Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 1402 (eBook)

Das Vampir-Puzzle

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4167-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1402 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Die beiden abgeschnittenen Frauenköpfe lagen auf der Couch im Zimmer von Jane Collins.

Sie kannte die Gesichter nicht, aber sie sah, dass sie durch zahlreiche Bisse gezeichnet waren, was wiederum auf Vampire hindeutete.

Allein kam Jane nicht zurecht, und so alarmierte sie mich. Es blieb nicht bei den beiden Köpfen. Es ging um etwas anderes, und so gerieten wir mitten hinein in die Auseinandersetzung zwischen der Schattenhexe Assunga und ihren Feinden Mallmann und Saladin ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Das Vampir-Puzzle


Mit ausdruckslosem Gesicht starrte die Gestalt auf das zerstörte Etwas, das vor ihr am Boden lag. Mit einer Axt hatte Will Mallmann mehrmals zugeschlagen, doch er hatte keinen lebenden Menschen getötet, sondern einen, dessen Blut dem Vampir zuvor gut geschmeckt hatte.

Da er keinen Blut-Konkurrenten in seiner Nähe gebrauchen konnte, hatte er sein Opfer endgültig vernichtet. Er kannte nicht mal den Namen der Person. Er hatte den Mann kurzerhand in der Dämmerung von der Straße gepflückt und ihn als seine Nahrung bezeichnet.

Jetzt war Will Mallmann satt. Er würde den Leichnam in diesem verwilderten Garten liegen lassen, wo er verweste. Wenn er irgendwann gefunden werden sollte, würde sich kaum noch jemand an ihn erinnern …

Mallmann schaute auf die Axtschneide, an der noch das Blut klebte. Hinter ihm befand sich das Gartenhaus mit dem schiefen Dach, aber der Blutsauger drehte sich nicht um. In Gedanken vertieft, blieb er stehen und dachte daran, welch einen tiefen Fall er letztendlich erlebt hatte. Er war nicht endgültig besiegt, aber das lag nicht an ihm. Jemand hatte ihm geholfen. Aus eigner Kraft hätte er es nie geschafft. Und dass er sich auf einen Helfer hatte verlassen müssen, war für ihn eine Demütigung, denn er war es gewohnt, seine Pläne allein durchzusetzen.

Nichts mehr.

Zu vieles hatte sich geändert, denn ihm war eine mächtige Feindin erwachsen, die seine ehemalige Vampirwelt für sich und ihre Helferinnen in Besitz nehmen wollte.

Assunga, die Schattenhexe!

Wenn er ihren Namen hörte, dann drehte er fast durch. Dann war für ihn die Schmerzgrenze überschritten. Dann konnte er nicht mehr normal denken und wurde von einem wilden Hass überschwemmt. Er sah auch ein, dass sie ihm in einigen Dingen überlegen war, und so konnte er froh sein, einen Helfer gefunden zu haben.

Ausgerechnet ein Mensch hatte ihn gerettet und kein Schwarzblüter, doch bei Saladin, dem Hypnotiseur, verwischten die Unterschiede.

Es passte ihm nicht, aber er musste sich fügen und mit Saladin zusammenarbeiten.

Das Blut seines Opfers hatte ihn gesättigt. Einige Reste leckte er noch aus den Mundwinkeln weg, dann drehte er sich langsam um. Sein Blick glitt über den verwilderte Garten hinweg und erreichte dann ein anderes Ziel.

Es war ein Gartenhaus mit einem schiefen Dach, das bei einem neuerlichen Sturm sicherlich ganz abgetragen werden würde. In dieser Bude wartete Saladin auf ihn. Der Hypnotiseur hatte es nicht für nötig befunden, ihm in den Garten zu folgen. Die Aufnahme der Nahrung war eine Sache, die nur Mallmann anging.

Der düster gewordene Himmel hing wie ein nasses Tuch über dem Land. Er dunkelte immer mehr. Der starke Wind schaufelte kalte Polarluft heran. Es roch nach Frost, und es war auch möglich, dass es ein letztes Mal Schnee gab. Der Winter hatte noch längst nicht aufgegeben.

Altes Laub, das in der Kälte gefroren war, knisterte unter den Füßen des Vampirs, als er auf die Bude zuging. In seinem Kopf war im Moment kein Platz mehr für irgendwelche Gedanken. Er fühlte sich wie fremd bestimmt, und wenn er an die Zukunft dachte, dann sah er für sich keine Perspektive. Es sei denn, er dachte an das Versteckspiel, das ihm bevorstand.

Die Hütte hatte auch an der Rückseite einen schmalen Eingang. Mallmann drängte sich hindurch und betrat das Versteck, in dem sich die Schatten gesammelt hatte. Es war nicht finster, aber die Luft schien wie graue Vorhänge im Raum zu schweben.

Saladin wartete auf ihn. Er saß auf einem Stuhl und rauchte ein Zigarillo. Als er den Umriss des Vampir an der Tür sah, fragte er: »Gestattest du, dass ich das Licht einschalte?«

»Licht?«

Saladin kicherte. »Eine Kerze.«

»Das ist mir egal.«

»Gut.« Der Hypnotiseur riss eine Zündholz an. Er führte die Flamme durch den Rauch seines Zigarillos auf einen Kerzendocht zu, und das Feuer fand neue Nahrung. Dann drückte er die Hälfte des Zigarillos mit dem Absatz auf dem Boden aus.

Mallmann hatte sich inzwischen gesetzt. Er schaute über den Tisch hinweg, und das besondere Zeichen, das für ihn so typisch war, trat an der Stirn scharf hervor.

Es war das D!

Ein blutroter Buchstabe. Wie eingraviert in seine Haut, die recht hell schimmerte.

Die Kerze stand auf dem Tisch. Sie war von Mallmann ebenso weit entfernt wie von Paladin, und ihr Licht traf beide Gesichter. Das des Hypnotiseurs schimmerte blank. Es war ein Gesicht, vor dem sich die meisten Menschen fürchteten. Völlig glatt, ohne ein einziges Haar, was auch für den Kopf galt, der wie ein runder Spiegel wirkte. Ein sehr schmaler Mund, keine Augenbrauen, aber Augen, in denen sich alle Kälte der Arktis zu vereinigen schien. Und trotzdem gab es so gut wie keinen Ausdruck in ihnen.

Auch Saladin trug dunkle Kleidung. Nur hatte er noch seinen Mantel angelassen. Aus den Ärmellöchern schauten die Hände mit den langen Fingern hervor, und niemand sah ihm an, was wirklich in ihm steckte und wozu er fähig war.

Er besaß Fähigkeiten, von denen viele Menschen nur träumen konnten. So war er in der Lage, sich von einem Ort zum anderen beamen zu können. Er beherrschte die Gabe der Teleportation, die ihm allerdings nicht angeboren war. Er hatte sie durch ein Serum erhalten, das von einem genialen Wissenschaftler erfunden worden war. Leider gab es keinen Nachschub mehr für das Serum, aber die Folgen waren schon perfekt, das hatte er unter Beweis gestellt.

Dass auch Paladin Niederlagen hatte einstecken müssen, daran wollte er nicht denken. Und auch nicht an die Personen, die dafür verantwortlich waren. Diese Namen wie John Sinclair, Suko oder Glenda Perkins hatte er zunächst in den Hintergrund geschoben, weil andere Dinge wichtiger waren, und dabei spielte der Supervampir Mallmann eine entscheidende Rolle.

»Bist du satt?«, fragte er.

Mallmann nickte. »Warum interessiert dich das?«

Saladin kicherte. »Warum mich das interessiert? Das ist doch klar. Ich kann nur mit satten und zufriedenen Partnern zusammenarbeiten.«

»Verstehe.« Mallmann lächelte. »Du kannst dich auf mich verlassen, und wahrscheinlich kommt irgendwann mal die Zeit, wo du auch meine Hilfe benötigst.«

»Das kann sein. Im Moment jedoch hast du schwer geglitten. Und fast hätte es sogar der Pfähler geschafft und nicht nur Assunga.«

Mallmann ärgerte sich, als er das hörte. Er wollte nicht an seine Niederlagen erinnert werden, schüttelte den Kopf und flüsterte: »Es werden auch andere Zeiten kommen.«

»Ja, das hoffe ich. Sie sind wichtig für uns, denn wir wollen letztendlich die Sieger sein.«

Der Blutsauger gab darauf keine Antwort. Es ärgerte ihn genug, dass er nicht mehr das Kommando hatte, aber er fügte sich, denn letztendlich musste das Ziel gesehen werden, dem sich alles unterzuordnen hatte: die Rückeroberung der Vampirwelt, die Assunga durch ihre Hexen besetzen wollte.

»Sieger, hörst du?«

»Ich weiß!«

Saladin grinste breit. »Und deshalb müssen wir uns etwas einfallen lassen. Ich frage dich jetzt: Wer ist dir wichtiger? Assunga oder Sinclair und seine Freunde?«

»Ich will sie alle vernichtet sehen.«

»Klar, ich auch. Aber wir müssen der Reihe nach vorgehen, und ich kann mir vorstellen, dass Assunga und ihre Hexen bei dir an erster Stelle stehen.«

»Im Moment schon«, gab Mallmann zu.

»Sehr gut. Dann sollten wir uns also um Assunga kümmern.« Der Hypnotiseur schnippte mit den Fingern. »An sie selbst heranzukommen wird nicht einfach sein, aber wir könnten ihr Nadelstiche versetzen.«

»Warum nicht?«

»Hast du darüber nachgedacht?«

Mallmann mochte die leicht höhnisch klingende Stimme des Hypnotiseurs nicht, aber er musste sie hinnehmen und ertragen. »Es gibt nur eine Möglichkeit, ihr nahe zu kommen. Ihr und ihrem verdammten Hexenpack, meine ich.«

»Das Gleiche denke ich, und deshalb sollten wir einen kleinen Ausflug unternehmen.«

Mallmann wusste, was damit gemeint war. Zurück in die Vampirwelt, in dieses dunkle Reich, in dem er sich so wohl gefühlt hatte. Er dachte darüber nach, wie sie es anstellen sollten. Doch bevor er sich eine Antwort zurechtlegen konnte, kam ihm Saladin zuvor.

»Wir werden sie überfallen. Wir werden sie vernichten. Wir werden aus dem Hintergrund zuschlagen müssen. Du kannst sie töten, du kannst aber auch ihr Blut trinken. Nur müssen wir dabei verdammt vorsichtig sein. Assunga darf nicht merken, dass wir wieder am Ball sind. Ich denke auch, dass sie sich in der Hexenwelt häuslich eingerichtet hat, und genau dort werden wir angreifen.«

Mallmann hatte verstanden. »Du meinst also, dass wir ihre Helferinnen vernichten?«

»Ja, daran habe ich gedacht.«

»Nadelstiche?«

»Sehr richtig.«

»Und dann?«

»Wird sie etwas tun müssen.«

Mallmann nickte. »Wir sollen sie also herausfordern, wenn ich dich richtig verstanden habe.«

»Ja, daran habe ich gedacht. Und irgendwann wird sie selbst erscheinen. Dann können wir sie uns vornehmen.«

Der Vampir überlegte. Für einen Moment dachte er an die Zeit, als er noch ein normaler Mensch und Polizist gewesen war. Da hatte er auch strategisch denken müssen, aber das lag so verdammt weit zurück, auch wenn er ab und zu noch daran dachte.

»Bist du dabei?«

»Bleibt mir etwas anderes übrig?«

Saladin lachte. »Klar, du kannst dich verkriechen und mich alles machen lassen.«

»Nein, so nicht. Schließlich wolltest du doch, dass ich bei dir mitmische.«

»Das stimmt allerdings.«

»Dann sollten wir die Dinge so schnell wie möglich ins Rollen...

Erscheint lt. Verlag 9.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4167-6 / 3838741676
ISBN-13 978-3-8387-4167-3 / 9783838741673
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70