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Central Park Killer: Thriller -  Alfred Bekker

Central Park Killer: Thriller (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
160 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-1911-0 (ISBN)
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Central Park Killer Thriller von Alfred Bekker (Henry Rohmer) Der Umfang dieses Ebook entspricht 140 Taschenbuchseiten. Zwei Menschen werden kurz hintereinander im New Yorker Central Park ermordet. Die Opfer scheinen zunächst nichts gemeinsam zu haben. Als es weitere Tote gibt, kommen die Ermittler schließlich einer krakenhaften Organisation auf die Spur, die von Amerikanern muslimischen Glaubens Schutzgelder erpresst, um damit den heiligen Krieg islamistischer Terror-Kommandos zu finanzieren... Rasanter Action-Krimi von Henry Rohmer (Alfred Bekker)! Henry Rohmer ist das Pseudonym des bekannten Fantasy- und Jugendbuch-Autors Alfred Bekker. Daneben schrieb Bekker an zahlreichen Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton Reloaded, John Sinclair und Kommissar X mit.

Captain Rice Donovan von der Homicide Squad Manhattan Süd begrüßte Milo und mich am Tatort. Die beiden Toten waren bereits von den Beamten des Coroners in die Gerichtsmedizin abtransportiert worden. Markierungen zeigten an, wo sie zu Boden gegangen waren.

Kollegen der Scientific Research Division, dem zentralen Erkennungsdienst aller New Yorker Polizeieinheiten suchten die Umgebung nach Spuren ab, während ein Dutzend NYPD-Beamte damit beschäftigt war, Passanten zu befragen und Personalien aufzunehmen.

"Der Fahrer eines Trekking-Bikes hat zwei Männer offenbar gezielt und kaltblütig erschossen", berichtete Captain Donovan mit ernstem Gesicht. "Der Mann war so schnell weg, dass..."

"Ein Mann?", vergewisserte ich mich.

Donovan nickte. "Den Zeugenaussagen nach ja. Leider war von seinem Gesicht nicht viel zu sehen. Er trug eine dieser modernen Radfahrerbrillen sowie einen Helm. Wir haben alle Leute zusammengetrommelt, die wir auftreiben konnten. Meine Männer suchen jetzt den 'Ramble' ab. Aber die Chancen, dass der Killer sich dort noch versteckt hält, stehen eins zu tausend."

Donovan holte ein paar Polaroids aus der Innentasche seines karierten Jacketts und reichte sie mir. Sie zeigten die Opfer dieses Mordanschlags. Ich gab die Fotos an Milo weiter, nachdem ich sie mir eingehend angesehen hatte.

"Der Mann in der Lederjacke heißt Wynton Jennings. Er ist Privatdetektiv und hat sein Büro in der Lower East Side. Mehr wissen wir noch nicht."

"Der Grund dafür, dass man uns gerufen hat, ist die Identität des zweiten Mannes", sagte Milo.

Donovan nickte. "Jaffar as-Zadik, vermutlich ein islamistischer Top-Terrorist. Jedenfalls steht er auf euren Fahndungslisten, Jesse."

Ich hob die Augenbrauen. Der Name as-Zadik sagte mir durchaus etwas. Er war in der Vergangenheit mit der Terror-Gruppe des Osama bin Laden in Verbindung gebracht worden.

Eigentlich vermuteten wir as-Zadiks Aufenthaltsort eher im Sudan, in Afghanistan oder einer der islamisch geprägten GUS-Republiken, in deren versteppten Weiten ein internationaler Haftbefehl nichts bedeutete.

"Hundertprozentige Sicherheit haben wir natürlich noch nicht, was as-Zadiks Identität angeht", gab Donovan zu. "Die Raster unserer Bilderkennungsprogramme sind ziemlich grob."

Milo sagte: "Soweit ich weiß, gibt es von as-Zadik verhältnismäßig viel Fotomaterial. Mit Hilfe telemetrischer Untersuchungen werden wir in Kürze ziemlich sicher sein."

Im Rahmen telemetrischer Verfahren werden Gesichts- oder Körpermerkmale exakt vermessen, etwa der Abstand der Augen zueinander oder der Abstand zwischen rechtem Auge und rechtem Ohr und so weiter. Dass mehr als fünf solcher Daten bei verschiedenen Menschen exakt übereinstimmen ist extrem unwahrscheinlich. Und bei den von unseren Spezialisten durchgeführten Untersuchungen werden sogar zwölf solcher Merkmale miteinander verglichen. Auf diese Weise lässt sich ein Mensch auch anhand von Fotomaterial identifizieren, das schon Jahrzehnte alt ist.

"Gibt es irgendwelche Hinweise darauf, was as-Zadik hier wollte?", fragte ich.

Donovan zuckte mit den Achseln. "Er hatte eine drei Tage alte Tankquittung in der Hosentasche. Dadurch wissen wir, dass er einen Wagen gefahren hat, der Super-Benzin fährt und sich mindestens seit dem angegebenen Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten aufhielt." Donovan rief einen seiner Lieutenants herbei, der uns die Brieftasche zeigte, die man bei as-Zadik gefunden hatte. Darin ein Pass auf den Namen Jason McMillan, amerikanischer Staatsbürger, 42 Jahre alt, geboren in Clarance, Michigan sowie ein mexikanisches Dokument, dass auf den Namen Jorge Rodriguez Gutierra ausgestellt war. "Dass er den Gutierra-Pass bei sich hatte, ist überhaupt der Grund dafür, dass wir so schnell auf as-Zadik gekommen sind", erklärte Donovan. "Diese Identität hat er nämlich früher schon einmal benutzt..."

"Sieht aus, als hätte sich as-Zadik mit diesem Privatdetektiv aus Chelsea treffen wollen und jemand hat das unbedingt verhindern wollen", murmelte ich, während ich mir die Markierungen eingehend ansah, die anzeigten, wo die Toten gelegen hatten.

"Wir haben eine Zeugenaussage, dass der Detektiv noch einige Augenblicke lang gelebt hat", sagte Donovan in meine Gedanken hinein. "Vielleicht hat er dieser Ärztin sogar noch etwas gesagt."

Ich blickte ihn überrascht an. "Welche Ärztin?", hakte ich nach.

"Eine Frau mit langen braunen Haaren, höchstens dreißig. Zeugen zu Folge hat sie behauptet, Ärztin zu sein und sich um den Mann gekümmert. Allerdings war sie verschwunden ehe die Rettungskräfte eintrafen." Donovan verzog das Gesicht.

"Ein Phantombild wird gerade angefertigt. Vielleicht meldet sich diese Frau ja, wenn wir es in der Presse veröffentlichen..."

"Ja, vielleicht", murmelte ich.

Wir sprachen noch mit Sara Corelli, einer SRD-Kollegin, die uns den Reifenabdruck eines Trekking-Bikes zeigte.

"Vielleicht haben wir ja Glück und der Täter hat einen exquisiten Geschmack, was sein Fahrrad-Equipment angeht", meinte sie. "Dann könnte man ihn vielleicht darüber identifizieren."

Der einzige Ansatzpunkt, der Milo und mir für unsere Ermittlungen blieb, war Wynton Jennings, der Privatdetektiv aus der Lower East Side.

So fuhren wir zu der Adresse, die in dem Führerschein gestanden hatte, der bei dem Toten Jennings gefunden worden war: 137 Montgomery Street.

Die Nummer hörte zu einem zehnstöckigen Brownstone-Haus.

Im Erdgeschoss befanden sich kleine Geschäfte, Restaurants und ein Frisör.

Die darüber liegenden Etagen dienten vorwiegend kleineren Firmen als Büroräume. Consulting-Firmen, Steuerberater und Rechtsanwälte residierten hier ebenso wie eine Agentur, die Models vermittelte. In der achten Etage fand sich das Detektiv-Büro Jennings.

Jennings' Firmenschild an der Tür aus Panzerglas zeigte bewusstes Understatement.

W. Jennings, Investigator - das war alles, was dort stand.

Milo betätigte die Gegensprechanlage. Eine Frauenstimme meldete sich. "Ja, bitte?"

"Special Agent Milo Tucker, FBI. Bitte machen Sie die Tür auf."

Eine kurze Pause folgte.

"Mister Jennings ist im Moment nicht zu sprechen", erwiderte die Frauenstimme dann geschäftsmäßig.

"Möglicherweise möchten wir mit Ihnen sprechen, Miss..."

"Mit mir?", echote sie.

Ihre Verunsicherung war deutlich herauszuhören. Es knackte in der Gegensprechanlage. Einige Augenblicke geschah gar nichts, dann schob sich die Panzerglastür mit einem Summen zur Seite. Wir traten ein.

Ein baumlanger Kerl kam aus einem der Räume heraus und trat uns entgegen. Er trug einen dunklen Anzug. Die Beule unter der linken Achsel verriet, dass er bewaffnet war.

"Die Ausweise bitte, G-men!", forderte er.

Wir zeigten ihm unsere ID-Cards.

Der Lange sah sie sich eingehend an, bevor er sie an uns zurückgab.

"Und wer sind Sie?", fragte ich.

"Gordon Brown", knurrte der Lange. "Ich bin ein Mitarbeiter von Mister Jennings."

"Und die charmante Lautsprecherstimme von eben?", fragte Milo.

"Sprechen Sie von mir?"

Wir drehten uns in Richtung der halboffenen Tür herum, durch die man offenbar in die eigentlichen Büros gelangte.

Eine grazile Frau mit langen braunen Haaren musterte uns zunächst abschätzig. Dann trat sie auf uns zu. Die enge Jeans und das knappe T-Shirt verbargen kaum etwas von ihren Reizen. Ihre dunkelbraunen Augen sahen mich an.

"Mara Nolan", sagte sie.

"Auch eine Mitarbeiterin von Mister Jennings?", fragte ich.

"Sie sagen es."

"Wo befindet sich Ihr Boss jetzt?"

Sie verzog spöttisch das feingeschnittene Gesicht.

"Glauben Sie wirklich, dass ich Ihnen so eine Frage beantworten werde, Mister..."

"Special Agent Jesse Trevellian", stellte ich mich vor. "Der Mann, bei dem Sie angestellt sind, wurde vor wenigen Stunden im Central Park ermordet."

Mara Nolan wandte den Kopf, wechselte einen Blick mit Gordon Brown.

Brown hob die Augenbrauen. "Wie ist das passiert?"

"Bevor wir Ihre Fragen beantworten, wäre es nett, wenn wir uns hier ein bisschen umsehen dürften und Sie einige Angaben machen", sagte ich.

Brown atmete tief durch. "Wenn ich nein sagen würde, hätte das wahrscheinlich ohnehin keinen Sinn", knurrte er.

"So ist es. Um in den Räumen eines Ermordeten eine Durchsuchung durchzuführen, brauchen wir nicht einmal einen richterlichen Befehl."

"Das ist Routine.Ich kenne mich aus", erwiderte Brown.

Ich wandte mich an Mara Nolan. "Führen Sie mich ein bisschen in der Agentur herum?"

"Sicher."

Milo zog sich mit Gordon Brown in einen der Empfangsräume zurück, die zur Agentur gehörten. Währenddessen ließ ich mich von Mara in das eigentliche Büro führen. Es bestand aus einem fast hundert Quadratmeter großen Raum, in dem sich mehrere Computeranlagen befanden.

"Ja, die Arbeit eines Private Eye hat sich seit den Zeiten von Philip Marlowe ziemlich verändert", meinte Mara. "Wir verbringen viel Zeit vor dem Bildschirm. Aber Sie kennen das ja aus Ihrem Job."

"Allerdings."

Sie blieb stehen, lehnte sich gegen einen der modernen Bürotische und sah mir direkt in die Augen. "Sie wollten Gordon und mich getrennt...

Erscheint lt. Verlag 4.6.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
ISBN-10 3-7389-1911-2 / 3738919112
ISBN-13 978-3-7389-1911-0 / 9783738919110
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