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Im Namen des Irrtums -  A. Alexander

Im Namen des Irrtums (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2018 | 1. Auflage
186 Seiten
Marianne Abraham (Verlag)
978-0-00-005662-7 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
3,99 inkl. MwSt
(CHF 3,90)
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Ein packender Thriller mit überraschenden Wendungen - Wenn das Recht plötzlich die Seiten wechselt...



Am Flussufer wird eine nackte, kopflose Leiche gefunden, die den Ermittlern ein Rätsel aufgibt. Weder finden sich verwertbare Spuren am Opfer oder Tatort, noch gibt das Opfer selbst einen Hinweis auf den möglichen Täter. Das ungleiche Ermittlerpaar kann sich zunächst nicht erklären, wer zu einer solchen Tat in der Lage ist und als dann noch ähnliche Fälle, die in der gleichen Art inszeniert wurden, bekannt werden, scheint die Verwirrung komplett.



Hängen die Taten zusammen und was verbindet die auf den ersten Blick willkürlich ausgewählten Opfer? Als dann noch der leitende Staatsanwalt einen privaten Rachefeldzug gegen einen der Ermittler startet, keimt ein unvorstellbarer Verdacht auf...



Plötzlich wird aus der Mordermittlung ein rasantes Katz und Maus Spiel, bei dem zunächst nicht klar ist, wer der Jäger und wer der Gejagte ist. Ein Fall, der in die düstersten Abgründe menschlichen Verhaltens abtaucht und sich in einem überraschenden Finale entlädt! Nicht alles ist so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Aber lesen Sie selbst...

WAS HABEN WIR?“, FRAGTE Sally den bereits auf sie wartenden Polizisten an der Absperrung. „Männliche Leiche, etwa 20 Jahre. Aber hier, sehen Sie selbst. Bitte.“, sagte er, während er das Absperrband für Sally und Alex hochhielt, sodass diese, ohne sich zu sehr bücken zu müssen, durchgehen konnten. Nach wenigen Schritten in Richtung Flussufer konnten die beiden Kommissare den Gerichtsmediziner sehen, der sich in seinem weißen Overall über einen nackten Körper beugte und einige erste Untersuchungen durchzuführen schien. Sally ging zielstrebig auf den Gerichtsmediziner zu, während Alex sich zurückfallen ließ und versuchte, das Gesamtbild zu erfassen. „Und Doc, können Sie schon etwas sagen?“ fragte Sally den Gerichtsmediziner, der gerade die weiße Plane über die Leiche legte, um sie so für den Transport in die Gerichtsmedizin freizugeben. Noch bevor er antwortete winkte er zwei seiner hinter dem Absperrband wartenden Kollegen herbei, dass diese den Leichnam holen könnten. „Ah, Kommissarin Becker, schön Sie zu sehen, wenn auch nicht unter diesen Umständen.“, er streifte sich die Handschuhe ab und streckte die Hand zur Begrüßung aus. Kollegial erwiderte Sally die Begrüßung und ging mit dem Gerichtsmediziner zu Alex, der noch immer einige Schritte hinter der bedeckten Leiche stand. Nachdem auch Alex mit einem freundlichen Handschlag begrüßt wurde, zählte der Gerichtsmediziner die Fakten auf, die er bislang feststellen konnte: „So wie ich es sehe, haben wir es mit einem jungen Mann zu tun, etwa zwanzig Jahre. Unbekleidet. Fesselspuren an Handgelenken und Fußgelenken, Blutergüsse auf dem Rücken. Kopflos.“. Sally und Alex lauschten aufmerksam den kurzen Ausführungen, die der Gerichtsmediziner ohne Schnörkel oder Umschweife aufzählte. „Ach ja,“, gerade wollte Alex weitere Fragen stellen, da setzte der Gerichtsmediziner zu einer Ergänzung an: „und der Fundort ist nicht der Tatort. Die Leiche wurde hier abgelegt.“.

WURDE DIE LEICHE IN den Fluss geworfen und angespült?“, fragte Sally und kam damit Alex zuvor, der durch die ergänzte Information wieder seine Gedanken sortierte.

NEIN, DEFINITIV NICHT. Sie wurde hier abgelegt.“. Der Gerichtsmediziner Doktor Andreas Proll beschränkte seine Antwort auf die reinen, bislang erkennbaren Fakten und hielt sich mit jeglicher Spekulation zurück. Eine Eigenschaft, die die beiden Kommissare sehr an ihm schätzten. Seine Vertretung, Doktor Feller hätte diese Antwort vermutlich ausgeweitet und versucht, sein eigenes kriminalistisches Gespür einzubringen, indem er Theorien entwickelt hätte, weshalb der Täter sich nicht die Arbeit machte, die Leiche nur wenige Meter weiter in den Fluss zu werfen und damit jede mögliche Spur endgültig zu verwischen. Eine Eigenschaft von Feller, die andere Ermittler in der Mordkommission durchaus schätzten, nicht zuletzt, weil sie dadurch erste Richtungen für die Ermittlungen erhielten. Feller malte sich dadurch Ambitionen aus, den inzwischen betagten Kollegen Proll als Leiter der Gerichtsmedizin in ferner Zukunft abzulösen. Ambitionen, die sich vermutlich als erfolgversprechend herausstellen würden, aber noch war es nicht soweit. Aber Feller war zum Glück für die beiden Ermittler nicht zum Tatort gerufen worden. Alex und Sally konnten mit der trockenen, auf reine Fakten beschränkten Art von Doktor Proll viel besser leben, entwarfen mit den Informationen ihre ganz eigenen Theorien und verfolgten damit nicht selten ungewöhnliche Spuren, die im späteren Verlauf des Verfahrens aber eine Verurteilung des Täters letztendlich wahrscheinlicher machten.

SEXUELLE HINTERGRÜNDE?“, fragte Alex trocken und suchte mit seinen Augen noch immer den Bereich ab, an dem die inzwischen wegtransportierte Leiche gefunden wurde und an dem jetzt die Spurensicherer ihre Arbeit taten.

AUF DEN ERSTEN BLICK nicht. Nach der Untersuchung in der Gerichtsmedizin werde ich dazu mehr sagen können.“.

TODESZEITPUNKT?“, wieder bestand die Frage von Alex nur aus einem nüchternen Wort. Sally hielt sich in dieser Phase, in der Alex die ersten Teile des Puzzles für sich sammelte, zurück und überließ ihm das Feld der ersten Befragung des Gerichtsmediziners. Sie wusste, das jede Einmischung nur dazu führte, dass Alex sich darüber genervt oder gestört fühlen würde.

SOWEIT ICH DAS JETZT beurteilen kann irgendwann zwischen Mitternacht und zwei Uhr Morgens. Aber genaues...“

ICH WEIß, NACH DER gerichtsmedizinischen Untersuchung.“, fiel Alex dem Mediziner ins Wort und machte umgehend weiter: „Sie sagten kopflos. Erste Vermutungen, Doktor?“.

NEIN, AUF DEM ERSTEN Blick nicht. Sauber abgetrennt. Aber sagen Sie mir, wenn Sie den Kopf noch finden. Ich sehe Sie dann später in der Gerichtsmedizin.“, antwortete der Doktor und stieg in den Wagen, an dem sie inzwischen angelangt waren.

JA, BIS SPÄTER, DOKTOR.“, erwiderte jetzt Sally. Alex schien vollkommen in seinen Gedanken abgetaucht und überblickte noch einmal die Stelle, an der die Leiche gefunden war. Die beiden Ermittler sahen, wie der Wagen des Gerichtsmediziners losfuhr und gingen die wenigen Schritte zu dem Polizisten, der sie eben am Tatort begrüßt hat.

WER HAT DIE LEICHE gefunden?“, fragte Sally den Uniformierten.

EIN SPAZIERGÄNGER. Er ging mit seinem Hund wie jeden Morgen Gassi und stieß dabei auf die Leiche. Ich war auf Streife in dieser Gegend und traf nur wenige Augenblicke nach dem Anruf hier ein, sperrte alles ab und rief die Kollegen. Da hinten steht der Mann mit seinem Hund.“. Der Uniformierte zeigte auf einen älteren Mann, vielleicht Mitte Fünfzig, der mit seinem Dackel am Anfang der Wiese stand. Er wirkte nicht sonderlich nervös oder ungeduldig dafür, dass er gebeten wurde hier für eine erste Befragung zu warten. Aber das begegnete den Ermittlern häufig. Auf den ersten Schock, eine solche grausige Entdeckung gemacht zu haben, folgt bei vielen Menschen das nur allzu natürliche Bedürfnis, die darauf folgenden Abläufe zu beobachten und selbst kriminalistische Überlegungen anzustellen. Wenn man nur lange genug wartet mit der ersten Befragung dieser Personen, dann werden diese  indirekten Zeugen Tathergänge schildern können und vermutlich Theorien über mögliche Täter abgeben. Meist der ungeliebte Nachbar oder der böse Kollege. Denn man wusste ja schon immer, dass mit denen etwas nicht stimmen konnte. Seit im Fernsehen die Leichen und entsprechenden Sendungen inflationär auf die Menschen losgelassen wurden, sind diese Eigenschaften immer häufiger zu beobachten. Erst vor einigen Monaten spielte sich ein solcher indirekter Zeuge derart auf, dass Alex dachte, er wäre in einer falschen Welt. Dieser Zeuge, auch er fand eine Leiche, sprach von DNS, die man doch sichern müsste und dass es doch sicher Haare oder kleine Hautschuppen des Täters gäbe, aus denen man dann spielend einfach den wahren Täter in wenigen Minuten überführen könnte. Im Fernsehen würde es doch auch immer so ablaufen. Als Alex dann diesen Zeugen wieder auf den Boden der Realität zurück holte und ihm sagte, dass es in der Praxis nicht vorkommen kann, dass in wenigen Minuten Spuren gesichert und direkt ausgewertet werden könnten, gab dieser dann zur Antwort, dass es in Amerika doch auch ginge. Immerhin zeigen die das doch bei „CSI“ oder wie die ganzen Serien auch immer heißen würden.

EIN OVERKILL AN CRIME- Serien, der inzwischen aus jedem Zeugen einen Ermittler machte. Eine Entwicklung, die es Alex und Sally nicht wirklich leichter machte, ihrer Arbeit nachzugehen. Sie gingen zu dem wartenden Zeugen mit seinem Dackel und beide hofften innerlich, es hier nicht mit einer derartigen Sorte Amateur - Kriminalist zu tun zu haben.

GUTEN MORGEN, ICH bin Kommissar Alexander Kramp, das ist meine Kollegin Sally Becker. Sie haben die Leiche gefunden?“, übernahm Alex die Befragung des Mannes.

GUTEN MORGEN, JA, ich habe die Leiche gefunden. Wissen Sie, ich gehe jeden Morgen hier mit meinem Hund spazieren. Immer pünktlich um neun Uhr verlasse ich meine Wohnung, da sehen sie, sie ist dahinten,“ der Mann zeigte mit seinem ausgestreckten Arm zu einer Siedlung einige hundert Meter entfernt, „und gehe die große Runde mit meinem Waldi. Da, das ist mein Waldi. Ein ganz lieber, Sie können ihn ruhig streicheln, er beißt nicht.“

NEIN DANKE, WAS HABEN Sie dann bemerkt?“, ignorierte Alex die Aufforderung des Zeugen den Hund zu streicheln und  gab mit seiner trockenen und kühlen...

Erscheint lt. Verlag 9.3.2018
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
ISBN-10 0-00-005662-6 / 0000056626
ISBN-13 978-0-00-005662-7 / 9780000056627
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