BattleTech Legenden 01 - Entscheidung am Thunder Rift (eBook)
406 Seiten
Yellow King Productions (Verlag)
978-3-95752-605-2 (ISBN)
Das Sternenreich der Menschen ist zerfallen. Angeheuerte Söldnerhaufen ziehen mit ihren Stahlkolossen in die Schlachten der sogenannten Nachfolgekriege. Die Piloten der BattleMechs
sind tollkühne Männer und Frauen, die für Geld ihre Haut zu Markte tragen, und viele von ihnen finden den Tod, weil ihre Kampfmaschinen veraltet und dem konzentrierten Feuer aus
Laserwaffen und Raketen nicht immer gewachsen sind.
Grayson Death Carlyle ist seit seinem zehnten Lebensjahr zum Mechkrieger ausgebildet worden, und als sein Vater fällt, hat er die Führung über das BattleMechRegiment zu übernehmen,
die Gray Death Legion, das Vertrauen seiner Mitkämpfer zu gewinnen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der einen legendären Ruf als BattleMech-Pilot hatte.
Sie sind bis zu 15 Meter hoch, wiegen bis zu 100 Tonnen und speien Tod und Vernichtung – die riesigen von Menschen gesteuerten Kampfmaschinen, die BattleMechs des 31. Jahrhunderts.
Das Sternenreich der Menschen ist zerfallen. Angeheuerte Söldnerhaufen ziehen mit ihren Stahlkolossen in die Schlachten der sogenannten Nachfolgekriege. Die Piloten der BattleMechs sind tollkühne Männer und Frauen, die für Geld ihre Haut zu Markte tragen, und viele von ihnen finden den Tod, weil ihre Kampfmaschinen veraltet und dem konzentrierten Feuer aus Laserwaffen und Raketen nicht immer gewachsen sind.
Grayson Death Carlyle ist seit seinem zehnten Lebensjahr zum Mechkrieger ausgebildet worden, und als sein Vater fällt, hat er die Führung über das BattleMechRegiment zu übernehmen, die Gray Death Legion, das Vertrauen seiner Mitkämpfer zu gewinnen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der einen legendären Ruf als BattleMech-Pilot hatte.
William H. Keith hat das Reisen im Blut. Das ist ein großer Vorteil, denn in der letzten Zeit ist er zu regelmäßigen Pendelfahrten zwischen dem 31. und dem 69. Jahrhundert gezwungen. Während seiner seltenen Abstecher ins 20. Jahrhundert, hat er erhebliche Schwierigkeiten sich daran zu erinnern, welches Jahr man gerade schreibt. Seine Bekannten sind der Ansicht, dass ihn dies zu einem liebenswürdigen Exzentriker macht, er aber besteht darauf, dass es sich um eine Art temporalen Jetlag handelt. Seine Psychiater studieren dieses Merkmal angestrengt, in der Hoffnung, Licht auf die Hintergründe seines monomanischen Triebs zu werfen, leere Computerbildschirme mit kleinen schwarzen Buchstaben zu bedecken. Wenn er nicht durch die Zeit reist und/oder stolpert, lebt Bill in den Bergen Westpennsylvanias mit seiner Ehefrau, der Söldnerkriegerin Nina; seiner Tochter, dem außerirdischen Genie Heather; einer alten ägyptischen Katzengöttin namens Merneptah und vier hyperaktiven Computern. Die Antwort auf die Frage, welches Mitglied dieser Menagerie zu einem beliebigen Zeitpunkt gerade die Oberhand besitzt, könnte möglicherweise der Schlüssel zur Quantentheorie und zum Letzten Geheimnis des Universums darstellen – möglicherweise aber auch nicht … (Übernommen aus der Original-Ausgabe, erschienen 1993)
1
Der Verräter rutschte unter dem Gewirr der Kabel und Platinen hindurch ins Freie und wischte sich an seinem Overall die ölverschmierten Hände ab. Der hinter ihm an der Schalttafel wartende Wachoffizier verzog das Gesicht.
»Sind Sie immer noch nicht fertig?«
»Der Fehler liegt in einem äußeren Schaltkreis, Chef«, erklärte der Verräter. »Von hier aus komm‘ ich da nicht ran. Ich muss die Kameras unten im Wartungshangar überprüfen.« Er steckte die Hand durch das Wartungsluk und warf mit präzisen Bewegungen eine Reihe Schalter um. »Auf Ihre Bildschirme werden Sie ‘ne Weile verzichten müssen.«
»Wie lange?«
»Nicht der Rede wert.« Er suchte sein Werkzeug zusammen und packte es in eine leinene Schultertasche.
»Eine Viertelstunde.«
Der Wachoffizier warf einen Blick auf seinen Armbandcomp. »Beeilen Sie sich!«, ermahnte er und machte sich auf dem Klemmbrett in seiner Hand eine entsprechende Notiz.
»Keine Sorge«, erwiderte der Verräter. »Es wird nicht länger dauern.«
Der Verräter war ein Astech, und es war offensichtlich, dass seine Wiege hier auf Trellwan gestanden hatte. Seine scharfen Gesichtszüge und das schwarze Kraushaar waren ebenso typisch für die kleine einheimische Bevölkerung dieses Planeten wie die ungewöhnliche Blässe seiner Haut, eine Folge der niedrigen UV-Werte der hiesigen Sonne. Die Tür der Wachstube öffnete sich auf seine Berührung der Scannerplatte und glitt hinter ihm mit einem Zischen wieder zu. Seine Schritte hallten hohl den steinernen Korridor entlang.
Kalte Steintreppen führten ihn tiefer und tiefer nach unten, durch verlassene Flure und an graugrün uniformierten Wachtposten vorbei. Zweimal musste der Trell seinen Ausweis vorzeigen, eine an seiner Schulter befestigte Hologrammkarte. Andere Astechs gingen schweigend oder mit einem kurzen Nicken und einem Grußwort an ihm vorüber. Für die meisten Türen waren sein Overall und die schwere Werkzeugtasche Ausweis genug. Es gab nicht viele Räume in der Burg, zu denen ein einheimischer Astech keinen Zutritt hatte.
Der Wartungshangar war an eine natürliche Höhle angebaut, eine riesige Halle, deren schummrige Düsternis hier und da von einzelnen Lichtinseln erhellt wurde. Eine der Wände war mit braunen Rostflecken und anderen Altersspuren bedeckt. In der Mitte des Hangars, von Scheinwerferkegeln beleuchtet und in gewundene Stromleitungen und Kompressorschläuche eingehüllt, lag der 55-Tonnen-Rumpf eines auseinandergenommenen Mechs auf einer Arbeitsplattform. Von seinem erhöhten Standort aus brüllte ein Tech gestenreich Befehle zu zwei Astechs hinunter, die auf dem Brustkorb des Giganten arbeiteten. Die beiden beugten sich müde über die blaue Flamme eines Laserschweißers. In einem wirren Netz aus Leitungen und Gerüsten hingen Panzerplatten von einer halben Tonne Gewicht über ihren Köpfen.
Der Verräter sah hinüber zu den vier Mechs, die Herz und Seele von Carlyle‘s Commandos ausmachten. Die zehn Meter großen gepanzerten Monster waren in einem Gefecht mit Infanterie oder konventionellen Panzern praktisch unbesiegbar. Außer einem anderen Mech von gleicher oder größerer Feuerkraft hatte kaum jemand eine Chance, sie zu Boden zu zwingen. Der Trell konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als er daran dachte, wie er das allein geschafft hatte – mit nichts weiter als einer gefälschten Wartungsorder und einer Viertelstunde Arbeit.
Den Shadow Hawk der Lanze auszuschalten, hatte jedoch nur den ersten Teil seiner Mission dargestellt. Er hatte genaue Instruktionen und ein entsprechend rigoroses Training erhalten, zusammen mit einer Ersatzplatine für die Servoelektronik eines Mechs. Er hatte seine Chance bekommen, die Platine auszutauschen, und die speziellen Schaltkreise hatten die gesamte Stromzufuhr der Servomotoren in den Mechbeinen lahmgelegt, bevor sie zu einem unförmigen Metallklumpen zusammenschmolz und damit jede Spur seiner Sabotage verwischte. Jetzt verfügte die Lanze nur noch über drei Mechs – den Phoenix Hawk des Hauptmanns und die beiden 20 Tonnen schweren Wasps. Ohne den Shadow Hawk mit seiner Mischung aus Feuerkraft und Beweglichkeit war die Garnison entscheidend geschwächt.
Der Trell klemmte seine Werkzeugtasche fester unter den Arm und hastete durch die Halle zur Metalltreppe hinüber, die in einem schwindelerregenden Zickzack hinauf zur Hangarkontrolle führte, einer fünfzehn Meter über dem Felsboden hängenden Aufsichtskanzel.
Der Wachoffizier sah von seinem Monitor hoch, nahm die Füße von der Schalttafel und stellte seine Tasse mit Chava beiseite.
»Ja?«
»Wartungsdienst, Sir«, erklärte der kleine, dunkelhaarige Astech und drehte sich so, dass der Offizier von seinem Stuhl aus die Ausweiskarte an seiner Schulter sehen konnte. »Man hat mich vom Kontrollzentrum runtergeschickt, damit ich einen Fehler in den Überwachungskameras suche. Ich glaube, Sie haben hier irgendwo eine kaputte Leitung.«
Der Offizier schien von dieser Mitteilung nicht sonderlich überrascht. »Mistzeug«, erklärte er. »Ist genauso viel wert wie der übrige Dreck auf diesem öden Drecks ...« Zu spät wurde ihm klar, dass er mit einem Trell redete, und er verschluckte den Rest seiner Tirade.
»Da hinten ist die Luke.« Er zeigte über die Schulter auf eine dunkle Bildschirmreihe, dann legte er die Füße wieder hoch und wandte seine ganze Aufmerksamkeit dem einzigen funktionierenden Bildschirm zu.
Der Verräter blickte über die Schulter des Offiziers und erkannte, dass der Monitorschirm den Raumhafen zeigte, eine leere Stahlbetonfläche unter einem eisigen Sternenhimmel, deren Öde nur gelegentlich von überlappenden Bereichen aus Schatten und Licht unterbrochen wurde.
Sie waren also noch nicht gelandet. Er blickte auf seinen Armbandcomp und zählte leise die Minuten und Sekunden, bis es soweit sein würde. Er legte sich das Werkzeug zurecht. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern.
Grayson Death Carlyle hatte längst aufgegeben, sich über seinen düsteren zweiten Vornamen Gedanken zu machen. Er hatte ihn sozusagen geerbt. Der erste Träger dieses Namens war sein Vorfahr Lord Grayson Death Thomas gewesen. Lord Grayson war, so wurde jedenfalls erzählt, nach seinem Sieg auf Lysander zu einem mächtigen Landbesitzer geworden und hatte die damit verbundene Macht dazu ausgenutzt, seinem zweiten Vornamen durch eine Verkürzung der Aussprache einen martialischen Klang zu geben. Und in einer Kriegergesellschaft, die sich unablässig an den Großtaten ihrer Helden ergötzte, hatte Grayson Juniors Name kaum Auswirkungen, abgesehen von gelegentlichen Frotzeleien der übrigen Mitglieder der Lanze seines Vaters.
Er wusste, dass Schwierigkeiten auf ihn warteten, sobald er den Elektroläufer verließ, der ihn zurück zur Burg gebracht hatte. Er zog seine Winterkleidung aus und übergab sie einer wartenden Trellordonnanz, die sie nervös entgegennahm.
»Der Waffenmeister hat nach Ihnen gefragt, Sir.«
Grayson schaute auf seinen Armbandcomp und zuckte zusammen, als er die Uhrzeit sah. »Aua. Wundert mich nicht.«
»Er schien etwas ungehalten«, fuhr die Ordonnanz fort, und die Stimme des Mannes klang, als erwarte er, sich jeden Moment mitten im Ziel eines lang erwarteten Thermonuklearangriffs zu sehen.
Grayson hob die Schultern und drehte sich dem elektrischen Heizofen zu, den die Wachtposten des Fahrzeughangars aufgestellt hatten, um der eisigen Kälte etwas von ihrem Biss zu nehmen, die mit jedem Öffnen der Außentore ins Hangarinnere drang. In der schmutzverschmierten Halle von der Größe eines Sportfeldes hielten sich noch etwa 20 weitere Soldaten auf. Soweit sie nicht in der Wärme des Heizofens standen, beschäftigten sie sich mit Büchern oder einem freundschaftlichen Kartenspiel. Grayson rieb seine vor Kälte tauben Hände, um die Blutzirkulation wieder in Gang zu bringen. Es war eine typische Zweitnacht, mit einer Temperatur von -20 °C und scharfem, heulendem Wind, der die subjektive Temperatur auf -40 °C und noch tiefer senkte. Auch diese Kälte würde sich nicht mit Feldwebel Griffiths Zorn messen können, das war ihm klar, aber die Erinnerung an Maras Zärtlichkeiten war genug, auch das aufzuwiegen.
»Oha! Master Death hat sich herabgelassen, uns mit seiner Anwesenheit zu ehren.« Aus den Schatten schnitt eine Stimme durch seine Gedanken.
»Hallo, Griff«, erwiderte er in...
| Erscheint lt. Verlag | 10.12.2025 |
|---|---|
| Reihe/Serie | BattleTech Legenden | BattleTech Legenden |
| Mitarbeit |
Anpassung von: Michael Mingers |
| Übersetzer | Reinhold H. Mai |
| Verlagsort | Illschwang |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Fantasy / Science Fiction ► Science Fiction |
| Schlagworte | Kurita • Legion • Mech • MechWarrior • military scifi • SciFi • Söldner |
| ISBN-10 | 3-95752-605-1 / 3957526051 |
| ISBN-13 | 978-3-95752-605-2 / 9783957526052 |
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