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John Sinclair 1362 (eBook)

Die Rivalin

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4108-6 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1362 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
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(CHF 1,90)
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Die Rivalin.

Schon immer hatten wir uns gefragt, welch eine Vergangenheit die blonde Bestie Justine Cavallo hatte. Dass sie nicht als Blutsaugerin geboren war, stand fest, aber sie selbst hatte sich nicht offenbart.

Bis zu der Nacht, als plötzlich bei Jane Collins eine Frau auftauchte, die ihr das Blut aussaugen wollte. Sie war dunkelhaarig und nannte sich Camilla, aber hinter ihr steckte noch mehr. Denn sie war die Rivalin.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Die Rivalin


Bei diesem elenden Wetter jagte man keinen Hund vor die Tür. Ein wütender Frühlingssturm peitschte heftige Regenschleier vor sich her, rüttelte an den Bäumen, heulte um Hausecken und trieb die Menschen dazu, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Und doch war jemand unterwegs. Eine finstere Gestalt, die nur an zweierlei interessiert war.

An Rache und Blut!

Auch wenn die Detektivin Jane Collins nicht mehr allein in ihrem Haus lebte, fühlte sie sich trotzdem so, denn ihre Mitbewohnerin war nicht mit Lady Sarah Goldwyn zu vergleichen. Zudem hatte sie sich regelrecht in Janes Leben hineingedrängt und ihr keine Wahl gelassen.

So wohnte Jane Collins seit einiger Zeit mit der Blutsaugerin Justine Cavallo zusammen, die wegen ihrer Haarfarbe auch die blonde Bestie genannt wurde.

Jane nahm es hin. Gewöhnt hatte sie sich daran nicht, doch die Umstände hatten ihr keine andere Wahl gelassen.

Viel war seit Lady Sarahs Tod passiert. Der Schwarze Tod war zurückgekehrt und drängte sich in das Leben verschiedener Personen hinein, zu denen unter anderem auch Jane Collins gehörte. Zum Glück agierte sie mehr am Rande. Bei ihren Freunden sah es anders aus. Es war auch deren Job, gegen die Mächte der Finsternis zu kämpfen und zu verhindern, dass der Schwarze Tod seine Macht zu stark ausweitete.

Jane Collins war immer froh, wenn sie das Haus für sich hatte und die Cavallo unterwegs war. So geschehen an diesem Abend. Sie hatte Jane nicht gesagt, wohin sie ging, aber es war leicht zu erraten. Wahrscheinlich brauchte sie wieder Blut. Woher sie es sich holte, wollte Jane Collins gar nicht wissen, aber Justine sorgte nicht dafür, dass durch ihre Bisse weitere Vampire heranwuchsen, um den Menschen ebenfalls das Blut auszusaugen. Da konnte man sich schon auf sie verlassen.

Egal wie sie auch reagierte. Normalerweise gehörte die blonde Bestie gepfählt. Das wäre auch längst passiert, hätte es nicht Konstellationen gegeben, die davon abrieten.

Justine Cavallo zog ihr eigenes Spiel durch. Und dann stellte sie auch die Regeln auf den Kopf. Sie war nicht unbedingt der schwarzmagischen Seite zugetan, denn nicht alles, was diese in die Wege leitete, passte ihr. Es gab schon gewisse Grenzen für sie, denn dass der Schwarze Tod und seine dämonischen Anhänger ihre Macht so ausweiteten, passte ihr nicht. Und so kam es dazu, dass Justine Cavallo sie bekämpfte und sich auf die andere Seite schlug, die sie stets mit vollen Kräften unterstützte, wenn es nötig war.

Dem Team um den Geisterjäger John Sinclair konnte es nicht passen. Aber es gab auch keinen Weg, daran vorbeizukommen. Die Cavallo hatte sich einmal für etwas entschieden, und dabei blieb es auch. So machte es ihr großen Spaß, einen Mann wie John Sinclair als Partner zu bezeichnen, was dieser allerdings nicht unterschreiben konnte.

Zudem besaß Justine Cavallo die Gabe, auch bei Tageslicht existieren zu können. Sie liebte es zwar nicht, aber sie brauchte sich auch nicht zu verstecken. Ihr tatsächliches Metier blieb die Dunkelheit, und in die war sie abgetaucht.

Jane war ehrlich genug, sich darüber zu freuen. Ihretwegen konnte sie sich zum Teufel scheren und dort auch bleiben, denn Jane Collins brauchte sie nicht. Sie war vor ihrem Erscheinen zurechtgekommen und würde es auch jetzt so halten.

Obwohl die beiden Personen unter einem Dach zusammenlebten, gab es Momente, da war die Cavallo Luft für Jane. Sie lebten praktisch aneinander vorbei, doch der Kampf gegen eine gewisse Gruppe schweißte sie trotzdem zusammen.

Zudem hatte die Blutsaugerin in gewisser Weise ihren besten Unterstützer, Dracula II, verloren. Nicht durch Tod oder Vernichtung, nein, Mallmann, so hieß er mit menschlichem Namen, hatte sich mehr oder minder freiwillig zurückgezogen. Er ’lebte’jetzt bei der Schattenhexe Assunga, seit ihm die eigene Vampirwelt genommen worden war, und das war ebenso ungewöhnlich wie das Dasein der Cavallo bei Jane Collins. Assunga und Justine waren nie auf einer Linie gewesen. Sie hatten sich immer als Feindinnen betrachtet, denn Justine hatte die Hexen in ihren Kreis aufnehmen wollen, allerdings als Blutsaugerrinnen.

So sah die Lage aus, über die Jane Collins immer wieder nachdenken musste. Ein Patt, denn beide Seiten belauerten sich gegenseitig und warteten auf Fehler der anderen.

Wann Justine zurückkehren würde, wusste Jane nicht. Darüber machte sie sich auch keine Gedanken. Sie versuchte trotz ihrer Besucherin ein normales Leben zu führen und ihrem Job nachzugehen, denn letztendlich verdiente sie ihr Geld als Detektivin, auch wenn sie das nicht mehr nötig hatte, da Sarah Goldwyn ihr ein großes Erbe hinterlassen hatte, dass Jane allerdings so wenig wie möglich anrühren wollte. Die Verwaltung hatte sie in die Hände eines Treuhänders gelegt, der sie nur bei sehr wichtigen Dingen konsultierte.

Im unteren Bereich des Hauses hatte sie alles so belassen wie es war. In Sarahs Wohnzimmer waren keine Veränderungen vorgenommen worden, und so glich es mehr einem Museum.

Jane lebte in der ersten Etage. Dort gab es genügend Räume, und auch für die Cavallo war ein Zimmer übrig geblieben, das Jane Collins allerdings so wenig wie möglich betrat. Gewisse Dinge mussten einfach nicht sein.

Die Detektivin gehörte zu den Menschen, die auch den schönen Dingen des Lebens zugetan war. Dazu zählte sie die Natur und auch den Wechsel der Jahreszeiten. Für sie waren alle vier wichtig. Nie hätte sie in einem Land leben können, in dem nur die Sonne schien. Da wäre sie verrückt geworden.

Was sich allerdings an diesem Tag alles tat, war nicht dazu angetan, ein Frühlingsgefühl bei ihr zu wecken. Es hatte schon warme Tage gegeben, aber seit dem Nachmittag war davon nichts mehr zu spüren.

Von Westen her waren die Wolken, der Regen und auch die Kälte gekommen, die den Frühling ad absurdum geführt hatten. So etwas war einfach nicht zu fassen. Der Regen floss wie Bachwasser aus den Wolken. Er wollte nicht aufhören. Hinzu kam der Wind, der in Böen gegen das Haus wehte und die Wassermassen gegen die Fenster und die Hauswände schleuderte.

Jane, die unter dem Dach saß und sich mal wieder mit dem Archiv der verstorbenen Lady Sarah beschäftigte, bekam gerade hier das Unwetter mit. Das Wasser wurde mit vehementer Wucht gegen die Scheiben geschleudert. Dabei donnerte es förmlich dagegen, sodass Jane Furcht hatte, die Scheiben könnten brechen.

An ein ruhiges Arbeiten war nicht zu denken. Immer wieder stand sie auf und trat an die Fenster heran. Sie wusste, dass sie dicht schlossen, doch um sich selbst zu beruhigen, musste sie es ständig kontrollieren.

Wenn sie gegen die Scheibe schaute, sah sie das Wasser, das gegen die Außenseite geschleudert wurde und sich dann wie ein Strom verlief, um in die Dachrinne zu gurgeln. Immer wieder gab es auch Pausen, in denen der Strom Luft holte, um danach mit immenser Kraft neue Regenvorhänge heranzuschleudern.

Laut Wetterbericht sollte dieses Unwetter noch einige Stunden anhalten. Jane wusste, dass da wieder Keller voll laufen würden, und sie war froh, dass ihr Haus keinen besaß.

Sie hatte er vorgehabt, hier oben zu bleiben und zu arbeiten. Das war jetzt nicht mehr möglich. Der Regen schlug so hart gegen die Scheiben, dass sein Trommeln längst die Töne eines Telefons überdeckte. Außerdem fühlte sich die Detektivin in ihrer Konzentration gestört. Deshalb schaltete sie den Computer ab, verließ sie den Raum und machte sich auf den Weg nach unten.

Janes Wohnung lag eine Etage tiefer. Hier waren die Geräusche nicht mehr so laut zu hören. Sie wusste, dass in allen Räumen hier oben die Fenster geschlossen waren, aber sie wollte nach unten, um dort alles zu kontrollieren.

Im Flur blieb sie stehen. Hier war früher das Reich der Lady Sarah gewesen. Manchmal überkam Jane das Gefühl, dass die alte Dame noch hier war, auf welche Weise auch immer. Das entsprach einer Einbildung. Tatsächlich lag sie auf dem Friedhof. Erst vor zwei Tagen hatte Jane das Grab besucht und es mit frischen Frühlingsblumen geschmückt, die jetzt durch den Regen längst zerstört worden waren.

Jane kontrollierte die Fenster in Sarahs ehemaligem Wohnraum, der sich so überladen präsentierte; es war alles in Ordnung. Das Gleiche traf für das Schlafzimmer und das kleine Bad zu, und so wollte sie noch in die Küche gehen.

Dieser Raum lag zur Straße hin. Er befand sich auch als nächster an der Haustür, und im Flur, der tiefer in das Haus hineinführte, stand die Garderobe.

Jane passierte sie. Da die Küchentür nicht geschlossen war, hörte sie den Regen gegen die Scheibe prasseln. Es waren harte Geräusche, die ihre Ohren erreichten, und Jane verglich sie mit den Knochenfingern von Skeletten, die gegen die Scheibe trommelten.

Als sie die Küche betrat, überkam sie der Wunsch nach einem Espresso. Die Maschine stand neben der Mikrowelle und war noch von Sarah Goldwyn gekauft worden. So sehr die alte Lady ihr altmodisches Nippes-Wohnzimmer geliebt hatte, so konträr war die Küche eingerichtet. In ihr fand Jane die modernsten Geräte vor. Das fing beim Elektroofen an und hörte bei der Espresso-Maschine auf, mit der natürlich auch Kaffee gebrüht werden konnte oder auch Cappuccino.

Umgeben war die moderne Technik von den Weichholzmöbeln, die diese Kühle des Designs minderten und aus der Küche einen gemütlichen Raum schufen.

Jane schaute sich das Fenster an. Hier schlug der Regen nicht zu stark gegen die Scheibe. Trotzdem kontrollierte sie alles genau nach, denn sie wollte nicht, das irgendwelches Wasser in den Raum lief.

Neben ihr tropfte der Espresso in die kleine Tasse, und draußen sah die Welt aus, als wäre sie...

Erscheint lt. Verlag 2.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4108-0 / 3838741080
ISBN-13 978-3-8387-4108-6 / 9783838741086
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