Zum Hauptinhalt springen
Nicht aus der Schweiz? Besuchen Sie lehmanns.de

John Sinclair 1319 (eBook)

Der Bote des schwarzen Tods

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-4065-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1319 - Jason Dark
Systemvoraussetzungen
1,99 inkl. MwSt
(CHF 1,90)
Der eBook-Verkauf erfolgt durch die Lehmanns Media GmbH (Berlin) zum Preis in Euro inkl. MwSt.
  • Download sofort lieferbar
  • Zahlungsarten anzeigen

Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Der Bote des Schwarzen Tods.

Der Bote des Schwarzen Tods war plötzlich da und bewegte sich als gewaltiges Skelett durch die Luft. Justine Cavallo, die blonde Bestie, warnte uns vor seinem Erscheinen, und sie sorgte dafür, dass Suko und ich neugierig wurden.

Glauben konnten wir es nicht. Bis wir das fliegende Skelett sahen und uns klar wurde, dass für uns allmählich andere Zeiten anbrachen und das Schicksal uns in eine völlig neue Richtung lenkte ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Der Bote des Schwarzen Tods


Urplötzlich riss der Himmel über den Fahrgästen auf!

Das schiefergraue Relief aus Wolken verschwand wie von einem mächtigen Windstoß getrieben. Doch nicht die Helligkeit des Tages war zu sehen, sondern ein Monstrum, das aus einem Albtraum stammte.

Ein gewaltiges Skelett!

Und es griff den Bus an!

Es war schon still, aber es wurde noch stiller, weil auch meine Schritte verstummten. Beim Gehen hatte ich sowieso nicht viele Geräusche hinterlassen, da ich mich recht langsam auf dem dünnen und auch dürren Rasen bewegt hatte.

Ich war über das Gitter am Rand geklettert und dann über den Fußballplatz gelaufen, dessen Boden aus einer Mischung zwischen Rasenresten und Asche bestand.

Hier spielte kein Verein der Premier League. Wer hier am Wochenende kickte, gehörte zu einer Mannschaft, die vier Klassen tiefer anzusiedeln war. Entsprechend sah das Feld aus. Von einem englischen Rasen konnte man hier nur träumen.

Jetzt, mitten in der Woche, trainierte niemand auf diesem Acker. Ich befand mich allein auf dem Platz, aber ich wusste meinen Freund und Kollegen Suko in der Nähe. Er hatte sich auf die Tribüne verzogen oder auf das, was man dafür hielt. Da gab es ein paar überdachte Steinstufen. Die Tribüne selbst war nicht mehr als eine breite Treppe. Dort wartete Suko hinter einem genügend breiten Balken, wobei diese Deckung nicht eben perfekt war. Aber es gab Gründe, weshalb wir so handelten. Über die dachte ich nach, als ich auf den Mittelkreis zuging.

Den Treffpunkt hatte nicht ich mir ausgesucht, sondern eine gewisse Justine Cavallo. Die Vampirin und blonde Bestie war für mich so etwas wie eine Erzfeindin, ich hätte sie liebend gern zur Hölle geschickt, und sie mich sicherlich auch. Und möglicherweise wäre einer von uns schon nicht mehr am Leben, aber es gab eine gewisse Konstellation, die uns beide in gewisser Hinsicht zu Verbündeten hatte werden lassen.

Das war die Drohung aus dem Unbekannten, die sich in letzter Zeit verdichtet und sogar einen Namen bekommen hatte.

Der Schwarze Tod!

Dieser verfluchte Dämon, einer der mächtigsten auf der Erde. So etwas wie der Teufel in der Hölle war er in Atlantis gewesen. Ich hatte ihn damals vernichtet, doch nun war er dabei, zurückzukehren. Es gab keine Beweise, doch es hatte bestimmte Anzeichen gegeben, über die ich nicht eben glücklich gewesen war.

So dachten auch Justine Cavallo und Will Mallmann, alias Dracula II, der mächtige Vampir, der sich sogar eine eigene Welt erschaffen hatte und von dort gewisse Dinge beobachtete. Aus dem allgemeinen „Tagesgeschäft“ hatte er sich deshalb zurückgehalten und Justine vorgeschickt, die aussah wie eine perfekte Barbie-Puppe. Eine kalte Schönheit, die mit den Menschen spielte und deren Blut trinken wollte. Das schaffte sie auch, sie musste weiterexistieren. Dass diese Vampirpest nicht explodierte, hatte ich letztendlich verhindern können. Noch vor Kurzem war mir das bei einer jungen Musikerin gelungen.

Justine verdaute Niederlagen, das wusste ich ebenfalls. Sie gab trotzdem nicht auf, und sie nahm sogar Kontakt mit mir auf, wenn es ihr ratsam erschien.

So wie jetzt.

„Sinclair, du solltest kommen“, hatte sie zu mir am Telefon gesagt.

„Und was willst du?“

„Ich will dich mit jemanden bekannt machen, der etwas gesehen hat, das nicht nur wichtig für mich ist, sondern auch für dich. Diesen Mann solltest du treffen.“

„Warum?“

„Weil es wieder um IHN geht.“

Sie hatte ein Wort besonders betont. Ich wusste, was sie meinte, fragte aber trotzdem nach.

„Du meinst den Schwarzen Tod?“

„Genau ihn.“

„Wieso? In der letzten Zeit habe ich immer wieder etwas gehört. Ich habe ihn aber nicht gesehen. Ich habe seine Rückkehr noch nicht erlebt. Bisher ist alles nur Spekulation gewesen.“

„Die Zeichen mehren sich.“

„Das kannst du mir auch am Telefon sagen. Ich höre dir gern zu.“

„Du sollst nicht mich treffen. Ich schicke dir jemanden, der besser informiert ist.“

„Wer?“

„Der Mann heißt Flavio McCormick. Er möchte dich sehen, will aber nicht zu dir ins Büro kommen. Er hat seine Gründe.“

„Und wo soll ich ihn treffen?“

Justine hatte mir das Ziel genannt, und so stand ich nun auf dem Fußballfeld am Mittelkreis und wartete auf diesen Flavio McCormick, über den ich natürlich Erkundigungen eingezogen hatte. Und siehe da, er war eine nicht eben unbekannte Größe in unserem Computer.

Als Beruf hatte er Grabsteinhändler angegeben. Einer der größten im Lande. Außerhalb von London betrieb er seinen Laden. Er verkaufte die Grabsteine nur, er war kein Steinmetz, der sie selbst herstellte. Ich ging davon aus, dass er wie auf einem großen Friedhof lebte, wobei keine Toten unter den Steinen lagen.

Da jedoch war man sich nicht so sicher. Zumindest unsere Kollegen, denen er aufgefallen war, denn sie brachten ihn mit der Mafia in Verbindung. Angeblich war er jemand, der unliebsame Personen verschwinden ließ, die der Mafia nicht genehm waren.

Beweisen konnte man ihm nichts. Er hatte einige Male vor Gericht gestanden und war immer wieder aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Und mit dieser Gestalt sollte ich mich also herumschlagen. Das war alles andere als eine Freude für mich.

Suko und ich waren es jedoch gewohnt, jeder Spur nachzugehen. Manchmal verbündeten wir uns mit Beelzebub, um dem Teufel eins auszuwischen. Wobei der Beelzebub bei uns Justine Cavallo hieß.

„Und dieser McCormick weiß also, was mit dem Schwarzen Tod los ist und wie er es geschafft hat, sein Reich zu verlassen?“

Auf meine Frage hatte ich keine direkte Antwort bekommen. „Es gibt etwas, das dich interessieren wird. Darauf kannst du dich verlassen. Tu dir selbst den Gefallen.“

Nun ja, den hatte ich mir getan, denn alles, was mit dem Schwarzen Tod in einem direkten Zusammenhang stand, das wühlte auch mich auf.

Dieser Flavio McCormick lebte außerhalb von London und nicht mal weit von diesem Treffpunkt entfernt. Eigentlich hätte er schon hier sein müssen. Stattdessen stand ich allein im Mittelkreis und kam mir vor wie ein Schiedsrichter, der auf die beiden Mannschaften wartet, um das Spiel endlich anpfeifen zu können.

Es kam vorerst niemand.

Ich drehte mich im Kreis. Dabei glitt auch die primitive Tribüne vorbei, doch Suko entdeckte ich nicht. Er hatte es geschafft, Deckung zu finden, und so blieb mir nichts anderes übrig, als noch länger zu warten. Auch auf Justine Cavallo. Ich konnte mir vorstellen, dass sie sich unsere Begegnung nicht entgehen ließ.

Der Tag war warm gewesen. Leider auch schwül. Ein verhangener Himmel. Wenn mal die Sonne durchgekommen war, dann hatte sie wie eine glühende Orange ausgesehen, doch zu dieser Zeit war es ihr bereits gelungen, tief im Westen unterzutauchen. Die Luft hatte sich wieder mit Feuchtigkeit gefüllt. Wo ich auch hinschaute, ich sah einen dünnen Nebelschleier über dem Land liegen.

Es gab keine normale Straße, die zum Platz führte. Wer ihn erreichen wollte, der musste über einen etwas breiteren Feldweg gehen oder fahren. Das hatten Suko und ich auch getan, und genau auf diesem Weg sah ich die Bewegung.

Die Feuchtigkeit in der Luft hatte es nicht ganz geschafft, den Staub zu binden, sodass der dunkle Wagen eine dünne Wolke aufwirbelte und sie wie einen Geist hinter sich herschleifte.

Für mich stand fest, dass Flavio McCormick in dem dunklen Mercedes hockte, dessen Scheinwerfer eingeschaltet waren und sich als helle Glotzer näherten.

Auch Suko hatte den Wagen gesehen. Mein Handy meldete sich mit einem leisen Ton.

„Du weißt Bescheid, John?“

„Ja.“

„Soll ich kommen?“

„Nein, nein, bleib mal da.“

„Gut, bei mir ist alles ruhig.“

Ich musste lachen. „Das will ich auch hoffen. Auf unangenehme Überraschungen kann ich verzichten.“

Ich steckte den Apparat wieder weg und konzentrierte mich auf den dunklen Mercedes, der dort anhielt, wo der Weg zu Ende war. Zuerst wurden die Lichter gelöscht, dann schwangen die Vordertüren auf. Zwei Männer stiegen aus, denen man auch aus einer gewissen Entfernung ihren Beruf sofort ansah.

Leibwächter. Bodyguards. Typen, die ihre Bosse beschützten. Das hatte auch ein gewisser Flavio McCormick nötig, der jetzt ausstieg, als man ihm die hintere Tür aufhielt.

Von den Kollegen der Fahndung wusste ich, wie McCormick aussah. Er war es, den seine Bodyguards hergeschafft hatten. Ein nicht besonders großer Mann, dafür kompakt. Vom Alter her war er um die 50. Mutter Italienerin, Vater Schotte. So hatte es in den Unterlagen gestanden. McCormick war Geschäftsmann. Diesen Beruf konnte man wirklich dehnen wie Kaugummi.

Er zupfte sein Jackett zurecht und sprach mit einem seiner Aufpasser, während der Zweite in meine Richtung blickte. Wenn er nicht blind war, musste er mich am Anstoßkreis gesehen haben.

McCormick war zufrieden. Die Aufpasser gingen nur mit bis zum Rand des Spielfelds. Den Rest der Strecke legte McCormick allein zurück. Trotz seiner Schwere besaß er einen federnden Gang, als wollte er jedem demonstrieren, wie fit er war.

Dass seine Mutter Italienerin war, darauf wiesen wohl die schwarzen Haare hin, die glatt auf seinem Kopf lagen. Schwarz war auch seine Kleidung und blütenweiß das Hemd.

Nur das Gesicht zeigte keine sonnenbraune Farbe. Es wies eine recht helle Haut auf, und dazu passten die leicht rötlich angehauchten Augenbrauen. Die Augen sahen wieder dunkel wie Ölflecke aus. Eine kurze kräftige Nase, eine hohe Stirn und ein...

Erscheint lt. Verlag 25.11.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-4065-3 / 3838740653
ISBN-13 978-3-8387-4065-2 / 9783838740652
Informationen gemäß Produktsicherheitsverordnung (GPSR)
Haben Sie eine Frage zum Produkt?
EPUBEPUB (Ohne DRM)

Digital Rights Management: ohne DRM
Dieses eBook enthält kein DRM oder Kopier­schutz. Eine Weiter­gabe an Dritte ist jedoch rechtlich nicht zulässig, weil Sie beim Kauf nur die Rechte an der persön­lichen Nutzung erwerben.

Dateiformat: EPUB (Electronic Publication)
EPUB ist ein offener Standard für eBooks und eignet sich besonders zur Darstellung von Belle­tristik und Sach­büchern. Der Fließ­text wird dynamisch an die Display- und Schrift­größe ange­passt. Auch für mobile Lese­geräte ist EPUB daher gut geeignet.

Systemvoraussetzungen:
PC/Mac: Mit einem PC oder Mac können Sie dieses eBook lesen. Sie benötigen dafür die kostenlose Software Adobe Digital Editions.
eReader: Dieses eBook kann mit (fast) allen eBook-Readern gelesen werden. Mit dem amazon-Kindle ist es aber nicht kompatibel.
Smartphone/Tablet: Egal ob Apple oder Android, dieses eBook können Sie lesen. Sie benötigen dafür eine kostenlose App.
Geräteliste und zusätzliche Hinweise

Buying eBooks from abroad
For tax law reasons we can sell eBooks just within Germany and Switzerland. Regrettably we cannot fulfill eBook-orders from other countries.

Mehr entdecken
aus dem Bereich
HORROR | Die Vorgeschichte des Katz-und-Maus-Duetts

von H. D. Carlton

eBook Download (2025)
VAJONA (Verlag)
CHF 11,70