Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 1404 (eBook)

Der Weg in die Hölle (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4169-7 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1404 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Der Weg in die Hölle wird eingeschlagen, wenn Sie den nächsten Sinclair-Roman lesen. Die Strecke führt nur in eine Richtung und hinein in eine Welt, wo tot nicht gleich tot ist und ein besonderer Engel auf die Besucher wartet.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Der Weg in die Hölle (2. Teil)


Zwei Dinge passierten zur gleichen Zeit!

Neben mir fuhr Glenda Perkins wie von der Tarantel gestochen in die Höhe. Zugleich spürte ich ein Brennen auf der Brust und einen Schmerz, der auch mich endgültig aus dem Schlaf riss.

Ich schaltete die Lampe neben meinem Bett ein. Das weiche Licht übergoss die eine Hälfte des Bettes, in dem ich lag. Die andere Seite mit Glenda Perkins lag im Schatten.

»Was war das, John?«

Glenda erhielt von mir zunächst keine Antwort. Ich musste so schnell wie möglich das loswerden, das an einer Kette um meinem Hals vor meiner Brust hing. Es war mein Talisman, das Kreuz, das zu brennen schien, so heiß war es geworden.

Ich streifte rasch die Kette über den Kopf und legte das Kreuz zwischen Glenda und mir. Von verschiedenen Seiten schauten wir es an und sahen den hellen Schein, der sich in dem Metall festgefressen zu haben schien.

Glenda sah noch leicht verschlafen aus. Kein Wunder, denn sie war ebenso gestört worden wie ich.

»Warum ist es so heiß geworden?«

Ich hob die Schultern.

»Das ist uns ja nicht fremd.«

Da hatte sie Recht. Es war uns nicht fremd. Vor ein paar Stunden hatten wir es erlebt. Da war Glenda an der Reihe gewesen. Sie hatte das Kreuz gehabt und sich mit ihm zusammen wegteleportiert, als wollte ihr mein Talisman den richtigen Weg weisen.

Sie war in Deutschland angekommen und hatte dort unseren Freund Harry Stahl gesehen, zusammen mit einem anderen Mann im Auto sitzend. Und sie hatte das Feuer gesehen und auch die brennenden Gestalten, die zwar aussahen wie Menschen, aber keine mehr waren.*

Es gab also Parallelen zwischen uns und Harry Stahls Aufgabe in seinem Heimatland. Was genau gespielt wurde, wussten wir nicht, und das ärgerte uns.

Warum hatte es sich gemeldet?

Ich wusste es nicht. Es gab einfach zu viele Ungereimtheiten in diesem Fall, und ich merkte, das mich allmählich die Wut packte. Ich wollte endlich herausfinden, warum sich das Kreuz so seltsam verhielt. Es konnte sein, dass es uns auf etwas aufmerksam machen wollte, dass im fernen Deutschland passierte.

Glenda streckte ihre linke Hand aus. Sie strich mit den Fingerspitzen über das Metall hinweg und schielte mir dabei ins Gesicht.

»Und?«

Glenda schüttelte den Kopf. »Nichts, John, es ist vorbei. Ich kann es berühren. »

Das wollte ich auch. Aber ich ging etwas behutsamer zu Werke und brauchte die Hand nicht mehr zurückziehen. Die starke Hitze hatte das Metall verlassen.

»Es ist alles normal«, murmelte ich und schüttelte leicht den Kopf. »Warum? Wieso? Was ist in der Zwischenzeit passiert?«

»Du darfst mich nicht fragen, John.«

»Das weiß ich.«

Glenda setzte sich bequemer hin. Sie schaufelte ihr Haar zurück, zog die Beine an und legte ihre Hände um die Knie. »Es gibt nur eine Lösung. Wir müssen so schnell wie möglich nach Deutschland und zu deinem Freund Harry Stahl.«

»Auf deine Art?«

Sie lächelte. »Ich denke nicht, dass wir uns hinbeamen können, John. Nein, das müssen wir anders machen. Auf die übliche Art und Weise, denke ich mir.«

Ich war einverstanden oder musste es sein. Wir würden uns in ein paar Stunden in den Flieger setzen und losdüsen. Die Tickets waren bereits per Internet bestellt, der Leihwagen ebenfalls, und dann würden wir weitersehen.

Ich hatte das Brennen natürlich nicht vergessen und brachte es in einen Zusammenhang mit Harry Stahl. War es möglich, dass er vor kurzem gelitten hatte? Dass er angegriffen worden und die Reaktion des Kreuzes so etwas wie ein Hilfeschrei gewesen war?

Ich stimmte mich innerlich darauf ein und sprach dann wieder Glenda an. »Kannst du es nicht noch mal versuchen?«

»Was meinst du?«

»Hinbeamen. Zu ihm. Zu Harry Stahl. Wenn er in Schwierigkeiten ist, dann …«

»Nein, John, es ist aus. Es war nur für einen Moment so. Ich fühle mich leer. Du weißt selbst, wie schwer es ist.« Glenda schüttelte den Kopf. »Glaube mir, dass ich es tun würde, John, aber ich packe es nicht.«

»Schon gut.«

Wieder schaute ich mein Kreuz an. Dann nahm ich es in die Hand. Etwas musste mit ihm passiert sein. Äußerlich hatte es sich nicht verändert, aber es gab eine Brücke über eine große Entfernung hinweg zu Harry Stahl.

Warum? Was hatte Harry mit dem Kreuz zu tun?

Ich hatte überhaupt keine Idee, spürte aber den Druck in der Brust, der so schnell nicht weichen wollte. Eine schleichende Furcht hatte mich ergriffen, und meine Handflächen waren feucht geworden. Auch mein Herz schlug nicht mehr normal wie üblich. Es war schlimm, aber ich wusste nicht, was da ablief.

Deshalb stand ich auf. Schlafen würde ich nicht mehr kommen. Aus dem Kühlschrank holte ich eine Flasche Wasser. Für Glenda brachte ich ein Glas mit.

Während wir tranken, schauten wir uns an. Danach fragte ich: »Du hast keine Idee, Glenda?«

»Nein.«

»Ich auch nicht, verdammt. Aber ich mache mir allmählich Sorgen, denn ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Was haben mein Kreuz und Harry Stahl gemeinsam?«

»Wohl nichts.«

»Und warum verhält es sich so anders? Wie ich es überhaupt nicht von ihm kenne und gewohnt bin?«

»Das ist unser Problem, John. Vielleicht sollten wir etwas anders denken.«

»Mach einen Vorschlag!«

Glenda Perkins schaute für einen Moment ins Leere, bevor sie meinte: »Wenn das Kreuz nichts mit Harry zu tun hat, dann mit etwas anderem, und zwar mit dem, was um ihn herum geschieht. Ich habe etwas gesehen, ich habe dir davon erzählt. Das Feuer, die Gestalten, und da muss es etwas geben, was das Kreuz unmittelbar berührt. Hängt es mit dem Teufel zusammen? Mit der Hölle?«

Ich überlegte und sagte dann: »Vier Menschen sind in den Tunnel hineingefahren. Sie gerieten in das Feuer, dass sie eigentlich verbrannt haben muss. Aber nur die ausgebrannten Wracks hat man gefunden. Und nichts von den Fahrern. Warum ist das passiert, Glenda? Ich denke, wenn wir das wissen, dann haben wir auch die Lösung des Rätsels.«

»Schön, dass du so denkst.«

»Ach, hör auf, Glenda. Bei mir im Kopf dreht sich alles noch um etwas anderes.«

»Um was denn?«

»Die Verbindung. Was sonst? Ich habe das Gefühl, als wäre mir das Kreuz entrissen worden, obwohl es noch vor mir liegt. Wer ist so mächtig, es manipulieren zu können? Wer von unseren Feinden schafft das? Ich kenne keinen.«

»Ich auch nicht.«

»Aber wir werden sie erleben«, flüsterte ich. »Darauf gebe ich dir Brief und Siegel.«

Meine Stimme war härter geworden. Ja, ich war wütend, zornig, denn ich wollte mir das Handeln nicht aus den Händen nehmen lassen. Und ich wollte vor allen Dingen nicht, dass mein Kreuz verändert oder manipuliert wurde.

Ich hoffte, dass wir in ein paar Stunden mehr erfuhren …

*

Der Schrei!

Harry Stahl stand vor dem Haus des Heimatforschers und hatte ihn gehört. Das heißt, er hörte ihn noch immer, denn er tobte durch seinen Kopf. Er sah die Person nicht, die ihn ausgestoßen hatte, und er wusste auch nicht, ob es eine oder mehrere waren.

Harry stand steif und mit durchgedrücktem Rücken. Der Schrei war für ihn wie eine Folter im Kopf. Er spürte all die Wut, auch den Schmerz, den die schreiende Peson empfand, aber er konnte nichts dagegen tun. Er musste ihn einfach hinnehmen, und auch wenn er sich die Ohren zuhielt, erreichte er nichts.

Der Schweiß lief an seinem Gesicht entlang nach unten. Das Zittern bekam er nicht unter Kontrolle. Er merkte auch die Kälte nicht mehr. Er stand nur da wie festgefroren und war gezwungen, diesem schrecklichen Laut zu lauschen.

Bis er verstummte, was Harry Stahl zunächst nicht merkte. Sein Gehirn schien verschlossen zu sein. Er atmete einige Male tief durch, um wieder zur Besinnung zu kommen. Von dem Schrei war nichts mehr zu hören. Nur die nächtliche Stille und die klirrende Kälte umgab Harry Stahl. Ansonsten sah er keine Bewegung in der unmittelbaren Umgebung, und auch im Haus rührte sich nichts.

Dort lebte Karl Eberle, der Heimatforscher. Ein Mann, der sicherlich mehr wusste, als er zugab. Aber er hatte seine Gründe, nur so wenig zu sagen. Harry ging davon aus, dass in diesem Ort eine ganze Menge nicht mit rechten Dingen zuging, und es lag nicht nur an den verbrannten und dann verschwundenen Toten. Er hatte jetzt auch festgestellt, dass es im Ort keine Kirche gab, und so etwas hatte er noch nie erlebt.

Keine Kirche!

Kein Gottesdienst am Sonntag, und das in einem Kaff. Wobei er nicht sicher war, ob sich die Bewohner nicht doch irgendwo zum Gottesdienst trafen, aber einen Kirchturm hatte er nicht gesehen, der fast zu jedem Ort gehörte.

Was andere Menschen als nicht so wichtig angesehen hätten, das sah er mit anderen Augen. Hier gab es etwas, das sich im Geheimen versteckte, und es hatte auch mit dem Berg zu tun, durch den jetzt der Tunnel führte. In ihm waren die Personen verbrannt, von denen man nichts mehr gefunden hatte.

Ob die Bewohner Bescheid wussten, konnte er nicht sagen. Wenn es so war, dann hielten sie sich zurück. Wie auch Karl Eberle, der Heimatforscher, vor dessen Haus Harry stand.

Er überlegte, ob er noch mal zu ihm zurückgehen sollte. Die Angst des Mannes war einfach zu groß. Er hatte die vier ›Toten‹ gesehen, er war gewarnt worden. Auch er hatte die Schreie gehört, und Harry Stahl nahm ihm das alles ab. Schließlich hatte er im Tunnel ebenfalls etwas Unheimliches gesehen, das man auch als Vision bezeichnen konnte, in die plötzlich eine bekannte Gestalt eingetaucht war: Glenda Perkins, eine Freundin des...

Erscheint lt. Verlag 9.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4169-2 / 3838741692
ISBN-13 978-3-8387-4169-7 / 9783838741697
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70