Ein ganz besonderes Gefühl (eBook)
130 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-5650-5 (ISBN)
Als Diana erfährt, dass sie ein Kind erwartet, beschließt sie, ein neues Leben anzufangen. Sie verlässt London, um in Heppleton Magna einen Buchladen zu eröffnen. Bei ihrem ersten Kunden stockt Diana der Atem: Marcus Simons! Mit ihm hatte sie die Liebesnacht in einem Londoner Hotel verbracht ...
<p>Am 31. Dezember 2011 starb unsere Erfolgsautorin Penny Jordan nach langer Krankheit im Alter von 65 Jahren. Penny Jordan galt als eine der größten Romance Autorinnen weltweit. Insgesamt verkaufte sie über 100 Millionen Bücher in über 25 Sprachen, die auf den Bestsellerlisten der Länder regelmäßig vertreten waren. 2011 wurde sie vom britischen Autorenverband Romantic Novelists' Association für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.</p><p>Penny Jordan wurde 1946 im englischen Preston geboren. Als Teenager zog sie nach Cheshire, wo sie bis zu ihrem Tode blieb. Sie besuchte die Todmorden Grammar School und arbeitete anschließend als Schreibkraft in Manchester. Während ihrer Zeit als Bankangestellte, schenkte ihr Steve Halsall, Buchhalter und ihr zukünftiger Ehemann, ihre erste Schreibmaschine - eine Autorin war geboren.</p><p>Penny behauptete später oft, sie habe Geschichten erfunden, seit sie denken könne. Im Alter von zehn Jahren hörte sie zum ersten Mal vom Mills & Boon-Verlag, als eine Nachbarin ihrer Mutter die Zeitschrift "Woman's Weekly" gab. Mit Anfang zwanzig begann sie zu schreiben und veröffentlichte in den ersten Jahren unter verschiedenen Pseudonymen 25 Regency-Romane, zwei Liebesromane und einen Romantic Thriller.</p><p>Dann erfuhr sie, dass der Romance Verlag Mills & Boon nach neuen Autoren suchte. "Ich war immer ein Fan von Mills & Boon-Romanen - am Tag der Veröffentlichung meiner Lieblingsautorenhabe ich immer so früh wie möglich Feierabend gemacht, um rechtzeitig in die Buchhandlungen zu kommen und ein Exemplar zu ergattern, bevor alle vergriffen waren. Irgendwann nahm ich all meinen Mut zusammen und bot Mills & Boon mein erstes eigenes Buch. Ich entschied mich für die Art Liebesroman, die ich selber am liebsten lese, mit einem Wüstenprinzen als Helden. Dieser erschien unter dem Titel 'Falcon's Prey' [bei CORA unter dem Titel "Betörende Nächte in Kuwait" bei Julia erschienen, die Red.]. Über Wüstenprinzen zu schreiben hat mir immer großen Spaß gemacht, und sie sind so etwas wie mein Markenzeichen geworden. "</p><p>Die Lektorin, die Penny Jordans Roman 1980 in einem Stapel unveröffentlichter Manuskripte entdeckte, sagte über sie: "Ein Naturtalent - eine geborene Geschichtenerzählerin mit einem einzigartigen, kraftvollen und leidenschaftlichen Ton. "Die Manuskripte, die Penny Jordan auf ihrer alten Schreibmaschine schrieb, waren berüchtigt, weil oft Heldennamen und einzelne Buchstaben fehlten, da Pennys Arbeitsweise impulsiv war ...
2. KAPITEL
„Nun, Diana. Sie müssen selbst wissen, was Sie tun. Ich gestehe, dass ich ziemlich überrascht bin, denn ich dachte, Sie fühlten sich hier bei Southern Television wohl. Ich kann Sie mir gar nicht recht als Buchhändlerin in einer Kleinstadt vorstellen.“
„Das habe ich gelernt, bevor ich zum Fernsehen ging“, erinnerte Diana ihren Chef. „Und außerdem kommen meine Eltern vom Lande.“
„Ich verstehe“, erwiderte Don Millworth, Leiter der Kulturabteilung der Fernsehgesellschaft. „Sie wollen also Ihren Eltern näher sein?“
Diana schüttelte den Kopf. Ihre Eltern waren vor einem halben Jahr nach Australien ausgewandert. Ihr älterer Bruder lebte dort mit seiner Familie und sie hatten beschlossen, ihren Lebensabend bei ihm zu verbringen. Nein, ihr Entschluss, die Arbeit beim Fernsehen zu beenden und aufs Land zu ziehen, hatte mit ihren Eltern nichts zu tun.
Zufällig fiel ihr Blick in den Spiegel an der gegenüberliegenden Wand. Noch war ihr nichts anzusehen. Eigentlich sollte sie ja entsetzt sein … schwanger im dritten Monat von einem Mann, dessen Namen sie nicht einmal kannte. Stattdessen aber war sie froh und glücklich und empfand das wachsende Leben in ihrem Leib wie ein Geschenk des Himmels.
Sie hatte vorher nie ernsthaft darüber nachgedacht, welche Rolle Kinder in ihrem Leben spielen sollten. Als ihr Hausarzt, Dr. Copeland, umständlich und verlegen den Grund für ihre häufige Müdigkeit und gelegentliche Übelkeit erklärte, hatte sie sich spontan entschlossen, dieses Kind zu bekommen und groß zu ziehen. Auf keinen Fall sollte es ein Stadtkind werden! Die Erbschaft versetzte sie in die Lage, ein ganz neues Leben zu beginnen und diesem Kind die bestmöglichen Bedingungen zu bieten.
Mr. Soames zeigte sich erstaunlich verständnisvoll, als sie ihn für die Umsetzung ihrer Pläne um Rat befragte. „Ich empfehle Ihnen aber, sich nicht vollständig zurückzuziehen“, bemerkte er nach kurzem Zögern. „Vielleicht könnten sie ein kleines Geschäft …“
„Ich habe Literatur studiert und als Journalistin gearbeitet“, unterbrach Diana ihn, „und keine Ahnung, wie man ein Geschäft führt.“
Mr. Soames schien ihr gar nicht zuzuhören. Er überlegte offensichtlich angestrengt. „Meine liebe Miss Johnson“, sagte er schließlich und lächelte seine Klientin dabei so herzlich an, wie es seine Standesehre erlaubte. „Ich glaube, ich habe die ideale Lösung für Sie. Gerade kürzlich bin ich von einem Bekannten in Hereford auf ein interessantes Objekt aufmerksam gemacht worden. Eine alte Dame ist verstorben und hat einen – zugegebenermaßen etwas herunter gewirtschafteten – Buchladen hinterlassen. Er befindet sich in einem alten Gebäude, das unter Denkmalschutz steht. Das bedeutet aber allerdings auch“, gab er abschließend zu bedenken, „dass bei einer vorzunehmenden Renovierung gewisse Auflagen zu beachten sind.“
Dianas Gedanken überschlugen sich. Eine Buchhandlung? Allein wäre sie nie auf eine solche Idee gekommen! Von Büchern verstand sie etwas, und durch die Arbeit beim Fernsehen hatte sie viele Kontakte geknüpft, die sich jetzt als nützlich erweisen könnten. „Wollen Sie damit sagen, dass ich das Geschäft und das Haus kaufen könnte?“, fragte sie Mr. Soames. Noch überwogen ihre Zweifel.
„Heppleton Magna ist ein entzückendes kleines Städtchen am River Wye. Meine Familie kommt aus der Gegend, und ich habe immer noch ganz gute Beziehungen dorthin. Wenn Sie es wünschen, besorge ich einen Besichtigungstermin für Sie.“
Eine Besichtigung verpflichtet ja zu nichts, dachte Diana und stimmte rasch zu, ehe der Mut sie wieder verließ.
„Ich werde Sie anrufen, so bald ich eine Verabredung getroffen habe“, beendete Mr. Soames das Gespräch. „Mein Kontaktmann ist allerdings zurzeit verreist. Er besitzt dort eine große Farm. Ich selbst werde sie also begleiten, wenn es Ihnen recht ist.“
Heppleton Magna war ein Traum. Diana war von dem Städtchen sofort begeistert, als sie drei Tage später mit Mr. Soames durch die engen Gassen dieser ländlichen Kleinstadt bummelte. Rote Backsteinhäuser säumten die Straßen rund um den malerischen Marktplatz. Vor einem dieser schmalen, zweistöckigen Gebäude blieb Mr. Soames schließlich stehen. „Ihr Buchladen!“, stellte er fest.
Der Laden und die darüber liegenden Wohnräume machten einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck. „Die Vorbesitzerin, eine stolze alte Dame, wollte sich trotz ihrer langjährigen Krankheit nicht eingestehen, dass sie dem Geschäft ohne fremde Hilfe nicht mehr gewachsen war“, erklärte Mr. Soames. „Das Resultat sehen Sie ja.“
Gewiss, die Geschäftsräume wirkten düster und unfreundlich, und die Wohnräume waren ungepflegt, aber Diana besaß genügend Fantasie, sich das alles nach ihren Vorstellungen eingerichtet auszumalen. Sie hatte sich auf Anhieb in dieses Haus verliebt. Hier würden sie glücklich werden, sie und ihr Kind.
Hinter dem Haus erstreckte sich ein langer, schmaler Garten bis zum Fluss hinunter, an dessen anderem Ufer sich weite, unbebaute Felder erstreckten. In dieser beschaulichen Ruhe sollte ihr Kind aufwachsen! Diana hatte sich bereits vergewissert, dass es genügend Kindergartenplätze und Schulen gab. Sie hörte kaum noch, was Mr. Soames sagte. Es spielte auch keine Rolle mehr. Sie hatte sich längst entschieden.
Es war ein Jammer, dass Leslie dies alles nicht mehr sehen konnte! Wie gern hätte sie ihre Freude mit ihr geteilt. Diana strich sich mit der Hand über den noch immer erstaunlich flachen Bauch. Als habe die Natur für Ersatz sorgen wollen, keimte dort neues Leben, nachdem Diana die Freundin verloren hatte.
Den Gedanken, wie es dazu gekommen war, verdrängte sie lieber. Sie nahm es als eine Fügung des Schicksals, dass sie genau an dem Tag schwanger geworden war, an dem sie Leslie zur letzten Ruhe begleitet hatte. Den Vater des Kindes hatte Diana aus der Erinnerung verbannt. Sie wusste ja nicht einmal seinen Namen!
„Werden Sie sich darum kümmern, dass der Kauf möglichst rasch erfolgt?“, fragte sie Mr. Soames auf dem Heimweg.
Der Anwalt nickte. „Wenn Sie wirklich fest entschlossen sind. Allerdings muss ich erst mit dem Mann sprechen, der mir das Geschäft vermittelt hat. Soviel ich weiß, wird er in wenigen Tagen zurück sein. Ich melde mich bei Ihnen, sobald er wieder da ist.“
Der Umzug nach Heppleton Magna verlief problemlos. Diana hatte die Wohnung mit dem gesamten Mobiliar zu einem günstigen Preis verkaufen können. Nur die Bilder und einige Erinnerungsgegenstände hatte sie behalten. In Herefordshire wollte sie gänzlich neu anfangen.
Unten auf der Straße schaute sie ein letztes Mal zu den Fenstern empor, hinter denen sie so Schweres erlebt hatte. Die Morgensonne ließ den Ring an ihrer Hand funkeln.
Heppleton Magna war natürlich nicht London! Bei den überwiegend älteren Bewohnern des Städtchens würde eine ledige Mutter sicher keinen leichten Stand haben. Diana wollte nicht, dass ihr Kind unter einem solchen Makel zu leiden hatte. Als junge Witwe würde man sie eher tolerieren.
Diana genoss die Fahrt aus der hektischen Stadt in die beschauliche Ruhe von Herefordshire. Es war wie ein symbolischer Akt: Mit dieser Fahrt nahm sie Abschied von ihrem bisherigen Leben.
Sie hatte sich vorgenommen, das Haus in Heppleton Magna gründlich renovieren zu lassen. Da es jedoch unter Denkmalschutz stand, würde es eine aufwendige und langwierige Arbeit sein. Glücklicherweise hatte Mr. Soames ein Bauunternehmen für sie ausfindig gemacht, das auf solche Arbeiten spezialisiert war.
Diana wusste schon genau, wie das Haus einmal aussehen würde. Den Laden musste sie natürlich modernisieren. Im ersten Stock sollten ein großzügig geschnittener Wohnraum sowie Küche und Bad eingerichtet werden, und im Dachgeschoss wollte sie die Schlafräume für sich und das Kind ausbauen lassen. Gleich morgen traf sie sich mit einem Beauftragten der Baufirma, um die Einzelheiten zu besprechen.
Bis zum Ende der Renovierung hatte Diana sich im Gasthof am Marktplatz einquartiert. Die Fenster ihres Zimmers gingen nach hinten hinaus, sodass sie einen herrlichen Ausblick auf den Fluss hatte. Dort würde bald auch ihr Kind spielen. Sie musste unbedingt dafür sorgen, dass ein sicherer Zaun installiert wurde.
Nachdem sie ihre wenigen Habseligkeiten verstaut hatte, entschloss sich Diana zu einem Spaziergang durch die Stadt.
Einst war Heppleton Magna das ländliche Zentrum für die Bauern der umliegenden Höfe gewesen. Inzwischen waren die Verwaltung des Bezirks und einige Industriebetriebe hinzugekommen. Vor allem der Stadtkern hatte seinen beschaulichen Charakter bewahrt. Die hübschen Fassaden der Backsteinhäuser wurden nicht von Werbeflächen entstellt, und auf dem quadratischen Platz in der Mitte wurde auch jetzt noch regelmäßig Markt abgehalten.
Schade, dachte Diana, als sie einsam durch die Straßen spazierte, dass sie niemanden hatte, mit dem sie ihre Vorfreude auf das Kind teilen konnte. Ihr Bruder und ihre Eltern waren weit fort. Außerdem würden sie vermutlich auch nicht viel Verständnis dafür haben, wie sehr Diana mit allen Konventionen gebrochen hatte.
Natürlich würde sie auch hier neue Freunde gewinnen. Sie musste nur etwas Geduld haben. Gewiss würde sie nicht ewig eine Fremde in Heppleton Magna bleiben.
Die Begegnung mit dem Inhaber der Baufirma verlief erfreulicher, als Diana zu hoffen gewagt hatte. Bill Hobbs war ein Handwerker vom alten Schlag, der bereitwillig auf Dianas Wünsche einging. Er schien selbst Spaß daran zu haben, die alte Substanz des Hauses zu...
| Erscheint lt. Verlag | 21.4.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Digital Edition |
| Digital Edition | Digital Edition |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Romane / Erzählungen |
| Schlagworte | bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora digital edition • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook angebote • ebook günstig • ebook liebesroman • Frauenroman • Frech • Liebesgeschichte • Liebesroman • romantisch • Romantische Bücher • Sexy |
| ISBN-10 | 3-7337-5650-9 / 3733756509 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-5650-5 / 9783733756505 |
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