Folge 1/2 Chronik der Sternenkrieger Doppelband (eBook)
260 Seiten
Uksak E-Books (Verlag)
978-3-7389-1257-9 (ISBN)
Chronik der Sternenkrieger 2
Sieben Monde
von Alfred Bekker
Ein CassiopeiaPress E-Book
Die abweichende Original-Printausgabe erschien in der Romanreihe „Sternenfaust“ unter dem Titel „Planet der sieben Monde“.
© 2005, 2008, 2012 by Alfred Bekker
© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich (Westf.)
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Mitte des 23. Jahrhunderts werden die von Menschen besiedelten Planeten durch eine kriegerische Alien-Zivilisation bedroht. Nach Jahren des Krieges herrscht ein brüchiger Waffenstillstand, aber den Verantwortlichen ist bewusst, dass jeder neue Waffengang mit den Fremden das Ende der freien Menschheit bedeuten würde. Zu überlegen ist der Gegner.
In dieser Zeit bricht die STERNENKRIEGER, ein Raumkreuzer des Space Army Corps , unter einem neuen Captain zu gefährlichen Spezialmissionen in die Weite des fernen Weltraums auf...
Alfred Bekker schrieb die fesselnden Space Operas der Serie CHRONIK DER STERNENKRIEGER. Seine Romane um DAS REICH DER ELBEN, die GORIAN-Trilogie und die DRACHENERDE-SAGA machten ihn einem großen Publikum bekannt. Er schrieb für junge Leser die Fantasy-Zyklen ELBENKINDER, DIE WILDEN ORKS, ZWERGENKINDER und ELVANY sowie historische Abenteuer wie DER GEHEIMNISVOLLE MÖNCH, LEONARDOS DRACHEN, TUTENCHAMUN UND DIE FALSCHE MUMIE und andere. In seinem Kriminalroman DER TEUFEL VON MÜNSTER machte er mit dem Elbenkrieger Branagorn eine Hauptfigur seiner Fantasy-Romane zum Ermittler in einem höchst irdischen Mordfall. Im November 2012 erschien mit DER SOHN DER HALBLINGE sein nächster großer Fantasy-Epos bei Blanvalet.
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Eine schwere Erschütterung durchlief das Raumschiff.
Alarmsignale heulten auf. Der große Panoramabildschirm auf der Brücke fiel für Sekunden aus. »Der Plasma-Schirm ist zusammengebrochen, Captain!«, meldete der Ortungsoffizier. »Schwere Schäden in den Sektionen eins bis vier. Ein Hüllenbruch ist eingetreten. Eines der Sandström-Aggregate wurde beschädigt.«
Das bedeutet, wir haben im Augenblick nur die Ionentriebwerke zur Verfügung und können nicht auf Überlichtgeschwindigkeit gehen, erkannte Commander Max Albertson, seines Zeichens Kommandant des Leichten Kreuzers BATTLE OF TRIDOR. Er wurde blass. Wir
sind verloren!
*
Erneut gingen Erschütterungen durch die BATTLE OF TRIDOR, deren Name in Erinnerung an die entscheidende Schlacht zwischen den Raumflotten der Menschheit und den vogelähnlichen Qriid gewählt war. Elf Jahre lag diese Schlacht zurück, in der es dem Space Army Corps der Humanen Welten gelungen war, die Flotte der Vogelartigen zurückzuschlagen. Seitdem hatte es einen unerklärten Waffenstillstand gegeben. Eine Art Kalten Krieg, der sich seit der jüngsten Krise im Bannister-System immer mehr in einen heißen verwandelte.
Die BATTLE OF TRIDOR hatte Kurs auf das Tardelli-System genommen. Die Entfernung zur Erde betrug 65 Lichtjahre, die Distanz zum Bannister-System, dem äußersten Vorposten der Humanen Welten fast zehn Lichtjahre.
Die gelbe Sonne Tardelli lag mitten im Niemandsland zwischen den Einflussbereichen der Menschheit und dem Qriid-Imperium, über dessen innere politische Verfassung es nach wie vor nur bruchstückhafte Informationen gab. In dieser Zone existierten Dutzende von Sonnensystemen, die zumeist kaum erforscht waren. Es existierten kleinere Zivilisationen verschiedener intelligenter Spezies in diesem Gebiet, von denen die meisten die interstellare Raumfahrt noch nicht entdeckt hatten. Manche dieser Systeme befanden sich auch offen oder verdeckt in einem Vasallenverhältnis zum Heiligen Imperium der Qriid.
Die BATTLE OF TRIDOR befand sich auf einer diplomatischen Mission.
Aber kurz nachdem sie am Rand des Tardelli-Systems aus dem Sandström-Raum aufgetaucht und auf Unterlichtgeschwindigkeit gegangen war, hatte man den Leichten Kreuzer unter Feuer genommen. Captain Albertson wollte gar nicht daran denken, wie verschwindend gering die Wahrscheinlichkeit war, in Schussweite zu einem feindlichen Schiff aus dem Sandström-Raum zu kommen.
»Ich habe soeben den größten Teil der aktiven Ortung verloren«, meldete der Ortungsoffizier. »Und circa dreißig Prozent der passiven.«
»Zielprogrammierung der Gauss-Kanonen nur bedingt einsetzbar!«, ergänzte der Waffenoffizier. »Wir erhalten weitere, sehr gezielte Treffer mit Schäden in mehreren Decks.«
Captain Albertsons Lippen waren zu einem dünnen Strich geworden. Die Anzeige des Panorama-Schirms fiel jetzt völlig aus. Auch die meisten Displays wurden dunkel. Überall blickten kleine rote Lichter.
Uns geht es jetzt wie dem Geblendeten aus der Odyssee!, ging es dem Captain der BATTLE OF TRIDOR durch den Kopf.
»Dauerfeuer aus allen Rohren!«, ordnete er an. »Irgendetwas werden wir treffen. Kein Gegenschub! Dafür verschwenden wir keine Energie!«
Je näher wir am Gegner dran sind, desto besser!, überlegte Albertson.
Je geringer die Distanz zum Gegner war, desto wahrscheinlicher war es, dass ihn die vernichtende Durchschlagskraft der vom irdischen Space Army Corps verwendeten Gauss-Kanonen traf.
Aber letztlich war das nichts anders als ein Akt purer Verzweiflung. Wie sollten sie treffen, ohne zu zielen.
Albertson erhob sich von seinem Kommandantensessel. Er sah kurz auf die Anzeigen seiner Konsole. Auf einigen der Displays blinkten nicht einmal mehr die roten Lämpchen.
Ein Rumoren ging durch das Schiff. Die Impulstriebwerke hielten das Schiff auf einem Drittel Lichtgeschwindigkeit und das zylinderförmige Schiff drehte sich um die eigene Achse, während die Gauss-Kanonen der BATTLE OF TRIDOR unzählige würfelförmige Geschosse auf halbe Lichtgeschwindigkeit beschleunigten. Geschosse, die mit unvorstellbarer Wucht alles durchschlugen, was sich ihnen in den Weg stellte. Es gab keine bekannte Panzerung, die ihnen widerstanden hätte.
Ein annähernd blinder Boxer, der mit enormer Kraft um sich schlägt, aber den Attacken seines Gegners im Grunde wehrlos ausgeliefert ist – das ist die BATTLE OF TRIDOR jetzt, durchzuckte es Albertson.
»Kommunikation?«, rief der Captain.
»Ja, Sir?«
»Senden Sie Notrufsignale auf allen Überlicht- und Standard-Frequenzen. Außerdem will ich eine Transmission per Überlicht-Richtfunk zur Erde senden.«
»Richtstrahl-Transmission ist nur noch im Audio-Bereich möglich, eine Übertragung von Bildsignalen kann nicht mehr durchgeführt werden.«
»Wie auch immer...«
»Sprechen Sie, Sir. Die Funkphase ist offen.«
Albertson atmete tief durch. »Hier spricht Commander Max Albertson, Captain des Leichten Kreuzers BATTLE OF TRIDOR. Unsere gegenwärtigen Koordinaten werden in dieser Transmission als Datenstrom mitgeliefert. Wir...«
*
Commander Rena Sunfrost, Captain des Leichten Kreuzers STERNENKRIEGER, betrat die Brücke. Ihr Blick schweifte kurz über die Dienst habenden Offiziere.
Lieutenant David Kronstein, der Ortungs- und Kommunikationsoffizier der STERNENKRIEGER, blickte kurz in ihre Richtung. Sunfrost schaute zur Seite.
Wie eine scheue, viktorianische Jungfer, durchfuhr es die 32-jährige, sportlich wirkende Kommandantin. Was ist los mit dir? Hat dieser Kronstein dich so sehr verzaubert, dass du dich jetzt schon vor einem harmlosen Blick von ihm fürchtest, weil du glaubst, dass du einen hochroten Kopf bekommst und dir jeder hier deine törichte Schwärmerei ansieht?
Ihr Kopf hatte von Anfang gewusst, dass es niemals eine weitergehende Annäherung zwischen ihr und dem blonden Ortungsoffizier geben durfte. Liebesbeziehungen zwischen Angehörigen derselben Befehlskette waren im Space Army Corps der Humanen Welten untersagt. Die Statuten der Dienstvorschrift regelten das ganz eindeutig. Aber es war eine Sache, so etwas mit dem Verstand zu begreifen und außerdem auch die prinzipielle Richtigkeit dieser Vorschrift anzuerkennen. Etwas ganz anderes war es, seine eigenen Gefühle zu kontrollieren.
Vom ersten Augenblick an, da Rena Sunfrost die Nachfolge ihres ermordeten Vorgängers Willard J. Reilly angetreten hatte, war es ihr unmöglich gewesen, David Kronstein unbefangen gegenüberzutreten.
Du bist es nicht zuletzt ihm schuldig, das Chaos in deinem Inneren endlich in den Griff zu bekommen, meldete sich eine Stimme in ihr. Eine recht energische Stimme, wie sie feststellte.
»Sie haben die Brücke, Captain«, drang ihr jetzt die Stimme von Lieutenant Commander Raphael Wong ins Bewusstsein.
Er war der Erste Offizier der STERNENKRIEGER. Wong war drei Jahre jünger als Sunfrost und hatte eine der steilsten Karrieren hinter sich, die im Rahmen des Space Army Corps überhaupt möglich waren. Ein Musterraumsoldat, der sich nicht ohne Grund Hoffnung darauf gemacht hatte, auch die nächste Sprosse auf der Karriereleiter im Überlichttempo zu nehmen und Nachfolger von Commander Reilly im Amt des Captains der STERNENKRIEGER zu werden.
Aber in diesem Fall hatte das Flottenkommando jemandem mit größerer Erfahrung den Vorzug gegeben.
Ein Umstand, den Wong nur schwer hatte verarbeiten können.
Daher war er Sunfrost anfangs äußerst...
| Erscheint lt. Verlag | 11.1.2019 |
|---|---|
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Literatur ► Krimi / Thriller / Horror | |
| ISBN-10 | 3-7389-1257-6 / 3738912576 |
| ISBN-13 | 978-3-7389-1257-9 / 9783738912579 |
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