Frontiersmen: Civil War 2 (eBook)
beBEYOND (Verlag)
978-3-7325-4362-5 (ISBN)
Mehrere Sternensysteme haben ihre Unabhängigkeit von der Union erklärt, ein Bürgerkrieg wirft seine Schatten voraus. Frontiersman John Donovan will nichts weniger, als in den Krieg zu ziehen. Dennoch kann seine Crew ihn überreden, vierzig Frachter mit gestohlenen Waffen zu einer Rebellenbasis zu schmuggeln. Dazu müssen sie die Badlands durchqueren - ein von Raumpiraten und Partikelstürmen heimgesuchter Winkel des Universums. Und zu allem Überfluss verärgert John auch noch eine ehrgeizige Offizierin des Unionsmilitärs ...
ÜBER DIE SERIE:
An den Grenzen der bekannten Galaxie geht es rau zu: Seit Jahrzehnten beuten die Konzerne der Kernwelten-Union die Randwelten aus. Eine Revolte auf der Bergbaukolonie Higgins' Moon ist der Funke, der das Pulverfass entzündet ... und ein einziges Wort entfaltet seine verheerende Sprengkraft: Bürgerkrieg!
Mittendrin: John Donovan, Frontiersman - einer jener furchtlosen Frachterkapitäne, die ihren nicht immer ganz legalen Geschäften dort nachgehen, wo der Weltraum noch frei und wild ist. John und seine zusammengewürfelte Crew von Outcasts wollen nichts weniger, als in den Krieg zu ziehen. Doch nicht immer gelingt es einem, sich von Scherereien fernzuhalten - schon gar nicht, wenn es persönlich wird ...
Das actionreiche SF-Spektakel von 'Star Trek'-Autor Bernd Perplies alias Wes Andrews!
Diese Ausgabe enthält eine Karte des Frontiersmen-Universums.
eBooks von beBEYOND - fremde Welten und fantastische Reisen.
<p><b>Wes Andrews</b> - das ist <b>Bernd Perplies</b>. Der 1977 geborene Autor ist seinen Lesern aus gut 30 Romanen bekannt, Science-Fiction und Fantasy für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Neben der Frontiersmen-Serie schrieb er gemeinsam mit Christian Humberg "Star Trek: Prometheus", die ersten Star-Trek-Romane aus deutscher Feder. Mit den Frontiersmen lebt er seine Vorliebe für alte Western und die TV-Serie "Firefly" aus.</p>
Wes Andrews - das ist Bernd Perplies. Der 1977 geborene Autor ist seinen Lesern aus gut 30 Romanen bekannt, Science-Fiction und Fantasy für Erwachsene ebenso wie für Kinder. Neben der Frontiersmen-Serie schrieb er gemeinsam mit Christian Humberg "Star Trek: Prometheus", die ersten Star-Trek-Romane aus deutscher Feder. Mit den Frontiersmen lebt er seine Vorliebe für alte Western und die TV-Serie "Firefly" aus.
El Dorado stand in verwitterten Buchstaben auf dem hölzernen Schild über dem Eingang der Taverne, die sich am Rand des Raumhafens von Cajamarca befand. Von außen machte der Laden nicht viel her; ein eingeschossiges Haus mit flachem Kuppeldach, dessen ehemals weißer Putz rissig und von rötlichem Staub eingefärbt war. Es gab praktisch keine Fenster, und die elektronische Speisekarte neben der Tür flackerte unter leichtem Knistern.
»Das soll das beste Haus am Platz sein?« Stirnrunzelnd ließ Kelly den Blick über die Fassade gleiten.
»Der Hafenmeister hat das Bier und die Bohnenpfanne jedenfalls in den höchsten Tönen gelobt«, erwiderte Hobie achselzuckend.
»Die Küche muss fantastisch sein«, meinte Aleandro, »denn so wie das Ding aussieht, kann der Besitzer nur von Stammkunden leben. Laufkundschaft verirrt sich nicht in diesen Laden.«
»Vielleicht sind die anderen Tavernen auch einfach noch hässlicher«, sagte Piccoli und deutete auf die umliegenden Bauwerke, von denen eines heruntergekommener wirkte als das andere.
Cajamarca war eine kleine Stadt auf der unzivilisierten Planetenhälfte von Atahualpa. Entsprechend bestand der Raumhafen aus kaum mehr als einem staubigen Feld in der Einöde, und die vielleicht einhundert Gebäude in der Nachbarschaft waren gedrungene Fertigmodule oder schlichte Permabetonbungalows mit schmutzig weißen Außenwänden, frei hängenden Energieleitungen und Parabolantennen auf dem Dach. Der Ertrag des umliegenden Landes war mies, es gab keine nennenswerte Industrie, und das Freizeitangebot ließ sich bestenfalls dürftig nennen, aber die Leute stellten keine Fragen – und das schloss auch den Sheriff ein, der sie gleich bei ihrer Ankunft begrüßt und eine bescheidene Verwaltungsgebühr eingestrichen hatte, die er dafür erhob, sich einfach aus allem rauszuhalten.
Es war der perfekte Ort, um eine Weile unterzutauchen, nachdem man irgendwo zu viel Aufmerksamkeit erregt hatte. Genau der Ort, den John Donovan – Frontiersman und freischaffender Transportunternehmer – für sich und seine fünfköpfige Besatzung im Augenblick suchte.
»Gehen wir hinein«, sagte er und legte Kelly aufmunternd eine Hand auf die Schulter. »Dann werden wir sehen, was vom Wort dieses Hafenmeisters zu halten ist. Ich für meinen Teil bin bereit, ihm einen Vertrauensvorschuss zu geben. Immerhin lässt er sich für eine Staubkugel wie Atahualpa ganz ordentliche Liegegebühren pro Tag bezahlen. Und er weiß selbst, dass wir schneller wieder weg sind, als ein Steppenläufer quer über die Hauptstraße gerollt ist, wenn es uns in Cajamarca nicht gefällt.«
John nickte Hobie zu, der die Tür zum El Dorado öffnete und eintrat. Die anderen folgten ihm.
Im Inneren der Taverne war es angenehm kühl. Es herrschte Dämmerlicht vor, und die Luft war von Rauch und dem Geruch von Bohnen geschwängert. An den meisten Tischen im Schankraum saßen Gäste, was John für ein positives Zeichen hielt. Die Einrichtung war schlicht und merklich alt, aber Tische und Stühle bestanden immerhin aus Holz, es gab gemusterte Kissen auf den Sitzflächen, und auf einem Regalbrett, das unterhalb der Decke verlief, reihten sich Flaschen aneinander, die den Etiketten zufolge einst exotische Spirituosen enthalten hatten. Der Besitzer schien in Getränkefragen eine experimentierfreudige Natur zu sein.
»Sieht doch ganz nett aus«, murmelte John, während er ihre Gruppe zu einem freien Tisch an der Wand führte. Ein paar der Gäste warfen ihnen prüfende Blicke zu, die vor allem der massigen Gestalt Piccolis und der grünhäutigen Sekoya galten. Doch auch wenn die Anwesenheit der Peko ein paar finstere Mienen hervorrief, sagte niemand ein Wort, was zweifellos dem hünenhaften ehemaligen Bergarbeiter Piccoli geschuldet war.
Überhaupt war es für die Anzahl an Gästen ziemlich still im El Dorado, wie John feststellte, als sie sich setzten und die Speisekarten zur Hand nahmen. Der Grund dafür schien ein großformatiger Bildschirm zu sein, der über dem Tresen an der Stirnseite des Raums hing. Dort wurde gerade eine Kundgebung übertragen. Ein gewichtig dreinblickender Mann mit grau meliertem Haar und Bart stand in einen Anzug aus grauer und brauner Wolle gekleidet hinter einem Rednerpult und blickte auf ein Publikum außerhalb des Aufnahmewinkels der Kamera. Seine Stimme klang leidenschaftlich, und er klammerte sich an das polierte Holz, als wollte er sich daran hindern, wild zu gestikulieren.
»All diese Zwischenfälle«, sagte er gerade, »die ich soeben aufgezählt habe, beginnend mit dem Konzernermächtigungsparagrafen bis zur Zerstörung der Kolonie namens Higgins’ Gorge auf dem Mond Hasperat II, haben sich seit der Amtsübernahme von Präsident Conway zugetragen, also binnen weniger Monate. Und Sie alle wissen, dass dies nur die Spitze einer jahrzehntelangen Tradition der Ausbeutung und Misshandlung der Randplaneten durch die Kernwelten darstellt. Die Zeit des Hinnehmens dieser Zustände ist vorüber. Die Zeit zu handeln ist gekommen.«
»Das ist doch der Sektorgouverneur des Oklahoma-Sektors«, erkannte Hobie erstaunt. »Wie heißt er noch gleich?«
»Earl Jennings«, half ihm Kelly.
»Richtig. Was redet der da?«
»Wenn eine galaktische Regierung nicht für alle Bewohner dieses galaktischen Bundes da ist«, fuhr Jennings fort, »sondern sich auf den Schutz und die Förderung der wohlhabenden Planeten beschränkt, während sie den Stimmen von den Randwelten kein Gehör schenkt, dann läuft etwas falsch. Jahr um Jahr haben wir als Sektorgouverneure und Weltenlenker versucht, diesen Ungehörten zu mehr Aufmerksamkeit im Sektorkontrollgremium zu verhelfen. Letzten Endes war es umsonst. Die Dinge, das haben wir nun erkannt, ändern sich nur, wenn wir sie ändern.«
»Da ist was dran«, rief jemand im vorderen Teil der Taverne.
»Und wenn eine Regierung«, sagte Jennings, »sosehr sie auch durch die Tradition und die Gesetze legitimiert ist, nicht mehr für das Volk da ist, wenn unsere Grundrechte auf Freiheit und persönliches Glück nicht mehr geachtet werden, dann ist es die heilige Pflicht dieses Volks, dagegen aufzustehen!«
In dem Saal, aus dem die Rede übertragen wurde, erklang Applaus, und auch ein paar der im El Dorado Anwesenden klatschten Beifall.
»Das hört sich verdammt nach Rebellion an«, murmelte Piccoli.
»Ein Sektorgouverneur, der rebelliert?« Aleandro schüttelte verwirrt den Kopf. »Geht das überhaupt?«
»Es gibt schon seit Jahren immer wieder Streit zwischen den Gouverneuren der Kernsektoren und denen der Randsektoren«, sagte Kelly. »In den meisten Fällen wurde er zur Unzufriedenheit der Randweltengouverneure beendet. Dann wurde ein bisschen geflucht und gedroht – und man ging zum Tagesgeschäft über. Aber das hier klingt … außergewöhnlich.«
»Wir haben in den letzten Monaten viel mit den Männern und Frauen gesprochen, deren Schicksal uns anvertraut wurde, als man uns zu Sektorgouverneuren wählte.« Jennings ließ den Blick über sein Publikum schweifen. Er schien jeden Einzelnen ansprechen zu wollen. »Wir haben uns von ihren Sorgen und Nöten erzählen lassen, haben ihren Hoffnungen und Wünschen gelauscht. Und wir fragten sie, ob wir auf ihre Unterstützung zählen könnten, wenn wir diesen letzten Schritt gehen würden, der einem aufrechten Mann bleibt, nachdem alle anderen Versuche gescheitert sind, der Ungerechtigkeit in der Galaxis ein Ende zu setzen.« Er machte eine Kunstpause und hob dann vielsagend einen Zeigefinger. »Sie sagten, dass sie hinter uns stehen würden.« Erneut erschallte Applaus, aber diesmal hob Jennings die Stimme darüber. »Männer und Frauen von Purcell über Yuma und Alvarado bis Celaya haben gesagt, dass sie Seite an Seite mit uns kämpfen würden, wenn es nötig wird!«
»Ich fasse es nicht.« John berührte einen Mann am Nachbartisch am Arm. »He, Kumpel. Wie alt ist diese Übertragung?«
Der Angesprochene sah ihn aufgeregt an. »Zwei Stunden Verzögerung – von Purcell aus!«
»Was?«, entfuhr es Aleandro. »Die Übertragung muss ein Vermögen kosten.«
Der Einschätzung konnte John nur zustimmen. Von Purcell nach Atahualpa waren es sechs Transits, das bedeutete, die Übertragungsdaten mussten von den Funkrelaisbojen sechsmal von einem System zum nächsten gebracht werden – einmal quer durch den Concord-Sektor, der zwischen dem Oklahoma- und dem Jalisco-Sektor lag, in dem sich auch das Sternsystem befand, zu dem Atahualpa gehörte. Da Jennings sich gewiss nicht speziell an eine Zuhörerschaft auf dieser Welt wandte, lag die Vermutung nahe, dass im Augenblick das komplette Kommunikationsnetz in mindestens drei Randsektoren glühte.
»Die haben das nicht bezahlt«, begriff er. »Die haben das Netz übernommen.«
»Und deshalb haben wir« – Jennings richtete sich auf –, »Sektorgouverneur De Clerk, Sektorgouverneurin Fisher, die planetaren Führer von siebzehn Welten in allen fünf Randsektoren und ich eine schwerwiegende Entscheidung getroffen.« Die Kamera vergrößerte den Bildausschnitt, um die Männer und Frauen zu zeigen, die neben Jennings auf der Bühne standen. Einige wirkten gefasst und entschlossen, andere hatten vor Aufregung gerötete Gesichter.
»Mit sofortiger Wirkung«, rief Jennings, und seine volltönende Stimme trug seine Worte durch den ganzen Saal und die ganze bewohnte Galaxis, »erklären wir uns unabhängig von der Kernwelten-Union. Wir sind nicht länger deren Koloniewelten und Rohstoffplaneten. Wir sind die Randwelten-Konföderation!«
Tosender Applaus drang aus dem Bildschirm, Hochrufe und sogar einzelne Pistolenschüsse. Auch im El Dorado brach Begeisterung aus, zumindest bei den...
| Erscheint lt. Verlag | 10.4.2018 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Frontiersmen - die Serie | Frontiersmen - die Serie |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Abenteuer-SF • Bernd Perplies • Bürgerkrieg • Christian Humberg • Crossover • Firefly • Han Solo • Indianer • Joss Wheadon • Konföderierte • Military SF • millennium falcon • Millennium Falke • Perry Rhodan • Piraten • Prometheus • Schmuggler • Science Fiction Romane • Sci-fi • SciFi • SERENITY • SF • Space Opera • Star Trek • Star Wars • Unabhängigkeit • Union • Verfolgungsjagd • Weltall • Weltraumoper • Western • Wilder Westen • Wildwest • Zukunft |
| ISBN-10 | 3-7325-4362-5 / 3732543625 |
| ISBN-13 | 978-3-7325-4362-5 / 9783732543625 |
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