben sie weder mit Schokoladenfingern angefasst noch sonst wie beschädigt.“
Sie lächelte Matt zu, was ihm einen wohligen Schock versetzte.
„An dieses spezielle Kleid kann ich mich nicht erinnern, aber es ist wirklich atemberaubend: ein typisches Mantua-Kleid aus dem achtzehnten Jahrhundert, aber im Design aktualisiert.“
„Mantua?“
Immi deutete mit dem Finger auf die Brosche. „Unterhalb des Mieders, das von Brusthöhe bis zur Taille reichen kann, springt der Oberstoff auf und gibt den Blick auf ein farblich passendes Unterkleid frei.“
Matt schluckte trocken und nickte. „Mantua … das werde ich mir merken.“
„Ich weiß das nur, weil ich eine geheime Schwäche für historische Schmachtfetzen habe“, gestand sie mit einem kläglichen Lächeln, das sein Herz zusammenzog. „Portia ist die eigentliche Expertin, was derartige Themen betrifft.“
Ihre älteste Schwester Portia war Hollywoodreporterin.
„Und Posy war so nett zu gestatten, dass wir uns aus dem reichhaltigen Fundus bedienen, der nach Sofias Tod jetzt ihr gehört. Genau wie die Villa Rosa.“
„Schwestern teilen doch immer alles. Zumindest meine tun es.“
„Du hast Schwestern?“, fragte Immi überrascht.
Matt schnitt eine kleine Grimasse. „Vier, und alle sind jünger als ich.“
„Na, dann sind dir ja derartige Themen vertraut.“
„Könnte man so sagen. Hmm … als Brautjungfer und Trauzeuge, glaubst du nicht, da wird von uns erwartet, dass wir …“ Er hob Brauen und Arme zugleich und brachte Immi damit zum Lachen.
„Ist mir eine Ehre“, versicherte sie und ließ sich von Matt auf die Tanzfläche führen.
Das ist nicht gut! dachte Immi. Gar nicht gut … genau genommen sogar desaströs.
Matt Stark war Cleves Trauzeuge und eine Art Nachbar. Er lebte in einem Cottage die Straße runter, in der Nähe des Dorfes, und hielt nach Sofias Tod ein Auge auf die Villa Rosa. Laut Andie war er eine Art IT-Genie, der ein Vermögen mit Computerprogrammen gemacht hatte, die es Hausbesitzern ermöglichten, sämtliche Funktionen ihre Besitztümer betreffend via Voice-Control zu dirigieren – angefangen von Alarmanlagen und elektronischen Türschlössern bis zum An- und Ausschalten sämtlicher Elektrogeräte, dem Öffnen von Vorhängen und Dimmen der Beleuchtung.
Nachdem Immi seiner Mutter vorgestellt worden war, begriff sie...
| Erscheint lt. Verlag | 22.5.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Julia |
| Julia | Julia |
| Übersetzer | Gudrun Bothe |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • glamourös • Liebesgeschichte • Liebesroman • lieblich • Märchenhaft • Romantische Bücher • SummerSale24 |
| ISBN-10 | 3-7337-1017-7 / 3733710177 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-1017-0 / 9783733710170 |
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