Magie der Schatten 2: Feuerspuren im Eis (eBook)
350 Seiten
mainbook Verlag
978-3-946413-68-4 (ISBN)
Geb. 1977 in Deutschland schrieb Frau Steinberg bereits mit 12 ihr erstes Buch. Sie hat es bis heute an keinen Verlag gegeben, aber es steht noch immer als Kladde in ihrem Regal. Schon immer zum Fantastischen hin gezogen, ob in der Musik oder der Kunst, schrieb sie mit 18 ihren ersten Fantasy-Roman mit dem Titel 'The last Thoughts'. Auch diesen hat sie bis heute an keinen Verlag gesendet. Aufgrund diverser Ereignisse entsteht eine lange Pause in ihrem Schreibleben. 2013 erscheint dann erstmalig im Mainbook Verlag Band 1 der Fantasy Saga 'Magie der Schatten' unter dem Titel: Barshim und Cashimaé. 2014 folgt dazu die Vorgeschichte und damit ein eigenständiges Buch: Savinama der Wächter. Frau Steinberg wird Mutter und legt eine Schreibpause ein, 2017 ist es soweit und die Trilogie um den ersten Wächter geht weiter. Im August erscheint der zweite Teil der Trilogie 'Magie der Schatten' mit dem Titel 'Feuerspuren im Eis'. Geplant für 2018: der dritte und letzte Teil von 'Magie der Schatten'.
Geb. 1977 in Deutschland schrieb Frau Steinberg bereits mit 12 ihr erstes Buch. Sie hat es bis heute an keinen Verlag gegeben, aber es steht noch immer als Kladde in ihrem Regal. Schon immer zum Fantastischen hin gezogen, ob in der Musik oder der Kunst, schrieb sie mit 18 ihren ersten Fantasy-Roman mit dem Titel "The last Thoughts". Auch diesen hat sie bis heute an keinen Verlag gesendet. Aufgrund diverser Ereignisse entsteht eine lange Pause in ihrem Schreibleben. 2013 erscheint dann erstmalig im Mainbook Verlag Band 1 der Fantasy Saga "Magie der Schatten" unter dem Titel: Barshim und Cashimaé. 2014 folgt dazu die Vorgeschichte und damit ein eigenständiges Buch: Savinama der Wächter. Frau Steinberg wird Mutter und legt eine Schreibpause ein, 2017 ist es soweit und die Trilogie um den ersten Wächter geht weiter. Im August erscheint der zweite Teil der Trilogie "Magie der Schatten" mit dem Titel "Feuerspuren im Eis". Geplant für 2018: der dritte und letzte Teil von "Magie der Schatten".
Kapitel 1
Ein Morgen in sanften Pastellfarben, gesättigt mit goldschimmernden Akzenten, breitete sich über die Sanddünen Comoértas aus. Die Dächer ließen das Nachtblau in den Schatten versinken, um mit den Farben des Morgens ein neues Bild zu zeichnen.
Gefrorene Sterne leuchteten in den Fenstern, vom Atem der Schläfer.
Für Sekunden spiegelte sich die aufgehende Sonne darin, wie Diamanten, ehe sie zerrannen und in Tropfen die Scheiben hinunter liefen. Wie Träume, die man beim ersten Augenaufschlag vergaß. Nur noch ein Nebelschleier aus Gedanken blieb zurück, ganz nah und doch unwiderruflich vergangen.
Es war normalerweise die Stunde, in der das Leben in den Straßen begann. Händler schoben ihre vollbeladenen Karren. Fensterläden wurden geöffnet, Federbetten ausgeschüttelt, die Feuer entfacht. Stimmen erhoben sich, um in einem Gewirr nie enden wollender Klänge zu einer Symphonie des Lebens zu werden. Düfte von frisch Gebratenem vermischten sich mit der Seeluft und den Schreien der Möwen.
Nichts davon entsprach diesem Morgen, außer den Rufen der Möwen, die ihr Gelächter über die schweigende Stadt trugen. Die Fenster waren lange schon geöffnet, aber niemand belagerte die Pflastersteine. Kein Kind schrie laut nach seiner Mutter und kein Schmied bearbeitete mit dem Hammer das heiße Eisen. Die Esse war kalt.
So kalt wie die Luft, die den Winter noch nicht weichen ließ.
Den Blick auf das Meer gerichtet, erreichte man über eine der vielen Seitenstraßen die Sanddünen.
Hier erblickte man die ersten Anwohner der Stadt. Weit verteilt standen sie auf den Dünen oder am Strand. Menschen, magische Wesen, Magier, eine Zusammenkunft aller Wesen und Arten.
Comoérta war die Stadt, in der man keinen Unterschied darin machte, woher jemand kam, welcher Rasse er angehörte.
Wo sich auf der einen Seite das Meer wie eine Geliebte an die Stadt schmiegte, war es auf der anderen Seite die Stadt selber, die sich mit den Schatten der hohen Felswand verband. Als wäre es der Eifersüchtige, der die Geliebte beschützen wollte.
Eine Schlucht bildete den einzigen Weg, der in das Land hinein führte.
Das Land:
Die Westküste bot kaum Anlegemöglichkeiten für Schiffe. Weswegen die Besiedlung eher gering ausfiel. Zum Norden wurde die sonst grüne und gräserreiche Landschaft rau und abweisend. Fichten wuchsen hier in die Höhe, die in den Hügeln zur Mitte Natriells immer weniger wurden und den weiten Ebenen mit trockenen, roten Gräsern Platz machten.
In der Mitte funkelte der Sand der roten Wüste wie ein Meer aus Blut, da der Sand von Rubinstaub durchzogen war. Am Tage heiß wie die Hölle, in der Nacht so kalt, dass man sich kaum getraute nach Atem zu ringen. Nur ganz nah am Boden, fand man Wärme und zwischen dem großen Durst den Trost einer weichen und doch tödlichen Schlafstatt.
Zum Osten wuchsen blattreiche Baumarten. Farne und Gräser bis man die Stadt Chintris erreichte. Die Einwohner lebten vom Fischfang und das Meer bot reichlich davon.
Zum Süden standen stolz und imposant die Tendaren. Zu ihren Füßen lag eine Ebene und wenn man auf die Berge zuging, hatte man das Gefühl, als erhoben sie sich schlagartig, kerzengerade wie mahnende Wächter in den Himmel. Von dieser Seite aus führte nur an der Ostküste ein schwieriger Pfad hinauf. Es gab Erzählungen, dass sich irgendwo in den Bergen ein Tal befand, in dem die Drachen lebten.
Keine Bäume wuchsen zur Nordseite. Loses Geröll machte den Weg dorthin fast unmöglich. Deswegen nutzten Reisende lieber den Weg südwestlich, um in die dahinterliegende Ebene zu kommen.
Die Tendarenebene war eine sichelförmige Erhöhung, kurz vor dem Meer.
Auf der Südseite gaben die Berge ein anderes Bild ab. Während sich auf den Spitzen meist das ganze Jahr der Schnee hielt, fiel die Landschaft zum Meer hin sanft ab, durchzogen von einzelnen Baumgruppen, sobald man die alpine Waldgrenze hinter sich gelassen hatte.
Diese Ebene war den Menschen zugewiesen, die sich der Hexerei verschrieben hatten. Menschen, die in die Alte Welt kamen, von denen keiner wusste wie und warum. Menschen, die sich nicht damit zufriedengeben wollten, von den Magiern nur geduldet zu werden. Sie wollten Rechte, sie wollten mitbestimmen, was in der Alten Welt geschah. Ihre Kinder sollten auf die Schulen der Magier gehen und die Magier sollten auch Menschen als Lehrer und Gleichwertige annehmen. Doch dies war ein Krieg. Denn niemals würde ein Magier akzeptieren, dass ihnen ein Kopfblinder gleichgestellt wurde.
Sie waren Eindringlinge. Sie besaßen eine eigene Welt. Grün, reich von Flüssen, Bergen. Reich an Nahrung und Platz und doch zog es sie immer wieder an jenen Ort, wo man von Magie erzählte. Von Drachen. Von fantastischen Wesen. Und immer wieder gelangten einige von ihnen in die Alte Welt und zum Leidwesen einiger Magier vermehrten sie sich auch.
Nicht bereit für Magie, erlernten sie die Kunst der Hexerei. Etwas, was den Magiern zwar nicht schaden konnte, doch war es für diese eine Art Hohn an die Natur. Sie nutzten Gegenstände und Riten, um Sachen zu beeinflussen. Sie zwangen den Dingen ihren Willen auf, um zu bekommen, was sie wollten. Während ein Magier auf die Welt kam und die Natur in sich spürte, jeder mit einer anderen Gabe gesegnet, musste sich der Mensch dieses aus Habsucht mit Gewalt aneignen. So interpretierten es die Magier.
Da es gegen ihre Gesetze verstieß, jemanden zu töten, verwiesen sie die Hexer und Hexen, die sich nicht fügen wollten, in die Tendarenebene. Ein großzügiges Geschenk aus ihrer Sicht. Doch es führte zu Feindschaft und Kriege wurden immer neu entfacht.
Nichts davon zählte an diesem Morgen an der Küste von Natriell.
In einem Halbrund, dem Meer zugewandt, standen die Kreismitglieder Natriells und Liyiells. Dahinter warteten die Anwohner, die der Zeremonie beiwohnten.
Das Meer war heute glatt, nur kleine Wellen zogen den feinen Sandstrand hinauf.
Karaz umfasste mit beiden Händen den schwarzen Stab. Die Gravuren darin begannen zu leuchten, während sich seine Energien aufbauten. Neben ihm führte der Kreisführer Liyiells den weißen Stab Liyfaniell.
Die Magier hinter ihnen schlossen die Augen und verbanden die eigenen Energien mit allen anderen. Zusammen sandten sie diese auf das Meer hinaus.
Die Sonne stieg höher und das Rot verlor sich immer mehr in Blau- und Goldtönen. Über dem Wasser waberten einzelne Nebelfetzen. Ansonsten herrschte Stille. Niemand sprach ein Wort, alle sahen nur wie gebannt auf das Wasser hinaus.
Eine gefühlte Ewigkeit lang geschah nichts. Bis etwas den Boden erzittern ließ. Ein Grollen erhob sich. Auf dem Meer bildeten sich Wirbel und Blasen kamen an die Oberfläche.
Dann war es für einen Atemzug lang wieder still, bis plötzlich etwas Gewaltiges aus dem Meer emporstieg. Die Fluten spritzte zu allen Seiten davon. Das Sonnenlicht brach sich in den Perlen des Wassers, die wie eine Welle aus Leuchtfeuer zu allen Seiten geschleudert wurde und auf goldschimmernder Haut ein Feuerwerk an Farben hinterließ. Lederartige Flügel breiteten sich aus. Die feine Haut zwischen den Spannen, schon durchzogen von kleinen Rissen. So alt war das Wesen, das sich in die Luft erhob.
Dornenartige Wüchse zogen sich über den Kopf bis zum Schwanz hinunter und Augen wie Lava wetteiferten mit dem Leuchten des Morgenlichts.
Das Maul umwoben von Barthaaren, die sich schlangenartig wanden und bewegten, während messerscharfe Zähne sichtbar wurden.
Ein Kunstwerk vollkommender Schönheit, festgewachsen am Himmel, schwebte das Tier über ihnen.
Die Macht, die von ihm ausging, ließ die magischen Wesen den Atem anhalten und die Magier schaudern. Das Brüllen, das sich aus der Kehle löste, hallte bis zu den Tendaren und Vogelschwärme stoben aufgeschreckt unter lautem Gezwitscher in die Lüfte.
Der Drache schwang die Flügel und sein Schweif peitschte die Wellen, eher er sich in einer Rückwärtsrolle fallen ließ. Kopfüber stieß er sich wieder in das Wasser, nur um darin umzukehren und direkt auf das Land zuzuschießen. In letzter Sekunde breitete er erneut die Flügel aus und zog den massigen Leib in die Luft.
Wie eine Regenwand fiel das Nass von ihm ab und auf die winzigen Lebewesen unter ihm, ehe er mit einer letzten Wende vor der Sonne in der Weite verschwand.
Karaz blickte an sich hinunter. „Manchmal habe ich das Gefühl, er macht das mit Absicht.“
Savinama lachte bei den Worten, während einer der Wassertropfen von seinem Bart fiel. Alle waren sie gründlich nass geworden. „Nein ehrlich, im letzten Jahr hat er mit dem Schwanz die Wellen in unsere Richtung getrieben und das Jahr davor die Regenwolken zu uns geweht. Heute Morgen hatte ich noch Hoffnung, als...
| Erscheint lt. Verlag | 24.7.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Magie der Schatten |
| Verlagsort | Frankfurt am Main |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Fantasy |
| Schlagworte | Drachen • Magie • Magier • Schwert • Zauber • Zauberer • Zwerge |
| ISBN-10 | 3-946413-68-4 / 3946413684 |
| ISBN-13 | 978-3-946413-68-4 / 9783946413684 |
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