Zum Teufel mit der Liebe (eBook)
384 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-0634-9 (ISBN)
Teufelin werden? Never Ever!
Das kann doch nicht wahr sein! Gerade erst hat Catalea Morgenstern widerwillig akzeptiert, dass sie die Tochter des Teufels ist - da verschwindet dieser plötzlich, und ausgerechnet sie soll seinen Platz einnehmen und die Hölle schmeißen. Aber nicht genug, dass sie dabei von einem Fettnapf in den nächsten tritt und sich die komplette Unterwelt gegen sich stellt - auch ihre große Liebe Timur wendet sich eifersüchtig von ihr ab. Schuld daran ist vor allem Cataleas neuer (und verdammt heißer) Assistent Kaspian. Und auf einmal muss Catalea sich entscheiden, was ihr wichtiger ist: das Wohl der Familie oder ihr Herz ...
'Ich liebe Catalea Morgenstern, die Tochter des Teufels. Böse, brüllend komisch, leicht durchgeknallt und einfach großartig.' Kristina Günak
Hier bleibt kein Auge trocken: Abschlussband der romantisch-turbulenten Catalea-Morgenstern-Reihe von Radiomoderator Benne Schröder
Benne Schröder moderiert seit 2012 bei 1LIVE, Europas einflussreichster jungen Radiomarke mit täglich über 4 Millionen Hörern. Bücher mag er am liebsten, wenn sie jemand vorliest, aber für seinen Debütroman hat er selbst zur Feder gegriffen. Der gebürtige Bochumer lebt mit Hund Matti und ohne Führerschein im Herzen von Köln.
Prolog
Es war verrückt. Aber nicht nur das. Nein, es war nicht nur völliger Irrsinn, es war auch ekelhaft, es war krank, es war abscheulich, aber hauptsächlich war es verrückt, so unglaublich verrückt. Und es stand einfach überhaupt nicht zur Debatte, das zu tun, es war absolut unmöglich – nicht, weil ich es für falsch hielt, sondern weil ich mich nicht traute. Es war bestimmt richtig und die sicherste Methode, unser Ziel zu erreichen, keine Frage, aber: No Way!
»Wieso machst du es nicht? Ich kann das nicht!«, jammerte ich und wedelte mit der Pistole herum, die er mir in die Hand gedrückt hatte. Sie hatte einen braunen Griff und eine schwarze Trommel, wie die Pistolen aus Westernfilmen. Oder aus Columbo. Auf jeden Fall war das eine Pistole für alte Männer.
»Weil du es machen musst, Catalea. Sonst funktioniert es nicht. Nur wenn du es selbst machst, können wir sicher sein, dass du auch wirklich im Dunkel landest«, antwortete Timur. Er stand etwa zwei Meter neben mir, hatte die Arme fest vor der Brust verschränkt und starrte mich mit weit nach oben gezogenen Augenbrauen unnachgiebig und voller Unverständnis an. Wie sehr ich es hasste, wenn er das tat – noch immer fühlte er sich mir überlegen, und das nach allem, was im letzten Jahr zwischen uns passiert war. Und nach allem, was ich geschafft hatte. Ich fand, es war durchaus in Ordnung, dass ich stolz auf mich und meine Leistungen war. Wenn ich daran dachte, was wir alles zusammen erlebt und vor allem durchgemacht hatten, konnte ich über sein Getue nur den Kopf schütteln.
Mein Leben hatte sich ein Mal um die eigene Achse gedreht, war durch einen gewaltigen Fleischwolf gedreht worden und hatte mich dann als völlig neue Catalea wieder ausgespuckt. Aus der langweiligen Kölner Studentin Catalea war plötzlich die Todeshändlerin Catalea geworden, die Seelen von Verstorbenen einsammeln und in das Dunkel überführen musste. Und glaubt mir, dieser Job machte ungefähr so viel Spaß wie ein dreiwöchiger Brechdurchfall nach einer Salmonellenvergiftung. Oh ja, es war nicht immer leicht gewesen. Andererseits – das war selbstverständlich noch nicht die Krönung des Ganzen. Bestand nämlich in meinem Leben die Möglichkeit, dass etwas noch schlimmer wurde, packte ich aus Prinzip stets mit beiden Händen zu. Ich hatte das Talent, eigentlich immer ins Klo zu greifen, ganz gleich, worum es ging.
Mein eigener Bruder Augusto hatte versucht, mir einen Mord in die Schuhe zu schieben, um mich für immer aus dem Weg zu räumen. Er hatte das getan, weil mein Vater mich zu seiner Stellvertreterin machen wollte – ungeachtet dessen, dass ich niemals die rechte Hand des Teufels hatte werden wollen. An und für sich wollte ich überhaupt nichts mit der Hölle zu tun haben, verdammt noch mal! Aber das war egal, das spielte keine Rolle. Was ich wollte, war ja nicht so wichtig. Und deshalb befand ich mich jetzt in dieser schrecklichen Situation.
Aber zurück zum letzten Jahr: Nachdem ich dann dank meines Bruders unter Mordverdacht gestanden hatte, musste ich verschwinden. Von Köln aus über München nach Italien und wieder zurück nach Köln, mein Leben war zu einem grauenvollen Roadtrip verkommen – und die ganze Zeit leistete mir dabei mein mürrischer, unhöflicher, nerviger Begleiter Timur Vargas Gesellschaft. In den ich mich dann leider Gottes verliebt hatte. Ich konnte mir das ehrlich gesagt selbst nicht so ganz erklären. Man musste ihm natürlich zugutehalten, dass er verdammt heiß aussah. Und manchmal war er auch wirklich ziemlich süß. Und in seltenen Situationen sogar liebevoll – für einen Dämon.
Meine Schwester Mia hatte gesagt, ich sollte darüber ein Buch schreiben, aber ich war mir sicher, dass kein Verlag jemals eine solch absurde Geschichte drucken würde.
»Du brauchst gar nicht so zu glotzen! Das ändert auch nichts daran, dass diese Idee scheiße ist und ich es nicht tun werde!«, fauchte ich Timur an.
»Du siehst meine Augen doch gar nicht.« Das stimmte, denn er trug natürlich wieder seine dunkle Ray-Ban-Sonnenbrille, weil er Tageslicht ja angeblich nicht vertrug. So ein Quatsch. Das war doch nur so ein Image-Ding. Karl Lagerfeld machte das genauso, aber der behauptete ja auch, dass man die Kontrolle über sein Leben verloren hatte, wenn man Jogginghosen trug.
Wir befanden uns in der Wahner Heide, weit außerhalb von Köln, in der Nähe des Flughafens. Landschaftlich war es hier wirklich sehr schön, eine tolle Heidelandschaft, in der sich morgens lange der Nebel hielt und abends überall kleine Häschen umherhoppelten – also der perfekte Ort, um zu sterben und niemals gefunden zu werden. Wir hätten es auch einfach in der Stadt erledigen können, eigentlich war es absoluter Blödsinn, extra hier rauszufahren. Aber wenn man wie ich zu viele Krimiserien gesehen hatte, kam man halt auf so dämliche Ideen. Das musste ich mir selbst zuschreiben, der Rest ging auf Timurs Konto.
»Ich weiß aber genau, wie du guckst! Ich weiß es!«, antwortete ich und deutete mit dem Zeigefinger auf seine Brille. Wir waren überhaupt nur zurück nach Köln gekommen, weil ich mit meiner Schwester Mia über die Sache hatte sprechen wollen – und zwar nicht am Telefon oder per FaceTime, wie die letzten Monate, sondern von Angesicht zu Angesicht. Ohne sie ging es nicht, ich brauchte nicht nur ihr Einverständnis, sondern auch ihre Hilfe, wenn ich die Sache wirklich durchziehen wollte. Mit ›die Sache‹ meinte ich übrigens meinen Tod. Jawohl. Wir planten meinen Tod. Also waren wir zum ersten Mal wieder nach Deutschland gekommen, nachdem die Sache mit Augusto und Evangelista passiert war. Das Kölner Torhaus hatte verständlicherweise mittlerweile einen neuen Verwalter, der mir erheblich freundlicher gesinnt war als der letzte, aber dennoch hatte es keine Glücksgefühle bei mir ausgelöst, erneut die Stufen hinabzusteigen.
»Ich warte doch auf dich auf der anderen Seite. Wenn du da unten ankommst, werde ich schon da sein. Ich verspreche es dir.« Timur trat auf mich zu, griff nach meiner freien Hand und zog mich an sich. Mittlerweile hatte ich mich an das Knistern gewöhnt, das seine Nähe in mir auslöste, doch es war noch immer berauschend und mächtig. Sofort ergab ich mich ihm und legte die Stirn an seine Brust, sog seinen Geruch ein und schloss die Augen. Ich wusste, dass alles gut gehen würde, aber das machte es nicht weniger grauenvoll. Allein das Gewicht der Pistole in meiner Hand fühlte sich fürchterlich an, kalt und schwer. Timur legte die Arme um mich, seine Finger strichen leicht über meinen Rücken, und augenblicklich verlangsamte sich mein Puls. Aber das genügte nicht, es reichte mir nicht. Ich konnte einfach nicht tun, was er von mir verlangte.
»Ich kann das nicht, Timur«, jammerte ich.
»Du musst es tun«, antwortete er und küsste meinen Scheitel.
»Mach du es. Ich werde schon nicht ins Licht gehen, versprochen. Ich bin die verdammte Tochter des Teufels. Ich muss es nicht selbst machen.«
»Wir gehen aber auf Nummer sicher«, antwortete er, und sein Tonfall ließ keinen Widerspruch zu. Ich schüttelte den Kopf und hob die Waffe wieder an. Allmählich fragte ich mich, wie es überhaupt so weit hatte kommen können. Was musste im Leben einer jungen Frau alles schieflaufen, damit sie mit ihrem Liebsten in die Wildnis fuhr, wo er ihr eine Waffe in die Hand drückte und sie aufforderte, sich selbst in den Kopf zu schießen? Oh nein. Jetzt stand mir vor Augen, wie ich mir in den Kopf schoss und meine Gehirnmasse mit einem schmatzenden Geräusch auf dem Boden landete. Igitt, war das eklig. Mit aller Kraft versuchte ich, wieder an die kleinen Häschen zu denken.
Timurs Kinn ruhte auf meinem Kopf, noch immer versuchte er, mir Mut zu machen. Ganz kurz hatte ich gehofft, dass es irgendwie romantisch sein könnte, mich vor seinen Augen umzubringen, ein bisschen wie bei Romeo und Julia. Aber leider war es nun überhaupt gar nicht so. Noch unromantischer konnte es nur werden, wenn ich mir gleich vor Angst in die Hose machte.
»Ich kann das nicht. Nein, nein, nein!!!« Ich stampfte mit einem Fuß auf den sandigen Boden und verschränkte die Arme vor der Brust. Timur trat zurück und nahm die Sonnenbrille ab.
»Nun gut, dann belassen wir es dabei«, sagte er, und ich war ihm augenblicklich unglaublich dankbar. »Allerdings …« Er ließ den Satz in der Luft hängen, und sofort wusste ich, dass das nicht das Ende dieser Unterhaltung war und mir der weitere Verlauf ganz und gar nicht gefallen würde. Ich kniff die Augen fest zusammen.
»Allerdings muss ich gleich in das Dunkel. Ich werde auf der anderen Seite erwartet. Kitty wird auch dort sein, sie hat mich um eine vertrauliche Unterhaltung gebeten, bei der ich dich eigentlich gern dabeigehabt hätte. Aber da du ja nun doch lieber hierbleiben willst …«, erklärte er mit einem zweideutigen Lächeln.
»Bitte?!«
»Na ja, ich wollte es dir nicht sagen. Aber es lässt sich nicht aufschieben. Ich möchte Kitty auch ungern warten lassen.«
Das war genug! Er wusste ganz genau, dass ich Kitty in dieser Hinsicht nicht vertraute, schließlich ließ sie keine Gelegenheit aus, mich und auch Timur andauernd darauf aufmerksam zu machen, dass sie ihn noch immer nicht vergessen hatte. Dass sie wohl vor allem noch lange nicht vergessen hatte, wie er ohne Klamotten aussah. Es machte mich rasend, dass die beiden einmal was miteinander gehabt hatten. Was auch immer zwischen den beiden irgendwann einmal gelaufen war, Kitty war nicht bereit, es einfach zu vergessen, und rieb mir das ständig unter die...
| Erscheint lt. Verlag | 24.11.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Catalea Morgenstern |
| Catalea Morgenstern | Catalea Morgenstern |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Zum Teufel mit der Liebe |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Fantasy |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Aufgabe • Bestseller • Betsy Taylor • Deutschland • Eins Live • Fantastischer Roman • fast burn • feelgood • Gefühle • Happy End • Herzschmerz • Hölle • Hollywood • Janet Evanovich • Köln • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesgeschichte • Liebesroman • Mary Janice Davidson • Nicholas Sparks • PS ich liebe dich • Romance • Romantasy • romantisch • Romantische Fantasy • Romantische Komödie • tatsächlich liebe • Unterwelt • wohlfühlen |
| ISBN-10 | 3-7363-0634-2 / 3736306342 |
| ISBN-13 | 978-3-7363-0634-9 / 9783736306349 |
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