Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 1389 (eBook)

Meine grausame Partnerin (2. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4154-3 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1389 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Meine grausame Partnerin (2. Teil).

Es kam alles anders, als wir es uns vorgestellt hatten. Dracula II hielt sich an keine Abmachungen. Jetzt, da der Schwarze Tod nicht mehr existierte, trumpfte er voll auf!

Jane Collins hatte er in die Vampirwelt verschleppte, und mir blieb nichts anderes übriges, als Justine Cavallo um Hilfe zu bitten. Die blonde Bestie war jetzt meine grausame Partnerin.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Meine grausame Partnerin (2.Teil)


Es gibt Menschen, die in den schlimmsten Situationen anfangen zu lachen, um das Grauen damit zu kompensieren.

Auch die Detektivin Jane Collins lachte. Allerdings nicht, weil das Grauen so stark war, obwohl sie in einer Dimension des Schreckens und der Finsternis feststeckte. Sie musste es einfach tun, weil sie ihre Lage als so irrational ansah.

Gefangen in der Vampirwelt!

Entführt von einem mächtigen Blutsauger, der sich Dracula II nannte und der sie in dieser düsteren Welt allein zurückgelassen hatte. Er war wieder auf dem Weg nach vorn. Er hatte sich diese Welt zurückerobert, und jetzt gab es keinen mehr, der sie ihm wieder wegnehmen würde, denn der Schwarze Tod, der dies einst geschafft hatte, existierte nicht mehr. Und wieder war es John Sinclair gewesen, der ihn vernichtet hatte.

Aber das brachte Jane Collins nicht weiter. Es gab in ihrem Umkreis niemanden, der sie aus dieser Lage hätte befreien können. Sie war einzig und allein auf sich selbst gestellt und konnte nichts anderes tun, als sich umzuschauen.

Die sich in ihrer Sichtweite befindliche Landschaft erlebte sie als einen gewaltigen Schatten, aus dem die schroffen Felsformationen hervorschauten. Da gab es die kantigen Ecken, die Schluchten, die Bergrücken, und das alles sah aus, als wäre es scharf nachgezeichnet worden.

Es musste am Licht liegen, das diese Bezeichnung eigentlich nicht verdiente. Stockfinster war es zwar nicht um sie herum, und der Himmel hoch über ihr war auch nicht pechschwarz, doch über allem lag so etwas wie ein grauer Schleier, der über das unwirtliche Land floss.

Jane Collins fand keinen Bezugspunkt. Es war egal, in welche Richtung sie schritt, sie würde überall ins Nichts laufen, und genau das bereitet ihr Sorge.

Aber Jane gehörte nicht zu den Frauen, die vor lauter Angst und Panik vergingen. Solange sie lebte, glaubte sie an ihre Chance, und hier lebte sie. Es musste ihr nur gelingen, die leichten Panikgedanken zu unterrücken, dann konnte sie weitersehen.

Sie erinnerte sich daran, was diejenigen ihr berichtet hatten, die die Vampirwelt kannten. Auch sie waren unfreiwillig hier gelandet, zum Beispiel John Sinclair und andere gute Freunde. Sie hatten es immer wieder geschafft, dieser Dunkelheit zu entwischen, und sie hatten auch von der Vampirwelt berichtet, sodass Jane diese Welt aus deren Erzählungen kannte.

Sie war nicht nur düster, es gab auch Punkte, an denen sich John und seine Freunde hatten orientieren können, und genau daran dachte jetzt Jane Collins. Sie mussten ihr einfallen. Stellen, die markant waren, die auch in dieser dunklen Welt Zeichen setzten.

Der dumpfe Druck entschwand allmählich aus ihrem Kopf. Das Denken klärte sich, und sie erinnerte sich daran, dass sie eine verdammt irrwitzige Entführung erlebt hatte.

Dracula II hatte sie in der Gestalt einer gewaltigen Fledermaus gepackt und verschleppt. Er war aus dem düsteren Nachthimmel gestoßen. Pfeilschnell, ohne zuvor eine Warnung abzugeben, und dann hatte er blitzartig zugepackt.

Jane hatte sich nicht wehren können. Auch John Sinclair und Justine Cavallo war es nicht gelungen, das Kidnapping zu verhindern. Dieser Blutsauger war mit ihr weggeflogen und hatte die Grenze von einer Dunkelheit zur anderen überschritten.*

Jetzt steckte sie in Mallmanns Vampirwelt fest und war von ihm allein gelassen worden.

Egal, wo man sie hingestellt hätte, es wäre überall das Gleiche gewesen. Da konnte sie sich noch so umschauen, sie fand keinen Weg, der sie in die Freiheit geführt hätte.

Aber es gab eine Stelle, an der sie die Welt verlassen konnte, das wusste Jane Collins sehr genau. John Sinclair hatte ihr davon berichtet, und diese bestimmte Stelle war eine Hütte, die auf einem flachen Hügel stand. Genau den hoffte Jane zu sehen, was leider nicht der Fall war. Egal, wohin sie den Kopf auch drehte, sie bekam die Hütte nicht zu Gesicht.

Es blieb ihr nur eins: Sie würde sich auf die Suche machen müssen.

Fast hätte Jane über sich selbst gelacht, denn sie wusste nicht mal, in welche Richtung sie sich bewegen musste. Es war eigentlich egal, wohin sie ging, sie würde immer ins Leere gehen, und genau das bereitete ihr Probleme.

siehe John Sinclair Band 1388: »Die fliegenden Teufel«

Trotzdem durfte sie sich nicht beschweren. Mallmann hatte sie an einen Ort geschafft, von dem aus sie einen recht guten Überblick hatte. Nur hatte sie leider keine Waffe mehr. Die Beretta lag im Hof hinter dem Haus. Jane hatte sie verloren, als Mallmann sie entführt hatte. Sollte sie angegriffen werden, sah es nicht eben gut für sie aus.

Aber warum steckte sie hier fest? Warum hatte Mallmann sie entführt? Was wollte Mallmann?

Jane brauchte über diese Fragen nicht lange nachzudenken. Sie war so etwas wie eine Geisel oder ein perfekter Trumpf des Vampirs. Er hatte sie gefangen, und er würde andere Menschen mit ihrem Schicksal unter Druck setzen, wobei Jane natürlich an ihre Freunde dachte und ihr auch der Name Justine Cavallo einfiel, die in ihrem Haus lebte.

Die Cavallo – ebenfalls eine Blutsaugerin – hatte vor geraumer Zeit an Mallmanns Seite gestanden. Sie und er hatten das perfekte Blutpaar gebildet. Nur war das jetzt vorbei. Das Schicksal hatte die beiden entzweit. Man konnte sogar sagen, dass sie zu Feinden geworden waren, was Mallmann nicht akzeptieren konnte.

Er hatte sein Spiel wieder in Gang gebracht, und Jane sah sich darin als ein kleines Rad, allerdings als ein recht wichtiges, denn der Supervampir hatte etwas mit ihr vor und brauchte sie, sonst hätte er sie längst leergetrunken.

Sie atmete tief ein, schmeckte diese andere kühle Luft, bei der sie das Gefühl hatte, sie wäre von irgendwelchen Rußpartikeln durchzogen. Bei jedem Atemzug schien sie im Hals zu kleben.

Egal wie sie auch dachte, wie sie alles drehte und wendete, sie wollte weg. Jane musste sich bewegen, denn es brachte ihr nichts, wenn sie darauf wartete, dass die andere Seite etwas unternahm. Da musste sie schon selbst die Initiative ergreifen.

Das tat sie auch.

Nach einem letzten Umschauen verließ Jane ihren bisherigen Standort. Sie wollte sich eine Stelle suchen, die höher lag. Möglicherweise hatte sie Glück und erblickte die Hütte, von der John gesprochen hatte. Irgendwie glaubte sie daran, dass Mallmann sie nicht zu weit von ihr entfernt abgesetzt hatte.

Ihr Schuhwerk konnte Jane als solches kaum bezeichnen. Es war für das Haus gut, aber in dieser Welt wären Stiefel mit dicken, griffigen Sohlen besser gewesen.

Wenn sie zu Boden schaute, dann hatte sie den Eindruck, als bestünde er aus Koks. Er war zwar fest, aber zugleich auch porös und rissig. Es gab immer wieder Lücken. Es hätte sie nicht gewundert, wenn aus ihnen plötzlich grauer Dampf gestiegen wäre. Ätzend und auch stinkend. Wie nach einem Vulkanausbruch.

Es war eine Welt ohne Grün. Es gab hier keine Biosphäre. Man konnte sie als menschenfeindlich ansehen, und es war sogar fraglich, ob es hier überhaupt Wasser gab.

Menschen konnten in dieser Umgebung nicht existieren, Tiere ebenfalls nicht. So blieben nur Dämonen und Schwarzblütler, zu denen auch Dracula II gehörte.

Jane schritt weiter und lauschte dem Klopfen ihres Herzschlags. Da sich die Stille um sie herum ausbreitete, erlebte sie ihn überlaut, und mit jedem Schlag vergrößerte sich auch ihre Einsamkeit. In dieser dunklen Weite fühlte sie sich so allein, verlassen von aller Welt, und von ihren Freunden war weit und breit nichts zu sehen. Als Mensch musste man hier elendig verhungern und verdursten.

Soweit wollte es Jane nicht kommen lassen. Noch immer sah sie eine Chance, die Vampirwelt zu verlassen, auf welche Weise auch immer. John und seine Freunde hatten es nach der Vernichtung des Schwarzen Tods ebenfalls geschafft. Da allerdings hatten ihnen die Helfer aus Atlantis zur Seite gestanden.

Die Detektivin suchte nicht nur den rissigen Boden ab, sie schaute hin und wieder auch in die Höhe. Der Himmel war für sie wichtig. Ihr fielen die fliegenden Teufel ein, die sie in der normalen Welt überwacht hatten. Es waren Fledermäuse gewesen. Sie allerdings hatten mit Mallmann in Kontakt gestanden. Sie waren es gewesen, die ihm Botschaften übermittelten, und das nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der normalen.

Und jetzt?

Nichts war zu sehen. Sie ging durch die Leere. Es war für sie einfach nur einsam, und so blieb ihr nichts anderes übrig, als den kratzigen Geräuschen ihrer Schritte zu lauschen.

Bedürfnisse, die in der normalen Welt problemlos gelöst werden konnten, wurden hier zum Problem, denn sie verspürte einen starken Durst. Nur gab es hier keine Quelle, an dem sie den Durst hätte löschen können. Kein Wasser, keine Pflanzen, Bäume oder Gras. Nur das dunkle rissige Gestein.

Über den Geschmack im Mund wollte sie nicht nachdenken, sie setzte einen Schritt vor den anderen und sah zu, an eine etwas höher gelegene Stelle zu gelangen. Vielleicht hatte sie ja Glück und entdeckte die Hütte. Zwar würde es auch dort kein Wasser geben, dafür aber den magischen Spiegel, der ein Dimensionstor war und zurück in die Welt der Menschen führte.

Auf einmal blieb Jane stehen, als hätte sie einen leichten Stoß vor die Brust bekommen. Nicht weil sie etwas gesehen hatte. Ihr war eine andere Veränderung aufgefallen.

Die Stille war plötzlich weg!

Jane wollte es zunächst nicht glauben. Sie rührte sich in den folgenden Sekunden nicht und wartete zunächst mal ab, was passieren würde.

Wieder hörte sie es.

Flapp … flapp … flapp …

Jane schaute gegen den düsteren Himmel, und ihre...

Erscheint lt. Verlag 2.12.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4154-4 / 3838741544
ISBN-13 978-3-8387-4154-3 / 9783838741543
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70