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Der Scheich und die Tänzerin (eBook)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2017 | 1. Auflage
144 Seiten
CORA Verlag
978-3-7337-0717-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Der Scheich und die Tänzerin - Abby Green
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'Du bist achtundzwanzig und arbeitest in einem Stripclub. Wieso, zum Teufel, bist du da noch Jungfrau?''Es ist kein Stripclub. Und Sex hat mich einfach nicht interessiert.'Scheich Arkim sinnt auf Rache, seit die schöne Revuetänzerin Sylvie versucht hat, ihn zu verführen und seinen Ruf zu ruinieren. Sein Plan: Weil er Sylvie trotz allem begehrt wie keine Frau zuvor, muss sie seine Geliebte sein - so lange, bis er endgültig von ihr kuriert ist! Doch als er sie in seinen luxuriösen Wüstenpalast entführt, macht er eine Entdeckung, die ihn zweifeln lässt. Ist Sylvie gar nicht die verführerische Sirene, für die er sie hielt, sondern völlig unschuldig? Oder lockt sie ihn etwa gerade zum zweiten Mal in eine Falle?



<p>Abby Green wurde in London geboren, wuchs aber in Dublin auf, da ihre Mutter unbändiges Heimweh nach ihrer irischen Heimat verspürte. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Büchern: Von Enid Blyton bis zu George Orwell - sie las alles, was ihr gefiel. Ihre Sommerferien verbrachte sie oft bei ihrer Großmutter in Kerry, und hier bekam sie auch ihre erste Romance novel in die Finger. Doch bis sie ihre erste eigene Lovestory zu Papier brachte, vergingen einige Jahre: Sie studierte, begann in der Filmbranche zu arbeiten, aber vergaß nie ihren eigentlichen Traum: Irgendwann einmal selbst zu schreiben! Zweimal schickte sie ihre Manuskripte an Mills &amp; Boon, zweimal wurde sie abgelehnt. Doch 2006 war es endlich soweit: Ihre erste Romance wurde veröffentlicht. Abbys Tipp: Niemals seinen Traum aufgeben! Der einzige Unterschied zwischen einem unveröffentlichen und einem veröffentlichten Autor ist - Beharrlichkeit!</p>

1. KAPITEL

Sechs Monate vorher …

Resigniert bereitete Sylvie Devereux sich auf den Besuch bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter vor, während sie die breite Auffahrt zum Herrenhaus hinaufging. Dieses Opfer nahm sie nur für ihre Halbschwester auf sich. Für Sophie würde sie alles tun.

Das mächtige Herrenhaus in Richmond erstrahlte in vollem Lichterglanz, und im Partyzelt im Garten spielte eine Band klassischen Jazz. Grant Lewis’ Mittsommerparty war der jährliche Höhepunkt der Londoner Gesellschaft und fand stets unter der Schirmherrschaft seiner Ehefrau Catherine statt – Sylvies verhasster Stiefmutter und Mutter ihrer jüngeren Halbschwester Sophie.

Eine zierliche Gestalt erschien am Eingangsportal. Mit aufgeregtem Freudengeschrei lief Sophie ihrer sechs Jahre älteren Schwester entgegen. Lachend umarmte Sylvie die bildhübsche Blondine und scherzte: „Das soll wohl bedeuten, du freust dich, mich zu sehen?“

Sophie gab sie frei und schnitt ein Gesicht. „Du ahnst nicht, wie! Mutter ist noch schlimmer als sonst – jeden möglichen Heiratskandidaten drängt sie mir förmlich auf. Und Vater hat sich wieder einmal im Arbeitszimmer verschanzt – diesmal mit einem Scheich. Ein schrecklicher Mensch, aber er sieht fantastisch aus. Schade, dass er nicht …“

„Da bist du ja, Sophie …“

Sylvies Stiefmutter war in die Tür getreten, und das Licht im Haus umflorte Catherine Lewis’ elegante Gestalt und ihr perfekt gestyltes blondes Haar.

Abschätzig musterte sie Sylvie. „Ach du bist es! Wir waren nicht sicher, ob wir mit dir überhaupt rechnen können.“

Wir hatten gehofft, du würdest nicht kommen, sollte das heißen. Sylvie rang sich ein Lächeln ab und ließ sich nichts anmerken. Mit achtundzwanzig hätte sie über alles das längst hinweg sein müssen. „Ich freue mich wie immer, dich zu sehen, Catherine.“

Aufmunternd drückte Sophie ihrer Schwester den Arm, und Catherine trat notgedrungen beiseite, um ihre Stieftochter ins Elternhaus zu bitten. „Dein Vater ist in einer Besprechung mit einem Gast, die aber bald beendet sein dürfte.“

Missbilligend kehrte Catherine in die hell erleuchtete Empfangshalle zurück und erging sich in kritischen Bemerkungen über die Kleidung ihrer Stieftochter. Darauf hätte Sylvie gefasst sein müssen, doch sie war die ewigen Plänkeleien leid.

„Du kannst dich in Sophies Zimmer umziehen, wenn du möchtest“, sagte Catherine kühl. „Ich nehme an, du kommst direkt von einer deiner … Shows in Paris?“

So war es tatsächlich. Sylvie war bei einer Matinee aufgetreten. Erst im Zug hatte sie sich umgezogen.

Ihre Müdigkeit war verflogen, aufreizend bewegte sie die Hüften. „Das Kleid ist das Geschenk eines Fans“, klärte sie ihre Stiefmutter übertrieben liebenswürdig auf. „Ich weiß doch, wie wichtig es dir ist, dass deine Gäste sich herausputzen.“

Eigentlich gehörte das Kleid Sylvies glamouröser Mitbewohnerin Giselle, die oben herum nicht so üppig ausgestattet war. Sylvie hatte es sich extra ausgeliehen, weil sie wusste, welche Wirkung es auf Catherine haben würde. Natürlich war es kindisch, die Frau immer wieder zu provozieren, doch im Moment brauchte sie das.

In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Arbeitszimmer, und Sylvie folgte ihrer Stiefmutter, um ihren Vater zu begrüßen, der in die Empfangshalle heraustrat. Doch Sylvie nahm ihn nicht richtig wahr. In seiner Begleitung befand sich ein Gast – der atemberaubendste Mann, der ihr je begegnet war. Sein Gesicht war hart und kantig, kühler Blick, dunkle buschige Brauen … dieser Mensch kannte weder Nachsicht noch Duldsamkeit.

Ihn hatte Sophie also gemeint …

Er verströmte Macht und Charisma … und Sex pur. Erschauernd registrierte Sylvie: leichter grauer Anzug, dunkle Krawatte, weißes Hemd – kurzes schwarzes Haar und dunkle Augen, die keine Regung zeigten …

Nun blickten beide Männer zu ihr herüber. Sie musste den Gesichtsausdruck ihres Vaters nicht sehen, um zu wissen, was er empfand: die alte Trauer, Enttäuschung, Müdigkeit.

„Ach Sylvie. Nett, dass du kommen konntest“, begrüßte er sie leise.

Sie rang sich ein Strahlelächeln ab. „Dad … schön, dich zu sehen.“

Ein kurzer Kuss auf die Wange, er vermied es, ihr in die Augen zu blicken. Die alten Wunden schmerzten, doch Sylvie ließ sich nichts anmerken – wie all die Jahre schon.

Erst jetzt wagte sie es, den Fremden direkt anzusehen. „Und wen haben wir hier?“, bemerkte sie kokett.

Höflich stellte Grant Lewis ihr den Besucher vor: „Darf ich dich mit Arkim Al-Sahid bekanntmachen, Sylvie? Wir verhandeln einen wichtigen Businessdeal.“

Irgendwie sagte ihr der Name etwas, doch sie konnte ihn nicht einordnen. Ihr blieb nichts anderes übrig, als dem Besucher zur Begrüßung die Hand zu reichen. „Freut mich, Sie kennenzulernen. Aber ist es nicht langweilig, auf einer Party über Geschäfte zu reden?“

Fast konnte sie den vorwurfsvollen Blick ihrer Stiefmutter im Rücken spüren.

Forsch trat sie näher an den Mann heran. Er hatte ihre Hand noch nicht ergriffen, nun geruhte er endlich, sie zu schütteln. Ihre Finger verschwanden fast in seiner kraftvollen Hand – die sich fest und stark anfühlte.

Dann schien alles nur noch gedämpft, wie in Zeitlupe abzulaufen, als würde ein magischer Kokon sie beide einhüllen. Alles in Sylvie begann zu prickeln, unkontrollierbare Empfindungen liefen so schnell ab, dass sie benommen war. Ihr wurde heiß, eine seltsame Schwäche erfüllte sie. Etwas zog sie unwiderstehlich zu dem Fremden hin – gleichzeitig klingelten bei ihr alle Alarmglocken.

Verwirrt entzog sie ihm ihre Hand und wich einen Schritt zurück.

„Ich freue mich auch, Ihre Bekanntschaft zu machen.“ Seine Stimme war dunkel, er sprach mit leicht amerikanischem Akzent – und sein Ton verriet, dass er sich keineswegs freute. Er presste die Lippen zusammen und begutachtete sie kurz, damit war sie für ihn abgetan.

Auf einmal kam Sylvie sich billig vor. Ihr wurde bewusst, wie kurz ihr Goldlameekleid war – es bedeckte nur notdürftig die Schenkel, während das Oberteil gefährlich knapp saß. Für dieses Kleid war sie entschieden zu üppig ausgestattet. Sie kam sich halb nackt vor. Und durch ihr langes feuerrotes Haar musste sie noch aufdringlicher wirken.

Aber natürlich … sie verdiente ihr Geld als Revuetänzerin, die bei ihren Auftritten wenig anhatte und nicht zimperlich sein durfte. Nach und nach hatte sie gelernt, ihre angeborene Scheu zu überwinden – sich ein dickes Fell zuzulegen. Doch der Fremde schien ihre Tarnung in Sekundenschnelle durchschaut zu haben.

Sylvie wich weiter zurück.

Glücklicherweise kam Sophie ihr zu Hilfe, die sich bei ihrem Vater unterhakte und ihn locker erinnerte: „Komm, Daddy. Die Gäste werden sich schon fragen, wo du bleibst.“

Schweigend beobachtete Sylvie, wie ihr Vater, ihre Stiefmutter und ihre Schwester mit dem beunruhigenden Gast vorausgingen – der sie keines Blickes mehr würdigte … und folgte ihnen nach draußen.

Irgendwann hatte Sylvie das Bedürfnis, allein zu sein und den Partygästen zu entrinnen, die zunehmend betrunkener wurden – auch den kritischen Blicken ihrer Stiefmutter und ihres Vaters, der sie immer wieder seltsam betrachtete.

Erleichtert entdeckte Sylvie eine ruhige Ecke in der Nähe eines Pavillons am anderen Ende des Gartens, wo ein Bächlein vorbeiplätscherte. Sie atmete auf, als sie endlich die Schuhe abstreifen und ihre Füße im frischen Wasser kühlen konnte.

Als sie sich zurücklehnte und zum Mond aufblickte, spürte sie, dass sie nicht allein war. Sie sah sich um und bemerkte eine groß gewachsene, dunkle Gestalt an einem Baum lehnen.

Ihr Herz begann zu jagen. „Wer ist da?“

Der Mann löste sich aus dem Schatten … und Sylvie hätte selbst nicht erklären können, warum sie so stark reagierte.

„Sie wissen genau, wer da ist“, erwiderte der geheimnisvolle Besucher.

Anfangs konnte sie nur seine dunklen Augen ausmachen. Schnell stand sie auf, weil sie sich sitzend im Nachteil fühlte, und schlüpfte in ihre Schuhe. Die High Heels gruben sich tief in die weiche Erde ein, sodass sie etwas wacklig dastand.

„Wie viel haben Sie getrunken?“, fragte der Fremde abschätzig.

Die ungerechtfertigte Unterstellung machte sie wütend. „Eine Magnumflasche Champagner, falls Sie das hören wollten.“

In Wirklichkeit hatte sie diesmal auf Alkohol verzichtet, weil sie wegen einer beharrlichen Bronchitis immer noch Antibiotika nehmen musste. Aber das ging den Kerl nichts an.

„Zu Ihrer Information, ich bin hier draußen, weil ich allein sein wollte. Also sparen Sie sich Ihre arroganten Bemerkungen.“

Stolz wollte sie Arkim Al-Sahid einfach stehen lassen, doch er war ihr jetzt so nahe, dass er nur die Hand auszustrecken brauchte, um sie zu berühren. Und genau das tat er, als sie mit dem Absatz in der weichen Erde stecken blieb und stolperte.

Er fing sie so schnell auf, dass sie das Gleichgewicht verlor und mit einem kleinen Aufschrei an seiner Brust landete … die sich hart wie Stahl anfühlte.

Der Mann war wirklich unerhört groß!

Sylvie vergaß, warum sie gehen wollte. „Sagen Sie, hassen Sie jeden auf den ersten Blick – oder nur mich?“, fragte sie atemlos.

Im Mondschein konnte sie sehen, dass er spöttisch lächelte.

...

Erscheint lt. Verlag 3.1.2017
Reihe/Serie Julia
Julia
Übersetzer Helga Meckes-Sayeban
Verlagsort Hamburg
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte bücher für frauen • Cora • cora bücher • cora julia • cora liebesromane • cora neuerscheinungen • cora romane • cora romane julia • Cora Verlag • cora verlag kindle • eBook • ebook liebesroman • Frauenroman • glamourös • Liebesgeschichte • Liebesroman • lieblich • Märchenhaft • Romantische Bücher
ISBN-10 3-7337-0717-6 / 3733707176
ISBN-13 978-3-7337-0717-0 / 9783733707170
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