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Das Schwert der Druiden: Die Rückkehr des Schwertes (eBook)

eBook Download: EPUB
2017 | 2. Auflage
100 Seiten
epubli (Verlag)
978-3-7450-5895-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Das Schwert der Druiden: Die Rückkehr des Schwertes -  Werner Diefenthal
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Zehn Jahre nachdem Michael den Sieg über die finsteren Mächte erringen konnte, lebt er mit seiner Frau und seinen Zwillingen scheinbar in Frieden. Doch eine neue Bedrohung zieht herauf. Als seine Kinder entführt werden und seine Frau verschwindet, wird ihm bewusst, dass er erneut den Kampf aufnehmen muss. Doch wie soll er es ohne sein magisches Schwert mit dem Feind aufnehmen? Nach und nach wird ihm klar, dass es dieses Mal nicht nur um Arcradia und die Welt geht, auf der er lebt. Das gesamte Universum und noch mehr stehen auf dem Spiel und er muss einen Weg finden, das Schwert neu zu schmieden und sich dem Gegner stellen.

Seit 2010 Autor. Im Jahr 2014 habe ich Martina Noble getroffen, seitdem habe ich gemeinsam mit ihr bereits mehrere Romane veröffentlicht, Anfangs in einem Verlag, seit 2016 als Selfpublisher. Neben der 'Henker - Trilogie' erschien die 'O´Leary - Saga', eine Geschichte über Sarah Florence O´Leary, die von England über Ägypten bis nach Irland führt.

 

Kapitel 2

 

Ich saß an meinem Schreibtisch und fluchte vor mich hin. Wieder einmal war die Serververbindung zusammengebrochen. Und, wie sollte es anders sein, mitten im Upload für die neue Datenbank. Wütend sah ich auf die Uhr. Ich musste diese heute noch auf den Server packen. Wenn die Verbindung weiter so miserabel war, würde ich doch noch die zwei Stunden zum Kunden fahren müssen, dort alles installieren und dann sehen, dass ich die zwei Stunden wieder nach Hause fuhr. Und das auch nur, wenn niemand mich mit irgendwelchen anderen Problemen aufhielt und der Verkehr halbwegs normal war.

»Wo bleibt nur Vivian?«, fragte ich mich selber.

Unsere Zwillinge waren oben im Kinderzimmer und schliefen. Das war ja auch ihr gutes Recht, sie waren schließlich erst drei Jahre alt. Da durfte man mittags auch mal eine Runde schlafen.

Ich versuchte erneut, mich in den Firmenserver einzuloggen. Als der Upload begann, seufzte ich.

Es ging mir im Grunde genommen gut. Ich hatte eine tolle Frau und zwei wunderbare Kinder. Als Vivian vor zehn Jahren an der Haustür geläutet hatte, da war mir sofort klar gewesen, dass es Xenia war, die in meine Welt zu mir kam.

Xenia, die Geißel der anderen Welt, in die ich damals gezogen worden war, ohne vorher auch nur die geringste Ahnung von ihrer Existenz zu haben. Dies war am Tag nach dem Tod meines, von mir über alles geliebten Großvaters geschehen. Ich erinnerte mich daran, wie ich mit meinem Vater in das Zimmer meines Großvaters gegangen war, dort eine Truhe öffnete und einen Schwertgriff vorfand, der sich in meiner Hand zu einem Schwert verwandelte. Dieses zog mich nach Arcradia, wo ich die Wahrheit über die Herkunft meiner Mutter erfuhr und wie meine Familie dazu auserkoren war, immer und immer wieder in eine Schlacht gegen Xenia und ihre schwarzen Horden zu ziehen. Jedes Mal musste einer meiner Vorfahren Xenia töten, um Frieden nach Arcradia zu bringen.

In einer Prophezeiung war vorausgesagt worden, dass eines Tages die Liebe über den Hass siegen würde. So hatte ich sie verstanden und auch Recht behalten.

Auf dieser Welt kämpfte ich mich mit meinen Vorfahren, die allesamt Schwertträger gewesen waren, bis zu Xenias Schloss vor. Doch, statt sie zu töten, gelang es mir, sie mit Hilfe des Schwertes vom Hass zu befreien. Wieder in dieser Welt zurück war auch Xenia in diese Welt transportiert worden und stand plötzlich vor mir.

Meine Mutter hatte auch sofort gewusst, dass sie es war. Aber Vivian hatte scheinbar an all das, was in der Welt von Arcradia war, keine Erinnerung. Sie war ein ganz normales Mädchen, auch ihre Eltern waren erschreckend normal. Meine Mutter hatte versucht, herauszufinden, wer die Eltern waren, aber es waren einfach nur Menschen. Sie gingen einer geregelten Beschäftigung nach, waren nett und hilfsbereit. Jedoch redeten sie nie über ihre Herkunft, über Vivians Großeltern. Nur, dass sie bereits verstorben waren. Mehr konnten wir nicht in Erfahrung bringen, auch wenn meine Mutter Genaueres wissen wollte. Doch all ihre Nachforschungen brachten nichts weiter ans Tageslicht, und so ließen wir es auf sich beruhen.

»Ich weiß nicht, warum und was eigentlich wirklich passiert ist. Es kann sein, dass Xenia bereits in dieser Welt lebte und ähnlich wie du und deine Vorfahren durch ein Portal nach Arcradia wechseln musste, wenn die Zeit gekommen war. Aber ich will nicht zu tief in sie dringen. Ich weiß nicht, was passiert, wenn sie sich dann doch erinnert«, hatte meine Mutter mir erklärt.

Ein Jahr, nachdem sie gegenüber eingezogen war, starben ihre Eltern bei einem Unfall. Seltsamerweise gab es eine Verfügung, in der man meinen Eltern die Vormundschaft in einem solchen Fall übertrug. Es schien auch sonst keine Verwandten zu geben und meine Mutter stimmte auch der Übertragung der Vormundschaft sofort zu. Ich verstand sofort, warum sie das getan hatte. Sie wollte Vivian im Auge behalten.

Irgendwann hatte sie dann zu malen begonnen. Sie hatte wirklich Talent. Sie verbrachte Tage damit. Als ihr erstes Bild fertig war und sie es uns voller Stolz zeigte, blieb mir fast das Herz stehen. Meine Mutter wurde weiß im Gesicht und meinem Vater zitterten die Hände. Auf dem Bild waren, naturgetreu, die Brücke über den schwarzen Fluss, das Schloss und Reiter auf Pferden zu sehen. Als ich mir die Reiter ansah, konnte ich erkennen, dass ich auf einem der Pferde saß. Ich fragte sie, warum sie das gemalt hatte.

Sie zuckte mit den Achseln.

»Ich weiß nicht, es fiel mir ein. Und ich hielt es für eine gute Idee, dich auf eines der Pferde zu setzen.«

Sie malte weiter. Immer waren es Motive aus Arcradia. Aber die Bilder waren wirklich gut.

Eines Tages, als wir bald nicht mehr wussten, wohin mit all den Bildern, meinte mein Vater aus Spaß, wir sollten doch mal auf den Trödelmarkt gehen.

Wir packten also einige davon ein und machten, was er vorgeschlagen hatte. Innerhalb einer halben Stunde waren alle Bilder verkauft. Das letzte, es war das Bild, das sie als erstes gemalt hatte, kaufte ein älterer Mann. Er sah sich das Bild lange an. Dann sah er zu Vivian.

»Junge Dame, Sie haben wirklich Talent. Haben Sie noch mehr Bilder?«

Vivian nickte. Er reichte ihr eine Karte.

»Rufen Sie mich an.«

Mein Vater runzelte die Stirn, als wir ihm das erzählten, aber er stimmte zu, dass wir den Mann anrufen sollten. Wie sich herausstellte, war er Kunsthändler. Er betrachtete lange ihre Werke.

»Du hast wirklich Talent, junge Dame. Ich würde gerne eine Ausstellung mit deinen Bildern machen.«

Wir dachten erst, er würde uns auf den Arm nehmen. Doch er hatte es ernst gemeint. Und so kam es, dass Vivian eine Malerin wurde, deren Bilder sich gut verkauften.

Eines Morgens erwachte ich und hielt sie in meinem Arm. Von diesem Tag an war klar, dass wir zusammen gehörten. Meine Mutter machte mir zwar klar, dass es Probleme geben würde, aber sie war auch der Meinung, dass es wohl am besten wäre, wenn der letzte Schwertträger sie im Auge behielt. Vor fünf Jahren heirateten wir schließlich und vor drei Jahren schenkte sie mir Zwillinge, einen Jungen und ein Mädchen. Der Junge hieß Simon Julian, das Mädchen wurde auf den Namen Judy Alexandra getauft.

Ein halbes Jahr danach starb mein Vater. Die Diagnose, die wir am Tag nach der Geburt der Kinder erhielten, verhieß nichts Gutes. Lymphdrüsenkrebs hieß die offizielle Diagnose. Aber wir wussten alle, was es war. Die Wunde, die er sich als Schwertträger zugezogen hatte, war aufgebrochen. Sie vergiftete ihn. In dieser Welt war es Krebs. In der anderen Welt wäre es eine offene Wunde gewesen, die man nicht heilen konnte. Er bereitete sich auf die Heimkehr nach Arcradia vor. Man wollte ihn im Krankenhaus behalten, aber das ließ meine Mutter nicht zu. Sie wusste, dass er dort keine Hilfe finden würde. Und auch mein Vater wusste dies. Er lehnte eine Chemotherapie ab. So blieb er zu Hause, meine Mutter pflegte ihn. Er wurde immer schwächer, konnte am Schluss nur noch das Bett hüten. Er schlief viel, meine Mutter saß oft an seinem Bett. Eines Tages war es dann so weit. Er wurde morgens einfach nicht mehr wach. Meine Mutter trug es mit Fassung, sie hatte Zeit genug gehabt, um sich darauf vorzubereiten.

»Er ist heimgekehrt. Eines Tages werde ich ihm folgen.«

Das war alles, was sie dazu sagte. Ich wusste ja, dass sie Recht hatte. Vivian litt seltsamerweise mehr unter dem Tod meines Vaters.

Aber auch sie fing sich.

Ich hatte mittlerweile meine Ausbildung beendet und war freiberuflicher Datenbankprogrammierer. Das erlaubte mir, sehr viel Zeit zu Hause zu verbringen. Wir wohnten in einem kleinen Haus, einige Straßen vom Haus meiner Eltern weg. Meine Mutter wollte nicht, dass wir alle zusammen wohnten. Sie war mittlerweile ergraut, aber immer noch eine Schönheit. Mit Argusaugen wachte sie über die Zwillinge. Und sie war, soweit ich das beurteilen konnte, zufrieden mit ihrem Leben, auch ohne meinen Dad.

Im Grunde genommen lebten wir ein friedliches Leben. Wir waren der Meinung, dass wir das auch verdient hatten. Weit weg waren mittlerweile die Erinnerungen an das, was vor zehn Jahren geschehen war. Verblasst war all das, was ich erlebt hatte.

Diese Gedanken kamen mir in den Sinn, als ich das Bild meines Vaters betrachtete, das ihn zusammen mit Vivian und mir vor der Kirche zeigte, in der wir geheiratet hatten.

Ein Poltern schreckte mich auf. Es kam aus dem Kinderzimmer. Ich sprang aus dem Stuhl und verfluchte dabei meine Behäbigkeit, die ich mir zu Eigen gemacht hatte. Gerade als ich die Treppe hochwollte, klingelte es Sturm. Dazu wurde heftig an die Tür gehämmert und eine Frauenstimme rief:

»Michael, mach auf. Komm! Beeil dich!«

Ich riss die Tür auf und wurde von meiner Mutter beinahe umgerannt. Ich erschrak. Ihr standen buchstäblich die Haare zu Berge. Sie keuchte.

»Wo … wo sind die Zwillinge?«

Ich deutete nach oben.

»Komm mit! Schnell!«

Sie zog mich mit sich die Treppe hinauf und wir stürmten ins Kinderzimmer. Ich sah mich um. Es sah alles normal aus. Meine Mutter eilte zu den Kinderbetten und brach mit einem Schluchzen auf die Knie. Ich eilte zu ihr. Als ich realisierte, was geschehen war, zitterte ich am ganzen Körper.

Die Betten waren leer. Keine Spur von den Zwillingen.

 

Kapitel 3

 

Meine Mutter krallte sich an den Stäben der Umrandung fest.

»Bei der Mondgöttin!«, flüsterte sie leise. Dann sah sie mich an. »Weißt du, was das bedeutet?«

Ich schüttelte den Kopf, dann rannte ich wie ein Verrückter durch das Zimmer, rief nach den Zwillingen in der blinden Hoffnung, dass sie nur aus den Betten...

Erscheint lt. Verlag 28.11.2017
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Fantasy / Science Fiction Fantasy
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Druiden • Entführung • Fantasy • Götter • Hoffnung • Intrige • Liebe • Parallelwelten • Schwert der Druiden • Teufel
ISBN-10 3-7450-5895-X / 374505895X
ISBN-13 978-3-7450-5895-6 / 9783745058956
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