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John Sinclair 1057 (eBook)

Vampirhölle London (4. Teil)

(Autor)

eBook Download: EPUB
2015 | 1. Aufl. 2015
64 Seiten
Bastei Lübbe (Verlag)
978-3-8387-3790-4 (ISBN)

Lese- und Medienproben

John Sinclair 1057 - Jason Dark
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Endlich als E-Book: Die Folgen der Kult-Serie John Sinclair aus den Jahren 1990 - 1999!

Vampirhölle London (4. Teil).

Ein Albtraum wurde zur schrecklichen Wahrheit. Dracula II hatte Costello und seine Vampire befreit. Endlich konnte Mallmann sein Vorhaben in die Tat umsetzen und die Stadt an der Themse zur Vampirhölle London machen.

John Sinclair ist der Serien-Klassiker von Jason Dark. Mit über 300 Millionen verkauften Heftromanen und Taschenbüchern, sowie 1,5 Millionen Hörspielfolgen ist John Sinclair die erfolgreichste Horrorserie der Welt. Für alle Gruselfans und Freunde atemloser Spannung. Tauche ein in die fremde, abenteuerliche Welt von John Sinclair und begleite den Oberinspektor des Scotland Yard im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit.

Vampirhölle London (4. Teil)


»Schläfst du schon?« fragte Shao und richtete sich dabei halb auf.

Sie hörte Sukos leises Lachen. »Alles, nur das nicht.«

»Was ist denn los?«

»Keine Ahnung.«

Sie stupste ihn an. »Hör auf zu lügen, Suko. Es ist der verdammte Fall, nicht wahr?«

Suko seufzte. »Das wird es wohl sein. Er will mir nicht aus dem Kopf. Es ist einfach zu viel passiert. Die Vorstellung, dass ich hier im Bett liege und in London womöglich schon die ersten Vampire herumschleichen, lässt mich einfach nicht schlafen. Das ist Wahnsinn, das ist verrückt. Und ich kann nichts tun, um es zu verhindern.«

Jetzt war Shao hellwach. Sie lag auf dem Rücken und schaute zur Decke. »Klar, das ist furchtbar. Aber bist du auch sicher, dass sie London in eine Vampirhölle verwandeln wollen?«

»Gut gesagt.«

»Das stammt nicht vor mir. Du hast davon gesprochen, bevor wir zu Bett gegangen sind. Du hast sie ja in all ihrem Schrecken ausgemalt.«

»Die ich nicht allein befürchte.«

»Sicher, John sieht es ebenso. Das weiß ich alles. Aber wir müssen zurechtkommen. Noch ist nichts passiert. Ich glaube auch nicht, dass sie schon in dieser Nacht unterwegs sind. So komisch es sich anhört, Suko, auch Vampire müssen sich erst ein- oder umgewöhnen. Costello wird sie nicht schon jetzt auf Bluttour geschickt haben.«

»Das weiß ich alles nicht, Shao. Ich denke nur, dass Costello ebenfalls zu einem Vampir geworden ist. Er hat hier sowieso nicht mehr das große Sagen. Jetzt ist Dracula II an der Reihe. Er hat das Kommando übernommen. Erst hat er Costello in Sicherheit gewiegt, hat ihm eine Partnerschaft vorgegaukelt und hat dann zugeschlagen. Er hat seine Pläne durchgesetzt und den Mafiaboß nur als Mittel zum Zweck benutzt. Da braucht er sich nichts mehr vorzumachen und wir uns auch nicht.«1

»Gut, Suko. Ich habe dir jetzt zugehört. Nun frage ich mich, was du unternehmen willst.«

»Das weiß ich nicht.«

»Dann versuche endlich, noch ein paar Stunden zu schlafen.«

Nach diesem Vorschlag tat Suko genau das Gegenteil, denn er richtete sich auf. Für eine Weile blieb er im Bett sitzen, den Blick starr in die Dunkelheit gerichtet. Es war nicht so dunkel, als dass ihn Shao nicht hätte sehen können. Er wirkte äußerlich ruhig. In seinem Innern aber tobte ein Vulkan. Einer wie er konnte es einfach nicht hinnehmen, dass eine kleine Armee von Vampiren versuchte, sich in London auszubreiten und dabei immer mehr Menschen ins Verderben zu reißen. Dass er keine Ruhe fand, war natürlich.

Mit einem gezielten Schwung drehte er sich um und stand auf.

»He, was ist los?« fragte Shao, bevor sie das Licht einschaltete.

Suko stand neben dem Bett und schaute sie an. »Ich kann nicht schlafen. Ich werde rüber zu John gehen. Ich muss einfach mit ihm sprechen. Sollen wir wetten, dass es ihm ebenso ergeht?«

»Die Wette würde ich verlieren.«

»Das denke ich auch. Es kann ja sein, dass wir beide zu einem vorläufigen Ergebnis gelangen. Möglich ist alles. Vielleicht fällt dem einen was ein, an das der andere nicht gedacht hat.«

Shao musste zugeben, dass Suko ihr in diesen Momenten fast fremd vorkam.

Er drehte sich um. Suko trug einen Schlafanzug, der aus einer Jacke und einer kurzen Hose bestand. Der Stoff schimmerte in einem dunklen Grün. Ein Bademantel hing in Griffweite. Suko holte ihn vom Haken und streifte ihn über.

Shao strich ihr langes Haar zurück. Die dunkle Flut breitete sich auf ihren Schultern aus. »Bleib aber nicht zulange. Die nächsten Tage werden kein Zuckerschlecken.«

»Weiß ich, Shao.« Er schlüpfte in seine flachen Treter und verließ das Schlafzimmer, in dem sich Shao seufzend wieder zurücklegte. Sie wusste ja, mit wem sie zusammen war. Und dass es verdammt nicht einfach war, ein derartiges Leben zu führen. Sie gehörte nicht zu den Frauen, die zurücksteckten. Aber sie mischte sich auch nicht ein, wenn es nicht unbedingt sein musste. Da war sie schon diplomatisch. Zu oft war auch sie mit in das Grauen hineingezerrt worden. Außerdem brauchte sie nur an ihre eigene Herkunft zu denken, um für Suko Verständnis zu haben.

Er hätte nur nach nebenan zu telefonieren brauchen. Das hatte er sich ausgeredet. Das Gespräch von Auge zu Auge war besser.

Vor der Tür blieb er noch einmal stehen und strich durch sein kurz geschnittenes dunkles Haar.

Erst dann öffnete er.

Der erste Schritt in den Flur. Es war eigentlich wie immer und trotzdem ganz anders, denn zu einem zweiten Schritt kam Suko nicht. Er hatte seinen Kopf nach rechts gedreht und wollte auch in die Richtung gehen, als er die beiden Fremden sah.

Suko hatte nicht durch die Hilfe seines Stabs die Zeit angehalten. Dennoch kam es ihm vor, als hätte sich die Umgebung verschoben oder verändert. Alles war plötzlich anders. Die zwei Fremden wirkten nicht eben wie Besucher. Sie standen Johns Tür gegenüber und in Haltungen, die darauf schließen ließen, dass sie bereit waren, vorzulaufen und die Tür aufzurammen.

Er hatte sie gesehen, sie bemerkten ihn.

Drehten die Köpfe, waren durch Sukos Auftauchen von ihren Plänen abgelenkt worden und hatten ihre Lippen geöffnet.

Suko sah, wer sie waren.

Zwei Vampire!

Und er trug keine Waffe bei sich …

*

Ich stand in meinem Schlafzimmer. Schlaf hatte ich nicht finden können. Zudem war ich von Will Mallmanns Erscheinen abgelenkt worden. Als große Fledermaus hatte er sich vor dem Fenster gezeigt, um schnell wieder zu verschwinden, als ich das Fenster geöffnet hatte.

Dann hatte mich Costello angerufen, und seine Wort waren mir nicht aus dem Kopf gegangen. »Wir kriegen dich, Sinclair, wir kriegen dich. Bald bist du einer von uns«, hatte er gesagt. Kein Wort danach. Er hatte aufgelegt oder sein Handy ausgeschaltet, wie auch immer.

Für mich allerdings stand fest, dass der große und mächtige Mafiaboß Logan Costello kein Mensch mehr war. Er war zu einem Blutsauger geworden, und er musste Will Mallmann, alias Dracula II, in die Falle gelaufen sein.

Costello ein Vampir!

Einige seiner Männer waren ebenfalls zu Blutsaugern mutiert. Was das bedeutete, musste selbst Menschen klar sein, die nicht so in gewisse Dinge involviert waren wie wir. Wenn die Vampire freikamen und auf der Jagd nach Blut waren, dann würden sie keine Rücksicht nehmen und London in eine Vampirhölle verwandeln.

Der Gedanke daran hatte mir den Schweiß nicht nur auf die Stirn getrieben. Ich spürte die Feuchtigkeit auch auf meinem Rücken und an den Handflächen.

Es würde für uns keine Ruhe geben. Nicht einmal in dieser Nacht. Nach einer derartigen Nachricht war es mir so gut wie unmöglich, wieder zur Tagesordnung überzugehen. Ich wollte auch nicht allein darüber nachdenken, sondern musste mit jemand sprechen. Schon jetzt musste das Vorgehen geplant werden.

Sir James rief ich noch nicht an. Dazu war später noch Zeit. Zunächst musste Suko Bescheid wissen.

Ich konnte mir gut vorstellen, dass es ihm ebenso ergangen war wie mir und auch er keinen Schlaf gefunden hatte. Nicht nach diesen Ereignissen, die uns aufgewühlt hatten.

Ich griff zum Telefon. Dass sich Shao meldete, wunderte mich schon. »He, du bist noch wach?«

»Ja, wer kann in dieser Nacht schon schlafen? Du doch auch nicht, John.«

»Stimmt. Dann gib mir mal Suko.«

»Wieso?«

Mir rutschte ein »wieso nicht?« heraus.

»Du bist gut«, sagte Shao und lachte dabei, was aber ziemlich verstimmt klang. »Suko ist doch längst bei dir. Er wollte zu dir gehen. Es ist doch nur ein Katzensprung …«

»Er ist aber nicht hier, Shao.«

»Mist!«

»Wann war das denn?«

»Vielleicht vor einer halben Minute hat er die Wohnung verlassen. Ich hörte noch, wie er die Tür zuzog. Er hat auch nur einen Bademantel übergestreift. Er wollte wirklich zu dir und nicht irgendwo in der Nacht verschwinden.«

»Er ist noch nicht hier.«

»Das ist …«

»Ich sehe nach, Shao!« Es war sinnlos, jetzt noch länger telefonieren zu wollen. Was gesagt worden war, das hatte ich gehört, und ich wusste, was ich tun musste.

Ich legte auf und verließ das Zimmer. Dabei nahm ich mir nicht einmal die Zeit, mir irgendetwas überzustreifen. Nur auf die Beretta verzichtete ich nicht, auch wenn ein bewaffneter Mann im Schlafanzug etwas lächerlich wirkt.

Alles egal.

Ich lief durch den Flur, aber ich öffnete die Wohnungstür noch nicht, sondern schaute durch den Spion.

Das Blickfeld war recht gut. Zu sehen war im Moment nichts, aber zu hören. Keuchende Laute, wenn mich nicht alles täuschte, und dann sah ich eine fremde Gestalt, die beide Arme in die Höhe gerissen hatte und mit den Händen den Griff eines kurzstieligen Messers umklammerte. Ich hatte diese Person noch nie zuvor gesehen, kannte sie aber aus den Beschreibungen, die mir Karina Grischin gegeben hatte. Es war einer der drei Vampire, die Mallmann zu Costello geschickt hatte. Sogar den Namen kannte ich. Er hieß Tronk.

Das alles glitt in Sekundenschnelle durch meinen Kopf. Bevor ich mit einem Ruck die Tür aufriss …

*

Die beiden Untoten gaben Suko keine Gelegenheit, lange zu überlegen, denn sie griffen an. Zwei zugleich, denn sie hatten die Lage erfasst. Sie wussten, dass sie dieses menschliche und mit Blut gefüllte Hindernis erst aus dem Weg räumen mussten, bevor sie sich um ihre eigentliche Aufgabe kümmern konnten.

Suko war nicht waffenlos. Er gehörte zu den Menschen, die auch Hände und Füße als Waffe einsetzen konnten, nur wussten das die beiden...

Erscheint lt. Verlag 21.10.2015
Reihe/Serie John Sinclair
John Sinclair
Verlagsort Köln
Sprache deutsch
Themenwelt Literatur Krimi / Thriller / Horror Horror
Literatur Romane / Erzählungen
Schlagworte blutig • Clown • Gruselroman • Horror • Horror Bücher ab 18 • horror thriller • Jason Dark • Lovecraft • Paranomal • Sinclair • Slasher • Splatter • Stephen King • Steven King • Zombies
ISBN-10 3-8387-3790-3 / 3838737903
ISBN-13 978-3-8387-3790-4 / 9783838737904
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