Breeds - Mercurys Kampf (eBook)
462 Seiten
Lyx.digital (Verlag)
978-3-7363-0627-1 (ISBN)
Kann er noch einmal lieben?
Mercury Warrant ist der perfekte Breed, Mann und Löwe zugleich. Aber als seine Gefährtin stirbt, verliert Mercury die Kontrolle über sein Tier. Er kann sein Leben nur retten, indem er den Löwen in sich an die Kette legt und seine animalische Seite komplett ausblendet. Über die Jahre hat er sich mit einem Leben ohne wahre Verbundenheit arrangiert. Doch da taucht Ria Rodriquez in Sanctuary auf und stellt seine Welt auf den Kopf ...
'Knisternde Erotik, Spannung und tolle Charaktere. Suchtgefahr!' Lovelybooks
Lora Leigh lebt mit ihrer Familie in Kentucky. Mit ihren erotischen Liebesromanen hat sie sowohl im Bereich der Romantic Fantasy als auch des Romantic Thrill eine große Leserschaft gewonnen. Weitere Informationen unter: www.loraleigh.com
Prolog
BUFFALO GAP, VIRGINIA
BASIS DER BREEDS: SANCTUARY
Er war eine Bestie, ein Tier. Er war eine Schöpfung, eine Mischung aus Mann und Löwe, und das Tier war in ihm gefangen. Mächtig und stark. Die Fähigkeit zu rennen, zu jagen, den Feind im Wind zu wittern und in der Brise zu schmecken, lag in Ketten, im finstersten Winkel seines Unterbewusstseins.
Was war gerecht daran, dass es eingesperrt war?, brüllte das Tier. Dem Mann stand es frei, durch das Land zu streifen, doch das Tier musste sich verbergen. Es blickte durch die Augen des Mannes, das Blut pulsierte durch seinen Körper, doch es war gefesselt, gezügelt für alle Zeit.
Aber langsam wurde es stärker. Das Serum, das es im Zaum hielt, hatte seine Wirkung verloren; die Jahre der Freiheit, die der Mann kennengelernt hatte, das trügerische Gefühl von Sicherheit, das er entwickelt hatte, würden dem Geschöpf, das sich in ihm verbarg, helfen.
Das Tier wartete. Schlich umher. Brüllte in Albträumen auf, während es darauf wartete, dass seine Zeit kam. Der Mann war überzeugt, die Kontrolle zu haben. Er war sicher, dass das Serum, das ihm die Wissenschaftler in jenem Labor verabreicht hatten, und seine eigene Beherrschung das Tier, das so vehement ums Überleben kämpfte, getötet hatten.
Doch das Tier war nicht tot. Es war nie fort gewesen. Eine Weile hatte es geschlafen. Ein erzwungener Schlaf. Ein Schlaf, der den wachsenden Zorn genährt hatte, und nun war es erwacht. Es war erwacht und bereit, sich mit seinen Klauen zu befreien.
Doch es war auch geduldig, so dachte das Tier. Es konnte abwarten, bis der Mann es freiließ. Es war Teil des Mannes, Teil dessen, wer und was er war. Und schon bald würde der Mann das Tier freilassen. Sobald es stark genug war. Es war müde. Die Versuche, es zu zu töten, waren beinahe erfolgreich gewesen. Und es hatte nur überleben können, indem es sich so weit in das tiefste Unterbewusstsein des Mannes zurückgezogen hatte, dass selbst seine wesentlichsten Züge verborgen blieben.
Doch als es wieder aufsteigen wollte, hatte das Serum eine undurchdringliche Festung aus Gitterstäben errichtet, die sich in das Tier drückten. Sie trieben Stachel in seine Seele und erfüllten es mit Schmerz. Und sie schwächten es. Sie schwächten es so sicher, wie eine tödliche Wunde den Mann das Leben gekostet hätte.
Und der Mann blieb wachsam. Er hatte keinen Grund, seinem Herzen freien Lauf zu lassen oder seine Seele zu öffnen. Denn der Mann glaubte seine Seele verloren. Nur das Tier wusste es besser. Und das Tier wartete … Wartete darauf, dass der Mann seine Seele wiederfand.
»Sind die Tests fertig?« Jonas betrat das kleine Labor, Jackal gleich hinter ihm. Verdammtes Sicherheitspersonal. Callan hatte Befehl gegeben, dass Jonas, jetzt wo dessen eigene Leute Vanderales hochgeschätzte Sekretärin schützten, einen Leibwächter haben müsse. Und dann auch noch einen menschlichen. Bloß gut, dass er wenigstens in der Lage war, mit dem Mann auszukommen.
Er starrte Elyiana Morreys Rücken an, als die sich versteifte und die Hand an ihren Nacken hob. Die Muskeln unter ihrem weißen Labormantel spannten sich an, und der Duft ihrer Verärgerung begann sie einzuhüllen.
So verhielt sie sich häufig in letzter Zeit. Sobald er dazu kam, würde er sie daran erinnern, wer hier der Boss war. Er hatte nicht die Zeit, sich Machtspielchen mit ihr zu liefern.
»Ich habe die Tests beendet.« Sie nahm eine Akte, drehte sich um und ging zu dem Tresen neben ihm, wo sie die Akte hinknallte und sich wieder dem zuwandte, woran auch immer sie zuvor gearbeitet hatte. Sie ignorierte sowohl ihn als auch seinen Leibwächter Jackal vollkommen.
Schweigen herrschte im Labor, während Jonas die Akte anstarrte und angesichts Elys offensichtlich übler Laune eine Augenbraue hob. Weibliche Breeds litten nicht unter PMS, also konnte er ihre Stimmungsschwankungen nicht damit erklären, so wie bei den wenigen weiblichen Nicht-Breeds in der Basis.
Ely war eben eigenwillig, so hatte er vor Monaten konstatiert.
Doch gerade das gefiel ihm an ihr. Manchmal. Er verstand es und konnte damit umgehen. Aber im Augenblick war sie ungewöhnlich eigenwillig, und das gefiel ihm gar nicht.
»Würdest du mir die Tests, die du durchgeführt hast, erklären?«, fragte er sie schließlich.
»Steht alles in der Akte.«
»Ich will nicht dein Wissenschaftskauderwelsch lesen.« Er ließ ein animalisches Grollen in seiner Kehle vibrieren. »Sag mir, was ich wissen muss.«
Langsam drehte sie sich zu ihm um, und er sah den Zorn in ihren Augen brennen.
»Deine Spielchen laufen aus dem Ruder«, fauchte sie, und ihr Blick huschte nervös zu Jackal. »Deine Manipulationen und hinterhältigen Intrigen bringen noch jemanden um. Und diese Unterhaltung geht ihn nichts an.« Sie zeigte mit dem Finger auf den Leibwächter, und in ihrem Blick stand weiterhin brennender Zorn.
Jonas musterte sie überrascht. Meine Güte, er hatte gedacht, sie mochte Jackal. Nachdenklich rieb er sich übers Kinn und versuchte zu begreifen, was sie so erbost hatte. Doch da fiel ihm nur eine Sache ein.
»Bist du immer noch sauer wegen Dawn und Seth?« Es war die einzige Erklärung, die er für ihren Zorn finden konnte. Er hatte angeordnet, Dawns Hormonbehandlung allmählich zu reduzieren, als das Paarungshormon in Seths Organismus anfing zu verschwinden. Dawn war dabei gewesen, ihren Gefährten zu verlieren, und Jonas war nicht willens gewesen, das zuzulassen, egal wie sehr er Seth Lawrence persönlich ablehnte. Doch andererseits gab es nur wenige Männer, die Jonas mochte. Zur Hölle, nur wenige Leute überhaupt, von denen er sagen konnte, dass er sie mochte.
Doch der Rest dieser Mission hatte in einem Desaster geendet. Er hatte sicherstellen können, dass Dawn und Seth zusammenblieben, doch das Blut, das vergossen worden war, gab Anlass zur Sorge.
Ely presste in trotzigem Zorn die Lippen zusammen.
Jonas seufzte resigniert, nahm die Akte und öffnete sie.
Sekunden später sah er ihr stirnrunzelnd in die Augen.
»Ich dachte, das Serum, das ihm die Wissenschaftler im Labor verabreichten, hätte das rückgängig gemacht?«
»Er bekommt das Serum seit sieben Jahren nicht mehr«, fauchte sie. »Und das ist nicht einmal sein derzeitiger Zustand. Das ist das, was passierte, als ich den Paarungstest mit dem von Miss Rodriquez durchführte.«
Na, das war ja interessant. Jonas rieb sich übers Kinn und studierte weiter die Tests, die Ely gemacht hatte.
Die Tests, die sie zur Bestimmung einer Paarungsverträglichkeit entwickelt hatte, waren kompliziert. Eine Mischung aus Speichel-, Blut- und Samenproben des männlichen Exemplars kombiniert mit Speichel-, Blut- und Hormonproben eines weiblichen Exemplars.
»Jonas, er hat Leute getötet, als er im Labor wütete«, flüsterte Ely sorgenvoll.
Jonas machte eine wegwerfende Handbewegung. »Er hatte seine Freundin verloren …«
»Seine Gefährtin«, fauchte sie. »Das Paarungshormon war in seinem Blut. Die ganze Zeit über, die er nicht in Therapie war, haben wir den Vorfall damit entschuldigt, dass es um seine Gefährtin ging. Diese Frau hier ist nicht seine Gefährtin, doch das Raubtier-Adrenalin ist in seinem Blut. Er ist dabei, wieder in animalische Verdrängung zu verfallen, das kannst du nicht leugnen. Der Bericht beweist es.« Sie zeigte mit dem Finger auf die Akte.
Erneut schüttelte Jonas den Kopf und sah weiter den Bericht durch.
Sie gab ein Schimpfwort von sich. »Verdammt, du hältst dich für allwissend. Ich habe auf den Videos gesehen, wie er tobte, als er erfuhr, dass diese Löwin umgekommen war. Er hat einen Arzt getötet, einen Ausbilder und zwei Kojoten, die ihn auszuschalten versuchten. Er war fast wie tollwütig. Wenn diese Frau hierher gebracht wird …«
»Dann wird er sie mit derselben Wildheit beschützen, die er zeigte, als diese Bastarde ihm jemand nahmen, der ihm wichtig war«, fuhr er sie an. »Das hier ist kein Beweis, dass er wieder zum Raubtier wird. Und es ist kein Beweis, dass es in näherer Zukunft dazu kommen wird, also warum bist du deswegen so aufgebracht?«
Normalerweise behielt Ely einen kühlen Kopf, wenn es um die Breeds ging. Sie war diejenige, die nach alternativen Antworten suchte und nach den Gründen forschte, warum Tests so ausgingen, wie sie ausgingen. Sie war nicht diejenige, die aus irgendeinem Test irgendwelche Schlüsse zog. Das war sein Job.
»Weil du es ihm nicht sagen wirst.« Er konnte hören, wie sie die Zähne zusammenbiss. »Ich kenne dich. Du wirst Spielchen mit ihm spielen und ihn in Gefahr bringen …«
»Himmelherrgott noch mal« fauchte er, als auch in ihm der Zorn aufstieg. »Du denkst, das ist alles nur ein Spiel für mich, Ely? Dass mir meine Männer oder die Leute, für deren verdammte Rettung ich mir den Arsch aufreiße, scheißegal sind? Denkst du, ich riskiere täglich mein Leben gegen diese Rassisten und für das Breed Law, weil ich den Kick brauche?«
Nur zu gern wollte er jetzt auf etwas einschlagen. Und wenn Jackals Zorn hinter ihm nicht weniger wurde, dann würde er auf Jackal einschlagen.
Jonas atmete scharf ein, um sein Temperament zu zügeln. Es zu unterdrücken war immer anstrengend, doch ihm freien Lauf zu...
| Erscheint lt. Verlag | 26.10.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Breeds-Serie |
| Breeds-Serie | Breeds-Serie |
| Übersetzer | Silvia Gleißner |
| Verlagsort | Köln |
| Sprache | deutsch |
| Original-Titel | Mercury's War |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Fantasy |
| Schlagworte | 20. - 21. Jahrhundert • Breeds • fast burn • fated mates • G. Aiken • Gefühl • Gefühle • gefühlvoll • Gegenwartsliteratur • Gestaltwandler • Gestaltwandler, Breeds, J. R. Ward, G. Aiken, Nailini Singh • Große Liebe • J. R. Ward • Leidenschaft • Liebe • Liebe / Beziehung • Liebesroman • Liebesromane Bestseller • Liebesromane deutsch • Liebesroman / Schmonzette • Nailini Singh • Romance • Romanhefte • Romantasy • Romantik • Romantische Fantasy • Unterhaltung • USA |
| ISBN-10 | 3-7363-0627-X / 373630627X |
| ISBN-13 | 978-3-7363-0627-1 / 9783736306271 |
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