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Fear and Desire: Tödlicher Zweifel (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2017 | 1. Aufl. 2017
343 Seiten
beHEARTBEAT (Verlag)
978-3-7325-3940-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Fear and Desire: Tödlicher Zweifel - Caroline Jacobs
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Prickelnde Leidenschaft im Sog der Gefahr.

New York/Gegenwart: Als Security Guard riskiert Laura jeden Tag ihr Leben. Während eines Einsatzes lernt sie Julian kennen. Der reiche Unternehmer verdreht ihr sofort den Kopf. Doch Laura ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich begibt, wenn sie sich auf diesen Mann einlässt. Denn Julian wird verdächtigt, in Verbindung mit dem Tod seiner Exfreundin Ireen zu stehen. Kurz vor ihrem Tod hat er herausgefunden, dass Ireen und sein bester Freund Tom eine Affäre hatten.

Nun wird Julian von einem Unbekannten bedroht, der sich scheinbar an ihm rächen will. Und Laura gerät in die Schusslinie ...

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Prolog


Sanft strich die kühle Nachtluft über seine erhitzte Haut. Julian fuhr das Fenster weiter runter und atmete tief durch. Es roch nach Wald, obwohl nur wenige Bäume die Straße von New Jersey nach New York säumten. In den Duft mischte sich ihre süße Note. Er blickte in den Rückspiegel und sah sich selbst und Ireen. Sie saß hinter ihm, bemerkte jedoch seinen Blick nicht. Stattdessen schaute sie aus dem Fenster. Ihre Haut schimmerte hell im Licht des Mondes und wurde betont durch die dunklen Locken, die ihr zartes Kinn umschmiegten. Sie schien zu träumen. Er lächelte sanft, weil ihm klar wurde, wie sehr er diese Frau liebte.

»Ich fasse es nicht, Leute! Was für ein abgefuckter Scheiß! Hättet ihr gedacht, dass wir den Investor so schnell überzeugen? Ich meine, kommt schon, der Mann weiß offenbar, was gut ist. Und ich gebe ihm recht, unser Konzept ist der Hammer. Das habe ich immer gesagt! Apps sind die Zukunft. Keine albernen Spielereien, ich rede von dem nützlichen Zeug, versteht ihr? Und PAM ist nützlich! Scheiße, Mann, sie ist das heißeste Teil unter der Sonne.«

Julian schmunzelte. Tom, der auf dem Beifahrersitz saß, hatte eindeutig zu viel getrunken. Ein Wunder, dass er nicht lallte.

»Wenn das alles klappt«, fuhr Tom unbeirrt fort, »kommen wir groß raus. Das verspreche ich euch. Diese App wird uns reich machen.«

Große Pläne hatte Tom Brighton schon immer gehabt! Er war ein echtes Großmaul, aber auch ein guter Freund. In der Regel.

Tom war der Kreative unter ihnen, verlor manchmal die Bodenhaftung, während Julian der rationale Kopf des Projekts war und seinen abgehobenen Freund des Öfteren auf den Boden der Tatsachen zurückholen musste.

Tom Brighton setzte die Champagnerflasche an seine Lippen und nahm einen kräftigen Schluck.

Dann reichte er ihm die Flasche rüber, aber Julian winkte ab. Er musste sich auf die Straße konzentrieren. Wie viele Stunden hatten sie in der Villa in dem namenlosen Grenzstädtchen in New Jersey verbracht? Es kam ihm wie eine halbe Ewigkeit vor.

Julian war müde, hatte Kopfschmerzen, und das Gespräch mit Mike Santiago von Meta Electronics war mehr als anstrengend gewesen. So spielend hatten sie den Geschäftsmann nicht überzeugt, wie Tom es nun darstellte. Doch zumindest hatten sie letztlich die Zusage für eine finanzielle Förderung bekommen. Und das war ihr Ziel gewesen.

Jetzt konnte es losgehen! Ein lang gehegter Traum nach den Entbehrungen des Informatikstudiums. Was ihnen vorschwebte, war so einfach wie genial. PAM. Die perfekte digitale Sekretärin und Terminmanagerin. Sie würde auf Abruf bereitstehen, sogar – wenn gewünscht – eigenständig Termine ausmachen und verwalten. Optimal planen. Das klang alles wenig kompliziert, wenn man das nötige Know-how hatte. Aber mit Tom als Partner würde es trotzdem nicht einfach werden. Er schlug gern über die Stränge. PAM sollte nicht nur effektiv sein, sie sollte auch optisch etwas hermachen. Eine digitale Traumfrau. So zumindest stellte Tom sich das User-Interface vor.

Ihre Hand legte sich sacht auf Julians Schulter. »Ich bin sehr stolz auf euch«, flüsterte Ireen in sein Ohr. Julian blickte in den Rückspiegel, um ihr in die Augen zu sehen. Ireen war das Beste, was ihm je passiert war. Eine klassische Schönheit. Geduldig und zart. Sie war mitgekommen zu dem Termin, um sie moralisch zu unterstützen. Jetzt lächelte sie ihn sanft an. Das Rot ihrer sinnlichen Lippen hob sich verführerisch von ihrer makellos weißen Haut ab. Schneewittchen, dachte er verträumt. Ihre Liebe hatte wie im Märchen begonnen. Und auch jetzt lud ihr weicher Blick zum Träumen ein. Und doch schien sie irgendwie fern zu sein. In dem Moment blendeten ihn die Scheinwerfer eines vorbeifahrenden Wagens, der gefährlich schlenkerte, sodass Julian ausweichen musste. Alle drei hielten vor Schreck die Luft an.

»Scheiße, was war das denn?«, fragte Tom.

Julian riss sich zusammen. Er sollte mehr auf die Fahrbahn achten!

»Ich war nur abgelenkt, alles ist gut«, versicherte er atemlos. Er brauchte einen Moment, bis er sich beruhigt hatte. Doch wenn er in Ireens Augen sah, konnte er die Welt um sich herum vergessen. Im Freundeskreis bezeichnete man sie gern als »Traumpaar«. Die zierliche Ireen, die aus gutem Hause kam, und er, der bodenständige Erfolgstyp. Sie waren wie füreinander geschaffen. Passten so perfekt zueinander wie zwei Teile eines Puzzles. Nur manchmal – er schaute sie wieder im Rückspiegel an – war er sich nicht sicher, ob Ireen es genauso sah. In letzter Zeit hatte es öfter Streit gegeben, doch Julian hatte vor, es wiedergutzumachen. Er wusste, was er an ihr hatte. Tom war da ganz anders, wenn es um Frauen ging. Er blieb nie lange bei einer, war ein Playboy, kein Gentleman.

»Ireen, habe ich dir heute eigentlich schon gesagt, dass du bezaubernd aussiehst? Du bist wirklich … was Besonderes«, sagte Tom plötzlich. Ireen suchte irritiert Julians Blick. Zugleich glaubte er aber auch ein zartes Lächeln zu sehen, das ihren Mund umspielte, was wiederum Julian irritierte.

»Er hat zu viel getrunken«, entschuldigte er das Verhalten seines Freundes. Ireen nickte.

»Ich habe mich schon immer gefragt, warum du Julian den Vorzug gegeben hast.«

»Ach, Tom …« Ireen schüttelte den Kopf. »Nicht schon wieder.«

»Julian weiß nicht, wie man Spaß hat, Süße. Hättest dich besser mal für mich entschieden, als du noch die Chance hattest.« Tom reichte ihr den Champagner, aber Ireen lehnte ab.

»Lass das, Tom. Ich hatte schon genug, und du auch.«

»Na schön, dann nicht. Weißt halt nicht, was gut für dich ist.« Tom drehte das Radio lauter, es dröhnte schmerzhaft in den Ohren.

»Bist du verrückt?«, schrie Julian ihn an und regelte die Lautstärke runter.

»Verrückt? Vielleicht.« Tom verschränkte die Arme vor der Brust. »Aber das würdest du in meiner Situation auch werden. Man kann nicht erst ein Feuer entfachen und es dann sich selbst überlassen. Das gibt einen Waldbrand. Das weiß doch jeder.«

»Ich kann dir nicht ganz folgen, Kumpel. Weißt du, was er meint?«

Ireen schüttelte den Kopf.

»Doch, sie weiß es«, beharrte Tom. »Aber so sind die Frauen, wechseln ihre Meinung wie ihre Unterwäsche.«

»Jetzt ist es gut, Tom, lass es.«

»Dass du das sagst, war mir klar, Ireen.«

»Würde mich jemand aufklären?«, bat Julian.

»Vergiss es einfach. Das ist etwas zwischen Ireen und mir.«

»Du sprichst von meiner Freundin, das geht mich wohl auch etwas an.«

Tom schloss die Augen. Aber seine Kiefermuskulatur war so angespannt, als würden die Fasern jeden Moment zerreißen.

»Er weiß nicht, was er sagt, Julian.«

Wie viel hatte Tom inzwischen getrunken? So verhielt er sich doch sonst nicht, selbst wenn er zu viel intus hatte. Irgendetwas schien ihn aufzuregen. Irgendetwas, das mit Ireen zu tun hatte. Irgendein Geheimnis, das die beiden verband.

Erneut suchte Julian ihren Blick im Rückspiegel. Ihre sinnlichen Lippen öffneten sich, bebten, als wollte sie Tom Paroli bieten. Aber dann überlegte sie es sich anscheinend anders. Wie gern hätte Julian diesen hinreißenden Mund geküsst.

»Es sind noch acht Meilen bis nach Manhattan, ich schlage vor, dass wir uns so lange zusammenreißen«, sagte Julian und schaltete das Radio ab.

»Jetzt streitet euch doch nicht. Schon gar nicht wegen mir«, mischte sich Ireen ein. »Das heute, das war euer großer Tag.«

»Sie hat recht«, stimmte Tom ihr nach kurzem Schmollen zu und drehte sich nach hinten um. »Tut mir leid, ich wollte dich nicht kränken, Ireen. Und schon gar nicht zu etwas drängen, das du nicht willst. Das weißt du. Ich bin einfach nur ein Großmaul …«

»Sag doch so etwas nicht, Tom.«

Wenn Tom genug getrunken hatte, fiel er rasch in eine aggressive Phase und danach in eine, in der er niedergeschlagen wirkte.

»Nein, es ist wahr. Ich hab das falsch verstanden. Tut mir leid. Ich beneide euch, ehrlich. Ihr seid toll. Alle beide. Und Julian hat Glück, eine Frau wie dich zu haben.«

Julian sah trotz der spärlichen Innenbeleuchtung, dass sich Ireens Wangen ein wenig röteten.

Sie drückte Toms Hand.

*

Ein Blitz zuckte über den Nachthimmel. Im nächsten Moment leuchtete etwas Grelles vor Julians Augen auf. Die Helligkeit schmerzte unerträglich. Rasch kniff er sie zusammen. Irgendetwas stimmte nicht. Er bewegte sich vorwärts, obwohl er seine Beine nicht spürte. Wo war er? Was war passiert? Er öffnete die Augen wieder einen Spalt. Das grelle Licht war fort. Man rollte ihn durch einen Gang. Vorsichtig blickte er sich um, aber er wusste nicht, wo er sich befand.

»Kreislauf stabil«, sagte eine unbekannte Stimme, und eine ebenso fremde Person beugte sich über ihn, doch Julian sah sie nur schemenhaft. Alles war in Aufruhr. Plötzlich erklangen überall Stimmen und Geräusche, die er zuvor gar nicht wahrgenommen hatte. Eine Hand berührte seine Stirn. »Er hat hohes Fieber.«

»Bringen wir ihn in den OP

»Das sieht nicht gut aus. Das Knie ist völlig verdreht.«

»Keine Frakturen, Glück im Unglück.«

»Wir müssen noch den Rücken röntgen.«

Wer waren all diese Leute? OP? Wovon war hier die Rede? Etwa von einem Operationssaal? Wie war er hierhergekommen? Und wo waren Tom und Ireen? Sie legten ihm eine Maske auf Nase und Mund, ehe Julian auch nur eine Frage stellen konnte. Und dann...

Erscheint lt. Verlag 1.11.2017
Reihe/Serie Fear and Desire
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 20. - 21. Jahrhundert • Gefühl • Gefühle • gefühlvoll • Gegenwartsliteratur • Große Liebe • Leidenschaft • Liebe • Liebesroman • Liebesromane Bestseller • Liebesromane deutsch • Romance • Romanhefte • Romantasy • Romantic Crime • Romantic Suspense • Romantic Thrill • Romantic Thriller • romantic thriller deutsch • Romantic Thriller / Suspense • Romantik • romantik krimi • Romantik Thriller • romantische Spannung • Unterhaltung
ISBN-10 3-7325-3940-7 / 3732539407
ISBN-13 978-3-7325-3940-6 / 9783732539406
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