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Fürsten-Roman 2499 (eBook)

Ein Sommer in Florenz

(Autor)

eBook Download: EPUB
2016 | 1. Aufl. 2016
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-7325-3207-0 (ISBN)

Lese- und Medienproben

Fürsten-Roman 2499 - Diana Laurent
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Für die schöne Isabel Prinzessin von Ettenberg steht fest, dass sie ihren Verlobten Hartmut von Well noch vor Ende des Sommers heiraten wird. Deshalb bricht für die temperamentvolle Prinzessin eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass Hartmut ihr nicht treu ist!

Zutiefst verletzt kehrt sie Hamburg den Rücken und flieht zu ihrer Patentante nach Florenz. Hier, im Palazzo am Ufer des Arno, hofft sie, ihre Enttäuschung zu überwinden. Doch lieben? Lieben will sie nie, nie wieder!

Aber es kommt ganz anders. Denn eines Tages begegnet Isa dem bekannten Maler Alexander von Wildungen, dem Nachbarn ihrer Tante. Der wortkarge und sehr zurückgezogen lebende Mann ist so ganz anders als alle Männer, die Isa vor ihm kannte. Sie wehrt sich gegen ihre Gefühle, doch sie ist zu schwach. Die Macht der Liebe ist stärker - einer Liebe, die ebenso überwältigend wie zerstörerisch für Isa sein wird ...

Es war ein herrlicher Sommertag. Die Sonne schien von einem wolkenlosen, tiefblauen Himmel, dessen Farbe sich im Wasser der Außenalster spiegelte. Eine leichte Brise, die von See her wehte, sorgte für angenehme Frische. Möwen segelten hoch auf dem Wind. Und in der Ferne erklangen die dumpfen Signale der Ozeanriesen, die den Hamburger Hafen anliefen oder verließen.

Isabel Prinzessin von Ettenberg liebte diese Nachmittage, die zum Träumen einluden. Sie blinzelte und lächelte zufrieden, als ihr Verlobter Hartmut von Well ihr ein Glas Champagner reichte.

»Findest du nicht, dass das ein bisschen dekadent ist?«, fragte die bildschöne junge Frau mit den kastanienbraunen Locken und den klaren rehbraunen Augen. »Am helllichten Tag hier zu lagern wie ausgemachte Snobs?«

Der junge Banker erwiderte ihr Lächeln entspannt.

»Wir gehören beide zur arbeitenden Bevölkerung und haben uns nur mal einen Tag freigenommen«, erinnerte er sie. »Ich finde, das haben wir uns durchaus verdient.«

»Auch wieder wahr.« Isabel, die alle nur Isa nannten, stellte ihr Glas ab und schlug die langen, schlanken Beine, die in einer hellen Leinenhose steckten, graziös übereinander. Dazu passte die leichte dunkelblaue Bluse perfekt. Sie schob die elegante Sonnenbrille auf die glänzenden Locken und ließ den Blick schweifen.

Die beiden Deckchairs, auf denen das junge Paar es sich bequem gemacht hatte, standen auf der weitläufigen Terrasse des fürstlichen Stadtpalais im Hamburger Nobelviertel Blankenese. Isa war hier geboren und aufgewachsen, die exklusive Umgebung war für sie eine Selbstverständlichkeit.

Das Fürstenpaar hatte seine beiden Kinder allerdings niemals verwöhnt. Isa und ihr Bruder Christian sollten sich zu tüchtigen Menschen entwickeln, die in der Lage waren, sich ihren Platz im Leben nicht nur auszusuchen, sondern auch aus eigener Kraft zu gestalten.

Fürstin Valeska und ihr Mann Fürst Georg hatten dieses Ziel durchaus erreicht. Prinz Christian war nach dem erfolgreichen Abschluss eines Wirtschaftsstudiums und diversen Praktika in internationalen Häusern in die Leitung des fürstlichen Bankhauses eingestiegen.

Isa hatte bereits als Kind künstlerische und kreative Neigungen gezeigt. Nach dem Abitur hatte sie sich ganz der Fotografie verschrieben. Eine praktische Ausbildung durfte dabei ebenso wenig fehlen wie ein Studium an einer Fachhochschule.

Nun besaß die Prinzessin ein eigenes Fotostudio, mit dem sie überaus erfolgreich war. Die Spannbreite ihrer Arbeit reichte von Modeaufnahmen bis zu Landschaftsporträts. Sie hatte bereits einige Preise gewonnen und sich einen Namen in der Branche gemacht.

Ihr Verlobter Hartmut bewunderte ihre Kreativität, denn das war etwas, das ihm völlig abging. Er bezeichnete sich selbst als »knochentrocken«. Doch er liebte sie aufrichtig, und Isa erwiderte seine Gefühle. Es waren wohl die sprichwörtlichen Gegensätze, die sich anzogen …

Prinz Christian war seit ein paar Jahren mit Isas bester Freundin verheiratet. Das ehemalige Fotomodell war seine große Liebe, die Ehe war bereits von zwei quirligen kleinen Prinzen gekrönt worden. Vera ging ganz auf in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter. Sie vermisste ihren Job keine Sekunde.

Isa konnte sich nicht vorstellen, ihre Arbeit an den Nagel zu hängen. Während sie die malerische Umgebung betrachtete, gingen ihr bereits Ideen für neue Fotomotive durch den Sinn. Wenn die Sonne tiefer stand, würde sie ihre Kamera holen und …

Die Gedanken der Prinzessin zerfaserten, als sie plötzlich eine schmale Silhouette am Rand des parkähnlichen Grundstücks wahrnahm. Es war eine junge Frau. Sie trug ein elegantes Kleid und näherte sich ihnen ohne Scheu. Isa wollte Hartmut darauf aufmerksam machen, denn diese Fremde hatte nun wirklich nichts auf dem Privatbesitz der Ettenbergs zu suchen. Doch ihr Verlobter hatte die Frau ebenfalls bemerkt und eilte nun auf sie zu. Die beiden begrüßten sich überaus herzlich.

Isa meinte, ihren Augen nicht trauen zu können, als sie sah, wie ihr Verlobter die Fremde küsste. Empörung stieg in ihr auf, verdrängte den Unglauben und sorgte dafür, dass die Prinzessin wütend wurde. Sie wollte aufspringen, zu Hartmut eilen und ihn zur Rede stellen. Er sollte ihr sein unglaubliches Verhalten erklären.

Doch noch, ehe sie dazu in der Lage war, hörte sie die Stimme ihrer Mutter wie aus weiter Ferne: »Es tut mir leid, Isa, wer hätte das ahnen können … Es tut mir leid, leid …«

Fürstin Valeskas Stimme wurde immer leiser, verklang in ungezählten Echos, während die Umgebung ganz allmählich in grauen Schatten verwischte. Es dauerte nur einen Moment, dann schlug Prinzessin Isabel die Augen auf.

Nur ein Traum, ging es ihr durch den Sinn. Sie drehte sich auf den Rücken und starrte eine Weile gegen die Zimmerdecke, an der sich bereits die Schatten des frühen Tages abmalten. Ihr Herz pochte schmerzhaft fest gegen die Rippen, und Traurigkeit erfüllte es. Schon wieder hatte sie von Hartmut geträumt, von einer Zeit, die so unbeschwert und voller Glück gewesen war und sich im Nachhinein doch nur als große Illusion entpuppt hatte. Sie konnte ihren Verlobten einfach nicht vergessen, auch wenn ihr Verstand längst einen Schlussstrich gezogen hatte. Das Herz aber hing nach wie vor an dem Mann, der ihr alles gewesen war …

Mit einem Seufzen schwang Isa die langen, schlanken Beine aus dem Bett und ging hinüber in die offene Küche des schicken Lofts, das sie seit zwei Jahren bewohnte. Es war noch früh, eben erst sechs Uhr. Doch es hatte keinen Sinn, sich wieder ins Bett zu legen, das wusste die Prinzessin aus Erfahrung. Hatten die Erinnerungen sie einmal heimgesucht, ließen diese sie nicht mehr zur Ruhe kommen. An Schlaf war dann nicht mehr zu denken.

Isa brühte sich frischen Kaffee auf und betrat wenig später die weitläufige Dachterrasse. Sie war mit Holzdielen belegt, die man auch bedenkenlos barfuß betreten konnte, und mit vielen großen und kleinen Kübelpflanzen wohnlich eingerichtet. Während im Osten die Sonne aufging, betrachtete die Prinzessin das Farbenspiel des klaren Frühlingshimmels und atmete die frische Seeluft ein, die für die Hansestadt so typisch war.

Dabei gingen ihre Gedanken auf Wanderschaft. Sie dachte an den Tag, als sie Hartmut von Well zum ersten Mal begegnet war. Fast fünf Jahre war das nun her; sie hatten sich auf einer Geburtstagsparty von Prinz Christian kennengelernt. Der smarte Banker aus guter Familie, der sehr genau zu wissen schien, was er vom Leben wollte, hatte Isa auf Anhieb beeindruckt. Ebenso zielstrebig, wie er seine Karriere aufgebaut hatte, hatte er auch Isas Herz erobert. Für eine Weile hatte sie geglaubt, in ihm den Mann fürs Leben gefunden zu haben. Sie hatten sich auf jedem Gebiet wunderbar verstanden und beinahe perfekt miteinander harmoniert.

Und dann war jener verhängnisvolle Sommerabend gekommen, an dem Hartmut ihr eine Affäre mit einer Kollegin gestanden hatte. Isa war zutiefst verletzt gewesen, wie gelähmt vor Schmerz. Es war, als wäre ihre Welt einfach ohne Vorwarnung zusammengestürzt. Hartmut hatte sein Gewissen erleichtern wollen. Doch im Nachhinein hatte sie sich oft gewünscht, er hätte geschwiegen.

Sie hatte keine Ahnung gehabt. Aber als sie die Wahrheit erfahren hatte, war der Weg zurück verbaut gewesen. Isa hatte das Vertrauen zu Hartmut verloren. So sehr er sich auch bemühte, seinen Fehler wettzumachen und ihre Liebe aufs Neue zu gewinnen, sooft er ihr auch schwor, dass so etwas nie wieder geschehen würde, es änderte nichts mehr.

Ihre Liebe war zerbrochen, denn ohne Vertrauen gab es für sie beide keine gemeinsame Zukunft.

Es hatte lange gedauert, bis Isa diese schlimme Enttäuschung halbwegs verdaut hatte und in der Lage war, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Die Wunde in ihrem Herzen aber blieb. Sie würde vielleicht irgendwann heilen, doch Isa bezweifelte, dass sie je wieder in der Lage sein würde, einem Mann zu vertrauen.

Die Prinzessin trank ihren Kaffee aus und ging wieder hinein. Hedi Hansen, Isas Haushälterin, war mittlerweile gekommen. Sie begrüßte die Prinzessin freundlich, ohne sich darüber zu wundern, dass diese bereits auf den Beinen war. Bei einem kreativen Menschen wie Isa war das nicht ungewöhnlich. Feste Zeiten für bestimmte Tagesabläufe kannte sie nur bedingt. Gut, dass Frau Hansen flexibel war …

»Morgen, Hedi«, sagte Isa ebenso freundlich. »Du kannst schon das Frühstück richten. Ich geh schnell unter die Dusche und zieh mich an. Leistest du mir dann Gesellschaft?«

»Klar, wenn du magst, Isa.«

»Ja, ich habe schlecht geträumt und will nicht allein sein«, erklärte diese und verschwand im Bad.

Hedi nickte. Sie war nur ein paar Jahre älter als die Prinzessin und wusste es zu schätzen, dass diese sie wie eine Freundin behandelte, nicht wie eine Hausangestellte. Sie kannte das Drama um Isa und Hartmut, und sie wusste auch, dass diese es noch längst nicht überwunden hatte.

Hedi mochte die Prinzessin sehr. Sie zeigte diese Zuneigung am liebsten mit schmackhaften Speisen, wie Isa sie liebte. Dass die Prinzessin keinen verwöhnten Gaumen hatte, sondern solide Hausmannskost bevorzugte, erstaunte Hedi noch immer. Doch es sollte ihr recht sein, denn die gutbürgerliche Küche beherrschte sie aus dem Effeff.

»Ich dachte mir, dass ich heut Abend mal wieder Labskaus zubereiten könnte«, schlug sie beim Frühstück vor. »Wir haben noch einen feinen Weißwein im Kühler und …«

»Lieber morgen, Hedi«, unterbrach die Prinzessin ihre...

Erscheint lt. Verlag 7.6.2016
Reihe/Serie Fürsten-Roman
Fürsten-Roman
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror
Literatur Romane / Erzählungen
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ISBN-10 3-7325-3207-0 / 3732532070
ISBN-13 978-3-7325-3207-0 / 9783732532070
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