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John Sinclair 1509 (eBook)

Standbild des Grauens

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4280-9 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1509 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
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(CHF 1,90)
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Ein steinerner Blutdrache in einem Felsen versteckt!

Vampire, die in ihrem Innern fast versteinert waren.

Und eine blonde Bestie namens Justine Cavallo, die ebenfalls zu Stein geworden war ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Standbild des Grauens


»Komm bei Dunkelheit, Partner. Am besten gegen Mitter-nacht. Dann sind die Chancen am größten. Und sei pünktlich …«

Der Anruf hatte mich nach Feierabend erreicht, als ich in meiner Wohnung saß und in die Glotze schaute.

Einige Stunden später saß ich längst nicht mehr in meinem bequemen Sessel, da hatte ich bereits den Treffpunkt erreicht, den mir die Anruferin, die Vampirin Justine Cavallo, genannt hatte. Sie selbst war nicht zu sehen, dafür die Schatten und Umrisse der alten Lagerhäuser, die hier die Kulissen des Hafens bildeten …

Es war still hier. Von einem nächtlichen Betrieb war nichts zu hören. Die Lagerhäuser waren nummeriert und durch ihren hellen Anstrich auch in der Dunkelheit gut zu erkennen.

Ich sollte in das Lagerhaus mit der Nummer fünf gehen, was für mich kein Problem darstellte.

Ich glaubte Justine. Sie hatte bestimmt nicht angerufen, um mich aus dem Haus zu locken. Sie, die Blutsaugerin, und ich waren zwar verschieden wie Feuer und Wasser, aber das Schicksal sorgte dafür, dass wir hin und wieder zusammenarbeiteten, obwohl Kreaturen wie sie normalerweise auf meiner Abschussliste standen. Aber manchmal gab es eben Zusammenhänge, die uns beide etwas angingen. Wobei ich noch hinzufügen muss, dass Justine eine besondere Blutsaugerin war, die sich auch tagsüber bewegte und sich nicht vor dem Licht der Sonne zu fürchten brauchte. Sie wohnte bei der Privatdetektivin Jane Collins, die gegen ihre Einquartierung nichts hatte unternehmen können.

Treffen in der Nacht sind immer etwas Besonderes. Misstrauen tat zudem gut, und so hatte ich Suko, meinem Freund und Kollegen, Bescheid gegeben. Er war mit mir gekommen, aber er war nicht zu sehen, denn er hielt sich geschickt im Hintergrund.

Da ich direkt vor der Tür stand, war die Zahl für mich einfach nicht zu übersehen. Über meine Lippen huschte ein kantiges Lächeln.

Es rührte sich nichts in meiner Umgebung, und meine Hoffnung, Justine Cavallo hier zu treffen, fiel in sich zusammen.

Ich hatte schon vorher die Umgebung abgesucht, so gut es mir möglich war, und hatte nichts gefunden. Justine hatte mir zudem nicht mitgeteilt, auf was ich mich würde einstellen müssen. Ich rechnete damit, dass es sich dabei um Vampire handelte, denn mit ihren Artgenossen kannte sie sich aus wie kein Zweiter.

Drei Schritte waren es bis zum Eingang. Um in das Lagerhaus zu gelangen, musste das Tor zur Seite geschoben werden. Viel Kraft brauchte ich nicht aufzuwenden. Mit einem leisen Rappeln glitt es auf.

Ich öffnete es nicht ganz. Als die Lücke für mich groß genug war, huschte ich hinein in eine dunkle Welt, in der sich alles Mögliche versteckt halten konnte, das meinen Blicken noch verborgen blieb. Mir blieben nur die anderen Sinne, und vorsichtshalber bewegte ich mich möglichst lautlos.

Okay, ich hatte meine kleine Leuchte mitgebracht. Sie einzuschalten traute ich mich nicht. Leicht geduckt ging ich die ersten Schritte und drehte mich danach nach links, um den helleren Eingangsbereich zu verlassen.

Alles ging gut. Ich konnte mich leise bewegen, und ich nahm auch keine verdächtigen Geräusche wahr. Wer hier auf mich lauerte, der hielt sich zurück und wartete ab, bis sich für ihn eine günstige Gelegenheit ergab.

Meine Gedanken kehrten zurück zu Justine Cavallo. Sie hatte mich alarmiert, und eigentlich hatte ich damit gerechnet, sie hier anzutreffen, aber bisher hatte sie sich nicht gezeigt.

Ich fühlte mich allein in einem leeren Lagerhaus, denn hier wurde nichts mehr aufbewahrt. Wäre es anders gewesen, hätte ich sicher vor einer verschlossenen Tür gestanden.

Ich blieb an der Wand, ging ein halbes Dutzend Schritte daran entlang und verhielt dann, um in die Dunkelheit zu lauschen.

Rechts von mir lag die Toröffnung. Hinter dem schummrigen Ausschnitt lauerte die Nacht. Sie war jedoch heller als die Finsternis hier in der alten Halle. Wenn jemand das Gelände betrat, würde ich ihn sofort sehen, aber es tat sich nichts, und Justine Cavallo zeigte sich ebenfalls nicht.

Gelinkt hatte sie mich bestimmt nicht. Ich ging mal davon aus, dass es um Blutsauger ging. Vampire, für die die Dunkelheit ideal war und die irgendwann zuschlagen würden, wenn sie mein Blut gerochen hatten.

Ich merkte nichts. Das heißt, es ging keine Warnung von meinem Kreuz aus, aber ich konnte mich trotzdem nicht darauf verlassen, dass ich hier allein herumschlich.

Wo lauerte die Gefahr? In welcher dunklen Ecke hielt sie sich verborgen?

Vampire müssen nicht atmen. Auf solche Geräusche brauchte ich mich also nicht zu konzentrieren, und deshalb horchte ich auf irgendwelche Schrittgeräusche, die sich mir näherten.

Da gab es nichts. Die Stille blieb, und wenn ich meinen Kopf nach links drehte und in diese Richtung schaute, sah ich nur das undurchdringliche Schwarz der Dunkelheit.

Ich war innerlich die Ruhe selbst. Wer einen Job hat wie ich, der gewöhnt sich an Dinge, die normalerweise jeden Menschen in die Flucht trieben. Ich wollte mehr wissen und hatte deshalb keine Lust, in der Dunkelheit an der Hallenwand stehen zu bleiben.

Die Beretta ließ ich noch stecken. Dafür holte ich die kleine Lampe aus der Tasche. Mit dem Einschalten wartete ich noch, bewegte mich zwei Schritte von der Wand weg und ging danach im Dunkeln tiefer in die Halle hinein, von der ich dachte, dass sie leer sei.

Ich irrte mich.

Es erwischte mich, als meine Leuchte noch in der Tasche steckte. Ich war mit kleinen Schritten weiter gegangen und hatte nicht den Gegenstand gesehen, der am Boden lag.

Mit dem linken Fuß zuerst stieß ich dagegen. Ich hatte mich auf die Dunkelheit vor mir konzentriert und dabei nicht nach unten geschaut. Die Überraschung war perfekt. Ich fiel nach vorn, wollte nicht am Boden landen und versuchte durch rudernde Bewegungen das Gleichgewicht zu behalten.

Das wäre mir auch gelungen, wenn es nicht einen Gegner gegeben hätte, der blitzschnell angriff.

Leider in meinem Rücken.

Dass dort etwas geschah, bekam ich irgendwie mit, aber dann war es vorbei. Nicht mal den Luftzug spürte ich, den Schlag in den Nacken allerdings.

Ich dachte an eine schwere Eisenhantel, doch das half mir auch nicht. Jetzt gaben meine Beine nach. Die Chance, das Gleichgewicht zu bewahren, war vorbei. Aus den unsicheren Schritten nach vorn wurde ein Landung am Boden, und genau in diesem Moment gingen bei mir erst mal die Lichter aus …

*

Ich hatte nicht lange in diesem Zustand auf dem Boden der Halle verbracht. Das wusste ich, denn ich war nicht in eine tiefe Bewusstlosigkeit gefallen. Es war mehr ein Dämmerzustand, eine Situation, die auch ein Boxer kennt, wenn er schwer angeschlagen ist und von seiner Umgebung zunächst nichts mitbekommt.

Das änderte sich schnell. Ich sah zwar nicht, was da in meiner Nähe passierte, aber ich hörte Geräusche, die ich ebenfalls nicht einordnen konnte, und dann wurde es heller. Kein normales Licht warf seinen Kreis in die Dunkelheit. Da ich meine Augen halb geöffnet hielt, war ich auch in der Lage, das Licht einzustufen, das von einer Kerze stammte.

Verrückt, aber es stimmte. Irgendjemand hatte mehrere Kerzen angezündet.

Als Vorteil sah ich an, dass ich noch lebte, auch wenn ich noch wie paralysiert war. Mein unsichtbarer Gegner hatte eine entscheidende Stelle in meinem Nacken getroffen. Ob durch Zufall oder mit Absicht, das war mir unklar.

Ich vernahm auch Schritte, die sich in meiner Nähe bewegten. Es hörte sich an, als wäre jemand dabei, mich zu umkreisen. Gern hätte ich den Kopf angehoben, was leider nicht möglich war. Der Geist war zwar willig, nur das Fleisch nicht. So musste ich mich weiterhin damit begnügen, was mir meine Ohren meldeten.

Jemand bewegte sich dicht neben mir. Er gab sich zudem keine Mühe, seine Geräusche zu dämpfen. Er ging einen Kreis und war sicherlich damit beschäftigt, mich genau zu beobachten.

Die schlimmsten Vorstellungen huschten durch meinen Kopf. Es konnte jemand sein, der plötzlich ein Messer zog, sich auf mich stürzte und mir die Klinge in den Bauch stieß.

Er konnte mir auch die Kehle durchschneiden, aber das hätte er schon längst tun können. Bisher hatte er es nicht getan, und so wartete ich weiterhin ab.

Es war auch gut, dass eine gewisse Zeit verstrich, denn so war ich in der Lage, mich zu erholen.

Schritte, die mich auch jetzt umkreisten. Ich hörte dann, wie sie verstummten.

Das passierte direkt neben mir. Ich traute mich nicht, den Kopf zu drehen, zudem würde es mir auch schwerfallen. Meine Hand fand nicht den Weg zur Beretta. Ich merkte zwar, dass ich die Arme wieder bewegen konnte, aber sie in Richtung Pistole zu bringen war unmöglich. Das hätte die andere Seite, die ich ja noch nicht kannte, sicher auch nicht zugelassen.

Es verstrichen Sekunden, ohne dass etwas passierte. Die fremde Gestalt neben mir wartete ab. Und ich war neugierig darauf, sie zu Gesicht zu bekommen.

Mein Geruchssinn hatte nicht gelitten. Und so drang ein bestimmter Geruch in meine Nase, mit dem ich zunächst meine Probleme hatte, denn er passte nicht in diese Umgebung. Es hätte nach Öl oder anderen Stoffen riechen müssen, aber nicht nach Gestein.

Genau das war es, über das ich mich wunderte. Es roch nach Felsgestein. Nach Staub und einer gewissen Kälte.

Das irritierte mich schon. Sofort brandeten Fragen auf, die ich mir selbst nicht beantworten konnte.

Wer hockte da neben mir?

Die Antwort würde ich mir geben können, wenn ich in der Lage war, mich wieder normal zu bewegen. Die Chance allerdings gab es für mich noch nicht. Auch weiterhin hatte ich meine Probleme,...

Erscheint lt. Verlag 23.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4280-X / 383874280X
ISBN-13 978-3-8387-4280-9 / 9783838742809
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