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John Sinclair 1495 (eBook)

Jäger der Dunkelheit

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4266-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1495 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Jäger der Dunkelheit.

Sie kamen aus der schützenden Dunkelheit und brachten das Grauen und den Tod. Auf ihren Rücken wuchsen gewaltige Schwingen, und trotzdem waren es keine Engel.

Woher sie stammten und weshalb sie in diese Welt eingedrungen waren, wusste niemand zu sagen, aber sie wurden ein Fall für mich. Zusammen mit Bill Conolly, der den Anstoß gegeben hatte, setzte ich mich auf die Spur der Jäger der Dunkelheit.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Jäger der Dunkelheit


Old Buzz rannte um sein Leben!

Man war hinter ihm her, doch er wusste nicht genau, wer ihn verfolgte. Es war eine unheimliche Gestalt, das stand fest, aber er konnte nicht behaupten, dass es sich bei ihr um einen normalen Menschen handelte. Er war bisher von einem geflügelten Wesen ausgegangen, denn er glaubte, dass er seinen Verfolger hatte fliegen sehen.

Glauben heißt aber nicht wissen, und deshalb war er entsprechend unsicher geworden. Trotz allem peitschte ihn die Angst voran. Er musste auf jeden Fall dem verfluchten Verfolger entkommen …

Er war nicht mehr der Jüngste, auch wenn er älter aussah, als er in Wirklichkeit war. Deshalb der Name Old Buzz. Den hatten ihm die Jüngeren gegeben, die mit ihm zusammen das leer stehende Haus besetzt hielten. Er war für sie so etwas wie der weise Vater, und auf keinen Fall wollte er mit fünfundfünfzig Jahren sterben. Sein Leben war zwar keine Fahrt ins Glück gewesen, aber er hatte sich damit abgefunden. Ändern ließ es sich sowieso nicht mehr.

Er war und blieb auf der Flucht. Das hatte bisher auch gut geklappt, doch alles hat auch irgendwann mal ein Ende. So erging es ihm mit seiner Kraft. Er spürte immer stärker, wie sie aus seinem Körper entwich. Sein Atmen war längst zu einem Keuchen geworden, seine Schritte waren schwer und schleppend geworden. Er hielt die rechte Hand gegen die Seite gepresst, die von Stichen malträtiert wurde, und mit jedem Schritt verzerrte sich sein Gesicht mehr. Es war für ihn abzusehen, wann er nicht mehr konnte und zusammenbrechen würde.

Er musste ein Versteck finden. Zum Glück war ihm die Umgebung nicht fremd. Er wusste auch, wo er sich verstecken konnte. Es gab da die alte Backsteinkirche. Wenn er sie ungesehen erreichte, hatte er zunächst mal Ruhe.

Old Buzz quälte sich noch einige Meter weiter, bis er die Wiese mit dem Streuobst erreichte. Sie musste er überqueren, um die kleine Kirche zu erreichen.

Genau das schaffte er nicht mehr. Er brauchte eine Pause, sonst war der Zusammenbruch da.

Old Buzz schaffte es noch bis auf die Wiese. Die wenigen Bäume kamen ihm wie eine vorläufige Rettung vor. Auch wenn sie kein Laub und auch keine Früchte mehr trugen, so sah er in ihnen einen Schutz. Neben dem zweiten Baum blieb er keuchend stehen und umarmte ihn, als wäre er sein bester Freund.

Tief die Luft einsaugen. Ruhig sein. Dafür sorgen, dass der Herzschlag wieder einigermaßen normal wurde. Er hatte den Kopf zurück gelegt und gegen den Stamm gedrückt. Bei jedem tiefen Luftholen spürte er den Schmerz in der Brust. Er hatte die Hände geballt, hielt die Augen geschlossen und hörte das Rauschen in seinen Ohren. Es war nicht das Geräusch irgendwelcher Schwingen, die sich über ihm bewegten, es war einfach nur das Blut, das in seinen Adern rauschte.

Die Beine waren ihm schwer wie Blei geworden. Am liebsten hätte er sich fallen lassen und wäre unter dem Baum sitzen geblieben. Stundenlang. Warten, bis der Verfolger aufgegeben hatte. Ob das allerdings je eintreten würde, war die große Frage.

Bevor er die Wiese erreicht hatte, waren die Schatten vor seinen Augen aufgetaucht. In verschiedenen Farben hatten sie ihn erreicht. Es war zuerst nur ein Zucken gewesen, dann hatten sie sich wieder zurückgezogen. Er hatte sie als Vorläufer einer Ohnmacht angesehen, doch jetzt waren sie verschwunden, und darüber freute er sich.

Die Knie zitterten ihm noch immer. Schweiß klebte auf seinem Gesicht, aber auch am Körper.

Allmählich fing er sich wieder. Er nahm auch seine Umgebung deutlicher wahr. Die Stämme der Obstbäume waren zu sehen, ihre ausgebreiteten Äste ebenfalls, die ihm allerdings vor der Gestalt, die ihn verfolgte, keinen Schutz bieten würden.

Wer war sie?

Old Buzz hatte sich den Kopf zerbrochen und war zu keinem Ergebnis gelangt. Er hatte so etwas noch nie gesehen, aber ihm war aufgefallen, dass sich die Gestalt in der Nähe des Hauses aufgehalten hatte, in dem er zusammen mit den anderen Leuten lebte.

Fliegende Menschen!

Ihm kam dieser Begriff in den Sinn, und er konnte das Lachen nicht unterdrücken. Nein, so etwas gab es nicht. Fliegende Fische schon, auch fliegende Hunde, die aber nicht wie Hunde aussahen.

Buzz wollte erst weiterlaufen, wenn er sich wieder einigermaßen fit fühlte. In seinem Alter dauerte es eine Weile, doch er war froh, als das Stechen in seiner Seite abebbte. Es war wie ein Strahl der Hoffnung, der ihn erreichte, und er holte wieder tief Luft.

Es klappte.

Keine Schmerzen mehr.

Nur die Schwäche war weiterhin vorhanden. Seine Beine zitterten immer noch von der Überbelastung, aber der Schwindel war verschwunden, und darauf kam es ihm an. Der Schwindel nahm ihm die Kraft und die Sicherheit.

Er war sicher, dass er es bis zur Kirche schaffen würde, die jenseits der Streuobstwiese lag.

Die Nacht passte ebenfalls perfekt. Sie war düster und auf keinen Fall ruhig. Hin und wieder jagte eine Bö heran. Es war ein Orkan angesagt worden, aber man hatte nicht berechnen können, wann er das Land traf. Einige Vorboten waren schon zu spüren. Immer dann, wenn die Böen über den Himmel jagten, fuhren sie in die Decke aus Wolken hinein und rissen Lücken. So entstanden hellere Flecken.

Er wartete noch ab. Old Buzz wollte sich noch zwei, drei Minuten geben. Wenn dann nichts passiert war, wollte er den letzten Rest der Fluchtstrecke in Angriff nehmen.

Er suchte den Himmel ab. Da gab es nichts zu sehen. Kein kleiner und auch kein großer Vogel zog seine Kreise. Aber den Jäger, der auf seiner Fährte gewesen war, konnte man damit auch nicht vergleichen. Er war sicher in der Lage, sich gut zu verstecken, um dann blitzschnell zuzuschlagen. Old Buzz hatte es erlebt. Wäre nicht zufällig ein Bus über die Straße gefahren, hätte ihn der andere schon eingeholt. Doch er war durch das Schweinwerferlicht abgelenkt worden.

Die Zeit war um.

Old Buzz fühlte sich wieder fast normal, abgesehen von dem Zittern in seinen Knien. Es ging ihm relativ gut. Er legte in seinem Kopf den theoretischen Fluchtplan fest. Die Wiese überqueren, danach über den Weg, dann hatte er schon das Grundstück mit der Backsteinkirche erreicht.

Normalerweise war sie nicht abgeschlossen.

Dieser Gedanke beschäftigte ihn ebenfalls. Er setzte darauf. Er hoffte es. Sie durfte nicht abgeschlossen sein. Auf keinen Fall. So grausam konnte das Schicksal nicht sein.

Mit diesem Gedanken setzte er sich in Bewegung und überquerte die Wiese. Er ging nicht schnell, aber mit zügigen Schritten. Manchmal musste er sich ducken, um nicht von den Zweigen getroffen zu werden. Der Boden war noch nass vom letzten Regen. Er war auch rutschig geworden, und ein schnelles Laufen war nicht drin.

Dann der Blick zum Himmel!

Immer wieder schaute er hoch, und jedes Mal erlebte er das kalte Gefühl im Nacken, für das die Angst sorgte.

Dieser Verfolger konnte urplötzlich auftauchen. Er meldete sich nicht an, er war einfach da, und ein Ausweichen auf freier Strecke war so gut wie unmöglich.

Sein Mund hatte sich zu einem Lächeln verzogen. Es war die erste positive Reaktion nach seiner Flucht, und er freute sich darüber, dass er es konnte. So leicht gab auch ein Old Buzz nicht auf, das stand für ihn fest. Er würde kämpfen. Er würde weitermachen, und er würde – wenn möglich – die anderen Menschen vor dieser Kreatur warnen.

Seine Schritte wurden wieder länger. Ein Zeichen, dass er sich gut erholt hatte. Er schaute nach vorn und sah bereits einen großen Schatten inmitten der Dunkelheit. Dort war die Wiese zu Ende. Da führte der schmale Weg entlang, und dahinter befand sich die Kirche.

Die dunkle Silhouette gab ihm Hoffnung. Old Buzz lief wieder schneller. Praktisch im Dauerlauf bewegte er sich voran, duckte sich unter den letzten Zweigen der Bäume hindurch und überquerte den Weg, der mit kleinen Steinen belegt war.

Von nun an konnte er den direkten Weg zur Kirche nehmen. Er ging nicht mehr so schnell und bewegte sich mit langen Schritten voran. Die Kirche war alles andere als groß und prächtig. Man konnte sie durchaus als Kapelle bezeichnen. An der Frontseite und direkt über dem Eingang wuchs ein mächtiges Seinkreuz in die Höhe, das von seinen Ausmaßen her überhaupt nicht zu diesem Bau passte. Da hatte der Erbauer an Geschmacksverirrung gelitten, aber das war Buzz egal. Für ihn war die Kirche in diesem Moment der einzige Ort, der ihm Schutz vor seinem unheimlichen Verfolger geben konnte.

Auf den letzten Metern wurde er vorsichtig. Die Dunkelheit der Nacht hatte jegliche Farbe aufgesogen und alles in ein eintöniges Grau gehüllt. Old Buzz musste sich schon anstrengen, um die Eingangstür zu erkennen, die nicht eben breit war.

Die letzten Meter lief er wieder schneller. Dann atmete er tief auf, als er vor der Tür stand und sich für die Dauer einiger Sekunden gegen sie lehnte.

Geschafft!

Dieses eine Wort schoss ihm durch den Kopf. Er hätte zufrieden sein können, aber dieses gute Gefühl wollte sich bei ihm nicht einstellen. In seinem Hinterkopf spürte er noch immer den Druck der Furcht. Noch hatte er nicht probiert, ob die Tür abgeschlossen war oder nicht. Er betete darum, auch etwas, das er seit Jahren nicht mehr getan hatte. Aber in einer Ausnahmelage reagierten die Menschen eben anders.

Der Versuch.

Er legte die linke Hand auf die alte Klinke, die eine besondere Form hatte. Sie war vorn breiter als hinten, ließ sich gut greifen und auch nieder drücken. Ein leises Lachen drang aus seinem Mund.

Die Tür war offen!

Das Glück war wieder in sein Leben zurückgekehrt. Buzz schloss für einen Moment die Augen. Es war...

Erscheint lt. Verlag 16.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4266-4 / 3838742664
ISBN-13 978-3-8387-4266-3 / 9783838742663
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