Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de
Die programmierten Todesboten: Thriller -  Alfred Bekker

Die programmierten Todesboten: Thriller (eBook)

eBook Download: EPUB
2019 | 1. Auflage
140 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-1474-0 (ISBN)
Systemvoraussetzungen
2,99 inkl. MwSt
(CHF 2,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen
Die programmierten Todesboten Thriller von Alfred Bekker (Henry Rohmer) Der Umfang dieses Ebook entspricht 140 Taschenbuchseiten. Eine ultramoderne High-Tech Waffe gerät in falsche Hände und bringt Tod und Verderben. Ihr genialer Schöpfer wird in New York ermordet und scheint einer Verschwörung großer Syndikate zum Opfer gefallen zu sein. Nur ein einsamer Ermittler ahnt die unfassbare Wahrheit ... Henry Rohmer ist das Pseudonym eines Autors, der unter dem Namen Alfred Bekker vor allem als Autor von Fantasy-Romanen und Jugendbüchern bekannt wurde. Daneben war er Mitautor von Spannungsserien wie Jerry Cotton, Cotton Reloaded, John Sinclair , Kommissar X und Ren Dhark. Covermotiv: STEVE MAYER

Die 5th Avenue war durch die zahllosen Einsatzfahrzeuge völlig blockiert. Wagen der City Police und der Feuerwehr befanden sich dort. Außerdem mehrere Krankenwagen, Fahrzeuge von Notärzten, Einsatzwagen des FBI und der Scientific Research Division, dem zentralen Erkennungsdienst aller New Yorker Polizeieinheiten.

Ich stellte den Sportwagen am Central Park ab.

Milo und ich stiegen aus.

Einige hundert Schaulustige hatten sich angesammelt. Die Kollegen der City Police hatten ihre Mühe, sie davon abzuhalten, näher an den Tatort heranzugehen.

Wir starrten die Fassade des 30 Stockwerke hohen Wolkenkratzers hinauf. In Etage 27 war es geschehen. Die Folgen der gewaltigen Explosion, die sich ereignet hatte, waren auch von außen nicht zu übersehen. Eine Rauchsäule hing über dem Central Park. Aber es quoll nichts mehr aus der zerstörten Fensterfront der 27. Etage heraus.

Offenbar war der Brand gelöscht.

Ein gewaltiger Rußfleck verdunkelte die Fassade auf einer Fläche von mindestens zwanzig Quadratmetern.

Milo und ich zeigten den Kollegen vom NYPD unsere FBI-Dienstausweise, nachdem wir uns durch die Schaulustigen gedrängelt hatten. Ein Sergeant winkte uns weiter.

Wir erreichten das Foyer.

Die Security Guards wirkten ziemlich hektisch.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr gab über Walkie-Talkie seine Befehle.

Wir mussten noch einmal unsere Ausweise vorzeigen. Der Einsatzleiter wurde auf uns aufmerksam.

"FBI?", fragte er. "Ihre Kollegen von der SRD sind schon oben!"

"Haben Sie eine Ahnung, was hier passiert ist?", fragte Milo.

"Fragen Sie mich leichteres. Es sieht aus, als hätte jemand eine Handgranate durchs Fenster geworfen!"

"In den 27. Stock?", hakte Milo nach.

"Ich sagte ja nur, dass es so aussieht. Wenn Sie wollen, können Sie hinauf, aber Sie müssen über das Treppenhaus. Die Aufzüge sind noch nicht wieder in Betrieb."

Ich atmete tief durch.

Das hatte ich schon befürchtet.

Aber das war bei jedem Hochhausbrand die eiserne Regel: Nie die Fahrstühle benutzen. Da konnte man nicht vorsichtig genug sein.

So blieb uns nichts anderes übrig, als das Treppenhaus zu benutzen. Immer zwei Stufen nahmen wir auf einmal.

"Nimm's als Konditionstraining", meinte Milo.

"Ich dachte eigentlich, dass ich genug in dieser Hinsicht tue..."

"Wird sich gleich zeigen, Jesse!"

"Ach, ja?"

"Wenn wir oben sind und du kriegst immer noch Luft, dann bist du in Form!"

"Sehr witzig!"

Wir brauchten eine ganze Weile, bis wir die 27. Etage erreichten und jene Räume betraten, in denen sich noch vor kurzem ein Nobelrestaurant mit dem klangvollen Namen 'The Temple' befunden hatte.

Der Anblick war entsetzlich, der Geruch beinahe unerträglich. Überall waren Spurensicherer bei der Arbeit.

Captain Ronny Kwizinzky vom 43. Revier begrüßte uns.

"Hallo, Jesse!" Er sah ziemlich mitgenommen aus. "Frag mich nicht, was hier genau passiert ist. Wir können mit Sicherheit nur sagen, dass eine gewaltige Detonation stattgefunden hat. Es gibt schätzungsweise zwanzig Todesopfer. Genau können wir das nicht sagen. Bis die Toten allesamt identifiziert sind, kann es eine Weile dauern..."

"Ja", nickte ich düster.

Und Milo fragte: "Keine Überlebenden?"

"Doch, zwei. Der eine heißt George Davis und arbeitete hier als Kellner. Der Mann liegt im Koma, hat schwerste Verletzungen und wird vielleicht nicht durchkommen."

"Wie konnte er die Detonation überleben?", erkundigte ich mich.

"Er muss in der Tür zur Küche gestanden haben und wurde dann zurückgeschleudert."

"Und der andere?", hakte ich nach.

"Mark Millroy, der Koch des 'Temple'. Er befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Küche."

"Ist er ansprechbar?"

"Körperlich fehlt ihm kaum etwas. Aber er steht unter Schock, redet nur noch wirres Zeug..."

"Ich verstehe..."

"Der Besitzer dieses Ladens ist übrigens seit kurzem ein gewisser Jorge Menendez", berichtete Kwizinzky. "Das ist für euch ja wohl kein Unbekannter!"

"Allerdings", nickte ich.

Jorge Menendez war unseren Informationen nach eine aufstrebende Größe in der New Yorker Unterwelt. Wir verdächtigten ihn in illegale Waffengeschäfte verwickelt zu sein. Bislang lagen allerdings nicht genügend gerichtsverwertbare Indizien vor.

"Gibt es Hinweise darauf, ob Menendez unter den Toten ist?", fragte mein Freund und Kollege Milo Tucker.

Kwizinzky hob die Augenbrauen.

"Wie kommst du darauf?"

"Weil wir von einem Informanten wissen, dass hier ein Treffen zwischen Menendez und Lee Jiang stattfinden sollte."

Kwizinzky pfiff durch die Zähne. "Eine Konferenz der Bosse!"

"Ja, so könnte man sagen."

"Milo, wir haben keine Ahnung, wer die Toten sind. Noch nicht..."

In diesem Moment trafen unsere Kollegen Clive Caravaggio und Orry Medina ein. Sie wurden von Al Baldwin, einem unserer Sprengstoffexperten, begleitet.

Al ließ den Blick kreisen.

"Das wird nicht einfach", meinte er. Er wandte sich an mich. "Die Verwüstungen sind so groß, dass es schwer werden wird, noch irgendwelche aussagekräftigen Spuren zu finden."

"Eine Angabe zur Beschaffenheit des Sprengstoffs würde uns schon ein Stück weiterbringen", sagte ich.

Als Gesicht wurde skeptisch. "Du wirst Geduld haben müssen, Jesse."

Eine halbe Stunde später waren wir immerhin etwas schlauer. Die Videoüberwachungsanlage des privaten Sicherheitsdienstes hatte genau festgehalten, wer sich hier getroffen hatte.

Menendez und seine Puertoricaner waren etwa zwanzig Minuten vor den Männern aus Chinatown eingetroffen.

Jetzt lebte vermutlich keiner mehr von ihnen.

Genau wussten wir das erst, wenn wir überprüft hatten, wer von diesen Männern das Gebäude wieder verlassen hatte.

Wir beschlagnahmten sämtliche Videobänder der letzten Tage. Unsere Innendienstler würden sie sich vornehmen müssen. Irgendwie musste die Sprengladung in das Restaurant 'The Temple' gebracht worden sein. Bislang hatten wir keine Ahnung, wie das geschehen sein konnte. Alle diejenigen, die uns darüber hätten Auskunft geben können, waren tot oder nicht aussagefähig.

"Der Täter - beziehungsweise sein Auftraggeber - muss von dem Treffen gewusst haben", stellte Milo fest. "Und er muss irgendeinen Nachteil von einer Einigung zwischen den Puertoricanern und Jiangs Leuten befürchtet haben."

Ich nickte. "Wenn man unseren Informanten glauben kann, dann überschneiden sich die Interessen beider Gruppen beim illegalen Waffenhandel."

"Dann wette ich, dass wir in der Waffenhändler-Szene auch früher oder später auf jemanden treffen, der einen Vorteil von diesem Verbrechen hat!"

Etwas später traf Terrence Cardigan ein.

Cardigan war der Geschäftsführer des 'Temple'.

Im Gegensatz zu dem bedauernswerten Koch, der jetzt die Hilfe eines Psychologen brauchte, war Cardigan zur Zeit des Sprengstoffanschlags nicht im Gebäude gewesen. Wir unterhielten uns in einem Nebenraum mit ihm, der von den Security Guards als Umkleide benutzt wurde.

"Mr. Cardigan, wann haben Sie von dem Treffen erfahren, das im 'Temple' stattfinden sollte?", fragte ich.

Cardigan, ein Mittdreißiger mit dunklen Haaren und kantigem Gesicht, hob die Augenbrauen.

"Ich weiß nicht, von was für einem Treffen Sie reden", behauptete er.

"Spielen Sie nicht den Ahnungslosen", forderte ich. "Sie sind der Geschäftsführer. Sie können mir nicht erzählen, dass Sie nicht wussten, wer sich heute im 'Temple' getroffen hat. Schließlich war das Lokal für alle anderen Gäste geschlossen..."

Cardigan atmete tief durch.

"Kann ich meinen Anwalt sprechen?"

"Natürlich, wenn Sie wollen... Ich nehme an, es handelt sich um Mr. Rick Tejero, den Sie jetzt anrufen wollen..."

Cardigan wirkte verblüfft. "Wie...?"

"Tejero ist der Anwalt von Mr. Menendez - und 'The Temple' gehört ihm doch seit kurzem."

"Eigentümer ist Mr. Wynton Cross", korrigierte mich Cardigan.

"Ein Strohmann", erwiderte ich.

"Wollen Sie mir was anhängen, oder was? Ich bin der Geschäftsführer, nichts weiter, G-man."

"Irgendwie muss die Sprengladung in das Lokal gelangt sein. Haben Sie eine Ahnung, wie das geschehen sein könnte?"

Er schüttelte den Kopf. "Nein."

"Wissen Sie etwas über die näheren Umstände, unter denen 'The Temple' in Jorge Menendez' Besitz übergegangen ist?"

Cardigans Nasenflügel bebten. "Was soll das ganze Theater? Warum werden mir solche Fragen gestellt? Ich mache hier hier meinen Job und fertig. Das ist alles!"

Ich nickte nur, wechselte einen Blick mit Milo.

"Sie können gehen", meinte Milo. "Wenn wir noch Fragen an Sie haben, melden wir uns..."

Cardigan blickte von einem zum anderen. Dann verließ er den Raum.

"An dem Kerl ist etwas faul", meinte ich. "Der weiß sehr viel mehr, als er uns weismachen will, da bin ich mir sicher."

"Ja, aber im Moment hat es wenig Sinn, mehr aus ihm herauspressen zu wollen."

Ich zuckte die Schultern. "Schon merkwürdig, dass der Geschäftsführer des 'Temple' ausgerechnet an dem Tag nicht im Laden ist, an dem...

Erscheint lt. Verlag 2.5.2019
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
ISBN-10 3-7389-1474-9 / 3738914749
ISBN-13 978-3-7389-1474-0 / 9783738914740
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)
Größe: 266 KB

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich