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Schwach vor Sehnsucht (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-5695-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Schwach vor Sehnsucht - Carole Mortimer
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Wie eine kleine Lolita verführt die 17-jährige Joanna den attraktiven Joshua. Zu ihrem Entsetzen wird sie schwanger. Als Ehrenmann heiratet Joshua sie, und ihr Zusammenleben ist überaus glücklich - bis ihre Tochter stirbt. Nun scheint auch ihre Liebe zu sterben. Sie geben der Ehe eine Auszeit. Aber Joanna sehnt sich so sehr nach Joshua ...



<p>Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills &amp; Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.</p>

1. KAPITEL

„Wir sind wirklich daran interessiert, eine Serie dieser Bücher herauszubringen“, sagte der Mann, der Joanna an seinem Schreibtisch gegenübersaß. „Wenn Sie noch andere schreiben können, die ebenso gut sind wie das Erste.“

Joanna zuckte die Schultern. „Ich bin mir nicht sicher, ob ich es kann.“

Das selbstbewusste Lächeln sollte wohl heißen, dass er es gewohnt war, mit launischen Autoren umzugehen, und dass normalerweise er der Sieger war. Der Mann mittleren Alters gab sich freundlich, aber der kühle Blick und das energische Auftreten verrieten ihr, dass er ein harter Geschäftsmann sein konnte.

Joanna war zum ersten Mal bei einem Verleger. Sie hatte sich ein steriles weißes und chromfarbenes Büro vorgestellt und war stattdessen in ein unordentliches, vollgestopftes Zimmer gekommen. Der Schreibtisch war übersät mit Manuskripten und Büchern. Als sie schriftlich zu dem Gespräch mit James Colnbrook aufgefordert worden war, hatte sie sich gedacht, dass das vor mehreren Monaten an ihn geschickte Kinderbuch über einen verspielten Boxer namens Billy Anklang gefunden hätte. Aber eine Serie war möglicherweise völlig ausgeschlossen.

„Ich weiß nicht, ob ich die Zeit haben werde, mehr Bücher zu schreiben“, sagte Joanna ruhig. „Allein an diesem habe ich Monate gearbeitet.“

„Und manchmal dauert es Jahre, auch wenn man alle Zeit der Welt hat.“ James Colnbrook nahm ihren Einwand offensichtlich nicht ernst. „Ich bin davon überzeugt, dass Sie es können, Miss Radcliffe.“

„Mrs.“, verbesserte sie kurz angebunden und sah dem Mann an, dass er die Situation neu abschätzte. Sie wusste, dass sie mit ihren blonden Locken, dem elfenhaft hübschen Gesicht und der zierlichen Figur zu jung wirkte, um für eine verheiratete Frau gehalten zu werden. Nicht einmal der gut sitzende schwarze Rock und die schwarze Seidenbluse verliehen ihr die Reife, die von einer verheirateten Frau erwartet wurde. Aber sie war eine. Mit dreiundzwanzig war sie in einer Ehe gefangen, die ihr nichts bedeutete. Und ihrem Mann zweifellos auch nicht.

„Tut mir leid, das wusste ich nicht.“ James Colnbrook lächelte wieder. Gerade hatte er den mit Diamanten verzierten Trauring bemerkt und richtig erkannt, dass er ein kleines Vermögen gekostet hatte.

Joanna zuckte die Schultern. „Es ist nicht wichtig, stimmt’s?“

„Nein. Natürlich nicht“, erwiderte der Verleger gelassen. Als Joanna Radcliffe vor einer halben Stunde in sein Büro gekommen war, hatte er sie für eine Karrierefrau gehalten. Sie besaß Stil und Eleganz. Chefsekretärin oder vielleicht selbst leitende Angestellte, hatte er gedacht. Jetzt, da sie erwähnt hatte, dass sie verheiratet war, sah sie plötzlich verletzlich aus. Ihr Blick war kühl und unnahbar geworden. Und James Colnbrook fiel auf, dass das Leben schon Spuren in ihrem schönen jungen Gesicht hinterlassen hatte. Joanna Radcliffe hatte tiefes Leid erfahren, und wenn sie es auch überstanden hatte, so war sie doch davon gezeichnet. „Ist Ihr Mann dagegen, dass Sie arbeiten?“ James Colnbrook lachte gequält. Er hatte Mitleid mit einer Frau, die er kaum kannte, und da sein Ruf als einer der härtesten Mistkerle im Verlagswesen nicht unverdient war, weckte so ein seltsam fremdes Gefühl Unbehagen in ihm. „Manche Männer müssen ihr Image als Macho schützen.“

„Joshua braucht sich um sein Image keine Sorgen zu machen“, erwiderte Joanna kühl. „Es ist völlig intakt.“

Joshua Radcliffe … Der Name war ihm ein Begriff. Aber er war sicher, dass er den Mann nicht persönlich kannte. „Ihn wird es also nicht stören, wenn Sie mehrere Stunden täglich arbeiten?“, fragte er geistesabwesend. Er zerbrach sich noch immer den Kopf darüber, wo er den Namen schon gehört hatte. Es war erst vor Kurzem gewesen.

„Als ich gesagt habe, ich würde nicht wissen, ob ich Zeit habe, weitere Bücher zu schreiben, habe ich nicht gemeint, dass Joshua etwas dagegen haben würde. Ich verstehe wirklich nicht, was meine Ehe damit zu tun hat, Mr. Colnbrook. Entweder Sie wollen das Buch herausbringen oder nicht.“

„Oh, das wollen wir“, sagte er schnell. Dann verfluchte er sich, weil er zu viel verraten hatte. Die übermütigen Streiche eines verrückten Hundes waren ein passender Stoff für ein Kinderbuch, und es würde sich wahrscheinlich gut verkaufen. Aber er musste zugeben, dass ihn Joanna Radcliffe mehr interessierte. Mehr als jede andere Frau, die er jemals kennengelernt hatte.

Sie war offensichtlich gut erzogen, die kühle, distanzierte Ausdrucksweise hatte sie sich zweifellos an einer Privatschule angeeignet, und höchstwahrscheinlich waren ihre Sachen von demselben Designer wie die seiner Frau. Nur dass sie Moira niemals so gut stehen würden! Ihm wurde klar, dass Joanna Radcliffe nicht wie die anderen Autorinnen war, die er in seinem Büro empfing. Sie sah aus, als sollte sie ihr Leben mit Teegesellschaften und exklusiven Dinnerpartys verbringen, Wohltätigkeitsveranstaltungen organisieren und die Zeit vertrödeln, während ihr Mann das Geld verdiente. Trotzdem machte sie den Eindruck einer sehr disziplinierten Dame, die nur Verachtung für solche unnützen Dinge übrig hatte. James’ Neugier wurde immer größer.

„Ja, wir wollen das Buch herausbringen, Mrs. Radcliffe.“ Er war jetzt selbst kühl und reserviert. „Aber wir erfahren gern ein bisschen über unsere Autoren.“

„Warum?“

„Warum?“ Allmählich fragte er sich, wer hier der Verleger und wer die angehende Autorin war! „Normalerweise machen wir auf der Rückseite des Umschlags einige Angaben über den Autor.“

Joanna Radcliffe schüttelte den Kopf, bevor James Colnbrook den Satz überhaupt beendet hatte. „Das möchte ich nicht“, sagte sie hochmütig. „Und die Geschichte wird nicht unter meinem richtigen Namen erscheinen.“

„Nicht unter … Warum?“ James Colnbrook runzelte überrascht die Stirn. Die meisten Leute sehnten sich danach, ihren Namen auf einem Buchdeckel zu sehen.

„Es wäre mir einfach lieber.“

Er erkannte, dass sie sich nicht umstimmen lassen würde. „Okay“, sagte er seufzend, „wir finden sicher einen, der Ihnen gefällt, aber …“ Joshua Radcliffe! Natürlich, jetzt erinnerte er sich.

James Colnbrook sah die junge Frau plötzlich mit anderen Augen an. War sie etwa mit dem bekannten Joshua Radcliffe verheiratet? Das konnte doch wohl nicht sein. Der Mann war ein Spezialist aus der Harley Street, ein teurer obendrein. Er sollte es wissen, schließlich hatte er erst vor Kurzem die Rechnung für Moiras Operation bezahlt! Aber der Arzt musste viel älter als Joanna Radcliffe sein. Nicht, dass er ihm jemals begegnet war. Moira hatte sich allein um alles gekümmert. Er gehörte zu den Menschen, die weder Ärzte noch irgendetwas ertragen konnten, was mit ihnen zu tun hatte. Seine Frau hatte ihm die Hölle heißgemacht, weil er sie nur zwei Mal in der Klinik besucht hatte.

Wer in der Harley Street eine Praxis hatte, musste mindestens in den Dreißigern oder Vierzigern sein. Hatte der Mann vielleicht einen Sohn, der auch Joshua hieß und mit dieser jungen Frau verheiratet war?

Joanna war sich der Neugier des Verlegers nicht bewusst. Sie sah auf ihre goldene Armbanduhr. „Ich habe eine Verabredung zum Mittagessen und muss jetzt gehen.“

„Oh, normalerweise lade ich neue Autoren zum Mittagessen ein …“

Sie nahm ihre Handtasche und stand auf. „Tut mir leid. Ich möchte nicht zu spät kommen.“ Da sie sehr klein war, trug sie hohe Absätze, um sich größer zu machen.

James Colnbrook stand ebenfalls auf. Er war sichtlich verärgert. Groß, dunkelhaarig, noch immer gut aussehend und distinguiert, war er nicht gewohnt, von einer Frau abgewiesen zu werden.

Joanna konnte er jedoch nicht beeindrucken, weil sie sich mit großen, distinguierten Männern auskannte. Schließlich war sie mit einem verheiratet.

„Wann sehen wir uns wieder?“, fragte James.

Sie war schon an der Tür. „Ihre Sekretärin kann mich ja anrufen.“

„Aber …“

„Es hat mich gefreut, Sie kennenzulernen, Mr. Colnbrook. Und ich werde darüber nachdenken, noch mehr Bücher zu schreiben. Auf Wiedersehen.“ Joanna ging mit hoch erhobenem Kopf hinaus.

James Colnbrook sank verwirrt zurück in seinen Sessel.

Auf dem Weg nach draußen nickte Joanna der Sekretärin kühl zu. Vor dem Gebäude hielt sie ein Taxi an und ließ sich zu dem Restaurant bringen, in dem sie immer mit ihrer Mutter zu Mittag aß.

Ein Buch von ihr würde erscheinen! Sie, Joanna Proctor Radcliffe, hatte ein Kinderbuch geschrieben, das gut genug war, um veröffentlicht zu werden! Jahrelang hatte sie das Gefühl gehabt, dass sie nichts weiter als Joshuas Frau war. Jetzt konnte sie endlich von sich behaupten, etwas ohne seine Hilfe oder seinen Einfluss getan zu haben. Viel verdienen würde sie mit dem Schreiben nicht. Darauf hatte James Colnbrook sie bereits hingewiesen. Aber ihr war einfach die Unabhängigkeit wichtig, auch wenn es nur eine intellektuelle war. Und sie brauchte das Geld nicht. Sie war mit einem reichen Mann verheiratet und durch ein Vermächtnis ihrer Großmutter selbst reich. Nein, was sie brauchte, wonach sie sich sehnte, war das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

Obwohl sie das Büro des Verlegers so eilig verlassen hatte, kam Joanna mehrere Minuten zu spät im Restaurant an. Ihre Mutter saß schon am gewohnten Tisch und machte kein Geheimnis daraus, dass sie Unpünktlichkeit nicht leiden konnte. Allein schon ihr missbilligender Blick verdarb Joanna die gute Laune.

„Entschuldige, Mutter.“ Joanna...

Erscheint lt. Verlag 9.5.2018
Reihe/Serie Digital Edition
Digital Edition
Digital Edition
Übersetzer Susanne Hartmann
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
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ISBN-10 3-7337-5695-9 / 3733756959
ISBN-13 978-3-7337-5695-6 / 9783733756956
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