Der Duke, der mir die Sinne raubte (eBook)
256 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-6797-6 (ISBN)
Eine zarte Gestalt rennt direkt vor seine Kutsche! Schockiert zügelt Griffin Stone, Duke of Rotherham, die Pferde und kümmert sich um die reglose Person. Es ist eine betörende junge Dame, nur mit einem Nachthemd bekleidet. Fesselmale zeichnen ihre blassen Arme und Beine. Wer hat sie so zugerichtet? Er bringt die Ohnmächtige auf sein Anwesen. Aber als die verletzte Schönheit endlich die Augen aufschlägt, hat sie keine Antwort auf seine Fragen. Ihre Erinnerung scheint für immer verloren - und ihre Verzweiflung rührt Griffin an seiner schwächsten Stelle: seinem Herz ...
<p>Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.</p>
1. KAPITEL
Juli 1815, Lancashire, England.
Was zum …?“ Griffin Stone, der zehnte Duke of Rotherham, zog energisch an den Leinen seiner perfekt aufeinander abgestimmten Schimmel, als er glaubte, einen Geist vor sich zu sehen. Eine weiße Gestalt rannte aus der Dunkelheit geradewegs vor seine schnell fahrende Kutsche.
Trotz seiner Bemühungen, einen Zusammenprall zu vermeiden, wäre die zierliche Person beinahe unter die tödlichen Hufe der sich aufbäumenden Pferde geraten und wurde schließlich vom rechten Hinterrad des Phaetons erfasst.
Griffin zuckte zusammen, als er den Zusammenstoß hörte, denn sehen konnte er ihn nicht. Seine ganze Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, die Schimmel zum Stehen zu bringen, bevor er von der Kutsche springen und eilig zum hinteren Teil des Wagens laufen konnte.
Der beinahe volle Mond war die einzige Lichtquelle, aber Griffin konnte dennoch die weiße Gestalt erkennen.
Der schemenhafte Körper lag mit dem Gesicht nach unten im Schmutz.
Nach zwei großen Schritten war Griffin bei der vollkommen reglosen Person angekommen und hockte sich neben sie. Er konnte sehen, dass es sich um eine Frau handelte. Langes dunkles Haar fiel ihr über das Gesicht und den Rücken. Ihr weißes Gewand sah Griffin verdächtig nach einem weiten Nachtkleid aus. Zudem war sie barfuß.
Verwirrt betrachtete er ihre nackten Füße. Dieser Privatweg durch Shrawley Woods war lediglich ein ausgefahrener Trampelpfad, und sofern Griffin wusste, gab es in der unmittelbaren Umgebung keine Häuser. Im Grunde war sich Griffin dessen gewiss, da die umliegenden Wälder und Ländereien zu seinem Hauptanwesen gehörten.
Es ergab keinen Sinn, dass diese Frau nur mit einem Nachtkleid bekleidet durch seinen Wald lief.
Er tastete an ihrem Handgelenk nach ihrem Puls, schreckte jedoch im nächsten Moment zurück, als sie unter der Berührung schmerzerfüllt aufstöhnte. Zumindest wusste er jetzt, dass sie noch am Leben war, auch wenn die klebrige Flüssigkeit an seinen Fingerspitzen darauf hindeutete, dass sie irgendeine Verletzung davongetragen haben musste.
Griffin nahm ein Taschentuch aus seiner Tasche und wischte sich das Blut von der Hand, bevor er der Frau das lange dunkle Haar vorsichtig aus dem Gesicht strich. Darunter kam ein leichenblasses Gesicht im Mondlicht zum Vorschein.
„Können Sie mich hören?“ Seine Stimme klang grob – zweifellos noch von dem Schreck, der ihn ereilt hatte, als sie wie aus dem Nichts vor seiner Kutsche aufgetaucht war.
Shrawley Woods war ein dichter Wald, und es war schon bei Tageslicht schwierig, auf diesem kaum genutzten Weg zu fahren. Griffin hatte die Pferde in der Dunkelheit nur deshalb so vehement angetrieben, weil er als Kind in diesen Wäldern gespielt hatte und den Weg zum nahe gelegenen Stonehurst Park in- und auswendig kannte.
Für Griffin hatte es keinen Grund zu der Annahme gegeben, dass sich jemand um elf Uhr abends noch in dieser Gegend aufhalten könnte. Ein Wilderer hätte gewusst, wie er sich im Wald zu bewegen hatte – in offenkundigem Gegensatz zu dieser spärlich bekleideten Frau.
„Können Sie mir sagen, wo Sie verletzt sind, damit ich Ihnen nicht noch einmal Schmerzen bereite?“, fragte Griffin und blickte finster drein, als er keine Antwort erhielt. Er vermutete, dass sie wieder in Ohnmacht gefallen war.
Schnell und sicher traf er die nächste Entscheidung – dafür war er schon in der Armee bekannt gewesen. Es war spät am Abend und vollkommen dunkel, und bisher war noch niemand erschienen, der nach dieser Frau suchte. Wer auch immer sie war – sie benötigte offensichtlich medizinische Versorgung.
Demzufolge gab es nur eine Entscheidung, die er treffen konnte: die Unbekannte zu seinem Phaeton zu bringen und mit ihr weiter nach Stonehurst Park zu fahren. Dort könnte er nach einem Arzt rufen und sich besser um ihre Verletzungen kümmern. Erklärungen über ihre spärliche Bekleidung und ihre Hetzerei durch den Wald würden später folgen.
Griffin richtete sich auf, um seinen Mantel auszuziehen und sie damit zu bedecken, bevor er sie vorsichtig hochhob.
Sie war nicht schwerer als ein Kind. Ihr langes Haar fiel über seinen Arm; ihr Gesicht sah im Mondlicht blass und eingefallen aus. Behutsam bettete er ihren Kopf an seine Schulter.
Sie war jung und sehr zierlich – zu zierlich. Beinahe schien es, als wäre ihr langes Haar zu schwer für ihren schlanken, zerbrechlich wirkenden Nacken.
Keinen Laut gab sie von sich, als Griffin sie auf den Sitz seiner Kutsche hob – auch dann nicht, als er seinen Mantel enger um sie legte. Er nahm wieder die Leinen auf und trieb seine Pferde an, jedoch gemächlicher als zuvor, damit die verletzte Frau nicht unnötig durchgerüttelt wurde.
Die Umstände verlangten es, dass er sein Anwesen in Lancashire aufsuchte. Zum Glück war der offene Krieg gegen Napoleon vorbei. Griffin und mehrere seiner engsten Freunde, die ebenfalls Dukes waren und gemeinhin als die Durchtriebenen Dukes bezeichnet wurden, wussten jedoch im Gegensatz zu den meisten anderen, dass immer noch ein stiller, privater Krieg gegen den geschlagenen Kaiser und seine fanatischen Anhänger geführt wurde.
Erst vor einer Woche hatten die Durchtriebenen Dukes dabei geholfen, einen Plan zu vereiteln, der die Ermordung ihres Prinzregenten und anderer Oberhäupter der Allianz zum Ziel gehabt hatte. Die Verschwörer strebten Napoleons glorreiche Rückkehr nach Paris an und wollten in den anderen Ländern für Aufruhr und Unruhe sorgen.
Der Franzose André Rousseau, der von einem der Durchtriebenen Dukes aufgespürt und umgebracht worden war, hatte zuvor ein Jahr lang in England verbracht. In dieser Zeit hatte er Männer und Frauen, die in den Haushalten von englischen Politikern und Peers arbeiteten, von Napoleons Anliegen überzeugt. Er hatte viele Mitstreiter gewinnen können, denn in England hatten etliche Familien französische Verwandte.
Seitdem waren viele der Verschwörer umgebracht oder verhaftet worden, doch es gab immer noch einige, die nicht gefasst waren. Gerüchte besagten, dass jene, die noch übrig waren, den Befehlen eines noch unbekannten Anführers folgten.
Seit mehreren Jahren hatte Griffin sein herzogliches Anwesen nicht mehr besucht. Auch jetzt fuhr er nur deshalb dorthin, weil Jacob Harker, einer der Verschwörer, in der Nachbarschaft gesehen worden war. Dieser Mann könnte um die Identität jenes mysteriösen Anführers wissen.
Von den Durchtriebenen Dukes hatten in den vergangenen Wochen drei geheiratet, und vor einer Woche hatte eine vierte Hochzeit stattgefunden. Am gleichen Tag war Griffin zu seinem Anwesen in Lancashire aufgebrochen. Da alle seine Freunde mit derart vergnüglichen Dingen beschäftigt waren, oblag es nun Griffin, dem Gerücht um Harkers Aufenthaltsort nachzugehen.
Eine junge Frau mitten in der Nacht mit seiner Kutsche zu überfahren, gehörte allerdings nicht zu Griffins Plan.
Ihr tat alles weh.
Als sie versuchte, die Beine zu bewegen, spürte sie überall schreckliche Schmerzen, die sich wellenartig von den Zehen bis in den Kopf ausbreiteten.
War sie gestürzt?
Hatte sie einen Unfall gehabt?
„Möchten Sie einen Schluck Wasser?“
Beim Klang einer kultivierten männlichen Stimme blieb sie reglos liegen und traute sich kaum zu atmen. Sie bemühte sich vergeblich darum, die Stimme zu identifizieren, bevor sie versuchte, die Augen zu öffnen.
Angst stieg in ihr auf, als sie erkannte, dass dieser Mann ihr völlig fremd war.
„Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung“, erklärte Griffin entschieden, als die junge Frau im Bett verängstigt die Augen aufriss – Augen, die so dunkelblau waren wie der Abendhimmel und von dichten schwarzen Wimpern umrahmt wurden, die sich von ihrem blassen, ausgemergelten Gesicht abhoben. Prüfend musterte sie ihn, als er sich neben dem Bett auf einen Stuhl setzte, der für seine großen Gliedmaßen deutlich zu klein war.
Sie hingegen verschwand beinahe unter der Bettdecke im besten Gästegemach seines Hauses in Stonehurst Park. Ihr dichtes dunkles Haar sah rabenschwarz auf den weißen, mit Satin und Seide bezogenen Kissen aus, die ihren Kopf stützten. Ihr Gesicht war unglaublich blass.
„Ich versichere Ihnen, dass ich Ihnen nichts Böses will“, fügte er entschlossen hinzu. Er war sich bewusst, welche Wirkung seine Körpergröße von fast zwei Metern und seine breite, muskulöse Statur auf Damen ausübten, die so zierlich waren wie diese. „Ihnen wird es sicherlich besser gehen, wenn Sie einen Schluck Wasser trinken.“
Griffin wandte sich zum Nachttisch und goss etwas Wasser in ein Glas. Behutsam umfasste er den Nacken der jungen Frau, damit sie den Kopf heben konnte, und hielt ihr das Glas an die Lippen, bis sie mehrere Schlucke getrunken hatte. Dabei entging ihm nicht, dass jene dunkelblauen Augen jede seiner Bewegungen verfolgten.
Jetzt sammelten sich Tränen darin, als sie sich wieder auf die Kissen sinken ließ. „Ich …“ Sie schüttelte den Kopf, zuckte jedoch augenblicklich zusammen, da sie offenbar schon bei dieser leichten Bewegung Schmerzen empfand. Mit der Zunge benetzte sie die Lippen, bevor sie wieder zum Sprechen ansetzte: „Das ist sehr freundlich von Ihnen.“
Stirnrunzelnd stellte Griffin das Glas wieder auf dem Nachttisch ab, während er bei dem Anblick ihrer Tränen sein Herz verschloss. Zuerst müsste er mehr darüber erfahren, weshalb sie wie von Sinnen durch seinen Wald gerannt war. Infolge seiner jahrelangen Arbeit für die Krone begegnete er...
| Erscheint lt. Verlag | 17.1.2017 |
|---|---|
| Reihe/Serie | Historical MyLady |
| Historical MyLady | Historical MyLady |
| Verlagsort | Hamburg |
| Sprache | deutsch |
| Themenwelt | Literatur ► Historische Romane |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | Adlig • bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora historical • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • glamourös • heldenhaft • Historical MyLady • Historische Liebesromane • historisch roman • Liebesgeschichte • Liebesroman • Regency • Romantische Bücher • viktorianisch |
| ISBN-10 | 3-7337-6797-7 / 3733767977 |
| ISBN-13 | 978-3-7337-6797-6 / 9783733767976 |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
| Haben Sie eine Frage zum Produkt? |
DRM: Digitales Wasserzeichen
Dieses eBook enthält ein digitales Wasserzeichen und ist damit für Sie personalisiert. Bei einer missbräuchlichen Weitergabe des eBooks an Dritte ist eine Rückverfolgung an die Quelle möglich.
Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belletristik und Sachbüchern. Der Fließtext wird dynamisch an die Display- und Schriftgröße angepasst. Auch für mobile Lesegeräte ist EPUB daher gut geeignet.
Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise
Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.
aus dem Bereich