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Nur noch diesen einen Kuss ... (eBook)

Kurfürstenklinik 36 - Arztroman
eBook Download: EPUB
2017 | 1. Auflage
100 Seiten
Blattwerk Handel GmbH (Verlag)
978-3-7409-1355-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Nur noch diesen einen Kuss ... -  Nina Kayser-Darius
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Mit den spannenden Arztromanen um die 'Kurfürstenklinik' präsentiert sich eine neue Serie der Extraklasse! Diese Romane sind erfrischend modern geschrieben, abwechslungsreich gehalten und dabei warmherzig und ergreifend erzählt. Die 'Kurfürstenklinik' ist eine Arztromanserie, die das gewisse Etwas hat und medizinisch in jeder Hinsicht seriös recherchiert ist. Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist. 100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich. Die Scheinwerfer eines Sportwagens durchschnitten die Dunkelheit. Dann war es wieder still in den Straßen Berlins. Ungewöhnlich still. So jedenfalls kam es der jungen Frau vor, die verzweifelt immer wieder auf ihre Armbanduhr sah und auf Hilfe hoffte. Drei Uhr achtzehn... Sie krümmte sich zusammen und versuchte einen Schmerzensschrei zu unterdrücken. »Murkel, Murkel, wenn das nur gutgeht«, murmelte sie gepreßt. Zwei Autos rasten vorbei, doch niemand schien von der Frau Notiz zu nehmen... Auch Thomas Reinhard sah auf die Uhr. Noch mindestens vier Stunden bis Schichtwechsel! Hoffentlich kamen endlich mehr Kunden! Nichts war schlimmer, als wenig fahren zu können. Das machte schläfrig, ließ die Konzentrationsfähigkeit sinken. Und das durfte einfach nicht sein! Erleichtert atmete er auf, als über Funk die Nachricht kam, daß Kundschaft in der Grafenberg-Straße auf ihn wartete. Eigentlich sollte ich jetzt im Bett liegen, dachte er - wobei er nicht sein eigenes Bett meinte, sondern das der attraktiven Marion. Doch diese Romanze war vorgestern zu Ende gegangen. »Selbst schuld«, murmelte der dunkelhaarige Mann vor sich hin. »Warum verliebst du dich auch immer wieder in diese Partyhäs­chen? Du weißt doch, daß du auf Dauer mit denen nicht zurecht kommst!« Nun, er kannte die Antwort nicht, hatte jetzt auch keine Zeit mehr, länger über diese Frage nachzudenken, denn die Scheinwerfer seines Wagens erfaßten eine Gestalt, die am Bordstein stand und recht unförmig wirkte. Erst als er schon fast vorbeigefahren war, wurde Thomas klar, daß es sich bei der Gestalt um eine Frau handelte - um eine junge Frau, die hochschwanger war. Im selben Augenblick hatte er auch schon auf die Bremse

Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist. 100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich, in denen zugleich die Entstehung einer romantischen Liebesgeschichte mit filigranem Geschick und großer Empathie gestaltet wird. Als versierte Kennerin medizinischer Sachverhalte berichtet Nina Kayser-Darius auf unterhaltsame Weise quasi aus dem Nähkästchen.

Nina Kayser-Darius ist eine besonders erfolgreiche Schriftstellerin für das Genre Arztroman, das in der Klinik angesiedelt ist. 100 populäre Titel über die Kurfürstenklinik sprechen für sich, in denen zugleich die Entstehung einer romantischen Liebesgeschichte mit filigranem Geschick und großer Empathie gestaltet wird. Als versierte Kennerin medizinischer Sachverhalte berichtet Nina Kayser-Darius auf unterhaltsame Weise quasi aus dem Nähkästchen.

Die Scheinwerfer eines Sportwagens durchschnitten die Dunkelheit. Dann war es wieder still in den Straßen Berlins.

Ungewöhnlich still.

So jedenfalls kam es der jungen Frau vor, die verzweifelt immer wieder auf ihre Armbanduhr sah und auf Hilfe hoffte.

Drei Uhr achtzehn… Sie krümmte sich zusammen und versuchte einen Schmerzensschrei zu unterdrücken. »Murkel, Murkel, wenn das nur gutgeht«, murmelte sie gepreßt.

Zwei Autos rasten vorbei, doch niemand schien von der Frau Notiz zu nehmen…

Auch Thomas Reinhard sah auf die Uhr. Noch mindestens vier Stunden bis Schichtwechsel! Hoffentlich kamen endlich mehr Kunden! Nichts war schlimmer, als wenig fahren zu können. Das machte schläfrig, ließ die Konzentrationsfähigkeit sinken. Und das durfte einfach nicht sein!

Erleichtert atmete er auf, als über Funk die Nachricht kam, daß Kundschaft in der Grafenberg-Straße auf ihn wartete.

Eigentlich sollte ich jetzt im Bett liegen, dachte er – wobei er nicht sein eigenes Bett meinte, sondern das der attraktiven Marion.

Doch diese Romanze war vorgestern zu Ende gegangen.

»Selbst schuld«, murmelte der dunkelhaarige Mann vor sich hin. »Warum verliebst du dich auch immer wieder in diese Partyhäs­chen? Du weißt doch, daß du auf Dauer mit denen nicht zurecht kommst!«

Nun, er kannte die Antwort nicht, hatte jetzt auch keine Zeit mehr, länger über diese Frage nachzudenken, denn die Scheinwerfer seines Wagens erfaßten eine Gestalt, die am Bordstein stand und recht unförmig wirkte.

Erst als er schon fast vorbeigefahren war, wurde Thomas klar, daß es sich bei der Gestalt um eine Frau handelte – um eine junge Frau, die hochschwanger war.

Im selben Augenblick hatte er auch schon auf die Bremse getreten, seine Limousine kam mit quietschenden Reifen zum Stehen.

Erst als er dann vor ihr stand und in ihr schönes, jetzt aber vor Schmerz leicht verzerrtes Gesicht blickte, konnte Thomas die Frau richtig erkennen. Trotz der Dunkelheit sah er, daß sie sehr schöne Augen hatte, in denen sich jetzt jedoch die Angst eingenistet hatte.

»Endlich sind Sie da!« stieß die junge Frau hervor und machte Anstalten, nach der kleinen Reisetasche zu greifen, die neben ihr stand. »Ich warte schon eine kleine Ewigkeit auf das Taxi!«

Thomas biß sich kurz auf die Lippen. Er war zur Grafenberg-Straße beordert worden, doch dies hier war der Veilchenweg. Schon wollte er sagen, daß die Frau auf einen Kollegen warten müsse, da traf ihn wieder ein verzweifelter Blick.

»Kommen Sie rasch.« Er nahm ihre Tasche und hielt ihr den Wagenschlag auf. »Wohin wollen Sie denn?«

»Zur Kurfürsten-Klinik. Dort bin ich zur Entbindung angemeldet.«

»Dann nichts wie hin.« Er versuchte ein aufmunterndes Lächeln, doch es mißlang – ihm war auch wirklich nicht nach Lachen zumute, er durfte sich gar nicht vorstellen was passierte, wenn das Baby früher kam, eventuell sogar in seinem Taxi…

Schnell griff er zum Funksprechgerät und gab seine Position durch. »Die Frau brauchte dringend Hilfe«, schloß er. »Sie müssen einen anderen Fahrer zur Grafenberg-Straße schicken.«

Bettina Lauber versuchte sich auf dem Rücksitz so gut wie möglich zu entspannen. Nur mit halbem Ohr hörte sie dem zu, was der Taxifahrer durchgab. Ihr war es, mit Verlaub, ziemlich egal, ob jetzt ein anderer Fahrgast auf sein bestelltes Taxi warten mußte oder nicht. Wichtig war, daß sie endlich in die Klinik kam…

Sie stöhnte auf, als die nächste Wehe sie erfaßte.

»Wir sind gleich da«, sagte Thomas fast beschwörend und warf einen raschen Blick in den Rückspiegel. »Halten Sie durch – nur noch ein paar Minuten!«

Trotz der Schmerzen mußte Bettina lächeln. »Keine Angst, das Kind kommt nicht in Ihrem Taxi zur Welt. Ich versprech’s…«

Thomas erwiderte lieber nichts. Was gab’s da zu versprechen? Die junge Frau hatte Wehen, starke Wehen. Und wie sollte sie wissen, wann das Kind ans Licht der Welt drängte?

Er atmete auf, als rechts vor ihm das Hinweisschild zur Kurfürsten-Klinik auftauchte.

»Gleich sind wir da«, sagte er.

Die Hochschwangere atmete auf. Bald bekam sie Hilfe, bald war sie nicht mehr allein mit ihrem Murkel, der so gewaltsam auf die Welt drängte. Ein beruhigender Gedanke…

Als der Wagen vor dem Portal der Kurfürsten-Klinik hielt, kam wie auf Bestellung eine Schwester heraus, griff sofort nach dem Arm der Schwangeren und sagte zu Thomas:

»Ich kümmere mich schon um Ihre Frau. Bitte, machen Sie die Auffahrt jetzt wieder frei, dort drüben links sind Parkplätze!«

Der junge Mann war einen Augenblick lang verblüfft. Ja, was dachte sich die Schwester denn? Wofür hielt sie ihn?

Nun, das war einfach zu beantworten: für den Vater!

Und zudem wohl noch für einen Mann, der zu feige und ängstlich war, seiner jungen Frau die Hand zu halten und der sie in ihrer schwersten Stunde allein ließ. Dabei war es doch momentan so modern, Väter mit in den Kreißsaal zu nehmen…

Komisch. Jetzt erst wurde ihm bewußt, daß die junge Frau allein am Straßenrand gestanden hatte. Kein besorgter Ehemann, kein Partner war in der Nähe gewesen.

Er parkte das Taxi, meldete sich ab und gab der überraschten Kollegin in der Zentrale nur durch, daß er in die Klinik müsse.

Mehr brauchte sie einfach nicht zu wissen, beschloß Thomas.

Er gab sich keine Rechenschaft über sein Tun ab, handelte ganz spontan. Doch immer war ein Gedanke in ihm: Er wollte bei der Geburt des Kindes dabei sein. Die junge Fremde mit den schönen Augen sollte einfach in dieser schweren Stunde nicht allein sein…

Thomas studierte Maschinenbau, jobbte nachts als Taxifahrer, um das Studium zu finanzieren. Seine Eltern konnten ihn nur wenig unterstützen.

Es machte ihm aber nichts aus, auf Schlaf zu verzichten. Er lernte leicht, und auch der Job gefiel ihm ganz gut. Man lernte immer wieder interessante Menschen kennen, fand zwischendurch sogar Zeit zum Lernen… kurz, es hätte alles viel schlimmer kommen können.

Mit einem kleinen Lächeln trat der junge Mann in die Ambulanz, wo er als erstes Schwester Monika begegnete.

»Ich möchte zu der Schwangeren, die gerade hergekommen ist. Ich bin… also…«

»Schon gut, kommen Sie mit.« Schwester Monika lächelte und führte ihn zur gynäkologischen Station. Sie hatte Erfahrung mit werdenden Vätern. Der hier war nicht der erste, der vor Aufregung das Stottern anfing.

Sie drückte aufmunternd seinen Arm, als er kurz vor dem Kreißsaal stand. »Keine Sorge, es ist nicht so schlimm.«

Doch Thomas schüttelte den Kopf, daß ihm eine Strähne seines dunklen Haares ins Gesicht fiel. »Nein… ich warte lieber hier draußen.«

Monika verbiß sich ein Lächeln. »Na gut, dann kommen Sie mit ins Wartezimmer«, sagte sie. »Der Hebamme ist es sowieso lieber, wenn sie sich nicht auch noch um ein grüngesichtiges Mannsbild kümmern muß.«

Thomas straffte sich. »Ich bin aber doch nicht…«, begann er.

Doch die Schwester winkte ab. »Kein Grund, sich zu entschuldigen«, sagte sie. »Ich hoffe nur, daß Ihre Frau Sie versteht. Aber das haben Sie bestimmt schon vorher alles abgeklärt, nicht wahr?«

Ehe Thomas antworten konnte, ehe er auch nur einen Satz formulieren konnte, mit dem es ihm gelang, den hier vorherrschenden Irrtum aufzuklären, kam mit wehendem Kittel ein Arzt vorbei.

»Gibt es Komplikationen?«, fragte Thomas angstvoll.

Die Schwester zuckte die Schultern. »Keine Ahnung. Aber machen Sie sich mal keine Sorgen, Dr. Winter – das war der Arzt eben – ist ein ausgezeichneter Mediziner. Sie haben Glück, daß er heute Nachtdienst hat.«

Na, das war ein schwacher Trost! Thomas ertappte sich dabei, daß er sich Sorgen um eine schöne fremde Frau machte, von der er nicht mehr wußte als den Namen.

Und doch… irgendetwas bewog ihn, hier sitzen zu bleiben und darauf zu warten, daß man ihn benachrichtigte, wie die Entbindung verlaufen war.

Es dauerte endlos!

So jedenfalls schien es ihm, und er wagte sich gar nicht auszumalen, wie es Männern ging, die auch hier in diesem Schwitzkasten saßen und darauf warteten, daß ihre Frau – und diesmal wirklich die eigene Frau – ein Kind zur Welt brachte.

Endlich erschien eine Schwester.

Sie war älter als die, die ihn hergeführt hatte, schon ein wenig grauhaarig, hatte aber sehr liebe Augen.

»Gratuliere, Sie haben einen wundervollen Sohn!«

»Danke…«, stammelte Thomas und folgte der Schwester, die ihm auffordernd zuwinkte. »Kommen Sie mit!«

Und dann brachte sie ihn zu Bettina. Sie lag blaß, aber mit einem glücklichen Lächeln auf den Lippen im Bett.

»Ich gratuliere Ihnen von Herzen«, sagte Thomas und fühlte sich so verlegen wie nie zuvor. »Tut mir leid, daß ich keine Blumen dabei habe«, fuhr er dann fort. »Aber die bringt Ihnen sicher gleich Ihr Mann mit. Soll ich… haben Sie ihn schon benachrichtigt?

Sie schüttelte sacht den Kopf. »Ich habe keinen Mann«, sagte sie leise. »Vom Vater meines Kindes habe ich mich schon vor acht Monaten getrennt. Er konnte nicht treu sein. Und von seinem Sohn wird er nie etwas erfahren. Der Murkel gehört ganz allein mir!«

Sie schwieg, und Thomas warf ihr einen prüfenden Blick zu. War sie traurig, verzweifelt? Weinte sie gar ihrer verlorenen Liebe nach?

Doch nein, Bettina sah auf das kleine Bettchen, das neben dem ihren stand und in dem ein süßes Baby still und friedlich schlief.

Thomas fühlte sich plötzlich ausgeschlossen. Und das tat weh…

Es war ein sonderbares Gefühl, das ihn plötzlich erfaßte. Nie zuvor hatte er...

Erscheint lt. Verlag 12.1.2017
Reihe/Serie Kurfürstenklinik
Kurfürstenklinik
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte Arzt • Chefarzt • Doktor • Dr. Daniel • Dr. Laurin • Dr. Norden • Fortsetzungsroman • Klinik • Krankenhaus • Krankenschwester • Landdoktor • Martin Kelter Verlag
ISBN-10 3-7409-1355-X / 374091355X
ISBN-13 978-3-7409-1355-7 / 9783740913557
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