Den Himmel auf Erden für Dich (eBook)
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-5690-1 (ISBN)
Blondes Haar. Veilchenblaue Augen. Lange Beine. Eine hinreißende Figur. Kein Zweifel: Die zauberhafte Melinda ist ein Traum von einer Frau. Doch Cole bleibt misstrauisch. Er glaubt nicht, dass eine Vertreterin für sexy Dessous die Richtige für einen ernsthaften Tierarzt aus Texas ist. Aber er ist ihr längst rettungslos verfallen ...
<p>Christine Rimmers Romances sind für ihre liebenswerten, manchmal recht unkonventionellen Hauptfiguren und die spannungsgeladene Atmosphäre bekannt, die dafür sorgen, dass man ihre Bücher nicht aus der Hand legen kann. Ihr erster Liebesroman wurde 1987 veröffentlicht, und seitdem sind 35 weitere zeitgenössische Romances erschienen, die regelmäßig auf den amerikanischen Bestsellerlisten landen. Diese vielfach ausgezeichnete Autorin stammt ursprünglich aus Kalifornien und wollte unbedingt Schauspielerin werden, weshalb sie nach New York ging. Doch nicht als Schauspielerin, sondern als Autorin machte sie sich einen Namen, als sie wieder zurück nach Südkalifornien kam und Kurzgeschichten, Gedichte und Theaterstücke verfasste. 1984 begann sie, ihre erste Romance zu schreiben, und stellte fest, dass es ihr fast so viel Spaß machte wie einen Liebesroman zu lesen. Sie ist fest entschlossen, die nächsten Jahrzehnte dabei zu bleiben! Christine Rimmer lebt mit ihrem Mann und ihrem jüngsten Sohn im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma.</p>
2. KAPITEL
Einige Minuten später bogen sie von der breiten Villenstraße in eine private Einfahrt ab, die mit Palmen gesäumt war. Schon bald sahen sie eine hohe Mauer und standen schließlich vor einem breiten schmiedeeisernen Tor, in dem die Buchstaben E und E in Gold geschlungen waren.
„Du meine Güte“, hauchte Annie. „Wer lebt denn hier?“
„Evelyn Erikson.“
„Evelyn Erikson?“
„Nein. Sie machen Witze. Doch nicht etwa der Filmstar?“
„Doch.“ Melinda unterdrückte ein Lächeln, als sie den fast ehrfürchtigen Ausdruck in den großen unschuldigen Augen des Mädchens sah. „Genau der. Ich bin hier, um ihr schöne Unterwäsche zu verkaufen.“
„Ich kann es nicht fassen. Evelyn Erikson, die Evelyn Erikson.“ Annie streichelte ihren Bauch und flüsterte: „Es gibt doch noch Wunder.“ Erneut empfand Melinda die Traurigkeit und Leere in ihrem Inneren.
„Dort ist die Pförtnerhäuschen“, erklärte Melinda. „Drehen Sie nur das Fenster hinunter.“
Cole folgte ihren Anweisungen, damit Melinda mit dem Pförtner sprechen konnte. Sie nannte ihren Namen und den Zweck ihres Besuches, und der uniformierte Mann schrieb etwas auf den Block, der vor ihm lag, und sah sie dann an.
„Also gut, Ms. Bravo. Wenn Sie durch das Tor gefahren sind, folgen Sie diesem Weg bis zur ersten Abbiegung rechts. Fahren Sie dann an den Tennisplätzen und den Garagen vorbei zu dem Dienstboteneingang.“
Das schmiedeeiserne Tor schwang auf, und Cole fuhr auf das Grundstück. Endlose weite Rasenflächen, auf denen Steinstatuen, Springbrunnen, Palmen, Magnolien- und Zitronenbäume standen, zogen an ihnen vorbei. Dann bog Cole rechts ab, und sie kamen an mehreren Tennisplätzen und einem lang gestreckten Gebäude mit zweiundzwanzig Toren vorbei. Die Garagen des Filmstars. Melinda wusste, dass es zweiundzwanzig Tore waren, da Annie sie laut zählte.
Dann bog Cole wieder nach rechts ab und die Villa lag vor ihnen. Es war ein riesiges, italienisch angehauchtes Haus aus weißem Stein, das sich strahlend gegen den Nachmittagshimmel abhob. Hohe schlanke Säulen boten ihnen ein Willkommen.
„Oh Mann“, flüsterte Annie beeindruckt.
Cole fuhr weiter, bis er schließlich an einem Hintereingang hielt. Selbst hier am Dienstboteneingang sollte wohl der Eindruck von Größe und Luxus erhalten bleiben. Zwei Säulen säumten den überdachten Eingang. Ein Springbrunnen plätscherte in der Nähe und links und rechts vor dem Eingang standen ein steinerner David mit Feigenblatt und ein Venus-Torso.
Melinda fand, dass der Luxus hier so stark zur Schau gestellt wurde, dass man schon wieder von schlechtem Geschmack reden konnte. Ihre Mutter, die eine Anhängerin des Understatements war, wäre sicherlich ihrer Meinung gewesen.
Offensichtlich dachte Cole ebenso. „Wisst ihr“, bemerkte er. „Ich bekomme das Gefühl, dass wir beeindruckt werden sollen.“
„Willkommen in Los Angeles“, erwiderte Melinda und schaute über Annies Kopf zu ihm hinüber.
Annie stieß einen kleinen ungeduldigen Laut aus. „Macht ihr euch nur lustig, aber ich bin wirklich beeindruckt.“
„Das haben wir gemerkt.“ Cole lächelte die junge Frau neben ihm an und sie stieß ihm spielerisch mit dem Ellbogen in die Rippen. Bereits zuvor war Melinda aufgefallen, wie ungezwungen und kameradschaftlich die beiden miteinander umgingen.
„He“, brummte er mit gespieltem Ernst. „Pass besser auf deinen Ellbogen auf.“
„Dann benimm dich nicht wie ein alter Snob.“
Melinda beobachtete das kleine Spiel zwischen den beiden und kam sich wie ein Eindringling vor – und vielleicht war sie auch ein kleines bisschen eifersüchtig. Aber sie weigerte sich, näher darüber nachzudenken, auf was sie eigentlich eifersüchtig war.
Ein wichtiges Verkaufsgespräch lag vor ihr und die Uhr am Armaturenbrett sagte ihr, dass sie erst zwei Minuten zu spät war. Vielleicht konnte sie die Situation doch noch retten. Sie musste nur noch rasch die Schachteln nehmen und hineinlaufen.
Genau in diesem Moment kam eine ältere, sehr kompakte und resolut wirkende Frau in einem grauen Dienstmädchenkleid mit weißer Schürze und Spitzenhäubchen aus der Tür. Mit energischen Schritten ging sie zum Jeep hinüber und sprach mit Cole, der sein Fenster bereits heruntergekurbelt hatte. „Ms. Erikson erwartet sie. Ich habe gehört, dass Sie Ware mitbringen. Wo ist sie? Ich werde Ihnen tragen helfen.“
Cole ergriff das Wort, bevor Melinda noch eine Chance hatte, den Mund aufzumachen. „Sie ist im Kofferraum. Geben Sie uns eine Sekunde.“ Er nahm den Stetson ab, legte ihn oben auf das Armaturenbrett und wandte sich dann Annie zu. „Kommst du einen Moment allein zurecht?“
Melinda wurde klar, dass er vorhatte, mit ihr in die Villa zu gehen. Sie öffnete den Mund, um zu protestieren, aber Annie kam ihr zuvor.
„Danke, mir geht es gut. Geh nur“, sagte die junge Frau und lächelte ihr bezauberndes unschuldiges Lächeln.
Melinda suchte in ihrer Handtasche nach einer ihrer Visitenkarten und nach einem Stift. „Oh nein. Ihr beide wart wirklich sehr hilfsbereit, aber von jetzt ab komme ich schon allein zurecht.“ Sie zog eine Karte und den Kugelschreiber heraus. „Fahrt nur zum Einkaufen, deswegen seid ihr doch gekommen.“ Rasch schrieb sie auf die Rückseite ihrer Geschäftskarte ihre Privatadresse und die Telefonnummer. Dann steckte sie den Kugelschreiber wieder ein und reichte Cole über Annies dicken Bauch hinweg die Karte. „Hier. Rufen Sie mich an. Dann können wir über den Unfall sprechen und alles regeln. Und vielen Dank, dass Sie mich hierher gebracht haben. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar ich Ihnen bin.“
Cole nahm die Karte und warf sie auf das Armaturenbrett neben seinen Hut. Dann öffnete er die Tür. „Lassen Sie uns die Schachteln holen.“ Er sprang raus und lief zum Kofferraum, während Melinda zu protestieren versuchte.
„Aber ich …“
Annie schüttelte den Kopf. „Er würde sie niemals mit diesem grimmig aussehenden Dienstmädchen allein lassen. Es ist besser, Sie geben nach und lassen ihn die Schachteln hineintragen.“
„Aber es ist wirklich nicht nötig.“
„Aber es ist das Richtige, und Cole wird es tun. Gehen Sie jetzt. Evelyn Erikson, der Filmstar, wartet auf Sie.“
Als Melinda zum Kofferraum herumging, stapelte Cole dem ältlichen unfreundlichen Dienstmädchen bereits Schachteln auf die Arme. Sein Gesichtsausdruck war fast genauso finster wie der der Frau.
Als sie sah, wie entschlossen er wirkte, seufzte Melinda. Sie wusste, dass Annie recht hatte. Er würde ihr helfen, ob sie es nun wollte oder nicht.
Also nahm sie Annies Ratschlag an, gab nach und zwang sich zu einem Lächeln. „Ich kann auch einige tragen.“
Seine Gesichtsmuskeln entspannten sich etwas, und er erwiderte ihr Lächeln. Dann zeigte er auf ihre Handtasche, deren Riemen sie über ihre Schulter geschlungen hatte.
„Lassen Sie die im Wagen. Sie wird Ihnen nur im Weg sein.“ Das machte Sinn. Sie holte den Bestellblock und den Kugelschreiber heraus und legte die Handtasche auf den Sitz des Jeeps.
Als sie wieder zurückkehrte, legte Cole ihr vier Schachteln auf den Arm. „So, die sind für Sie.“ Den Rest nahm er selbst.
Wie sie so hintereinander in die Villa schritten, sahen sie wie eine kleine Karawane aus, die mit gold- und pinkfarbenen Geschenken beladen war.
Sie betraten eine Art Dienstbotenflur.
„Essie!“, rief die Frau. Ein weiteres, zwar etwas jüngeres, aber ebenso unattraktives Dienstmädchen erschien. Sie schloss die Tür und nahm der älteren Frau die Schachteln ab.
Dann fiel Melinda ein, dass sie nach dem Privatsekretär des Filmstars fragen könnte, der ihr den Termin bei Evelyn Erikson beschafft hatte. „Entschuldigen Sie, aber ist David Devereaux zufällig in der Nähe?“
„David wird gleich kommen.“, erklärte das ältere Dienstmädchen herablassend. „Kommen Sie hier entlang.“
Jetzt waren sie eine Karawane, die aus vier Leuten bestand. Nachdem sie eine Küche durchquert hatten, die jedem Luxusrestaurant Ehre gemacht hätte, führte die Frau sie durch lange Gänge, in denen Steinstatuen sie anstarrten, eine riesige Marmortreppe hinauf in den ersten Stock. Auch hier war der Boden aus Marmor, ein nie enden wollendes Schachbrett aus Schwarz und Weiß.
Schließlich erreichten sie ihr Ziel – eine riesige, kunstvoll geschnitzte Doppeltür aus Ebenholz. Die ältere Frau klopfte vorsichtig an. Nach einem Moment wurden die Türen von einem dritten Dienstmädchen geöffnet, das noch unansehnlicher als die beiden anderen war. Hinter einem Foyer mit dem unvermeidlichen Marmorboden schaute Melinda in eine Art Wohnzimmer, ein riesiger Raum, dessen Wände mit goldgelber Seide bespannt waren. Ein dicker Teppich in der gleichen Farbe bedeckte den Boden, und sogar die plüschigen Sessel und ein Diwan waren in diesem Gelb gehalten, allerdings wiesen sie zartblaue Muster auf.
Melinda dachte erneut an ihre Mutter. So eine Einrichtung würde Elaine Bravo niemals gutheißen.
Irgendwoher aus dem Zimmer, das wie die Gemächer eines Sultans wirkte, erklang die kehlige Stimme des Stars. „Nun, Tasha, ist diese verflixte Wäschevertreterin endlich da?“
„Ja, Ms. Erikson, sie ist hier“, sagte das älteste und hässlichste der drei Dienstmädchen.
„Dann bring sie herein.“
Das Dienstmädchen, das sie zuerst begrüßt hatte, entschloss sich in diesem Moment den Rückzug...
| Erscheint lt. Verlag | 9.5.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Digital Edition |
| Digital Edition | Digital Edition |
| Übersetzer | Renate Moreira |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora digital edition • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook angebote • ebook günstig • ebook liebesroman • Frauenroman • Frech • Liebesgeschichte • Liebesroman • romantisch • Romantische Bücher • Sexy |
| ISBN-10 | 3-7337-5690-8 / 3733756908 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-5690-1 / 9783733756901 |
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