Jetzt
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Karl Heinz Bohrer gilt als einer der streitbarsten deutschen Intellektuellen. Wann immer er in den letzten Jahrzehnten das Wort ergriff, meist in direkter Konfrontation mit dem Mainstream - die höchste Aufmerksamkeit, häufig auch Erregung seiner Zeitgenossen war ihm sicher. Als Leiter des Literaturteils der FAZ im eigenen Haus umstritten, als Herausgeber des Merkur für Reaktionsschnelligkeit und kühne Thematik berüchtigt, als Hochschullehrer eine Gegenfigur der Linken, als Wissenschaftler mit seiner zentralen Theorie der Plötzlichkeit eine Herausforderung für alle, die es gewohnt sind, sich geschichtsphilosophische Sinnhorizonte zurechtzubiegen.
In neun Kapiteln spannt Bohrer mit Jetzt den Bogen seiner Lebensgeschichte seit den späten 60er-Jahren: vom Konflikt mit der FAZ und seiner Freundschaft mit Ulrike Meinhof über die realistisch-hochsubjektiven Erfahrungen seiner langjährigen Aufenthalte und universitären Engagements in Frankreich, England, den USA bis hin zum kompromisslosen Rundumblick auf die augenblickliche "Lage". Scharf geschnittene Porträts von Weggefährten und Freunden, erbitterten Gegnern und geliebten Frauen wechseln mit intellektuellen Abenteuern und erotischen Eskapaden. Es ist die Sucht nach Fremdheit und "Differenz", die den Erzähler vorantreibt, unbeirrbar in seiner Erwartung, dass die banale Gegenwart umschlägt in das phantastische Jetzt.
Karl Heinz Bohrer, geboren 1932 in Köln, war Literaturkritiker, Herausgeber, Wissenschaftler, Verfasser vieler Werke um die zentrale Idee des Momentanismus, der »Plötzlichkeit«. Langjährige Aufenthalte in Frankreich und England als bewusste Erfahrung der »Fremde«. Hochschullehrer in Deutschland, Frankreich und den USA. Als scharfzüngiger, auch polemischer Zeitkritiker stand er immer wieder im Zentrum heftiger Diskussionen. Bohrer verstarb am 4. August 2021 in London.
»Karl Heinz Bohrer ist eine einzigartige Gestalt unter den deutschen Gelehrten ... « Thomas Steinfeld Süddeutsche Zeitung 20170325
»Karl Heinz Bohrer ist eine einzigartige Gestalt unter den deutschen Gelehrten ... «
»Dies ist, kurz gesagt, ein elektrisierendes Buch.«
»… ein unerwarteter Glücksfall für die oft allzu brav gewordene Geschichte des deutschen Geistes.«
»Wenn Karl Heinz Bohrer zur Hochform anläuft, wird man zwangsläufig zum staunenden Zuschauer ... «
»Am Autor dieses Buches, der uns in seine Künstlergarderobe einlädt, fasziniert das Theoretische stärker als jede der Theorien deren Genese skizziert wird.«
»… jeder Satz ist eine rhetorische Oase in der literarischen Wüste der Gegenwart … ein kaum zu beschreibendes Lesevergnügen.«
»Freie Geister braucht das Land ... – Bohrer ist einer.«
| Erscheinungsdatum | 01.03.2017 |
|---|---|
| Verlagsort | Berlin |
| Sprache | deutsch |
| Maße | 135 x 215 mm |
| Gewicht | 657 g |
| Themenwelt | Literatur ► Biografien / Erfahrungsberichte |
| Literatur ► Romane / Erzählungen | |
| Schlagworte | 1968 • 20. Jahrhundert • Abenteuer • Adorno • Ästhetik • Ästhetizismus • Autobiografie • Baader-Meinhof • Bielefeld • Bildende Kunst • Biografien/Erinnerungen • Bohrer, Karl Heinz • Bundesrepublik • Camus • Deutschland • England • Erotik • Europa • FAZ • Feuilleton • Frankfurter Allgemeine Zeitung • Frankreich • Frauen • Fremde • Geschichte • Granatsplitter • Guillotine • Habermas • Heidelberg • Heine • Hemingway • Jetzt • Jünger • Karolinger • Köln • Kulturgeschichte • Literaturgeschichte • Literaturkritik • Literaturwissenschaft • Memoiren • Merkel • Merkur • Migration • Mitterand • Nationalsozialismus • Phantasie • Philosophie • Plötzlichkeit • Politik • Preußen • Revolution • Sartre • Schrecken • Spanien • spiegel bestseller • Spiegelbestseller • SPIEGEL-Bestseller • Surrealismus • Thatcher • USA |
| ISBN-10 | 3-518-42579-X / 351842579X |
| ISBN-13 | 978-3-518-42579-4 / 9783518425794 |
| Zustand | Neuware |
| Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR) | |
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