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John Sinclair 1242 (eBook)

Geheimbund Omega (1. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3976-2 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1242 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 2000 - 2009!

Geheimbund Omega (1. Teil).

Lady Sarah Goldwyn, auch Horror-Oma genannt, konnte es einfach nicht lassen. Auch wenn jemand nur schlichte Auskünfte haben wollte, wie es bei Suko und mir der Fall gewesen war, hängte sie sich rein. Uns ging es um einen Geheimbund OMEGA, der alten Menschen half, ihre Leidenszeit zu verkürzen und dafür sorgte, dass ein Mord aussah wie ein Selbstmord.

Genau das hatte Lady Sarah auch herausgefunden. Nur war es für sie zu spät, denn da lag bereits die Schlinge des Henkers um ihren Hals ...

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Geheimbund Omega (1. Teil)


Niemand sah die Angst in den Augen des alten Mannes. Steif wie der berühmte Ladestock stand er an der Kante des Bahnsteigs, den Blick nach vorn auf die gegenüberliegende Seite gerichtet.

Von links näherte sich die Bahn!

Zugleich schob sich eine unauffällige Person hinter den Rücken des Wartenden. Die Menschen waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um auf ihre Nachbarn zu achten.

Die Person, die den alten Mann auf die Gleise stieß, fiel niemandem auf.

Dann gellten entsetzte Schreie durch die Station …

Der alte Mann schrie nicht. Fliegen! Ich kann fliegen! So jubelte es in ihm. Ich fliege dem Tod entgegen. Ich werde erlöst werden. Ich fliege hinein.

Es war sein letzter Gedanke. Die Schnauze der eisernen Schlange erwischte den Körper noch im Flug. Obwohl der Zug inzwischen langsamer fuhr, hatte der alte Mann keine Chance. Er wurde nicht zur Seite gedrückt, sondern nach vorn geschoben und weggeschleudert wie etwas, das man nicht mehr brauchte.

Erst dann landete er auf den Schienen.

Zu spät kam der Zug zum Stehen. Da war der alte Mann bereits verschwunden. Er lebte nicht mehr, und sein Körper sah auch nicht mehr so aus wie vor einer Minute.

Der Unauffällige aber war längst verschwunden …

*

Vorweihnachtszeit – Stresszeit!

Es ging wieder los. Die Menschen ließen es sich einfach nicht nehmen, sich wieder das Gleiche anzutun wie jedes Jahr. Da strömten sie in die City oder in die mit Geschäften gefüllten Stadtteile und überfüllten die Stadt.

Es war besser, wenn man seinen Wagen stehen ließ und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr. Daran hatten auch wir uns gehalten. Zusammen mit Suko hatte ich mich an diesem Morgen in die U-Bahn gequetscht, die natürlich überfüllt war, sodass wir uns vorkamen wie Fische in der Dose. Hinzu kamen die Gerüche. Wer durch den Regen gelaufen war, dessen Klamoten hatten die Feuchtigkeit aufgesaugt und schienen entsprechend zu dampfen. Ich wusste nicht, wie viele Menschen, die sich um uns herum befanden, an diesem Morgen geduscht hatten, aber viele konnten es nicht sein, denn was sie ausstrahlten war nicht eben für empfindliche Nasen gedacht.

Es gab allerdings auch das Gegenteil.

Parfüm der verschiedenen Marken. Düfte trafen auf Gestank und diese Mischung war einfach noch schlimmer. Beim Einsteigen hatten Suko und ich uns kurz angeschaut, um schließlich ergeben die Achseln zu zucken, denn ändern konnten wir es nicht.

Vorweihnachtsstress und Fülle eben. Das schlechte Wetter tat sein Übriges und es hielten sich zudem noch Besucher in der Stadt auf. Sogar einen deutschen Weihnachtsmarkt gab es in London. Wahrscheinlich wollte man damit erreichen, dass nicht zu viele Insulaner rüber aufs Festland fuhren. Das Geld sollte besser im Land bleiben.

Ich hatte mit beidem nicht viel zu tun, was übrigens auch für Suko galt. Wenn Weihnachtsgeschenke gekauft wurden, waren bei uns die Frauen dafür zuständig, wir hielten uns da schön zurück.

Trotzdem war ich auf irgendeine Art und Weise froh, wieder in London zu sein. Die letzten Fälle hatten mich ins Ausland geführt, und sogar auf der Insel Sylt war ich gewesen, wo ich den Mördermönch von Keitum gejagt hatte.

Jetzt lief wieder alles normal. Ins Büro fahren, die bekannten Gesichter sehen, Glendas Kaffee trinken, auch mit unserem Chef, Sir James, plaudern und sich um die Schreibtischarbeit kümmern.

Eigentlich mochte ich das nicht, aber ich war so lange unterwegs gewesen, dass ein solcher Tag mal gut tat. Es würde mir auch nichts ausmachen, einen zweiten anzuhängen.

Suko dachte, ähnlich. Außerdem konnte man das Wetter vergessen. Dauerregen nannte man so etwas, auch wenn die Nässe nur als Sprüh vom Himmel sickerte.

Suko und ich hatten zwar einen einigermaßen günstigen Platz gefunden, aber der hatte sich später immer mehr verengt durch die zugestiegenen Fahrgäste, und so kamen wir uns ebenfalls wie zerdrückt vor. Aber da musste man durch. Alles andere wäre auch unnormal gewesen.

Ich hatte nur ein kleines Frühstück zu mir genommen. Etwas Rührei und Brot. Am Mittag wollten wir mal wieder beim Italiener um die Ecke essen, und wir hatten Glenda versprochen, sie einzuladen. Ansonsten würde der Morgen locker vergehen.

In meiner Nähe stand ein junges Mädchen. Es trug einen viel zu engen brombeerfarbenen Mantel um den mageren Körper gedreht. Die Haare hatte die Kleine grün gefärbt und sich zudem noch sehr düster geschminkt. Das Mädchen schaute mit leerem Blick ins Nichts, als wäre es in eine tiefe Depression verfallen. Hin und wieder erschien die Zungenspitze aus dem Lippenspalt und bewegte sich um den Mund herum. Dann war die gepiercte Zungenspitze zu sehen. Trotz der Schminke wirkte die Haut sehr blass oder vielleicht wegen ihr und ich konnte mir vorstellen, dass die Kleine auch Stoff nahm.

Männer lasen Zeitung. Frauen redeten mit leisen Stimmen. Junge Typen in Business-Anzügen umklammerten ihre Aktentaschen und Koffer wie wertvolle Goldstücke und waren mit ihren Gedanken längst bei der Arbeit. Es ist eben immer wieder interesant, Beobachtungen in der U-Bahn zu machen. Nur gefiel mir nicht, wenn die Wagen einfach zu voll waren und man kaum Luft zum Atmen bekam.

Es gab auch welche, die sich nur auf die Musik konzentrierten, die aus ihren Walkmen drang.

Ansonsten war es relativ still, was Suko und mir entgegenkam. Auch wir wurden durchgeschüttelt, denn die Wagen rollten nie ruhig über die Schienen hinweg, aber der Spaß würde bald vorbei sein, denn an der nächsten Station mussten wir raus.

Ich freute mich schon auf die bessere Luft, schaute nach vorn durch eine Lücke zwischen den Fahrgästen und stellte fest, dass es bereits heller geworden war. Die Wagenschlange war also dabei, in die Station einzulaufen.

Wir fuhren jetzt auch langsamer. Der Zug wurde bereits abgebremst – und in eine Vollbremsung hineingerissen.

Damit hatte natürlich keiner von uns gerechnet. Es entstand zwar kein Chaos, aber plötzlich gerieten alle Fahrgäste in Bewegung. Jeder hatte normal gestanden und sich natürlich nicht auf das schnelle Bremsen eingestellt. Es gab keinen Menschen, der nicht nach vorn kipppte und seinen Nachbarn anstieß. Der Trouble war plötzlich da. Es sah komisch aus, wie sich die Menschen in Bewegung befanden und wie Puppen reagierten. Ich gehörte nicht zu den Glücklichen, die sich an einer Schlaufe festgehalten hatten, im Gegensatz zu Suko.

Ich wurde nach vorn geschleudert. Plötzlich sah ich das schmächtige Mädchen dicht vor mir. Beide fielen wir übereinander, wurden nach rechts gedreht, und die Kleine klammerte sich an mich wie der Schiffsbrüchige an ein Brett, das ihm auf den Wellen entgegenschwimmt.

Ruckartig bremste der Zug weiter. Das war alles nicht normal. So fuhr man nicht in die Station ein. Es musste etwas passiert sein. Einige Fahrgäste waren entsetzt und schrien auf. Andere lagen am Boden. Ich hatte Glück gehabt. Zusammen mit dem Mädchen war ich gegen eine der noch geschlossenen Türen geprallt und dort hatten wir uns so eben noch halten können.

Ich sah die Angst im Gesicht der Kleinen und lächelte sie an. »Keine Sorge, das packen wir.«

Sie sagte nichts. Es war auch überflüssig, einen Kommentar abzugeben, denn endlich kam die lange Schlange zum Stehen. Es hatte nach dem ersten Bremsvorgang wirklich nur wenige Sekunden gedauert, aber in dieser Zeitspanne hatte sich schon einiges verändert. Da stand niemand mehr so, wie er gestanden hatte. Als der Zug zur Ruhe gekommen war, herrschte ein ungewöhnlich tiefes und sekundenlanges Schweigen. Es gab wohl nicht wenige hier, die an die Vorgänge in New York dachten, denn die Menschen waren noch immer sensibilisiert, und erst als sich die Türen mit den bekannten Zischgeräuschen öffneten, verschwand die Angst, eingeschlossen zu sein. Jetzt gab es nur noch den Gedanken der Flucht. Da wollte jeder so schnell wie möglich den Wagen verlassen.

»Danke«, flüsterte die Kleine, bevor sie sich von mir löste und zum Ausgang drängte.

Nicht nur die Fahrgäste in unserem Wagen hatten das Theater erlebt, alle anderen ebenfalls, die sich weiter vorn oder hinten befanden. Und von der Station her hörte ich ebenfalls laute Rufe oder sogar Schreie. Da musste irgendetwas Schlimmes passiert sein.

Plötzlich war Suko wieder bei mir. »Hast du was abbekommen?«

»Nein, alles noch dran.«

»Super. Aber das war keine normale Bremsung. Ich glaube auch nicht, dass dort jemand das Fahren geübt hat.«

»Stimmt.«

Ich schaute mich um. Ein erster Blick auf den Bahnsteig war mir vergönnt und dort ging es rund. Eine Menschentraube hatte sich an einer bestimmten Stelle gebildet. Ich hörte eine Lautsprecherstimme, verstand aber nicht, was sie sagte und sorgte jetzt dafür, dass ich ebenfalls aus dem Wagen geschwemmt wurde.

Man trat mir auf die Füße. Man schubste mich. Ich sah Menschen weglaufen und andere ankommen. Auch Männer in Uniformen waren da. Mitglieder einer privaten Schutztruppe, die die Stationen mit Argusaugen überwachten.

Schließlich waren wir draußen und konnten nachschauen, was an dieser Station abgelaufen war.

Es war vor dem Zug geschehen, denn dort versuchten drei Männer, Neugierige wegzudrücken. Suko und ich liefen nach vorn, bis wir die Zugmaschine erreichten. Erst dort blieben wir stehen, und wir sahen einen leichenblassen Fahrer in der offenen Tür stehen, der völlig fassungslos war. Der Mann mit dem glatten Bart starrte ins Leere. Seine Lippen bewegten sich, aber er sagte nichts.

Mich fasste eine große Hand an der Schulter. Dann wurde ich herumgezerrt und...

Erscheint lt. Verlag 11.11.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte 2017 • 2018 • Abenteuer • alfred bekker • Bastei • Bestseller • blutig • Clown • Dämon • Dämonenjäger • dan-shocker • Deutsch • eBook • E-Book • eBooks • Extrem • Fortsetzungsroman • Frauen • Geisterjäger • grusel-geschichten • Gruselkabinett • Grusel-Krimi • Gruselroman • Grusel-Roman • Horror • Horror Bücher ab 18 • Horror-Roman • horrorserie • horror thriller • Horror-Thriller • Jason Dark • Julia-meyer • Kindle • Krimi • Kurzgeschichten • larry-brent • Lovecraft • Macabros • Männer • morland • neue-fälle • Paranomal • professor-zamorra • Professor Zamorra • Psycho • Roman-Heft • Serie • Sinclair • Slasher • spannend • Splatter • Stephen King • Stephen-King • Steven King • Terror • Thriller • Tony-Ballard • Top • Zombies
ISBN-10 3-8387-3976-0 / 3838739760
ISBN-13 978-3-8387-3976-2 / 9783838739762
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